{"id":845105,"date":"2026-03-05T13:03:17","date_gmt":"2026-03-05T13:03:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/845105\/"},"modified":"2026-03-05T13:03:17","modified_gmt":"2026-03-05T13:03:17","slug":"teilzeit-nicht-genug-netto-vom-brutto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/845105\/","title":{"rendered":"Teilzeit: Nicht genug Netto vom Brutto"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/gender-pay-gap-112.jpg\" alt=\"Frauen arbeiten in einem B\u00fcro.\" title=\"Frauen arbeiten in einem B\u00fcro. | picture alliance \/ Westend61\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 05.03.2026 \u2022 12:15 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>In Teilzeit arbeiten &#8211; das ist vor allem bei Frauen nach Berufspausen eher die Regel als die Norm. Aber lohnt es sich auch, wieder in den Beruf zur\u00fcckzukehren? Die Fakten sprechen f\u00fcr viele dagegen. <\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Berufspause &#8211; und was kommt danach? Eine Frage, die sich vor allem Frauen stellen, wenn sie in den Beruf zur\u00fcckkehren, etwa nach langen Kindererziehungszeiten. Aber lohnt sich das Ganze auch?<\/p>\n<p>    Kaum Netto vom Brutto &#8211; Ehegattensplitting bremst aus<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Ergebnis einer Studie des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW) ist ern\u00fcchternd. Wie das DIW <a href=\"https:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/de\/themen\/aktuelle-meldungen\/2026\/maerz\/nach-kinderphase-ehegattensplitting-bremst-beschaeftigung-von-frauen-aus\" title=\"Nach Kinderpause: Ehegattensplitting bremst Besch\u00e4ftigung von Frauen aus.\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">in der Untersuchung im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung<\/a> schreibt, entscheidet sich jede zweite teilzeitbesch\u00e4ftigte, verheiratete Frau zwischen 45 und 66 Jahren gegen eine Ausweitung der Arbeitszeit, weil es sich f\u00fcr sie finanziell nicht lohnt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ausgebremst w\u00fcrden sie besonders durch das Ehegattensplitting. Das Ehegattensplitting ist ein Steuervorteil f\u00fcr Ehepaare. Dabei werden die Einkommen der Partner zusammengerechnet und besteuert, als h\u00e4tte jeder die H\u00e4lfte verdient.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dadurch sinkt der Steuersatz teils deutlich, wenn einer der Partner deutlich mehr verdient als der andere &#8211; mehrheitlich sind das die Ehem\u00e4nner, die meist auch <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/konjunktur\/lohnunterschied-frauen-maenner-100.html\" title=\"Nur in jedem zehnten Paarhaushalt ist die Frau Hauptverdienerin\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">der Hauptverdiener in einer Partnerschaft sind<\/a>. Bliebe vom Zusatzverdienst mehr Netto \u00fcbrig, k\u00f6nnten sich insbesondere Frauen mit Minijobs vorstellen, Vollzeit zu arbeiten.<\/p>\n<p>    175.000 neue Vollzeitstellen m\u00f6glich<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Umfrageergebnisse machen auch deutlich, welches Potenzial eine Reform des Ehegattensplittings allein in der Gruppe der Ehefrauen ab 45 Jahren entfalten k\u00f6nnte, hie\u00df es.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">So k\u00f6nnte nach Berechnung des DIW die Erwerbsquote um knapp 1,5 Prozentpunkte wachsen und damit der Umfang der Arbeitsstunden um drei Prozent steigen. Zusammen erg\u00e4be das eine Zunahme des Arbeitsvolumens von knapp f\u00fcnf Prozent, was 175.000 zus\u00e4tzlichen Vollzeitstellen entspr\u00e4che.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">F\u00fcr die DIW-Studie waren im vergangenen Juni 3.788 Frauen ab 45 Jahren online befragt worden: zu Familienstand, Bildungsabschluss sowie den Gr\u00fcnden, warum sie ihren Beruf aufgegeben oder einen Minijob haben und unter welchen Bedingungen sie Vollzeit arbeiten w\u00fcrden. Auf der Basis wurden die gesamtwirtschaftlichen Besch\u00e4ftigungseffekte hochgerechnet.<\/p>\n<p>    Realsplitting als L\u00f6sungsansatz?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Bertelsmann Stiftung bringt derweil f\u00fcr Steuermodell &#8222;Realsplitting&#8220; in die Diskussion ein. Deren Arbeitsmarktexperte, Eric Thode, verweist auf Vorschl\u00e4ge von \u00d6konomen:<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;An die Stelle des Ehegattensplittings sollte das Realsplitting treten. Damit w\u00e4re ein \u00fcbertragbarer Grundfreibetrag analog zum aktuellen Unterhaltsrecht gew\u00e4hrleistet&#8220;, sagte er. Das w\u00fcrde die hohe Steuerbelastung von zus\u00e4tzlichem Arbeitseinkommen reduzieren und die Aufnahme beziehungsweise Ausweitung einer Besch\u00e4ftigung attraktiver machen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Aber bei individuellen Entscheidungen sind nicht immer nur die finanziellen Auswirkungen allein entscheidend. Mehr Netto vom Brutto sei ebenso ein Grund f\u00fcr Vollerwerbst\u00e4tigkeit wie gute Arbeitsbedingungen und eine gleichberechtigte Aufteilung in der unbezahlten Sorgearbeit, so Stiftungsexpertin Michaela Hermann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 05.03.2026 \u2022 12:15 Uhr In Teilzeit arbeiten &#8211; das ist vor allem bei Frauen nach Berufspausen eher&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":845106,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[2],"tags":[188261,29,6734,3236,30,13,14,15,12,10,8,9,11,55],"class_list":["post-845105","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-deutschland","tag-berufstaetige","tag-deutschland","tag-ehegattensplitting","tag-frauen","tag-germany","tag-headlines","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-top-news","tag-top-meldungen","tag-topmeldungen","tag-topnews","tag-wirtschaft"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116176709680915162","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/845105","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=845105"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/845105\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/845106"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=845105"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=845105"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=845105"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}