{"id":850515,"date":"2026-03-07T17:37:25","date_gmt":"2026-03-07T17:37:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/850515\/"},"modified":"2026-03-07T17:37:25","modified_gmt":"2026-03-07T17:37:25","slug":"wohnmobil-tour-zu-europas-frauen-denkmaelern-hier-schrieben-frauen-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/850515\/","title":{"rendered":"Wohnmobil-Tour zu Europas Frauen-Denkm\u00e4lern: Hier schrieben Frauen Geschichte"},"content":{"rendered":"<p>Mut, Talent, Visionen \u2013 viele Frauen haben Geschichte geschrieben, doch ihre Geschichten stehen selten im Mittelpunkt klassischer St\u00e4dtereisen. Dabei lassen sich quer durch Europa Orte entdecken, an denen ihre Ideen, K\u00e4mpfe und Werke bis heute lebendig sind.<\/p>\n<p>1. Hannah Arendt (Bozen)<\/p>\n<p>In Bozen trifft Geschichte auf klare Worte: \u00dcber einem riesigen faschistischen Relief am Gerichtsplatz leuchtet heute das ber\u00fchmte Zitat der j\u00fcdischen Theoretikerin und Publizistin<strong> <\/strong>Hannah Arendt: <strong>&#8222;Kein Mensch hat das Recht zu gehorchen.&#8220; <\/strong>Die Aussage stammt aus einem Radiointerview von 1964, in dem Arendt \u00fcber Adolf Eichmann (ein SS-Obersturmbannf\u00fchrer) sprach. Ihre Botschaft ist klar: Totalit\u00e4re Systeme leben vom Gehorsam \u2013 Verantwortung tr\u00e4gt jeder Einzelne.<\/p>\n<p>Das 36 Meter breite Werk des K\u00fcnstlers Hans Piffrader zeigt Benito Mussolini hoch zu Ross. Statt das Monument aus der Zeit des italienischen Faschismus zu verstecken, entschied sich die Stadt Bozen es als <strong>Mahnmal <\/strong>zu erhalten. Mit Hinweisen \u00fcber die Entstehungsgeschichte sowie Hannah Ahrendts Worten, die in allen drei Landessprachen (Italienisch, Deutsch und Ladinisch) zu lesen sind, ist die Fassade des Finanzgeb\u00e4udes heute ein eindrucksvoller Lernort.<\/p>\n<p>2. Sophie Scholl (M\u00fcnchen)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/2277304.jpg\" class=\"w-full absolute left-1\/2 top-1\/2 -translate-x-1\/2 -translate-y-1\/2\" alt=\"Sophie Scholl Wachs-Figur in M\u00fcnchen\" title=\"Sophie Scholl, Wachs-Figur, M\u00fcnchen\" height=\"241\" width=\"430\"\/><\/p>\n<p>Johannes Simon \/ Freier Fotograf via GettyImages<\/p>\n<p>\u200b<strong>Sophie Scholl (1921\u20131943):\u00a0<\/strong>Im Lichthof der M\u00fcnchner Universit\u00e4t gedenkt man der mutigen Widerstandsk\u00e4mpferin Sophie Scholl, die f\u00fcr ihren Kampf gegen das NS-Regime mit dem Leben bezahlte.<\/p>\n<p>Kaum ein Ort steht so eindringlich f\u00fcr Zivilcourage wie der <strong>Geschwister-Scholl-Platz<\/strong> in M\u00fcnchen. Hier erinnert eine Gedenkst\u00e4tte an Sophie Scholl und die studentische Widerstandsgruppe Wei\u00dfe Rose.<\/p>\n<p>Im <strong>Lichthof der Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t<\/strong> M\u00fcnchen verteilten Sophie Scholl und ihr Bruder 1943 Flugbl\u00e4tter gegen das NS-Regime. Heute sind diese als bronzene Platten im Boden eingelassen. Die dort ans\u00e4ssige Dauerausstellung<strong> &#8222;Die Wei\u00dfe Rose. Widerstand gegen die NS-Diktatur&#8220;<\/strong> zeigt seit 2017 mit Motiv und Aktionen, Inhalte der Flugbl\u00e4tter und interaktiven Medienstationen die Geschichte der studentischen Widerstandsgruppe.<\/p>\n<p>Wer sich noch intensiver mit der Wei\u00dfen Rose besch\u00e4ftigen m\u00f6chte, findet neben dem Geschwister-Scholl-Platz und der DenkSt\u00e4tte Wei\u00dfe Rose im Lichthof der LMU, mit dem ehemaligem <strong>Wohnhaus<\/strong> Sophie Scholls sowie der <strong>Gedenkst\u00e4tte in der Justizvollzugsanstalt Stadelheim<\/strong> weitere Orte, an denen Sophie Scholl einst lebte \u2013 und starb.