{"id":844771,"date":"2026-03-05T09:58:13","date_gmt":"2026-03-05T09:58:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/844771\/"},"modified":"2026-03-05T09:58:13","modified_gmt":"2026-03-05T09:58:13","slug":"rhein-berg-koeln-schockanrufe-so-perfide-gehen-die-taeter-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/844771\/","title":{"rendered":"Rhein-Berg\/K\u00f6ln: Schockanrufe &#8211; so perfide gehen die T\u00e4ter vor"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">  Bei ihrem ersten \u201eWohnzimmergespr\u00e4ch\u201c hat die <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/polizei\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Polizei<\/a> K\u00f6ln ein wichtiges Thema in den Mittelpunkt gestellt: Schockanrufe. Damit bringen Betr\u00fcger auch Menschen (nicht nur Senioren) aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis regelm\u00e4\u00dfig um ihr Erspartes. Expertinnen und eine Betroffene haben bei dem Online-Termin die perfiden Methoden der T\u00e4ter beschrieben und Hilfsangebote erkl\u00e4rt. Die Geschichte von Eva N., die beinahe 10.000 Euro und Kr\u00fcger-Rands ihrer vier Kinder als \u201eKaution\u201c \u00fcbergeben h\u00e4tte, zeigt deutlich: Man sollte sich von dem Gedanken \u201eMir kann das nicht passieren\u201c verabschieden. Und die Tipps an \u00e4ltere Freunde und Verwandte weitergeben.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Runde mit Martina B\u00f6hmer (Fachberaterin f\u00fcr geriatrische Psychotraumatologie, Verein paula), Anja Kleck (Opferschutzbeauftragte der Polizei K\u00f6ln) und Sigrid Jung (Seniorenpr\u00e4vention der Polizei K\u00f6ln) wurde moderiert von Marie Duske aus dem Kriminalkommissariat Kriminalpr\u00e4vention und Opferschutz der Polizei Rhein-Berg. Etwa 75 Zuschauer kamen online zusammen und h\u00f6rten, wie Eva N. beschrieb, wie sie bei dem Schockanruf vor einigen Jahren \u201ein einen Tunnel geriet und alles andere ausblendete\u201c. Die T\u00e4ter, laut Jung rufen sie aus Callcentern im Ausland an, haben N. in einem f\u00fcr sie g\u00fcnstigen Moment erwischt: allein zu Hause, der Mann und die Kinder waren Skifahren. Ihr \u201eSohn\u201c rief weinend an, er habe eine Frau \u00fcberfahren, die sei tot. Eine angebliche Polizistin am Festnetz und ein \u201eStaatsanwalt Gr\u00fcntal\u201c am Handy lie\u00dfen sie dann glauben, der Sohn m\u00fcsse ohne Kaution von 50.000 Euro bis zum Prozess in Untersuchungshaft bleiben. Die Betr\u00fcger profitierten zun\u00e4chst davon, dass N. den Namen ihres Sohnes nannte und den <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/skiurlaub\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Skiurlaub<\/a> erw\u00e4hnte (\u201cSeid ihr fr\u00fcher zur\u00fcck?\u201c) und bauten immer mehr Druck auf.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eDie Anrufer sind sehr geschult, was es bedeutet, jemanden in eine bedrohliche Situation zu versetzen\u201c, erl\u00e4utert Martina B\u00f6hmer die \u201ephysiologischen Prozesse\u201c dahinter. In einem kurzen Ausschnitt aus einem Infofilm h\u00f6rt man, wie flehentlich geweint und Mama gerufen wird. Da setze das Denken beim Opfer aus, man k\u00f6nne nicht k\u00e4mpfen oder fliehen, wolle aber etwas tun \u2013 und das bieten die T\u00e4ter dann an: Du kannst Kaution stellen oder eine lebensrettende Infusion bezahlen. Wichtig zum einen: sich vergegenw\u00e4rtigen, dass Polizei oder Staatsanwaltschaft nie mit unterdr\u00fcckter Nummer anruft, Kaution fordern oder Geld einsammeln. Eva N. hat schlie\u00dflich geholfen, dass die T\u00e4ter sie zum Amtsgericht D\u00fcsseldorf und dann zu einem Krankenhaus zur Geld\u00fcbergabe schickten. Sie war so geistesgegenw\u00e4rtig, die Rezeption die Polizei alarmieren zu lassen \u2013 die Schockstarre hatte nachgelassen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">B\u00f6hmer sagt klar: \u201eEs ist nicht die eigene Schuld. Die Scham muss die Seiten wechseln.\u201c Denn mit Scham und Verzweiflung k\u00e4mpfen viele Opfer, sind sauer auf sich selber. Auf der <a href=\"https:\/\/koeln.polizei.nrw\/kriminalpraevention-27\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Homepage der Polizei K\u00f6ln<\/a> sind die Kontakte zu Hilfsangeboten wie dem Verein paula oder dem Wei\u00dfen Ring zu finden, auch die Opferschutzbeauftragte Anja Kleck steht zur Verf\u00fcgung. Einen wichtigen Tipp gibt Martina B\u00f6hmer noch allen: \u201eDenken sie dar\u00fcber nach, wie w\u00fcrde ich handeln, was kann ich sagen. Denn einfach aufzulegen trauen sich die meisten nicht.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bei ihrem ersten \u201eWohnzimmergespr\u00e4ch\u201c hat die Polizei K\u00f6ln ein wichtiges Thema in den Mittelpunkt gestellt: Schockanrufe. 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