{"id":85068,"date":"2025-05-05T00:54:14","date_gmt":"2025-05-05T00:54:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/85068\/"},"modified":"2025-05-05T00:54:14","modified_gmt":"2025-05-05T00:54:14","slug":"kein-ponyhof-kreuzer-online","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/85068\/","title":{"rendered":"Kein Ponyhof \u2014 kreuzer online"},"content":{"rendered":"<p>Vor den Leipziger Tierkliniken riecht es nach Kuhmist an diesem Mittwochmorgen im April. \u00dcber den Innenhof des Instituts f\u00fcr Veterin\u00e4rmedizin t\u00f6nt das Wiehern eines Pferdes. An den St\u00e4llen vorbei l\u00e4uft Getu Abraham. Der Professor f\u00fcr Veterin\u00e4rpharmakologie und Arzneiverordnungslehre winkt von Weitem und gibt ein Zeichen mit der Hand: Er komme gleich. Dann biegt er noch mal zu den Pferden ab.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Aufstieg\u00a0<\/p>\n<p>Mit einem breiten L\u00e4cheln schlie\u00dft Getu Abraham die T\u00fcr zum Treppenhaus auf, das zu seinem B\u00fcro in der zweiten Etage f\u00fchrt. Der runde Tisch, an dem drei St\u00fchle stehen, passt gerade noch neben den Schreibtisch, auf dem sich Aktenordner stapeln. Hier bereitet der 57-J\u00e4hrige nicht nur seine Vorlesungen vor, sondern seit 2019 auch Sitzungen des Leipziger Stadtrats und von dessen Aussch\u00fcssen. Seit April macht er das f\u00fcr die CDU. Nachdem er f\u00fcnf Jahre f\u00fcr die SPD Stadtrat war und \u00fcber deren Liste letztes Jahr auch wiedergew\u00e4hlt wurde, \u00fcberwarf er sich mit der Partei. Sein Austritt sorgte f\u00fcr einige Unruhe in der Leipziger SPD \u2013 und k\u00f6nnte die Mehrheitsverh\u00e4ltnisse im Leipziger Stadtrat beeinflussen.\u00a0<\/p>\n<p>Abrahams Aufstieg in der Leipziger SPD ging schnell. Sehr schnell in einer Welt, in der man eigentlich erst mal jahrelang Plakate h\u00e4ngt: 2016 trat er in die Partei ein, nachdem ihm ein Kollege an der Fakult\u00e4t riet, in die Politik zu gehen. Davor habe er, der 1989 aus \u00c4thiopien nach Leipzig kam, sich bereits in unterschiedlichen Vereinen engagiert. \u00bbIch bin ja ein Sozialromantiker. Soziale Gerechtigkeit ist ein wichtiges Thema f\u00fcr mich und ich hatte das Gef\u00fchl, dass die SPD zu mir passt\u00ab, erkl\u00e4rt Abraham die Entscheidung f\u00fcr die Sozialdemokraten. Ein Jahr des Beobachtens und Kennenlernens der Partei folgte, beschreibt es Abraham. Dann die Entscheidung zu kandidieren. Er bekommt 2019 den SPD-Listenplatz drei in seinem Wahlbezirk Mitte, macht sich keine gro\u00dfen Hoffnungen auf den Einzug \u2013 und kommt trotzdem rein. Mit 4.071 Stimmen wird er st\u00e4rkster SPDler in seinem Wahlkreis und l\u00f6st damit den bisher amtierenden Stadtrat Heiko O\u00dfwald ab. In ganz Leipzig ist der langj\u00e4hrige und inzwischen in die Stadtverwaltung gewechselte Fraktionschef Christopher Zenker der einzige SPD-Kandidat, der mehr Stimmen bekommt als Abraham. Das Happy End einer Quereinsteiger-Story?\u00a0<\/p>\n<p>Entfremdung\u00a0<\/p>\n<p>\u00bbAls ich in den Stadtrat kam, habe ich Differenzen zur Partei bemerkt\u00ab, erz\u00e4hlt Abraham und gie\u00dft sich Wasser aus einer Ginflasche nach. Da sind zum einen inhaltliche Unterschiede: Abraham steht \u00f6fter quer zu seiner Fraktion, gilt als einer vom konservativen Fl\u00fcgel. Unter anderem stimmt er 2019 dagegen, den Klimanotstand auszurufen. \u00bbDie Ernsthaftigkeit hat mir gefehlt. Ich mache keine Symbolpolitik. Es bringt nichts, einen Notstand auszurufen. Wenn der besteht, muss man sofort handeln\u00ab, erkl\u00e4rt Abraham sein damaliges Abstimmungsverhalten.