{"id":84802,"date":"2025-05-04T22:26:23","date_gmt":"2025-05-04T22:26:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/84802\/"},"modified":"2025-05-04T22:26:23","modified_gmt":"2025-05-04T22:26:23","slug":"berlin-brandenburg-gedenken-in-sachsenhausen-und-ravensbrueck-an-ns-morde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/84802\/","title":{"rendered":"Berlin &#038; Brandenburg: Gedenken in Sachsenhausen und Ravensbr\u00fcck an NS-Morde"},"content":{"rendered":"<p>                    Berlin &amp; Brandenburg<br \/>\n                Gedenken in Sachsenhausen und Ravensbr\u00fcck an NS-Morde<\/p>\n<p>\t\t\t\t              04.05.2025, 17:00 Uhr<\/p>\n<p><strong>Tausende Menschen wurden vor 80 Jahren aus den Konzentrationslagern in Brandenburg befreit. Auch \u00dcberlebende waren beim Gedenken an die NS-Verbrechen in Sachsenhausen und Ravensbr\u00fcck dabei.<\/strong><\/p>\n<p>Oranienburg\/F\u00fcrstenberg\/Havel (dpa\/bb) &#8211; Mit emotionalen Worten haben \u00dcberlebende der ehemaligen Konzentrationslager in Sachsenhausen und Ravensbr\u00fcck an die Befreiung im Jahr 1945 erinnert. &#8222;80 Jahre, das ist eine ziemlich lange Zeit und f\u00fcr manche ein guter Vorwand, die Ereignisse, die sich vor 80 Jahren hier abgespielt haben, endlich vergessen zu wollen&#8220;, sagte Richard Fagot in Sachsenhausen. Der Israeli ist einer der \u00dcberlebenden des KZ. Die Verbrechen d\u00fcrften nicht verharmlost oder geleugnet werden, sagte Fagot.<\/p>\n<p>Brandenburgs Ministerpr\u00e4sident Dietmar Woidke (SPD) z\u00e4hlte zu den vielen politischen G\u00e4sten der Gedenkveranstaltung in Sachsenhausen. &#8222;80 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Sachsenhausen wollen manche Geschichtsleugner vom Holocaust nichts mehr wissen&#8220;, sagte Woidke. &#8222;Doch weder Erinnerung noch historische Verantwortung kennen einen Schlussstrich.&#8220; Wenn man die Orte der NS-Morde besuche, wenn man sich aktiv und kritisch mit der Vergangenheit auseinandersetze, dann k\u00f6nne man nicht gleichg\u00fcltig bleiben.<\/p>\n<p>Woidke richtet Appell an die Menschen<\/p>\n<p>Woidke betonte auch die Bedeutung von Berichten der \u00dcberlebenden. &#8222;Es gibt immer weniger Zeitzeugen, die von den grausamen Bedingungen der Inhaftierung und T\u00f6tung tausender Menschen hinter den Mauern der Lager berichten k\u00f6nnen&#8220;, mahnte Woidke. Er appellierte deshalb, die historischen Orte der NS-Verbrechen wachzuhalten. &#8222;Wir d\u00fcrfen nicht weggucken bei Diskriminierung, Fremdenhass und schlie\u00dflich auch nicht bei der Umdeutung des schlimmsten Kapitels deutscher Geschichte.&#8220;<\/p>\n<p>Vier KZ-\u00dcberlebende aus Israel, Polen und der Ukraine sowie Angeh\u00f6rige von \u00dcberlebenden nahmen an dem Gedenken in Sachsenhausen teil. Es wurden Reden gehalten, Lieder gesungen, Gebete gesprochen sowie Blumen und Kr\u00e4nze niedergelegt. Unter den G\u00e4sten waren auch Berlins Regierender B\u00fcrgermeister Kai Wegner (CDU), Brandenburgs Landtagspr\u00e4sidentin Ulrike Liedtke (SPD) sowie die Vizepr\u00e4sidentin des Berliner Abgeordnetenhauses, Bahar Haghanipour.<\/p>\n<p>Im KZ Sachsenhausen und den rund 100 Au\u00dfenlagern waren zwischen 1936 und 1945 mehr als 200.000 Menschen inhaftiert. Mindestens 55.000 starben laut Stiftung an unmenschlichen Haftbedingungen oder wurden Mordopfer der SS.