<\/p>\n<p>3. Hildegard von Bingen (R\u00fcdesheim)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/2277303.jpg\" class=\"w-full absolute left-1\/2 top-1\/2 -translate-x-1\/2 -translate-y-1\/2\" alt=\"&#10;Blick von oben auf die Benediktinerabtei St. Hildegard bei R\u00fcdesheim am Rhein im Rheingau\" title=\"Kloster St. Hildegard, Rheingau, Deutschland, Stock-Fotografie\" height=\"241\" width=\"430\"\/><\/p>\n<p>Harald007 via GettyImages<\/p>\n<p><strong>Hildegard von Bingen (1098\u20131179):\u00a0<\/strong>In und um R\u00fcdesheim wird das vision\u00e4re Erbe der Benediktiner-\u00c4btissin Hildegard von Bingen, die als Mystikerin, Universalgelehrte und Komponistin im 12. Jahrhundert wirkte, lebendig gehalten.<\/p>\n<p>Bereits im 12. Jahrhundert war Hildegard von Bingen eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Mystikerin, Universalgelehrte und Komponistin. Die Benediktiner-\u00c4btissin gilt als erste deutsche Vertreterin der Frauenmystik, gr\u00fcndete Kl\u00f6ster und wurde sp\u00e4ter von Papst Benedikt XVI. zur Heiligen und Kirchenlehrerin erhoben.<\/p>\n<p>Rund um R\u00fcdesheim am Rhein f\u00fchren Wanderwege zu Orten ihres Wirkens. Besonders beeindruckend ist das <strong>Kloster Rupertsberg<\/strong>, in dem Hildegard viele ihrer vision\u00e4ren Schriften und Kompositionen verfasste. Heute setzt die <strong>Abtei St. Hildegard<\/strong> in R\u00fcdesheim diese Tradition fort. Hier k\u00f6nnen Besucherinnen und Besucher nicht nur die Klosterkirche und die historischen Geb\u00e4ude besichtigen, sondern auch in Veranstaltungen, Konzerten und Ausstellungen Hildegards Werke und Ideen hautnah erleben.<\/p>\n<p>4. Rosa Luxemburg (Erfurt)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/2277311.jpg\" class=\"w-full absolute left-1\/2 top-1\/2 -translate-x-1\/2 -translate-y-1\/2\" alt=\"Luxemburg, Rosa\" title=\"Luxemburg, Rosa\" height=\"241\" width=\"430\"\/><\/p>\n<p>ullstein bild Dtl. \/ Kontributor<br \/>\n via GettyImages<\/p>\n<p><strong>Rosa Luxemburg (1871\u20131919):\u00a0<\/strong>Eine nachdenkliche Statue in Erfurt ehrt die Revolution\u00e4rin und KPD-Gr\u00fcnderin Rosa Luxemburg, die bis heute f\u00fcr ihr vehementes Eintreten f\u00fcr die Freiheit der Andersdenkenden bekannt ist.<\/p>\n<p>&#8222;Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden&#8220; \u2013 dieser Satz ist das bekannteste Verm\u00e4chtnis der KPD-Gr\u00fcnderin Rosa Luxemburg. In Erfurt erinnert ein von Anke Besser-G\u00fcth gestaltetes <strong>Denkmal <\/strong>in einem kleinen Park zwischen Schl\u00fcterstra\u00dfe und Talstra\u00dfe nahe des Boyneburgufers an die Politikerin und Revolution\u00e4rin.<\/p>\n<p>Die Statue zeigt Rosa Luxemburg sitzend, reflektierend, mit einem Buch in der Hand, das die Freiheit des Denkens und Andersdenkens symbolisiert. Urspr\u00fcnglich sollte die Statue das Gel\u00e4nde der ehemaligen SED-Parteischule in Daberstedt schm\u00fccken, doch wegen politischer Bedenken fand sie 1974 einen &#8222;unverf\u00e4nglicheren&#8220; Platz nahe des Rosa-Luxemburg-Platzes. Heute l\u00e4dt der kleine Park Besuchende ein, sich mit Luxemburgs Ideen auseinanderzusetzen.