{"id":849821,"date":"2026-03-07T10:30:13","date_gmt":"2026-03-07T10:30:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/849821\/"},"modified":"2026-03-07T10:30:13","modified_gmt":"2026-03-07T10:30:13","slug":"als-erstes-werk-in-europa-bww-will-in-leipzig-humanoide-roboter-einsetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/849821\/","title":{"rendered":"Als erstes Werk in Europa: BWW will in Leipzig humanoide Roboter einsetzen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herr  Nikita Aleshin, Roboter sind in der Autoherstellung ja nichts Neues. Was ist denn das Besondere an diesem sogenannten &#8222;Physical AI&#8220;? Was \u00e4ndert sich damit im Vergleich zur klassischen Automatisierung bei BMW in Leipzig? <\/strong><\/p>\n<p class=\"text\">\nWas sich vor allem bei den humanoiden Robotern ver\u00e4ndert, ist der Formfaktor, also wie die Roboter ausschauen, die wir einsetzen. Die haben ein Aussehen wie ein Mensch. Aber im Endeffekt ist das, was sie antreibt oder das Spannende eigentlich die KI im Kopf des Roboters. Das sind die wesentlichen Unterschiede.\n<\/p>\n<p><strong>Warum wird ausgerechnet Leipzig das erste Werk in Europa, in dem diese Roboter in die Produktion integriert werden? <\/strong><\/p>\n<p class=\"text\">\nLeipzig hat hier zwei Kernaspekte. Der eine ist, Leipzig verbindet viele Technologien an einem Standort. Wir haben sowohl die Batteriefertigung, aber auch die Kunststoffexterieurfertigung im Haus und auch das gesamte Fahrzeug wird hier komplett gefertigt.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nUnd das zweite Thema, warum Leipzig f\u00fcr uns spannend ist: Leipzig hat eine sehr lange Robotik-Historie und hat einen sehr gro\u00dfen Pioniergeist, was fr\u00fche Anbahnungen an Robotik-Projekte betrifft.\n<\/p>\n<p><strong>Sie hatten angesprochen, was im Kopf des Roboters passiert. Was kann denn dieser humanoide Roboter, was bisherige Industrieroboter nicht k\u00f6nnen? <\/strong><\/p>\n<p class=\"text\">\nIch muss das kurz einordnen. Mit &#8222;im Kopf&#8220; meine ich die Software, die dieser Roboter durch sein KI-F\u00e4higkeiten eigentlich mitbringt. Und die erm\u00f6glicht ihm, neue Aufgaben zu erf\u00fcllen, die wir jetzt in der Batteriefertigung erproben. Er wird Teile von einem Platz zum anderen fahren oder wird in der Exterieur-Spritzgussfertigung von einem Platz zum n\u00e4chsten Platz fahren. Das sind seine F\u00e4higkeiten, die er mit KI mitbringt. Und das ist eigentlich das Novum bei dem, was die heutigen Industrieroboter noch nicht k\u00f6nnen.\n<\/p>\n<p><strong>Welche Ziele verfolgt BMW mit diesem Pilotprojekt am Standort Leipzig kurzfristig oder vielleicht auch langfristig?<\/strong><\/p>\n<p class=\"text\">\nWir sind Early Adopter f\u00fcr neue Technologien und Automatisierung. Wir versuchen, fr\u00fchzeitig zu verstehen, wo wir Automatisierungstechnik sinnvoll einsetzen k\u00f6nnen. Uns geht es um Substanz, dass die Automatisierung wirklich Aufgaben l\u00f6st, die f\u00fcr uns sinnvoll sind.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nEs gibt zum Beispiel gerade jetzt Bilder von tanzenden Robotern in China. Das ist eigentlich genau das Kontr\u00e4re zu dem, was wir machen wollen. Uns geht es darum, dass wir m\u00f6glichst immer wertsch\u00f6pfende T\u00e4tigkeiten mit den Robotern durchf\u00fchren k\u00f6nnen.\n<\/p>\n<p><strong>Das ist ein sehr sch\u00f6nes Bild, das sie eben hatten mit den tanzenden Robotern. Die sind ja schon den Menschen sehr \u00e4hnlich. Da stellt sich auch logisch die Frage: Gibt es Bedenken innerhalb der Teams in Ihrem Werk und wie schaffen Sie Akzeptanz f\u00fcr dieses Pilotprojekt?<\/strong><\/p>\n<p class=\"text\">\nDadurch, dass wir sehr fr\u00fchzeitig diese Technologie testen, bekommen auch unsere Mitarbeiter die M\u00f6glichkeit, fr\u00fch mit dieser Technologie in Kontakt zu treten. Das nimmt auf jeden Fall die Angst, mit dieser Technologie umzugehen. <\/p>\n<p>Und f\u00fcr mich war das auch so, muss ich ganz ehrlich sagen, als ich das erste Mal diese Technologie gesehen habe, fand ich das sehr inspirierend und futuristisch. Aber im Endeffekt ist das auch nur eine Maschine, die wirklich nur dem Zweck dient, das zu erf\u00fcllen, was sie tun soll: Teile einlegen oder T\u00e4tigkeiten durchf\u00fchren, die f\u00fcr uns relevant sind.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nUnd das, was wir erproben und testen ist auf jeden Fall, dass wir Technologien nehmen, mit denen ein Mitarbeiter zusammenarbeiten kann. Sprich, dass es Kooperationsszenarien gibt. Und das war auch in den ersten Tests eigentlich sehr positiv r\u00fcbergekommen.\n<\/p>\n<p><strong>Und die Besch\u00e4ftigten m\u00fcssen nicht f\u00fcrchten, dass sie ersetzt werden?<\/strong><\/p>\n<p class=\"text\">\nSie m\u00fcssen sich nicht f\u00fcrchten, dass sie ersetzt werden. Wir erproben diese Technik da, wo es notwendig ist. Und wir schauen, dass wir Kooperationsszenarien aufbauen, wo der Roboter mit den Menschen zusammenarbeitet und wir auch die Mitarbeiter entlasten in ihren monotonen T\u00e4tigkeiten oder in T\u00e4tigkeiten, die gewisse Sicherheitsanforderungen f\u00fcr den Prozess brauchen. Und das versuchen wir durch die Automatisierungstechnik.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Herr Nikita Aleshin, Roboter sind in der Autoherstellung ja nichts Neues. 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