{"id":852277,"date":"2026-03-08T10:51:15","date_gmt":"2026-03-08T10:51:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/852277\/"},"modified":"2026-03-08T10:51:15","modified_gmt":"2026-03-08T10:51:15","slug":"nach-besucherrekord-im-deutschen-museum-im-jubilaeumsjahr-was-ist-das-erfolgsrezept","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/852277\/","title":{"rendered":"Nach Besucherrekord im Deutschen Museum im Jubil\u00e4umsjahr: Was ist das Erfolgsrezept?"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Um 12 Uhr ist es endlich soweit. Dicht gedr\u00e4ngt stehen dutzende Kinder vor der Absperrung, die Nasen plattgedr\u00fcckt an der Glasscheibe, die M\u00fcnder halb offen vor Erwartung. Man k\u00f6nnte meinen, hier wird gleich die neue Nintendo Switch vorgestellt, doch stattdessen setzt sich eine Modelleisenbahn in Bewegung. Zischend und ruckelnd f\u00e4hrt sie vorbei an den wei\u00dfen H\u00e4uschen einer fiktiven unterfr\u00e4nkischen Stadt.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    F\u00fcr den achtj\u00e4hrigen Bruno ist dieser Moment der H\u00f6hepunkt des Tages. Er findet \u201ealles, was f\u00e4hrt\u201c toll \u2013 deswegen gehe er auch so gern ins Deutsche Museum. Damit ist er nicht allein: P\u00fcnktlich <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/bayern\/muenchen-neunjaehrige-sylvia-ist-100-millionste-besucherin-im-deutschen-museum-108976780\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">zum 100-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um am 7. Mai 2025 stellte das Haus im vergangenen Jahr einen neuen Besucherrekord auf<\/a>, Generationen von Kindern wurden hier an die Wunder von Natur und Technik herangef\u00fchrt. Wie aber schafft es ein Museum in Zeiten von Smartphone und Streaming noch immer, so viele Kinder zu begeistern?\n  <\/p>\n<p>            Nur Exponate anschauen und blo\u00df nichts anfassen? Nicht im Deutschen Museum<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ein paar Stunden zuvor, an einem grauen Februarmorgen, laufen Pendler in dunklen M\u00e4nteln schweigend zur Tram-Haltestelle an der Isar. Es riecht nach nassem Asphalt, Atemwolken stehen in der kalten Luft. Eine orange M\u00fctze jedoch h\u00fcpft ungeduldig auf und ab. Darunter steckt Bruno. Als er den Schriftzug \u201eDeutsches Museum\u201c entdeckt, quietscht er vor Freude. Unter dem Namen prangt noch die Jubil\u00e4umszahl 100, zusammengesetzt aus bunten Quadraten mit Abbildungen der 125.000 Objekte der Sammlung. Das \u00e4lteste Exponat ist 3,7 Millionen Jahre altes Mondgestein; das l\u00e4ngste ein Foucaultsches Pendel mit 60 Metern Faden, das die Erdrotation beweist; das gr\u00f6\u00dfte das 100 Tonnen schwere U-Boot \u201eU1\u201c.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Das alles interessiert Bruno zun\u00e4chst wenig. F\u00fcr ihn und seine Oma Barbara Punkenburg<strong class=\"font-bold\"> <\/strong>geht es direkt in einen Zwischenraum im Erdgeschoss <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/bayern\/zuege-modelleisenbahn-und-dampfloks-was-ist-so-faszinierend-an-eisenbahnen-id67175816.html\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">zu seiner geliebten Modelleisenbahn<\/a>. Dort wartet allerdings direkt eine Entt\u00e4uschung: Die gro\u00dfe Vorf\u00fchrung, die sonst wohl um 11 Uhr beginnt, startet heute erst um 12 Uhr. Also beschlie\u00dft seine Oma, die Zeit zu nutzen und erst einmal andere Bereiche des Museums zu erkunden. Widerwillig trottet der Achtj\u00e4hrige hinterher. Doch als er pl\u00f6tzlich eine schwingende H\u00e4ngebr\u00fccke aus Glas entdeckt, ist die schlechte Laune schnell vergessen \u2013 und Bruno flitzt los.