<\/p>\n<p>5. K\u00e4the Kollwitz (Weimar)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/2277309.jpg\" class=\"w-full absolute left-1\/2 top-1\/2 -translate-x-1\/2 -translate-y-1\/2\" alt=\"K\u00e4the Kollwitz&#10;\" title=\"K\u00e4the Kollwitz&#10;\" height=\"241\" width=\"430\"\/><\/p>\n<p>ullstein bild Dtl. \/ Kontributor<br \/>\n via GettyImages<\/p>\n<p><strong>K\u00e4the Kollwitz (1867\u20131945):\u00a0<\/strong>Das Weimarer Denkmal der Grafikerin und Pazifistin K\u00e4the Kollwitz w\u00fcrdigt eine der st\u00e4rksten Stimmen der deutschen Kunst, deren Werke von tiefem Mitgef\u00fchl und sozialem Engagement zeugen.<\/p>\n<p>K\u00e4the Kollwitz war Grafikerin, Bildhauerin und sozial engagierte Realistin, deren Werke Armut, Krieg und Verlust in klarer, emotionaler Bildsprache zeigen. Der Verlust ihres Sohnes im Ersten Weltkrieg machte sie zudem zu einer entschiedenen Pazifistin, deren Engagement f\u00fcr soziale Gerechtigkeit tief in ihrer Kunst verankert ist. Kollwitz war die erste Frau, die in der Preu\u00dfischen Akademie der K\u00fcnste aufgenommen wurde und galt als eine der st\u00e4rksten Stimmen der deutschen Kunst des 20. Jahrhunderts.<\/p>\n<p>Am Zeppelinplatz in Weimar steht seit 1979 ihr zu Ehren eine lebensgro\u00dfe <strong>Bronzestatue<\/strong>. Die Skulptur, geschaffen von der Bildhauerin Anke Besser-G\u00fcth, gilt als Denkmal f\u00fcr Mut, Mitgef\u00fchl und gesellschaftliches Engagement. Es befindet sich direkt gegen\u00fcber der <strong>K\u00e4the-Kollwitz-Schule<\/strong>, die ebenfalls denkmalgesch\u00fctzt ist.<\/p>\n<p>6. Clara Schumann (Leipzig)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/2277308.jpg\" class=\"w-full absolute left-1\/2 top-1\/2 -translate-x-1\/2 -translate-y-1\/2\" alt=\"Clara Schumann (1819-1896)\" title=\"Clara Schumann, 100 Mark, Banknote\" height=\"241\" width=\"430\"\/><\/p>\n<p>DEA \/ A. DAGLI ORTI \/ Kontributor<br \/>\n via GettyImages<\/p>\n<p><strong>Clara Schumann (1819\u20131896):\u00a0<\/strong>F\u00fcr ihr herausragendes musikalisches Lebenswerk als virtuose Pianistin und Komponistin wurde Clara Schumann besonders gew\u00fcrdigt, indem ihr Portr\u00e4t ab 1989 die 100-D-Mark-Banknote zierte.<\/p>\n<p>Clara Schumann war eines der gr\u00f6\u00dften Wunderkinder der Musikgeschichte: Als Pianistin, Komponistin und Klavierp\u00e4dagogin im 19. Jahrhundert pr\u00e4gte sie \u00fcber 60 Jahre das Konzertleben und galt als eine der technisch versiertesten Virtuosinnen ihrer Zeit. Mit Robert Schumann an ihrer Seite schrieb sie Musikgeschichte und hinterlie\u00df ein inspirierendes Erbe.<\/p>\n<p>Im Schlosspark L\u00fctzschena erinnert seit 2019 ein <strong>Gedenkstein am Dianateich<\/strong> an Clara Schumann. Der Findling aus der Eiszeit symbolisiert Best\u00e4ndigkeit und Erinnerung, und eine Bank l\u00e4dt zum Verweilen ein \u2013 mit Blick auf den Park, den Clara und Robert Schumann einst besuchten.<\/p>\n<p>7. Caroline Herschel (Berlin)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/2277306.jpg\" class=\"w-full absolute left-1\/2 top-1\/2 -translate-x-1\/2 -translate-y-1\/2\" alt=\"Portrait von Caroline Herschel\" title=\"Portrait, Caroline Herschel\" height=\"241\" width=\"430\"\/><\/p>\n<p>Kean Collection \/ Staff<br \/>\n via GettyImages<\/p>\n<p>\u200b<strong>Caroline Herschel (1750\u20131848):\u00a0<\/strong>Auf dem nach ihr benannten Platz in Berlin-Friedrichshain ehrt die Skulptur eines Sternenw\u00e4chters Caroline Herschel, eine bahnbrechende Pionierin der Astronomie.