{"id":850263,"date":"2026-03-07T14:47:15","date_gmt":"2026-03-07T14:47:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/850263\/"},"modified":"2026-03-07T14:47:15","modified_gmt":"2026-03-07T14:47:15","slug":"clara-schumann-musikschule-in-duesseldorf-wenn-musiker-malen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/850263\/","title":{"rendered":"Clara-Schumann-Musikschule in D\u00fcsseldorf: Wenn Musiker malen"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Sie lieben die Musik und geben ihr Wissen mit Leidenschaft an die Absolventen der Clara-Schumann-Musikschule weiter. Was aber wohl die wenigsten wussten: Im Lehrerkollegium schlummern noch weitere verborgene Talente.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Als es an die Programmplanung f\u00fcr das Jubil\u00e4umsjahr der Clara-Schumann-Musikschule ging, hatte Bezirksleiter Bernhard Voelz eine Idee. \u201eIch dachte mir, eine Ausstellung w\u00e4re doch sch\u00f6n. Also habe ich mal im Kollegium herumgefragt, wer malt und Lust hat, Bilder beizusteuern\u201c, blickt Voelz bei der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/vernissage\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Vernissage<\/a> von \u201eArt in Resonanz\u201c zur\u00fcck. Er sei selbst \u00fcberrascht gewesen, wie viele der Lehrenden privat zu Pinsel, Farben und Stiften greifen. Elf von ihnen hat er \u00fcberzeugen k\u00f6nnen, ihre Werke zu zeigen. Daf\u00fcr hat ihnen Schulleiter Philipp Weinhausen die M\u00f6glichkeit er\u00f6ffnet, alle Etagen des Hauses bespielen zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Erstaunliche bei \u201eArt in Resonanz\u201c ist, dass sich die Bilder in unterschiedlichsten Formaten so gut in ihre Umgebung einpassen, dass Betrachtende annehmen k\u00f6nnten, sie h\u00e4tten schon immer im Treppenaufgang und in den G\u00e4ngen gehangen. Denn die Bilder stehen auch in Resonanz mit dem historischen Ort, seinen monumentalen S\u00e4ulen im Eingangsbereich und den hohen Deckengew\u00f6lben. Schulleiter Weinhausen k\u00f6nnte sich durchaus vorstellen, der besonderen Ausstellung zum 70-j\u00e4hrigen Schuljubil\u00e4um weitere folgen zu lassen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eEs ist ja oft so, dass kreative Menschen mehrere Talente haben, sich beispielsweise neben der Musik auch noch k\u00fcnstlerisch entfalten oder schreiben\u201c, sagt er. Dass die Lehrenden jedoch auf so hohem Niveau malen und zeichnen, das habe selbst ihn \u00fcberrascht. Die Motive der kreativen Musikerinnen und Musiker sind oft von der Natur inspiriert. Sie zeigen V\u00f6gel, filigran gezeichnet, Ozeane, die in ihrer Aufgew\u00fchltheit auch etwas Meditatives haben, oder Landschaften. Auch abstrakte Werke finden sich in der Ausstellung und mit feinen Stichen gezeichnete Portr\u00e4ts.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Eine der K\u00fcnstlerinnen geh\u00f6rt nicht zum Kollegium, ist aber der Clara-Schumann-Musikschule sehr verbunden. Editha Hackspiels Bilder zeigen Absolventen der Musikschule. Au\u00dferdem portr\u00e4tierte die inzwischen 100-j\u00e4hrige Meerbuscherin Julius Alf kurz vor dessen Tod 1983. Der Professor war nicht nur Mitgr\u00fcnder der Robert-Schumann-Gesellschaft, von 1956 bis 1978 war Alf auch Gr\u00fcndungsdirektor der Jugendmusikschule D\u00fcsseldorf, die 1984 zur St\u00e4dtischen Clara-Schumann-Musikschule wurde. Hackspiel zeigt den Professor vor seinem Fl\u00fcgel sitzend, ganz so, wie man ihn kannte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dieses und ihre anderen Bilder schenkte die K\u00fcnstlerin der Schule, deren Hauptsitz an der Prinz-Georg-Stra\u00dfe 80 ist. Betritt man die Eingangshalle, f\u00e4llt der Blick des Besuchenden nicht nur auf die den Raum dominierenden S\u00e4ulen. Die Seitenw\u00e4nde des Treppenaufgangs haben erstmals eine Bildergalerie bekommen. Es sind Zeichnungen aus der Feder von Sonia Violant Holz. Wenn sie nicht zu Bleistift und Block greift, unterrichtet sie Klavier und musikalische Fr\u00fcherziehung.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ihre Skizzen sind Studien von Menschen aus ihrem famili\u00e4ren Umfeld. Das Talent hat Violant Holz vom Papa geerbt. \u201eIch bin halb Spanierin und mein Vater war Maler\u201c, erz\u00e4hlt sie bei einem kleinen Rundgang durch die Ausstellung, die auch ein Selbstportr\u00e4t von ihr zeigt. Ihr Kollege Lukas Schier ist Autodidakt und eher ein K\u00fcnstler, der im Verborgenen arbeitet. Auch er unterrichtet musikalische Fr\u00fcherziehung in den Zweigstellen der Musikschule unter anderem in Bilk. \u201eIch habe unglaublich viele Bilder zu Hause stehen, weil ich mal Kunst studieren wollte\u201c, verr\u00e4t Schier. Als klar wurde, dass sein Weg doch eher in die Musik f\u00fchrte, trat die Malerei in den Hintergrund und wurde zum Hobby. Nun nutzt er die Chance, auch diese Seite von sich der \u00d6ffentlichkeit zu pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das einzige Werk, das keine reine Malerei oder Zeichnung ist, stammt von Kim Christoph Ordas. Sein Bild besteht aus gebeizten Fichtenw\u00fcrfeln, die er so bemalt hat, dass sie wie eine Meeresbrandung aussehen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sie lieben die Musik und geben ihr Wissen mit Leidenschaft an die Absolventen der Clara-Schumann-Musikschule weiter. 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