<\/p>\n<p>Eindringliche Worte auch in Ravensbr\u00fcck<\/p>\n<p>Auch die gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Gr\u00fcne) betonte im ehemaligen Frauenlager in Ravensbr\u00fcck die Bedeutung von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen: &#8222;Wir brauchen die Erinnerungen der \u00dcberlebenden&#8220;, sagte sie bei einer Gedenkveranstaltung in Ravensbr\u00fcck. &#8222;Sie sollen aber nicht allein die Vergangenheit beschw\u00f6ren, sondern sie sollen unsere Augen und unsere Ohren und unsere Herzen \u00f6ffnen f\u00fcr die Gegenwart.&#8220;<\/p>\n<p>Anwesend waren auch neun \u00dcberlebende aus Deutschland, D\u00e4nemark, Frankreich, Israel, Polen und der Schweiz. Die f\u00fcnf Frauen und vier M\u00e4nner im Alter zwischen 81 und 95 Jahren waren als Kinder und Jugendliche von den Nationalsozialisten in das KZ Ravensbr\u00fcck und seine Au\u00dfenlager verschleppt worden.<\/p>\n<p>Appell, sich f\u00fcr Demokratie und gegen Hass einzusetzen<\/p>\n<p>Zugleich mahnte Roth, sich jederzeit f\u00fcr Demokratie und gegen Rassismus und Hassparolen einzusetzen. &#8222;Denn auch hier, fernab der gro\u00dfen St\u00e4dte, in der Abgeschiedenheit und Stille des l\u00e4ndlichen Raums, melden sich die Geschichtsvergessenen heute wieder lautstark zu Wort.&#8220; Ihnen m\u00fcsse man sich friedlich, aber entschlossen entgegenstellen. Neben Roth war auch der brandenburgische Staatssekret\u00e4r f\u00fcr Wissenschaft, Forschung und Kultur, Tobias D\u00fcnow (SPD), vor Ort.<\/p>\n<p>In Ravensbr\u00fcck lie\u00df die sogenannte Schutzstaffel der Nazis 1939 das gr\u00f6\u00dfte deutsche Frauen-Konzentrationslager errichten, in das sp\u00e4ter auch M\u00e4nner kamen. Zwischen 1939 und 1945 waren laut Gedenkst\u00e4tte mehr als 120.000 Frauen, 20.000 M\u00e4nner und etwa 1.200 weibliche Jugendliche dort inhaftiert. Zehntausende seien ermordet worden oder an Hunger, Krankheit oder durch medizinische Experimente gestorben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin &amp; Brandenburg Gedenken in Sachsenhausen und Ravensbr\u00fcck an NS-Morde 04.05.2025, 17:00 Uhr Tausende Menschen wurden vor 80&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":84803,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1816],"tags":[1960,1958,1959,1957,296,1956,1890,29,5972,30,35557,25132,25129],"class_list":{"0":"post-84802","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-brandenburg","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin-und-brandenburg","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-brandenburg","10":"tag-aktuelle-news-aus-berlin-und-brandenburg","11":"tag-aktuelle-news-aus-brandenburg","12":"tag-berlin","13":"tag-berlin-und-brandenburg","14":"tag-brandenburg","15":"tag-deutschland","16":"tag-gedenken","17":"tag-germany","18":"tag-ns-morde","19":"tag-ravensbrueck","20":"tag-sachsenhausen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114451918686305862","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/84802","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=84802"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/84802\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/84803"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=84802"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=84802"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=84802"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}