{"id":845899,"date":"2026-03-05T20:23:21","date_gmt":"2026-03-05T20:23:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/845899\/"},"modified":"2026-03-05T20:23:21","modified_gmt":"2026-03-05T20:23:21","slug":"ard-deutschlandtrend-mehrheit-lehnt-angriff-auf-iran-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/845899\/","title":{"rendered":"ARD-DeutschlandTrend: Mehrheit lehnt Angriff auf Iran ab"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/deutschlandtrend-3337.jpg\" alt=\"DeutschlandTrend\" title=\"DeutschlandTrend | ARD-aktuell\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 05.03.2026 \u2022 18:01 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Den Angriff der USA und Israels auf Iran bewerten 58 Prozent als nicht gerechtfertigt. Die Sorge um eine Ausweitung des Krieges ist gro\u00df. In der Sonntagsfrage gewinnt die Union zwei Punkte.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/claudia-mueller-103.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Claudia M\u00fcller\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/claudia-mueller-101.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Milit\u00e4reinsatz der USA und Israels gegen das iranische Mullah-Regime st\u00f6\u00dft in Deutschland mehrheitlich auf Ablehnung. 58 Prozent der Deutschen sehen den Angriff als nicht gerechtfertigt an, 25 Prozent hingegen schon. Das hat eine repr\u00e4sentative Umfrage von infratest dimap unter 1.317 Wahlberechtigten f\u00fcr den ARD-DeutschlandTrend von Montag bis Mittwoch dieser Woche ergeben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Damit erf\u00e4hrt das Vorgehen gegen Iran <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/deutschlandtrend\/deutschlandtrend-januar-104.html\" title=\"ARD-DeutschlandTrend: US-Ansehen nach Angriff auf Tiefstand\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">weniger Ablehnung als die US-Intervention Anfang des Jahres<\/a> in Venezuela. Die Milit\u00e4raktion, bei der die USA den venezolanischen Pr\u00e4sidenten Nicol\u00e1s Maduro Anfang Januar gefangen genommen hatten, stuften damals 72 Prozent der Deutschen als nicht gerechtfertigt ein, 12 Prozent als gerechtfertigt. Und noch ein Vergleich: Im M\u00e4rz 2003 waren die USA und Gro\u00dfbritannien in den Irak einmarschiert. Im April 2003 hatten 80 Prozent der Deutschen die Invasion als nicht gerechtfertigt bewertet und 14 Prozent als gerechtfertigt.<\/p>\n<p>    Au\u00dfenpolitische Lage als bedrohlicher wahrgenommen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Deutschen blicken mehrheitlich sorgenvoll auf die politische Lage in der Welt. Rund drei Viertel (77 Prozent) sch\u00e4tzen diese f\u00fcr die Menschen in Deutschland als sehr bedrohlich oder bedrohlich ein. Dieses Empfinden dominiert bei den Anh\u00e4ngerschaften aller im Bundestag vertretenen Parteien. Erkennbar ist zudem ein deutlicher Zuwachs zu Anfang Februar 2022, als diese Frage zum bislang letzten Mal im ARD-DeutschlandTrend gestellt wurde. Wenige Wochen bevor Russlands Vollinvasion in die Ukraine begann, hatte eine knappe Mehrheit (54 Prozent) die politische Lage in der Welt f\u00fcr Deutschland als bedrohlich empfunden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Sorge, dass in der Weltpolitik zunehmend das Recht des St\u00e4rkeren gilt, treibt mittlerweile 85 Prozent der Deutschen um &#8211; noch einmal plus vier Prozentpunkte im Vergleich zum Januar. Zudem \u00e4u\u00dfern 80 Prozent die Sorge, aufgrund des Iran-Krieges k\u00f6nnte der internationale Handel, unter anderem mit \u00d6l massiv beeintr\u00e4chtigt werden. M\u00f6gliche Folgen sp\u00fcren die Menschen in Deutschland in dieser Woche unter anderem an den Tankstellen, wo die <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/verbraucher\/spritpreise-benzin-diesel-bundeskartellamt-100.html\" title=\"Forderung nach Kampf gegen hohe Spritpreise werden lauter\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Benzinpreise<\/a> \u00fcber die Zwei-Euro-Marke geschossen sind.