<\/p>\n<p>Auf dem kleinen <strong>Caroline-Herschel-Platz <\/strong>in Berlin-Friedrichshain f\u00e4llt sofort die blaue Skulptur eines Sternenw\u00e4chters auf. Sie erinnert an die Namensgeberin des Platzes, Caroline Lucretia Herschel (1750\u20131848) \u2013 eine der ersten Frauen, die in der Astronomie volle Anerkennung erhielt.<\/p>\n<p>Caroline begann ihre wissenschaftliche Karriere bei ihrem Bruder Friedrich Wilhelm Herschel, dem Entdecker des Uranus. Sie unterst\u00fctzte ihn bei seinen Forschungen, entdeckte selbst mehrere Kometen, erstellte astronomische Reduktionen und katalogisierte hunderte Sternhaufen und Nebel. Sp\u00e4ter folgte sie ihrem Bruder nach England und erhielt dort eine offizielle Anstellung mit Gehalt als seine Gehilfin. Sie betrieb nebenher jedoch ihre eigenen Forschungen. Nach Friedrich Wilhelms Tod 1822 kehrte Caroline nach Hannover zur\u00fcck und setzte dort ihre Studien fort. Sie wurde f\u00fcr ihre wissenschaftlichen Leistungen mehrfach geehrt, unter anderem erhielt sie 1846 die goldene Medaille der Preu\u00dfischen Akademie der Wissenschaften.<\/p>\n<p>8. Marlene Dietrich (Berlin)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/2277305.jpg\" class=\"w-full absolute left-1\/2 top-1\/2 -translate-x-1\/2 -translate-y-1\/2\" alt=\"Marlene Dietrich\" title=\"Marlene Dietrich\" height=\"241\" width=\"430\"\/><\/p>\n<p>Central Press \/ Freier Fotograf<br \/>\n via GettyImages<\/p>\n<p>\u200b<strong>Marlene Dietrich (1901\u20131992):\u00a0<\/strong>Die in Berlin geborene Marlene Dietrich wird in ihrer Heimatstadt als weltweite Ikone f\u00fcr Glamour, Selbstbestimmung und politischen Widerstand gegen das NS-Regime gefeiert.<\/p>\n<p>Marlene Dietrich war eine der bedeutendsten Schauspielerinnen und S\u00e4ngerinnen des 20. Jahrhunderts. Geboren in Berlin, eroberte sie die B\u00fchnen und Kinos weltweit und wurde zum Symbol f\u00fcr Glamour, Eleganz und Selbstbestimmung. W\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs engagierte sie sich f\u00fcr die US-Truppen, reiste mit Shows an die Front und setzte sich gegen das NS-Regime ein. Ihr Mut, ihre klare Haltung und ihr Eintreten f\u00fcr Freiheit machten sie zu einer Ikone politischen und kulturellen Widerstands.<\/p>\n<p>Viele ihrer Erinnerungsst\u00fccke sind heute in der <strong>Deutsche Kinemathek \u2013 Museum f\u00fcr Film und Fernsehen<\/strong> ausgestellt, das sich im Filmhaus am Potsdamer Platz befindet. Dort gibt die Marlene Dietrich\u2011Collection Einblick in ihr Leben, ihre Karriere und ihre Rolle in der Filmgeschichte \u2013 von Originalkost\u00fcmen \u00fcber Fotografien bis zu pers\u00f6nlichen Dokumenten. Ihr <strong>Geburtshaus <\/strong>in Berlin\u2011Sch\u00f6neberg wird heute durch eine bronzene Gedenktafel markiert, und auf dem <strong>Marlene\u2011Dietrich\u2011Platz<\/strong> am Potsdamer Platz findet sich zu ihren Ehren ebenfalls eine Widmung.<\/p>\n<p>9. Clara Zetkin (Birkenwerder)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/2277310.jpg\" class=\"w-full absolute left-1\/2 top-1\/2 -translate-x-1\/2 -translate-y-1\/2\" alt=\"Clara Zetkin&#10;\" title=\"Clara Zetkin&#10;\" height=\"241\" width=\"430\"\/><\/p>\n<p>ullstein bild Dtl. \/ Kontributor<br \/>\n via GettyImages<\/p>\n<p>\u200b<strong>Clara Zetkin (1857\u20131933):\u00a0<\/strong>In ihrem ehemaligen Wohnhaus im brandenburgischen Birkenwerder wird das Erbe der engagierten Politikerin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin heute mit einem Museum am Leben erhalten.