\u00a0<\/p>\n<p>Aber die Entfremdung mit seiner Fraktion liegt tiefer. \u00bbIm Laufe der Zeit bekam ich das Gef\u00fchl, dass gewisse Rituale gepflegt werden, dass es innerparteilich eine sehr dominante Str\u00f6mung gibt. Ich hatte das Gef\u00fchl, Au\u00dfenseiter zu sein.\u00ab Als solchen bezeichnet er sich immer wieder in unserem Gespr\u00e4ch, auch das Wort Ritual benutzt er h\u00e4ufig. Dabei bleibt immer vage, was er damit meint. Auch als er zu seinem schwerwiegendsten Vorwurf gegen\u00fcber der Leipziger SPD kommt.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>\u00bbDer Umgang mit Migranten in der SPD folgt diesen Ritualen und ist wenig authentisch. Das habe ich erst lernen m\u00fcssen. Im Laufe der Zeit habe ich durch verschiedene Kommentare merken m\u00fcssen, dass meine Au\u00dfenseiterrolle damit zusammenh\u00e4ngen k\u00f6nnte. Es gab keine direkte verbale Konfrontation, man hat mir aber immer dieses Gef\u00fchl gegeben\u00ab, sagt Abraham. Ein Gef\u00fchl, dass er best\u00e4tigt sieht, weil andere in der Leipziger SPD den gleichen Vorwurf erheben.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Nach Abrahams Austritt traten drei Mitglieder aus dem Stadtvorstand zur\u00fcck: Miriam Paulsen, Jonathan Schramm und Rana Younes. In einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung mahnten sie, die Partei m\u00fcsse sich analytische Fragen stellen. Unter anderem: \u00bbWo und warum f\u00fchlten sich Menschen mit ihrem Netzwerk, ihren Kompetenzen oder (Rassismus-, Sexismus- etc.) Erfahrungen nicht gesehen? Wo sind als Partei hier unsere blinden Flecken?\u00ab\u00a0<\/p>\n<p>\u00bbAuch meine Partei muss permanent ihre Strukturen \u00fcberpr\u00fcfen und das tun wir auch\u00ab, sagt Christina M\u00e4rz dem kreuzer am Telefon. Sie ist seit 2023 zusammen mit Holger Mann Vorsitzende des Stadtverbands, au\u00dferdem Mitglied der Leipziger Fraktion. Getu Abraham habe solche Probleme aber vor seinem Austritt nie kommuniziert. Ob nach den Austritten die Strukturen noch mal \u00fcberpr\u00fcft wurden? \u00bbEs gab von Getu Abraham im Vorfeld weder in der Fraktion noch in der Partei Vorw\u00fcrfe in die Richtung, die ich wahrgenommen h\u00e4tte\u00ab, erz\u00e4hlt M\u00e4rz.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>M\u00e4rz kann zudem nicht nachvollziehen, dass Abraham sich als Au\u00dfenseiter in der Fraktion gesehen hat. \u00bbWenn Sie sich anschauen, in welchen Aussch\u00fcssen Getu Abraham sa\u00df, waren das sehr wichtige, unter anderem der f\u00fcr Stadtentwicklung und Bau.\u00ab\u00a0<\/p>\n<p>Ein weiterer Vorwurf, den sowohl Abraham als auch die anderen Ausgetretenen formulieren, betrifft die Hierarchien in der Partei. Dominierend seien Menschen, die \u00fcber Jahre durch die Strukturen in der Partei gegangen seien. Viele von ihnen s\u00e4\u00dfen im Bundes- oder Landtag. So wie M\u00e4rz\u2019 Co-Vorsitzender Holger Mann. \u00bbEs gibt dominante Strukturen, Netzwerke oder Seilschaften, die immer in einem Verbund bleiben\u00ab, sagt Getu Abraham. \u00bbWer von au\u00dfen kommt und sich da nicht v\u00f6llig ein- und unterordnet \u2013 egal, ob man f\u00e4hig ist oder nicht\u202f\u2013, wird von diesen Strukturen bek\u00e4mpft.