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Drei Viertel haben Sorge, der Iran-Krieg k\u00f6nnte auf noch mehr L\u00e4nder \u00fcbergreifen. Auch um die Menschen in Iran sorgen sich 71 Prozent der Deutschen. Zwei Drittel sorgen sich um die Sicherheit in Europa. Etwas in den Hintergrund r\u00fcckt in dieser aktuellen Lage die Sorge vor einer Ausweitung des Krieges gegen die Ukraine: Aktuell 55 Prozent sind in Sorge, dass Russland weitere L\u00e4nder in Europa angreift.<\/p>\n<p>    Geringes Vertrauen in USA und Russland<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Vertrauen der Deutschen in Russland als auch in die USA bewegt sich weiter auf niedrigem Niveau: Unver\u00e4ndert zu Januar bewerten lediglich 15 Prozent die USA als verl\u00e4sslichen Partner Deutschlands, Russland stufen 12 Prozent als vertrauensw\u00fcrdig ein.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Am kritischsten blicken Anh\u00e4nger von Gr\u00fcnen und Union auf Russland. Auch unter den AfD-Anh\u00e4ngern dominiert ein kritischer Blick. Aber: Immerhin 36 Prozent der AfD-Anh\u00e4nger halten Russland f\u00fcr einen vertrauensw\u00fcrdigen Partner. Etwa genauso viele AfD-Anh\u00e4nger (37 Prozent) vertrauen dem Partner USA &#8211; damit haben sie ein besseres Bild von den USA als alle anderen Partei-Anh\u00e4nger, wenngleich auch sie mehrheitlich kritisch auf das Land blicken. Am kritischsten ist der Blick auf die USA bei Anh\u00e4ngern der Gr\u00fcnen und der Linken.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Jeder sechste Deutsche (17 Prozent) betrachtet Israel als einen Partner f\u00fcr Deutschland, dem man vertrauen kann. Am kritischsten \u00e4u\u00dfern sich gegen\u00fcber Israel die Anh\u00e4nger der Linken: Nur sechs Prozent sehen Israel als vertrauensw\u00fcrdigen Partner. Frankreich und Gro\u00dfbritannien gelten mehrheitlich als verl\u00e4ssliche Partner. Das Urteil zur Ukraine bleibt gespalten: Vier von zehn Befragten vertrauen dem Land, knapp die H\u00e4lfte hat Zweifel an der Vertrauensw\u00fcrdigkeit des Landes.<\/p>\n<p>    Union gewinnt in der Sonntagsfrage<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wenn am Sonntag Bundestagswahl w\u00e4re, k\u00e4me die Union auf 28 Prozent &#8211; das sind zwei Prozentpunkte mehr als Anfang Februar. Die AfD h\u00e4tte 23 Prozent in Aussicht (-1). Die SPD verschlechtert sich auf 14 Prozent (-1). Die Gr\u00fcnen w\u00e4ren bei 13 Prozent (+1), die Linke bei neun Prozent (-1), das BSW l\u00e4ge bei vier Prozent (+1). Alle anderen Parteien, darunter auch die FDP, kommen derzeit zusammen auf neun Prozent (-1). Letztmals so schwach war die FDP im ARD-DeutschlandTrend im Dezember 2014.<\/p>\n<p>    Regierungszufriedenheit etwas gestiegen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Deutschen blicken positiver auf die Arbeit der Regierung als noch im Februar. Aktuell stellen 25 Prozent der Koalition aus Union und SPD ein positives Zeugnis aus &#8211; vier Prozentpunkte mehr als im Vormonat. Eine deutliche Mehrheit ist jedoch weiterhin skeptisch.