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Museum, das bedeutet doch Tafeln lesen, Exponate betrachten, blo\u00df nichts anfassen. Im Deutschen Museum ist das selten der Fall. Sogar im theoretisch klingenden Bereich \u201eBr\u00fccken- und Wasserbau\u201c k\u00f6nnen Kinder die Statik von Br\u00fccken mit Kl\u00f6tzchen erfahren, Wasserkraft simulieren oder eben auch mal \u00fcber die gl\u00e4serne Br\u00fccke rennen. Chlorgeruch sticht in die Nase, als Punkenburg ihren Enkel einholt und er mit aller Kraft an den R\u00e4dern des Wasserrads dreht. Weitere Kinder kommen hinzu und bestaunen das sch\u00e4umende Wasser. \u201eDa w\u00fcrde ich lieber nicht drin baden\u201c, sagt Bruno mit einem schelmischen Grinsen, putzt sich die H\u00e4nde an der Hose ab und rennt weiter.\n  <\/p>\n<p>            Ein Museum \u201eirgendwo zwischen Volksbildungsst\u00e4tte und Oktoberfest\u201c<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Informationstafeln l\u00e4sst er hinter sich, auch Videos interessieren ihn nur einige Sekunden \u2013 doch jedes Kn\u00f6pfchen, jedes R\u00e4dchen, jedes Bauwerk, an dem er Hand anlegen kann, wird direkt gedr\u00fcckt und gedreht. \u201eOma, guck mal!\u201c, ruft er immer wieder. Baukl\u00f6tze, Wasserr\u00e4der \u2013 ein bisschen sieht es nach Spielplatz mit Bildungsauftrag aus. Seine Oma l\u00e4chelt. \u201eDas Deutsche Museum ist wirklich einzigartig. Es ist diese Vielfalt, da ist einfach f\u00fcr jeden etwas dabei. Auch Bruno w\u00e4re am liebsten den ganzen Tag hier\u201c, erz\u00e4hlt Punkenburg.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Diese Erlebbarkeit sei tats\u00e4chlich eines der Kernelemente des Deutschen Museums, erkl\u00e4rt Gerrit Faust, Leiter der Stabsstelle Kommunikation. \u201eLesen ist f\u00fcr die meisten Menschen Arbeit\u201c, sagt er. F\u00fcr die Informationstafeln gebe es sogar ein eigenes Team, das \u00dcbersetzungen von \u201ewissenschaftlich\u201c zu \u201edeutsch\u201c erstellt und die komplexen Themen m\u00f6glichst kurz und verst\u00e4ndlich erkl\u00e4rt.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Gleichzeitig bleibe f\u00fcr das Museum Authentizit\u00e4t entscheidend. Auch die Modelleisenbahn sei kein \u201eMiniaturwunderland\u201c, sondern entspreche dem tats\u00e4chlichen Bahnbetrieb im Ma\u00dfstab 1:87. \u201eIrgendwo zwischen Volksbildungsst\u00e4tte und <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/veranstaltungen\/aa-oktoberfest\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Oktoberfest<\/a>\u201c, das habe sich der Gr\u00fcnder Oskar von Miller f\u00fcr sein Museum gew\u00fcnscht, erkl\u00e4rt Faust. F\u00fcr den Ingenieur war das Haus, diese \u201eKathedrale f\u00fcr Erfinder\u201c, wie er es genannt haben soll, sein Lebenswerk. 1925 bezog es den heutigen Standort auf der Museumsinsel, zur Er\u00f6ffnung gab es einen Festzug, Kinder hatten schulfrei. 2025 feierte das Museum wieder ein Fest zum Jubil\u00e4um mit Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier, nach eigener Aussage gro\u00dfer Fan des Deutschen Museums.