{"id":852505,"date":"2026-03-08T12:57:16","date_gmt":"2026-03-08T12:57:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/852505\/"},"modified":"2026-03-08T12:57:16","modified_gmt":"2026-03-08T12:57:16","slug":"steigende-gaspreise-russland-will-europa-den-fluessiggas-hahn-abdrehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/852505\/","title":{"rendered":"Steigende Gaspreise: Russland will Europa den Fl\u00fcssiggas-Hahn abdrehen"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t      \t\t            \t\t             \t\t\t\t   \t\t\t\t\t   <img decoding=\"async\" id=\"article-image\" fetchpriority=\"high\" alt=\"Steigende Gaspreise: Russland will Europa den Fl\u00fcssiggas-Hahn abdrehen\" title=\"Steigende Gaspreise: Russland will Europa den Fl\u00fcssiggas-Hahn abdrehen\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/media.media.07ef5a33-8560-4fa1-9af3-695fc0abcd72.16x9_700.jpg\" data-linkto=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/javascript:void(0);\"\/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tRusslands Pr\u00e4sident Putin trifft Ungarns Au\u00dfenminister P\u00e9ter Szijj\u00e1rt\u00f3, um \u00fcber Energiefragen zu sprechen. Kurz danach gibt der Kreml-Herrscher ein Interview, in dem er \u00fcber den Stopp der LNG-Lieferungen nach Europa nachdenkt.\u00a0Foto: AFP\t\t\t<\/p>\n<p>Die Gas-Preise steigen wegen des Iran-Krieges, da erh\u00f6ht der Kreml den Druck auf die EU. Doch befindet sich Moskau nicht in einer Position der St\u00e4rke.<\/p>\n<p>Wladimir Putin hat laut nachgedacht. Da der Gasfluss von <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Russland\" title=\"Russland\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Russland<\/a> nach Europa ohnehin bald eingestellt werde, k\u00f6nne das doch auch sofort passieren, sinnierte der Pr\u00e4sident in einem Interview im Staatsfernsehen. Putin wollte diesen Satz nat\u00fcrlich nicht als Drohung verstanden wissen, er \u00fcberlege nur laut, schob der Kreml-Herrscher scheinbar konziliant hinterher. <\/p>\n<p>Seine Gefolgschaft wusste allerdings, wie die Worte zu interpretieren sind und so k\u00fcndigte die Regierung an diesem Wochenende an, dass russische Unternehmen in K\u00fcrze einen Teil der Fl\u00fcssiggaslieferungen von Europa nach Asien umleiten w\u00fcrden. Die Unternehmen wollten nicht auf weitere Sanktionen aus Br\u00fcssel warten und orientierten sich nach Osten um, sagte der f\u00fcr Energiefragen zust\u00e4ndige Vizeregierungschef Alexander Nowak. Als m\u00f6gliche Partner f\u00fcr langfristige Vertr\u00e4ge nannte er Indien, Thailand, die Philippinen und China.<\/p>\n<p>Russland will Druck auf Europa aus\u00fcben <\/p>\n<p>Das Ziel Russlands ist offensichtlich, es soll Druck auf die europ\u00e4ischen Staaten ausge\u00fcbt werden. Denn dort wird mit einigem Bangen auf die Entwicklung der Gaspreise geblickt, die wegen des <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Iran\" title=\"Iran\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Iran<\/a>-Krieges zuletzt deutlich gestiegen sind. Da der Schiffsverkehr im Persischen Golf durch den Krieg eingeschr\u00e4nkt und auch die Zukunft der \u00d6l- und Gasf\u00f6rderung in dieser Region derzeit ungewiss ist, reagierten die Weltm\u00e4rkte mit heftigen Preisausschl\u00e4gen auf die Rohstoffe. <\/p>\n<p>Trotz der <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/EU\" title=\"EU\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">EU<\/a>-Sanktionen wegen des \u00dcberfalls Moskaus auf die <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Ukraine\" title=\"Ukraine\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ukraine<\/a> kommt noch immer LNG-<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Gas\" title=\"Gas\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gas<\/a> mit Tankern und Erdgas \u00fcber die Pipeline Turkstream in Richtung Europa. 