\u00ab Christina M\u00e4rz bezeichnet diesen Vorwurf als \u00bbUnsinn\u00ab. Abrahams eigener Weg in die Fraktion habe bewiesen, dass ein Aufstieg bei den Sozialdemokraten auch m\u00f6glich sei, ohne die \u00fcblichen Strukturen zu durchlaufen.\u00a0<\/p>\n<p>Bruch\u00a0<\/p>\n<p>Abraham nennt als Gegenbeweis den Konflikt, der ihn schlie\u00dflich zum Austritt bewog. Vor der Stadtratswahl 2024 w\u00e4hlte der Ortsverein Mitte die Liste seiner Kandidierenden: Platz eins ging nicht an Abraham, den amtierenden Stadtrat, sondern an Thomas N\u00f6rlich. Der kandidierte, weil er einfach ein anderes, linkeres Angebot machen wollte, erz\u00e4hlt er dem kreuzer. \u00bbNat\u00fcrlich habe ich keinen Anspruch darauf. Aber auf den anderen Listen standen amtierende Stadtr\u00e4te auf Platz eins. Da habe ich mir auch mehr Unterst\u00fctzung gew\u00fcnscht\u00ab, sagt Abraham. Zum Beispiel vom Stadtvorstand. Der passte in einigen F\u00e4llen die von den Ortsvereinen beschlossenen Listen noch mal an, vor der endg\u00fcltigen Best\u00e4tigung durch die Stadtversammlung. Das sei beim Ortsverein Mitte nicht notwendig gewesen, erz\u00e4hlt Christina M\u00e4rz dem kreuzer.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Bei der Stadtratswahl holt Abraham trotzdem das Mandat f\u00fcr Leipzig-Mitte. Weil er mehr Stimmen bekommt als N\u00f6rlich. Wieder ist er hinter Christopher Zenker der zweitst\u00e4rkste Kandidat der SPD, wieder k\u00f6nnte einfach alles gut sein. Aber als die neu konstituierte Fraktion schlie\u00dflich N\u00f6rlich zu ihrem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer w\u00e4hlt \u2013 gegen den Wunsch von Abraham \u2013, ist f\u00fcr ihn das Ma\u00df voll. Er tritt nicht nur aus der Fraktion aus, sondern auch aus der Partei. \u00bbWir haben als Fraktionsmitglieder alle daf\u00fcr geworben, dass er in der Fraktion bleibt. Er hat sich dagegen entschieden und offenbar mittlerweile eine neue politische Heimat gefunden\u00ab, sagt Christina M\u00e4rz.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Neue Heimat\u00a0<\/p>\n<p>F\u00fcnf Monate sitzt Abraham dann als Fraktionsloser im Stadtrat. Aber sein Abstimmungsverhalten gibt Hinweise darauf, dass er eine neue politische Heimat bereits im Blick hat. Regelm\u00e4\u00dfig stimmt er mit der CDU-Fraktion, nicht zuletzt bei den besonders umstrittenen Punkten: Als es um den Umbau der Prager Stra\u00dfe geht oder darum, dass Leipzig aus dem B\u00fcndnis Sicherer H\u00e4fen austreten solle. Auch hier zieht Abraham wieder das Argument der Symbolpolitik heran: \u00bbIch w\u00fcrde jeden Migranten unterst\u00fctzen, das repr\u00e4sentiere ich auch. Bei den Sicheren H\u00e4fen fehlt mir die Fantasie, wie das Menschen wirklich hilft.\u00ab\u00a0<\/p>\n<p>Abraham steht unterdessen \u2013 wie bereits in der letzten Legislatur \u2013 in gutem Austausch mit der CDU. Mit Fraktionsvizechefin Sabine Heymann verbindet ihn ein freundschaftliches Verh\u00e4ltnis, beide sind Mitglieder der gleichen Kirchengemeinde. Abraham nimmt an Fraktionssitzungen der CDU teil, die Mitte M\u00e4rz schlie\u00dflich ihre Neuverpflichtung verk\u00fcndet: Mit Abraham w\u00e4chst die gr\u00f6\u00dfte Fraktion auf 14 Mitglieder an.