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Bild bleibt kritisch &#8211; auch wenn man die Deutschen zu einzelnen Aspekten der Regierungsarbeit befragt. Im Vergleich zur Ampel-Regierung zeigen sich ein paar Unterschiede: Mit dem Umgang der Koalition\u00e4re untereinander sind bei der aktuellen Regierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz 19 Prozent der Befragten sehr zufrieden oder zufrieden, w\u00e4hrend 76 Prozent den Umgang kritisch einstufen. In diesem Bereich gab es an der Ampel im Mai 2024 mehr Kritik: Lediglich zehn Prozent waren damals zufrieden mit dem Miteinander; 85 Prozent waren unzufrieden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Was die Koalition aus Union und SPD bislang inhaltlich auf den Weg gebracht hat, \u00fcberzeugt 18 Prozent, aber 79 Prozent sind unzufrieden. Auf diesem inhaltlichen Feld konnte die Ampel etwas mehr \u00fcberzeugen: 25 Prozent waren damals damit zufrieden, 71 Prozent unzufrieden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In puncto Kommunikation und Vermittlung ihrer Politik liegen die aktuelle Koalition und die Vorg\u00e4ngerregierung bei der Bewertung am engsten zusammen. Damit \u00fcberzeugt die aktuelle Regierung 16 Prozent, w\u00e4hrend 82 Prozent nicht zufrieden sind. Im Mai 2024 waren 11 Prozent zufrieden damit, wie die Ampelkoalition ihre Politik den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern erkl\u00e4rte und vermittelte, 85 Prozent waren es nicht.<\/p>\n<p>Untersuchungsanlage<\/p>\n<p>        <strong>Grundgesamtheit:<\/strong> Wahlberechtigte in Deutschland<br \/><strong>Erhebungsmethode:<\/strong> Zufallsbasierte Online- und Telefon-Befragung (davon 60 Prozent Festnetz, 40 Prozent Mobilfunk)<br \/><strong>Erhebungszeitraum: <\/strong>2. bis 4. M\u00e4rz 2026<br \/><strong>Fallzahl: <\/strong>1.317 Befragte (785 Telefoninterviews und 532 Online-Interviews)<br \/><strong>Gewichtung:<\/strong> nach soziodemographischen Merkmalen und R\u00fcckerinnerung Wahlverhalten<br \/><strong>Schwankungsbreite: <\/strong>2 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 10 Prozent, 3 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 50 Prozent<br \/><strong>Durchf\u00fchrendes Institut:<\/strong> infratest dimap<\/p>\n<p>Die Ergebnisse sind auf ganze Prozentwerte gerundet, um falsche Erwartungen an die Pr\u00e4zision zu vermeiden. Denn f\u00fcr alle repr\u00e4sentativen Befragungen m\u00fcssen Schwankungsbreiten ber\u00fccksichtigt werden. Diese betragen im Falle einer Erhebung mit 1.000 Befragten bei gro\u00dfen Parteien rund drei Prozentpunkte, bei kleineren Parteien etwa einen Punkt. Hinzu kommt, dass der Rundungsfehler f\u00fcr kleine Parteien erheblich ist. Aus diesen Gr\u00fcnden wird keine Partei unter drei Prozent in der Sonntagsfrage ausgewiesen.\n    <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 05.03.2026 \u2022 18:01 Uhr Den Angriff der USA und Israels auf Iran bewerten 58 Prozent als nicht&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":704119,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[5],"tags":[331,332,1173,3364,29,5297,30,13,345,14,6000,15,12,13842,64],"class_list":["post-845899","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-bundesregierung","tag-de","tag-deutschland","tag-deutschlandtrend","tag-germany","tag-headlines","tag-iran","tag-nachrichten","tag-nahost","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-sonntagsfrage","tag-usa"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116178440048044056","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/845899","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=845899"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/845899\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/704119"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=845899"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=845899"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=845899"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}