{"id":842810,"date":"2026-03-04T15:39:18","date_gmt":"2026-03-04T15:39:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/842810\/"},"modified":"2026-03-04T15:39:18","modified_gmt":"2026-03-04T15:39:18","slug":"seit-monaten-diskussionen-eu-kommission-plant-made-in-europe-quote-fuer-die-industrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/842810\/","title":{"rendered":"Seit Monaten Diskussionen: EU-Kommission plant &#8222;Made in Europe&#8220;-Quote f\u00fcr die Industrie"},"content":{"rendered":"<p>Seit Monaten Diskussionen EU-Kommission plant &#8222;Made in Europe&#8220;-Quote f\u00fcr die Industrie<img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Die-Branche-benoetigt-verlaessliche-Energieversorgung-zu-planbaren-und-wettbewerbsfaehigen-Preisen-G.webp\" alt=\"Die-Branche-benoetigt-verlaessliche-Energieversorgung-zu-planbaren-und-wettbewerbsfaehigen-Preisen-Gemeinsame-Forderungen-von-Wirtschaftsminister-Dirk-Panter-Unternehmen-Wirtschaftsvereinigung-Stahl-und-IG-Metall-u-a\"\/>\u00d6ffentliche Gelder in Stahl, Zement, Aluminium, saubere Technologien (&#8222;clean tech&#8220;), E-Fahrzeuge und Plug-in-Hybride soll es k\u00fcnftig nur dann geben d\u00fcrfen, wenn die Produkte &#8222;Made in Europe&#8220; sind. (Foto: picture alliance \/ imageBROKER)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Europas Wirtschaft st\u00e4rken und CO2-Emissionen senken &#8211; um diese Ziele zu erreichen, setzt die EU-Kommission auf &#8222;Made in Europe&#8220;-Vorgaben. \u00d6ffentliche Auftr\u00e4ge und F\u00f6rdergelder soll es dann nur noch unter Auflagen geben. Aus Deutschland kommt scharfe Kritik und Warnung.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Trotz Kritik aus Deutschland verfolgt die Europ\u00e4ische Kommission ihre Pl\u00e4ne zu &#8222;Made in Europe&#8220;-Vorgaben bei \u00f6ffentlichen Auftr\u00e4gen weiter. EU-Staaten sollen k\u00fcnftig nur dann \u00f6ffentliche Gelder in Stahl, Zement, Aluminium, saubere Technologien (&#8222;clean tech&#8220;), E-Fahrzeuge und Plug-in-Hybride stecken, wenn die Produkte &#8222;Made in Europe&#8220; sind. EU-Industriekommissar St\u00e9phane S\u00e9journ\u00e9 stellte einen entsprechenden Vorschlag f\u00fcr ein Gesetz zur Unterst\u00fctzung der Industrie vor. Br\u00fcssel will damit vor allem auf die massenhafte Konkurrenz aus China reagieren.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Auch Handelspartner au\u00dferhalb der EU sollen unter bestimmten Bedingungen einbezogen werden. Infrage kommen L\u00e4nder, mit denen es relevante Vereinbarungen gibt &#8211; etwa \u00fcber Freihandelsabkommen zu bestimmten Produkten oder \u00f6ffentlichen Beschaffungen, darunter sind etwa Gro\u00dfbritannien und Japan. Voraussetzung soll sein, dass diese L\u00e4nder ihre Verpflichtungen einhalten und eine Gegenseitigkeit gegeben ist. Das werde jeweils nach Sektor gepr\u00fcft. So k\u00f6nnte etwa auch der Kauf japanischer, koreanischer, kanadischer und britischer E-Autos beziehungsweise Autoteile mit europ\u00e4ischen Steuergeldern gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der Vorschlag sieht au\u00dferdem eine Reihe von Ausnahmen vor: Wenn es weltweit nur einen Anbieter f\u00fcr das gefragte Produkt gibt oder nur ausl\u00e4ndische Unternehmen Angebote eingereicht haben, w\u00e4re die &#8222;Made in Europe&#8220;-Quote nicht verpflichtend. Das Gleiche gilt, wenn die Kosten f\u00fcr eine Produktion innerhalb der EU mehr als ein Viertel h\u00f6her liegen als bei der Konkurrenz.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ziel des neuen Vorschlags ist, die Nachfrage nach umweltfreundlicheren europ\u00e4ischen Produkten anzukurbeln und Europas Wirtschaft so auf Wachstumskurs zu bringen. Die Vorschl\u00e4ge der Kommission gehen nun in die Verhandlungen im Europaparlament und im Rat der 27 Mitgliedstaaten. Diese d\u00fcrften mehrere Monate dauern und k\u00f6nnten das Gesetz noch deutlich ver\u00e4ndern. Besonders \u00fcber das Kriterium, was als europ\u00e4ische Herkunft z\u00e4hlt, gibt es seit Monaten Diskussionen.