\n  <\/p>\n<p>            Knapp 1,7 Millionen Menschen besuchten 2025 die Standorte des Deutschen Museums<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Aufmerksamkeit durch die Feier habe auch ihren Anteil daran gehabt, dass das Museum<strong class=\"font-bold\"> <\/strong>im vergangenen Jahr seinen Besucherrekord von vor knapp 50 Jahren knacken konnte, vermutet Faust. Fast 1,7 Millionen Menschen besuchten die Standorte des Deutschen Museums in Oberschlei\u00dfheim, N\u00fcrnberg, Bonn und <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/orte\/aa-muenchen\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">M\u00fcnchen<\/a>, 1,2 Millionen allein das Stammhaus. Der bisherige Rekord stammt aus dem Jahr 1978 \u2013 damals kamen knapp 1,6 Millionen G\u00e4ste.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    An einem einzelnen Ferientag str\u00f6mten schon mal bis zu 7000 Menschen durch die G\u00e4nge. \u201eAb 6500 wird es eng\u201c, wei\u00df Faust. Auch an diesem Vormittag w\u00e4chst die Schlange an der Garderobe, der Kinderwagen-Parkplatz f\u00fcllt sich.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/img4006.jpg\" alt=\"Henry Kammerer mit seinen beiden T\u00f6chtern Sandra (links) und Mona. Sie haben gerade ein Chemie-Experiment durchgef\u00fchrt.\" title=\"Henry Kammerer mit seinen beiden T\u00f6chtern Sandra (links) und Mona. Sie haben gerade ein Chemie-Experiment durchgef\u00fchrt.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Henry Kammerer mit seinen beiden T\u00f6chtern Sandra (links) und Mona. Sie haben gerade ein Chemie-Experiment durchgef\u00fchrt.<br \/>\n    Foto: Sina-Lara Nachtrub<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Henry Kammerer mit seinen beiden T\u00f6chtern Sandra (links) und Mona. Sie haben gerade ein Chemie-Experiment durchgef\u00fchrt.<br \/>\n    Foto: Sina-Lara Nachtrub<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ein Stockwerk h\u00f6her liest Henry Kammerer seinen beiden T\u00f6chtern gerade die Anweisungen des Chemie-Experiments vor. Zwei Reagenzgl\u00e4ser, destilliertes Wasser, Salz und Zucker. Die M\u00e4dchen sch\u00fctten, r\u00fchren, messen. Schnell wird klar: Zuckerwasser leitet keinen Strom, Salzwasser schon. \u201eBei Salz wandern die Elektronen\u201c, erkl\u00e4rt der Vater. Die T\u00f6chter nicken h\u00f6flich. Nun gut, das Experiment hat vielleicht nicht ganz \u00fcberzeugt, was sagen sie denn sonst zum Museum? \u201eIch finde es schon sehr cool, besonders Eisenbahn, Roboter und dieses lange Pendel\u201c, sagt Sandra. \u201eIch mag es, hier selbst Sachen auszuprobieren.\u201c\n  <\/p>\n<p>            Was wird aus dem Faradayschen K\u00e4fig und dem Bergwerk im Deutschen Museum?<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Kammerer kommt seit Jahren immer wieder gern her. Seine Kindheitserinnerung ans Museum? \u201eDas Bergwerk und der Faradaysche K\u00e4fig\u201c, antwortet<strong class=\"font-bold\"> <\/strong>er wie aus der Pistole geschossen. Viele Besucher suchten diese Exponate, best\u00e4tigt Faust \u2013 derzeit allerdings vergeblich. Seit 2015 wird das Museum modernisiert, 2022 \u00f6ffnete der erste renovierte Teil, die zweite H\u00e4lfte ist aber noch gesperrt. Die Hochspannungsanlage, wie der Faradaysche K\u00e4fig offiziell hei\u00dft, wird im neuen Geb\u00e4udeteil, der 2028 er\u00f6ffnen soll, rundum erneuert zur\u00fcckkehren. \u201eDa h\u00e4tte heute jeder T\u00dcV einen Herzinfarkt bekommen\u201c, sagt Faust schmunzelnd \u00fcber die fr\u00fchere Konstruktion.