<\/p>\n<p>Die Politikerin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin lebte vor ihrer \u00dcbersiedelung in die Sowjetunion 1932 in Birkenwerder. Das heutige <strong>Clara-Zetkin-Haus<\/strong> wurde 1929 von ihrem Sohn Konstantin Zetkin erworben. Er wollte seiner betagten Mutter eine Unterkunft in unmittelbarer N\u00e4he zu ihrer Arbeit im Deutschen Reichstag bieten.<\/p>\n<p>Nach der Macht\u00fcbernahme der Nationalsozialisten wurde das Haus 1933 durchsucht, Druckschriften beschlagnahmt und das Anwesen konfisziert. 1949 \u00fcbertrug die DDR das Haus dem \u00e4lteren Sohn Maxim Zetkin, auf dessen Initiative hin 1957 zum 100. Geburtstag seiner Mutter eine Gedenkst\u00e4tte errichtet wurde.<\/p>\n<p>Heute nutzt die Gemeinde Birkenwerder das Haus multifunktional: Geschichtsst\u00fcbchen im Kellergeschoss, Bibliothek im Erdgeschoss und das <strong>Clara-Zetkin-Museum<\/strong> im Obergeschoss, das pers\u00f6nliche Gegenst\u00e4nde der Sozialistin zeigt. Im Garten steht eine Doppelskulptur von Clara Zetkin und Rosa Luxemburg, die ihr politisches Erbe lebendig h\u00e4lt.<\/p>\n<p>10. Astrid Lindgren (Vimmerby)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/2277307.jpg\" class=\"w-full absolute left-1\/2 top-1\/2 -translate-x-1\/2 -translate-y-1\/2\" alt=\"Astrid Lindgren\" title=\"Astrid Lindgren\" height=\"241\" width=\"430\"\/><\/p>\n<p>Keystone \/ Freier Fotograf<br \/>\n via GettyImages<\/p>\n<p>\u200b<strong>Astrid Lindgren (1907\u20132002):\u00a0<\/strong>Die schwedischen Museen feiern die weltber\u00fchmte Kinderbuchautorin Astrid Lindgren, die mit starken Figuren wie Pippi Langstrumpf Generationen von Kindern Mut und Gerechtigkeitssinn vermittelte.<\/p>\n<p>Astrid Lindgren (1907\u20132002) war eine der bekanntesten Kinderbuchautorinnen weltweit. In ihrem Heimatland Schweden schrieb sie B\u00fccher, die bis heute Generationen begeistern. Darunter Pippi Langstrumpf, Michel aus L\u00f6nneberga und Ronja R\u00e4ubertochter. Ihre kindlichen Heldinnen und Helden zeigen, wie wichtig Selbstbestimmung, Gerechtigkeitssinn, Mut und Fantasie sind.<\/p>\n<p>Lindgren nutzte ihre Geschichten, um gesellschaftliche Missst\u00e4nde anzusprechen, und setzte sich zeitlebens f\u00fcr Kinderrechte und soziale Gerechtigkeit ein. Heute kann man in Stockholm Orte besuchen, die mit ihrem Leben und Werk verbunden sind, etwa das <strong>Astrid Lindgren Museum<\/strong> im Stadtteil \u00d6stermalm oder das <strong>Junibacken-Museum<\/strong>, das interaktive Ausstellungen zu ihren B\u00fcchern bietet. Besuchende erleben dort die Welt der Figuren hautnah, von Pippis Villa Kunterbunt bis zu Abenteuern in Bullerb\u00fc, und tauchen in die fantasievolle, lebensbejahende Welt der schwedischen Autorin ein.<\/p>\n<p>Sonderf\u00fchrung zum Weltfrauentag<\/p>\n<p>Wer wissen will, wie Frauen die Kommunikationsgeschichte gepr\u00e4gt haben, sollte die Sonderf\u00fchrung <strong>HERstory<\/strong> im Museum f\u00fcr Kommunikation in <strong>Berlin <\/strong>nicht verpassen. Die Tour beleuchtet, warum weibliche Leistungen in der Technik-, Medien- und Kommunikationsgeschichte oft keine Anerkennung fanden und lange unsichtbar blieben.<\/p>\n<ul class=\"text\">\n<li><strong>Was:<\/strong> Sonderf\u00fchrung &#8222;Herstory. Frauen in der Kommunikationsgeschichte&#8220;.<\/li>\n<li><strong>Wann:<\/strong> 8. M\u00e4rz 2026.<\/li>\n<li><strong>Wann genau: <\/strong>11:30 und 14 Uhr.<\/li>\n<li><strong>Wo<\/strong>: Museum f\u00fcr Kommunikation Berlin.