<\/p>\n<p>70 Prozent aller Bauteile aus EU<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Falls die Bundesregierung in den kommenden Jahren eine Kaufpr\u00e4mie f\u00fcr Elektroautos oder ein Leasing-Programm einf\u00fchrt, sollen die F\u00f6rdergelder nach Vorstellung aus Br\u00fcssel nur f\u00fcr in der EU oder ihren Partnerl\u00e4ndern zusammengebaute Autos flie\u00dfen. Ein Teil der Batterie sowie 70 Prozent aller anderen Bauteile sollen aus diesen Staaten stammen, f\u00fcr Kleinwagen m\u00fcsste nur eines dieser Kriterien erf\u00fcllt sein.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bei \u00f6ffentlichen Ausschreibungen und F\u00f6rdergeldern etwa f\u00fcr Bauprojekte schl\u00e4gt die Kommission weitere &#8222;Made in Europe&#8220;-Quoten vor: Ein Viertel des Aluminiums sowie f\u00fcnf Prozent des Zements sollen aus der EU oder ihren Partnerl\u00e4ndern stammen. Auch f\u00fcr Solarzellen, W\u00e4rmepumpen, Windturbinen, Atomenergie und batteriebetriebene Stromspeicher sind Vorgaben geplant. So sollen k\u00fcnftig etwa die Wechselrichter \u00f6ffentlich ausgeschriebener Solarzellen aus der EU oder ihren Partnerl\u00e4ndern stammen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Kommission will verhindern, dass etwa chinesische Firmen ihre Fabriken als Reaktion auf die Vorgaben einfach nach Europa verlegen. Sie schl\u00e4gt deshalb vor, dass ausl\u00e4ndische Investitionen in die Produktion von Batterien, Elektroautos, Solarzellen und den Abbau von Rohstoffen in Europa strengen Bedingungen unterliegen.<\/p>\n<p>Kritik aus Deutschland <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">W\u00e4hrend Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron schon lange Quoten f\u00fcr Produkte &#8222;Made in Europe&#8220; einf\u00fchren will, hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz f\u00fcr einen zur\u00fcckhaltenderen Ansatz ausgesprochen. Europ\u00e4ische Pr\u00e4ferenzregeln m\u00fcssten &#8222;klug&#8220; eingesetzt werden &#8211; nur f\u00fcr kritische, strategische Sektoren und nur als letztes Mittel, mahnte Merz im Februar. &#8222;Und wir brauchen unsere Handelspartner, wir m\u00fcssen sie einbeziehen&#8220;, hatte der CDU-Politiker gesagt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wirtschaftsministerin Katherina Reiche kritisierte vergangene Woche in Br\u00fcssel eine zunehmende B\u00fcrokratisierung. &#8222;Der Industrial Accelerator Act ist der 50. Vorschlag, parallel zu schon 49 existierenden, wie europ\u00e4isch beschafft werden soll&#8220;, sagte die Politikerin. Das k\u00f6nne keiner mehr \u00fcberblicken.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) warnte vor neuen b\u00fcrokratischen H\u00fcrden durch den Vorschlag der EU-Kommission &#8211; etwa in der \u00f6ffentlichen Vergabe oder bei F\u00f6rderinstrumenten. &#8222;Zus\u00e4tzliche Auflagen, weitreichende Ursprungsnachweise und hohe Anforderungen bei sogenannten Leitm\u00e4rkten belasten vor allem kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen&#8220;, so DIHK-Au\u00dfenwirtschaftschef Volker Treier. Das koste Zeit, Geld und Wettbewerbsf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, mwa\/AFP\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Seit Monaten Diskussionen EU-Kommission plant &#8222;Made in Europe&#8220;-Quote f\u00fcr die Industrie\u00d6ffentliche Gelder in Stahl, Zement, Aluminium, saubere Technologien&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":842811,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3933],"tags":[331,332,1519,548,942,663,158,3934,3935,13,54,14,15,12,55215,104000,55,381,3945],"class_list":["post-842810","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-elektromobilitaet","tag-eu","tag-eu-kommission","tag-europa","tag-europaeische-union","tag-europe","tag-european-union","tag-headlines","tag-industrie","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-stahlbranche","tag-technologiekonzerne","tag-wirtschaft","tag-wirtschaftspolitik","tag-wirtschaftswachstum"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116171661133585950","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/842810","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=842810"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/842810\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/842811"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=842810"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=842810"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=842810"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}