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Beim Bergwerk, eine Ausstellung mit realistisch beengter Bergwerkatmosph\u00e4re,<strong class=\"font-bold\"> <\/strong>sei die Situation etwas schwieriger. \u201eBrandschutztechnisch war das Bergwerk ein Albtraum\u201c, sagt Faust. So bleiben konnte es auf keinen Fall, f\u00fcr ein neues Bergwerk fehle aber bisher die Finanzierung. Insgesamt soll die Renovierung 750 Millionen Euro kosten. \u201eWir vom Museum w\u00fcrden uns ein neues Bergwerk sehr w\u00fcnschen\u201c, sagt Faust. Wichtig sei es, aktuelle Entwicklungen wie den Abbau von Seltenen Erden oder Umwelteinfl\u00fcsse einzubeziehen, auch wenn sich viele ein Bergwerk genau wie fr\u00fcher w\u00fcnschen w\u00fcrden. \u201eWir wollen kein Museum unserer selbst werden\u201c, erkl\u00e4rt der Museumsmitarbeiter.\n  <\/p>\n<p>            Bei der Chemie-Vorf\u00fchrung gibt es \u201eInstant-Bier\u201c und \u201eGl\u00fchw\u00fcrmchenextrakt\u201c<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Zur\u00fcck in die Chemieabteilung. F\u00fcr Sandra, Mona und Henry steht jetzt ein weiteres Highlight bevor, auf das sie schon gewartet hatten: die<strong class=\"font-bold\"> <\/strong>Chemie-Vorf\u00fchrung. W\u00e4hrend vielen im Unterricht fr\u00fcher die Augen schwer wurden, gehen im H\u00f6rsaal des Deutschen Museums bei jeder Frage blitzschnell gleich mehrere H\u00e4nde nach oben \u2013 auch die der Erwachsenen. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Ilka Schmitt erkl\u00e4rt Redox-Reaktionen, S\u00e4ure-Basen-Regulatoren, kaltes Leuchten und macht daraus \u201eInstant-Bier\u201c, \u201eGl\u00fchw\u00fcrmchenextrakt\u201c und Feuer mit einer giftig-gr\u00fcnen Flamme. Es zischt, stinkt und leuchtet, nicht nur einmal gibt es Applaus. F\u00fcr solch spektakul\u00e4re Experimente fehle in der Schule oft die Zeit, wei\u00df Schmitt. Hier h\u00e4tten sie andere M\u00f6glichkeiten, Wissenschaft n\u00e4herzubringen \u2013 wobei es auch bei ihnen mal gelangweilte kleine Besucher gebe.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/img4010.jpg\" alt=\"Bei der Chemie-Vorf\u00fchrung demonstriert die wissenschaftliche Mitarbeiterin Ilka Schmitt eine fluoreszierende Fl\u00fcssigkeit.\" title=\"Bei der Chemie-Vorf\u00fchrung demonstriert die wissenschaftliche Mitarbeiterin Ilka Schmitt eine fluoreszierende Fl\u00fcssigkeit.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Bei der Chemie-Vorf\u00fchrung demonstriert die wissenschaftliche Mitarbeiterin Ilka Schmitt eine fluoreszierende Fl\u00fcssigkeit.<br \/>\n    Foto: Sina-Lara Nachtrub<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Bei der Chemie-Vorf\u00fchrung demonstriert die wissenschaftliche Mitarbeiterin Ilka Schmitt eine fluoreszierende Fl\u00fcssigkeit.<br \/>\n    Foto: Sina-Lara Nachtrub<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    An den Experimentiertischen t\u00fcftelt inzwischen der zehnj\u00e4hrige Carsten mit seinem Bruder und einer Freundin \u2013 eigentlich gefalle ihm aber eine andere Abteilung viel besser. \u201eMir gef\u00e4llt die Robotik, weil man da Sachen sieht, die man in der Zukunft benutzen kann\u201c, erz\u00e4hlt er begeistert. \u201eMuseumsmenschen <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/kultur\/museum-digitalisierung-im-museum-die-aura-des-originals-bleibt-einzigartig-id59896771.html\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">sprechen da gern von der Aura des Originals<\/a>\u201c, sagt Faust. Ein echtes Objekt, ein historisches Flugzeug oder eine Maschine zum Anfassen, hinterlie\u00dfen einen anderen Eindruck als ein Bildschirm. Museen gen\u00f6ssen weiterhin gro\u00dfes Vertrauen. \u201eWir zeigen M\u00f6glichkeiten auf\u201c, sagt er. Urteilen m\u00fcsse jeder pers\u00f6nlich.