<\/li>\n<li><strong>Eintritt:<\/strong> 10 Euro, Kinder unter 18 Jahre kostenlos<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Roadtrip: von Italien \u00fcber Deutschland bis nach Schweden<\/p>\n<p>Wollte man alle Orte abfahren, betr\u00fcge die Strecke ca. 2.400 Kilometer \u2013 ein faszinierender Roadtrip quer durch Europa auf den Spuren historischer Frauen! <a href=\"https:\/\/www.promobil.de\/tipps\/download-stellplatz-radar-app-kostenlos\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Passende Stellpl\u00e4tze gibt es im Stellplatz-Radar.<\/a><\/p>\n<ol class=\"text\">\n<li><strong>Bozen, Italien<\/strong> (Hannah Arendt) \u2013 Startpunkt am Finanzgeb\u00e4ude\/Gerichtsplatz.<\/li>\n<li><strong>M\u00fcnchen, Deutschland<\/strong> (Sophie Scholl) \u2013 Geschwister-Scholl-Platz an der LMU.<\/li>\n<li><strong>R\u00fcdesheim am Rhein, Deutschland<\/strong> (Hildegard von Bingen) \u2013 Kloster Rupertsberg &amp; Abtei St. Hildegard.<\/li>\n<li><strong>Erfurt, Deutschland<\/strong> (Rosa Luxemburg) \u2013 Park zwischen Schl\u00fcter- und Talstra\u00dfe.<\/li>\n<li><strong>Weimar, Deutschland<\/strong> (K\u00e4the Kollwitz) \u2013 Zeppelinplatz.<\/li>\n<li><strong>Leipzig, Deutschland<\/strong> (Clara Schumann) \u2013 Schlosspark L\u00fctzschena am Dianateich.<\/li>\n<li><strong>Berlin, Deutschland<\/strong> (Caroline Herschel &amp; Marlene Dietrich) \u2013 Caroline-Herschel-Platz, Filmhaus am Potsdamer Platz &amp; Geburtshaus in Sch\u00f6neberg.<\/li>\n<li><strong>Birkenwerder, Deutschland<\/strong> (Clara Zetkin) \u2013 Clara-Zetkin-Museum.<\/li>\n<li><strong>Vimmerby, Schweden<\/strong> (Astrid Lindgren) \u2013 Geburtsort und Themenpark &#8222;Astrid Lindgrens V\u00e4rld&#8220;.<\/li>\n<li><strong>Stockholm, Schweden<\/strong> (Astrid Lindgren) \u2013 Endpunkt am Junibacken-Museum und Astrid Lindgren Museum im Stadtteil \u00d6stermalm.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Fazit<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mut, Talent, Visionen \u2013 viele Frauen haben Geschichte geschrieben, doch ihre Geschichten stehen selten im Mittelpunkt klassischer St\u00e4dtereisen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":850516,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3933],"tags":[331,332,59739,189040,137208,189041,548,663,158,3934,3935,44635,13,189039,115656,59623,14,15,189038,5146,36809,12,31275,163500],"class_list":["post-850515","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-astrid-lindgren","tag-caroline-herschel","tag-clara-schumann","tag-clara-zetkin","tag-eu","tag-europa","tag-europaeische-union","tag-europe","tag-european-union","tag-hannah-arendt","tag-headlines","tag-hildegard-von-bingen","tag-kaethe-kollwitz","tag-marlene-dietrich","tag-nachrichten","tag-news","tag-pro-news","tag-reiseplanung","tag-rosa-luxemburg","tag-schlagzeilen","tag-sophie-scholl","tag-touren-tipps"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116189112339665051","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/850515","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=850515"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/850515\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/850516"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=850515"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=850515"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=850515"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}