{"id":849953,"date":"2026-03-07T11:42:17","date_gmt":"2026-03-07T11:42:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/849953\/"},"modified":"2026-03-07T11:42:17","modified_gmt":"2026-03-07T11:42:17","slug":"silicon-saxony-chipindustrie-braucht-mehr-lehrlinge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/849953\/","title":{"rendered":"Silicon Saxony: Chipindustrie braucht mehr Lehrlinge"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/AlixLabs-lab-wafer.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-192083\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/AlixLabs-lab-wafer.jpg\" alt=\"Mit der atomarern \u00c4tz-Spalt-Technik von Alixlabs bearbeiteter Wafer. Foto: Alixlab\" width=\"1000\" height=\"667\"  \/><\/a>Foto: Alixlab<\/p>\n<p>Verband sieht trotz festgefahrener Pl\u00e4ne f\u00fcr zentrale Azubischmiede \u201eSem\u201c weiter gro\u00dfes Interesse am Ausbau der Ausbildungskapazit\u00e4ten<\/p>\n<p><strong>Dresden<\/strong>, 7. M\u00e4rz 2026. Auch wenn die Pl\u00e4ne f\u00fcr das \u201eS\u00e4chsische Ausbildungszentrum Mikrotechnologie\u201c (Sem) derzeit festgefahren erscheinen \u2013 der Bedarf f\u00fcr eine zentrale Azubi-Schmiede f\u00fcr Sachsens Halbleiterindustrie ist weiter da und gro\u00df. \u201eGrunds\u00e4tzlich besteht weiterhin ein gro\u00dfes Interesse, die Ausbildungskapazit\u00e4ten f\u00fcr die Mikroelektronik in Sachsen auszubauen\u201c, hat der Branchenverband \u201eSilicon Saxony\u201c aus Dresden auf Oiger-Anfrage betont. Denn fest stehe, \u201edass der Fachkr\u00e4ftebedarf in der Mikroelektronik durch die laufenden und angek\u00fcndigten Investitionen in der Branche weiter steigen wird\u201c.<\/p>\n<p>3. S\u00e4ule der Mikroelektronik-Berufsausbildung im Freistaat etabliert<\/p>\n<p>Derzeit ruht die Mikroelektronik-Berufsausbildung in Sachsen vor allem auf drei S\u00e4ulen: In Schulen wie dem \u201eBeruflichen Schulzentrum f\u00fcr Elektrotechnik Dresden\u201c lernen die Lehrlinge das theoretische R\u00fcstzeug f\u00fcr die sp\u00e4tere Arbeit im Reinraum \u2013 f\u00fcr diese Berufsschule ist bereits ein gro\u00dfer Neubau in Dresden-Prohlis geplant. Zweite S\u00e4ule ist die praktische \u00dcbung in den Chipfabriken von Infineon, Globalfoundries, Bosch, X-Fab oder demn\u00e4chst auch ESMC. Weil Mikroelektronik aber eine Technologie mit kurzen Innovationszyklen ist, Berufsschulen in der Regel keine kompletten Reinr\u00e4ume haben und erfahrungsgem\u00e4\u00df immer noch Bildungsl\u00fccken zu schlie\u00dfen sind, hat sich in Sachsen eben auch eine dritte S\u00e4ule etabliert: Private Zentren wie die \u201eDresden Chip Academy\u201c (DCA) und \u201eMea\u201c in Kesselsdorf schlie\u00dfen solche L\u00fccken und bringen die Azubis auf den neuesten Stand der Technik. Dabei fokussiert sich die DCA vor allem (aber nicht nur) auf angehende Mikrotechnologen, Mea auf die Mechatroniker.<\/p>\n<p>DCA und Mea planten zentrale Ausbildungsschmiede Sem<\/p>\n<p>Wegen des Chipbooms in Dresden und auf Initiative vor allem von Infineon wollten DCA und Mea ihre Kapazit\u00e4ten zu besagtem Sem kombinieren, wobei die Mea daf\u00fcr ihren Campus in Kesselsdorf h\u00e4tte ausbauen k\u00f6nnen und die DCA einen neuen Standort mit moderner Ausr\u00fcstung h\u00e4tte bauen wollen. In Summe h\u00e4tte das \u2013 je nach Standort und Ausbaustufe \u2013 mindestens 120 Millionen Euro gekostet. Die Investitionen sollten sich zu wesentlichen Teilen aus F\u00f6rdergeldern finanzieren, vor allem aus dem Kohleausstiegsgeld f\u00fcr die Lausitz. Das mit dem Land entwickelte Konzept sah zudem vor, dass Silicon Saxony das Sem weltweit bewerben und daf\u00fcr die \u00fcberregionale Lehrlings-Akquise \u00fcbernehmen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Konzept derzeit festgefahren<\/p>\n<p>Eine Einigung \u00fcber den Standort oder die von den Tr\u00e4gern gew\u00fcnschten Lehrlings-Auslastungsgarantien kam jedoch nicht zustande. Nun will das s\u00e4chsische Wirtschaftsministerium nun die Suche nach Tr\u00e4gern, Konzept und Standort neu beginnen. Inzwischen redet man dort auch nur noch vom Sem als \u201eAusbildungscluster Mikroelektronik\u201c \u2013 wohl auch, weil unklar ist, ob \u00fcberhaupt noch ein Neubau f\u00fcr die dritte S\u00e4ule entsteht. Mea jedenfalls hat sich bereits darauf festgelegt, in Kesselsdorf zu bleiben, wo das Unternehmen auch Platz f\u00fcr eventuelle Erweiterungen habe.<\/p>\n<p>Branchenverband verwundert<\/p>\n<p>\u201eNach unserem Kenntnisstand entwickeln die bestehenden Ausbildungspartner ihre Angebote weiter\u201c, hei\u00dft es dazu vom \u201eSilicon Saxony\u201c. \u201eGleichzeitig beobachten wir die aktuelle Diskussion \u00fcber ein m\u00f6gliches Ausbildungszentrum mit Interesse. Einige Punkte, die im vergangenen Jahr bereits gekl\u00e4rt schienen, werden derzeit offenbar erneut gepr\u00fcft.\u201c Wie ein m\u00f6gliches Ausbildungszentrum organisatorisch und strukturell ausgestaltet werde, sei \u201eGegenstand der laufenden Abstimmungen und m\u00f6glicher Ausschreibungsverfahren\u201c.<\/p>\n<p>Autor: Heiko Weckbrodt<\/p>\n<p>Quellen: Silicon Saxony, Oiger-Archiv, vertrauliche Quellen<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"285\" height=\"284\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Oiger-001.jpg\" alt=\"Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt\" class=\"wp-image-80160\" style=\"width:130px;height:auto\"  \/><\/p>\n<p class=\"has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-e7a7d44989b57757e168b6fff7193e32\" style=\"color:#185c84\"><strong>Ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr Oiger.de!<\/strong><\/p>\n<p class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-918b69199ff2c1183b359612d6a15f37\" style=\"color:#154966\"><strong>Ohne hinreichende Finanzierung ist unabh\u00e4ngiger Journalismus nach professionellen Ma\u00dfst\u00e4ben nicht dauerhaft m\u00f6glich. 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