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Robotik-Abteilung scheint eine der Lieblingsabteilungen der Kinder zu sein. Auch der achtj\u00e4hrige Michel ist v\u00f6llig hingerissen. \u201eIch liebe Technik\u201c, sagt er inbr\u00fcnstig. Mit seiner Familie ist er<strong class=\"font-bold\"> <\/strong>in den Ferien von Th\u00fcringen nach Bayern gefahren, das Schlechtwetterprogramm im Urlaub: das Deutsche Museum. Papa Dirk Wiegleb wirkt auch nach einem halben Tag in den Ausstellungen<strong class=\"font-bold\"> <\/strong>mit zwei Kindern noch ganz entspannt \u2013 und ist selbst erstaunt dar\u00fcber, wie gut der Nachwuchs durchh\u00e4lt.\n  <\/p>\n<p>            Wie haben sich Kinder in den vergangenen Jahren ver\u00e4ndert?<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Haben sich die Kinder ver\u00e4ndert in den vergangenen Jahren? \u201eSie sind st\u00e4rker geworden\u201c, ist sich Faust sicher. Auf alten Aufnahmen h\u00e4tten sie auch braver gewirkt, wenn sie in Schuluniformen still zuh\u00f6rten. Ob da mehr h\u00e4ngengeblieben sei, das sei eine andere Frage. Eindeutig sei aber, dass man Hebel und Kn\u00f6pfe inzwischen \u00f6fter tauschen m\u00fcsse. \u201eEs ist gar nicht so einfach, Kn\u00f6pfe zu bauen, die halten, wenn 1000 Mal am Tag gedr\u00fcckt wird\u201c, sagt Faust.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/img4052.jpg\" alt=\"Dem achtj\u00e4hrigen Michel und seinem Papa Dirk Wiegleb gef\u00e4llt es in der Robotik-Abteilung besonders gut.\" title=\"Dem achtj\u00e4hrigen Michel und seinem Papa Dirk Wiegleb gef\u00e4llt es in der Robotik-Abteilung besonders gut.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Dem achtj\u00e4hrigen Michel und seinem Papa Dirk Wiegleb gef\u00e4llt es in der Robotik-Abteilung besonders gut.<br \/>\n    Foto: Sina-Lara Nachtrub<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Dem achtj\u00e4hrigen Michel und seinem Papa Dirk Wiegleb gef\u00e4llt es in der Robotik-Abteilung besonders gut.<br \/>\n    Foto: Sina-Lara Nachtrub<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Zum Schluss geht es noch einmal zur\u00fcck zur Modelleisenbahn. Hier versteckt sich auch eines der liebsten Details von Gerrit Faust. Ein einzelnes Lieblingsexponat kann er zwar nicht benennen \u2013 er nennt ein historisches Flugzeug, einen alten Tresor, eine Druckmaschine oder gleich die gesamte Raumfahrtabteilung. Doch ein besonderes Highlight ziehe sich durch das ganze Haus: In Dioramen, also den nachgebauten Landschaften, sind \u00fcberall kleine Figuren versteckt. Vor allem die tierischen haben es ihm angetan \u2013 etwa eine winzige Katze, die auf einem der H\u00e4uschen der Modelleisenbahn sitzt und geduldig auf die n\u00e4chste Zugdurchfahrt wartet.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wer genauer hinsieht, wird belohnt. Und wer noch mehr entdecken will, sollte sich in der Luftfahrt-Halle vor Amundsens Nordpolexpedition einmal auf die unscheinbare Stufe stellen. \u201eUnd, bekommen Sie Lust, das selbst auszuprobieren?\u201c Genau das sei das Erfolgsrezept des Deutschen Museums, sagt Faust: Das Spielerische d\u00fcrfe nicht vernachl\u00e4ssigt werden. \u201eWie Miller sagen w\u00fcrde: Man darf den Aspekt mit dem Oktoberfest nicht vergessen.\u201c\n  <\/p>\n<ul data-module-id=\"DragDropModule\" class=\"flex flex-wrap justify-start group-[.no-bookmarks]:hidden\">\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Sina-Lara Nachtrub<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Besucherrekord<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Oktoberfest<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Um 12 Uhr ist es endlich soweit. 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