2024 machten Gaslieferungen aus Russland nach Angaben der EU-Kommission knapp 19 Prozent aller Importe aus. Allerdings d\u00fcrfen seit Januar dieses Jahres keine neuen Vertr\u00e4ge zum Import von russischem Gas abgeschlossen werden. Kurzfristige Vertr\u00e4ge sollen im Juni auslaufen und Ende 2027 soll der Import ganz eingestellt werden. Nach Angaben der EU-Kommission vom vergangenen Herbst brauchen sich die Verbraucher in der EU keine gro\u00dfen Sorgen machen. Einer Analyse der Beh\u00f6rde zufolge k\u00f6nnten die verbleibenden Gasmengen ohne Risiken f\u00fcr die Versorgungssicherheit auslaufen. Auf dem globalen Gasmarkt gebe es gen\u00fcgend alternative Anbieter.<\/p>\n<p>Die Versorgung in Deutschland ist gesichert <\/p>\n<p>Doch nun hat <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Katar\" title=\"Katar\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Katar<\/a> als einer der weltweit gr\u00f6\u00dften Produzenten von Fl\u00fcssigerdgas seine LNG-Exporte wegen des Krieges in der Region gestoppt. Das hat zwar die Preise nach oben getrieben, die Versorgung mit Gas sei aber nicht gef\u00e4hrdet. Kerstin Andreae, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft, betont: \u201eDirekte Auswirkungen auf die physische Gasversorgung in Deutschland sind nach aktueller Einsch\u00e4tzung nicht zu erwarten.\u201c Neben Gasspeichern und der heimischen F\u00f6rderung werde die deutsche Versorgung durch Importe via Pipeline vor allem aus Norwegen sowie LNG-Importe aus einer Reihe von L\u00e4ndern gesichert.<\/p>\n<p>Doch auch f\u00fcr Russland ist die Umleitung der Gasstr\u00f6me nicht so einfach, wie Putin sie in dem Interview dargestellt hat. Moskau k\u00fcndigt zwar an, dass Verhandlungen mit neuen Abnehmerstaaten in Asien aufgenommen w\u00fcrden, doch der Kreml steht unter Zeitdruck und ben\u00f6tigt akut sehr viel Geld, um den Krieg in der Ukraine zu finanzieren. Russland setzt vor allem auf das energiehungrige China als K\u00e4ufer, ist dabei aber zus\u00e4tzlich in einer schlechten Verhandlungsposition. Nicht erst seit der Verh\u00e4ngung der EU-Sanktionen bezieht Peking russisches Gas zu einem \u201eFreundschaftspreis\u201c und ist gleichzeitig bem\u00fcht, nicht zu sehr von Moskau abh\u00e4ngig zu werden. Deshalb wird etwa der Import von Gas \u00fcber Pipelines aus Zentralasien forciert. Zudem geht in China der Ausbau von Solar-, Wind- und Wasserkraftwerken z\u00fcgig voran.<\/p>\n<p>Moskau fehlt das Geld zum Bau der Pipeline <\/p>\n<p>Auch die von Moskau hervorgehobene Pipeline \u201ePower of Siberia 2\u201c in Richtung China erweist sich in der aktuellen Situation eher als Bluff. Zum Bau f\u00fcr das 6700 Kilometer lange Projekt fehlt Moskau im Moment schlicht das Geld und die Kapazit\u00e4ten. Und selbst unter guten Bedingungen k\u00f6nnte die Leitung fr\u00fchestens Anfang der 2030 Jahre in Betrieb genommen werden, wenn also wohl l\u00e4ngst kein Gas mehr nach Europa flie\u00dft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Russlands Pr\u00e4sident Putin trifft Ungarns Au\u00dfenminister P\u00e9ter Szijj\u00e1rt\u00f3, um \u00fcber Energiefragen zu sprechen. 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