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>\u00bbIm Kern hat sich mein Herz nicht ver\u00e4ndert\u00ab, sagt Abraham, der in seinem B\u00fcro inzwischen das Halstuch abgenommen hat. Wie die SPD befinde sich die CDU in der Mitte der Demokratie. Hier will er soziale Arbeit und Glauben verbinden. Ob sein Wechsel in die CDU nun ein ver\u00e4ndertes Abstimmungsverhalten nach sich ziehe? \u00bbIch habe nach wie vor keinen Fraktionszwang und werde auch bei der CDU nicht mitstimmen, wenn ich Antr\u00e4ge nicht f\u00fcr sinnvoll halte.\u00ab\u00a0<\/p>\n<p>Am Telefon freut sich CDU-Fraktionschef Michael Weickert gegen\u00fcber dem kreuzer \u00fcber den Zuwachs in den eigenen Reihen. Weickert schw\u00e4rmt von Abrahams inhaltlicher Kompetenz \u2013 und sieht auch strategische Vorteile. <a href=\"https:\/\/kreuzer-leipzig.de\/2024\/06\/11\/leipziger-stadtrat-eine-analyse-der-wahlergebnisse\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Denn die Mehrheitsverh\u00e4ltnisse im Stadtrat sind so eng wie lange nicht.<\/a> Fehlen einzelne Stadtr\u00e4te oder gibt es Uneinigkeit in den Fraktionen links der Mitte, sind Mehrheiten f\u00fcr konservative Politik m\u00f6glich. Da sei es sicherlich kein Nachteil, Abraham neu an Bord zu haben, sagt Weickert: \u00bbWer einer Fraktion angeh\u00f6rt, kann an den Diskussionen teilnehmen, sich anders einbringen. Es profitieren beide Seiten.\u00ab Nat\u00fcrlich gebe es keinen Fraktionszwang, aber: \u00bbWir sind dann stark, wenn die Fraktion geschlossen ist. Und bei den gro\u00dfen, zentralen Themen muss das auch so sein.\u00ab\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kreuzer-leipzig.de\/2023\/09\/15\/gretchenfrage-im-rathaus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die gro\u00dfen Fragen m\u00f6chte die CDU im Zweifel auch mit Stimmen der AfD beantworten, daraus macht Weickert in Gespr\u00e4chen kein Geheimnis<\/a>. Ein Thema sei das vor Abrahams Beitritt aber nicht gewesen. \u00bbMit der AfD zusammenzuarbeiten, ist nicht mein Ziel\u00ab, sagt dieser selbst \u00fcber sein Verh\u00e4ltnis zur rechtsextremen Fraktion, die f\u00fcr einen Antrag in den Haushaltsverhandlungen allerdings schon mal eine Stimme von ihm bekam. Der Antrag scheiterte knapp. Abraham erinnert sich daran im Gespr\u00e4ch nicht, spricht von einer langen, teils un\u00fcbersichtlichen Sitzung: \u00bbIch w\u00fcrde bewusst nirgendwo zustimmen, wo eine rote Linie \u00fcberschritten wird.\u00ab Vor seinem Fenster beobachtet eine Gruppe Studierender ein Pferd beim Galoppieren. LEON HEYDE\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Vor den Leipziger Tierkliniken riecht es nach Kuhmist an diesem Mittwochmorgen im April. \u00dcber den Innenhof des Instituts&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":85069,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[3364,29,30,71,859,1108,35630,35631,35632],"class_list":{"0":"post-85068","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-leipzig","12":"tag-sachsen","13":"tag-stadtrat","14":"tag-stadtratsepisode","15":"tag-stadtratssitzung","16":"tag-stadtratswahl"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114452500585212704","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85068","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=85068"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85068\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/85069"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=85068"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=85068"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=85068"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}