{"id":852853,"date":"2026-03-08T16:12:18","date_gmt":"2026-03-08T16:12:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/852853\/"},"modified":"2026-03-08T16:12:18","modified_gmt":"2026-03-08T16:12:18","slug":"borussia-dortmund-aus-fuer-julian-brandt-hoechste-zeit-dass-der-bvb-mal-etwas-wagt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/852853\/","title":{"rendered":"Borussia Dortmund: Aus f\u00fcr Julian Brandt \u2013 h\u00f6chste Zeit, dass der BVB mal etwas wagt"},"content":{"rendered":"<p>Julian Brandt und Borussia Dortmund gehen nach sieben Jahren getrennte Wege. Der auslaufende Vertrag des Offensivspielers wird nicht verl\u00e4ngert. Das beinhaltet f\u00fcr beide Seiten ein Risiko. Doch ohne einen Neuanfang kann es keine Entwicklung geben.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die Zweifel waren nicht neu. Schon vor f\u00fcnf Jahren hatte es \u00dcberlegungen gegeben, ob eine weitere Zusammenarbeit zwischen dem BVB und Julian Brandt noch Sinn machen w\u00fcrde. Im Fr\u00fchjahr 2021 stand der Name des offensiven Mittelfeldspielers auf einer Liste von Spielern, die bei entsprechenden Angeboten gehen k\u00f6nnen. Da spielte Brandt, der 2019 von Bayer Leverkusen gekommen war, gerade seine zweite Saison in Dortmund. Doch so richtig schien er <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.transfermarkt.de\/julian-brandt\/profil\/spieler\/187492\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.transfermarkt.de\/julian-brandt\/profil\/spieler\/187492&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">noch nicht angekommen zu sein.<\/a><\/p>\n<p>Brandt blieb trotzdem. Vor allem deshalb, weil es im Sommer 2021 wieder einmal zu einem <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/sport\/fussball\/bundesliga\/borussia-dortmund\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/sport\/fussball\/bundesliga\/borussia-dortmund\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Trainerwechsel beim BVB <\/a>gekommen war. Marco Rose \u00fcbernahm von Edin Terzic \u2013 und war von Brandts Qualit\u00e4ten \u00fcberzeugt. Dem Spieler wurde aber zu verstehen gegeben, dass er zuk\u00fcnftig bessere und konstantere Leistungen zeigen m\u00fcsse. \u201eIch erwarte von ihm eine Leistungssteigerung und dass er sein Potenzial kontinuierlich abruft\u201c, sagte Michael Zorc, der damalige BVB-Sportdirektor.<\/p>\n<p>Dies trat nicht wirklich richtig ein. Die Leistungen des Nationalspielers blieben \u2013 <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/sport\/fussball\/bundesliga\/borussia-dortmund\/article69a9884eedab88c6939667e4\/bvb-vanewrightia-borussiadortmund-der-fc-bayern-muenchen-lacht-sich-scheckig.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/sport\/fussball\/bundesliga\/borussia-dortmund\/article69a9884eedab88c6939667e4\/bvb-vanewrightia-borussiadortmund-der-fc-bayern-muenchen-lacht-sich-scheckig.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">auf Sicht gesehen<\/a> \u2013 schwankend. Und die Diskussionen flammten in bestimmten Abst\u00e4nden immer wieder auf: Ist Brandt tats\u00e4chlich gut genug f\u00fcr einen Klub mit diesen Anspr\u00fcchen? W\u00e4re es nicht besser, sich nach einer Alternative umzusehen? Diese nervenden Fragen begleiteten Brandt durch die sieben Jahre, die er bis zum Ende der laufenden Saison beim BVB gespielt haben wird.<\/p>\n<p>Dann wird Schluss sein. Das war am Samstag im Vorfeld <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/sport\/fussball\/bundesliga\/article69ac48669477a274f7801bf8\/bundesliga-am-ende-muss-der-bvb-gegen-zehn-koelner-zittern.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/sport\/fussball\/bundesliga\/article69ac48669477a274f7801bf8\/bundesliga-am-ende-muss-der-bvb-gegen-zehn-koelner-zittern.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">des 2:1 (1:0)-Sieges der Dortmunder in K\u00f6ln<\/a> durchgesickert. Anschlie\u00dfend gab es von Sport-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Lars Ricken die Best\u00e4tigung. Brandts auslaufender Vertrag wird nicht verl\u00e4ngert.<\/p>\n<p>Es ist wei\u00df Gott nicht so, dass der BVB Brandt nichts zu verdanken hat<\/p>\n<p>Damit geht eine umstrittene \u00c4ra zu Ende. Brandt hatte in Dortmund gute und schw\u00e4chere Jahre. Er wurde 2021 mit dem BVB Pokalsieger \u2013 am Ende einer f\u00fcr ihn pers\u00f6nlich entt\u00e4uschenden Saison. Es blieb sein einziger Titel. Er war Teil jener Mannschaft, die im Mai 2023 fast die Meisterschaft gewonnen h\u00e4tte, bevor diese dann am letzten Spieltag doch noch verspielt wurde. Das war die Hochzeit der Mentalit\u00e4tsdebatte, die in Bezug auf die Mannschaft in Dortmund immer gef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p>Brandt schaffte es mit den Dortmundern 2024 sogar ins Finale der Champions League, wo es eine 0:2-Niederlage gegen Real Madrid gab. Ohne seine starken Leistungen in den Viertel- und Halbfinals gegen Atl\u00e9tico Madrid und Paris St. Germain w\u00e4re das kaum gelungen. Es ist wei\u00df Gott nicht so, dass die Borussen Brandt nichts zu verdanken haben.<\/p>\n<p>Die Statistiken von Brandt sind \u00fcber jeden Zweifel erhaben. In fast sieben Jahren kommt er auf 298 Pflichtspiele, erzielte 56 Tore und bereitete 69 Treffer vor. Er war kaum verletzt, verf\u00fcgt \u00fcber ein hohes Ma\u00df an intrinsischer Motivation. Aber er war kein F\u00fchrungsspieler \u2013 niemand, der in schwierigen Situationen voranging. Das entspricht nicht seinem Naturell.<\/p>\n<p>Brandt hat H\u00f6hen und Tiefen gehabt \u2013 wie zuletzt in der vergangenen Saison, als ihn Niko Kovac mit allerlei rhetorischen Kniffen versucht hatte, wieder starkzureden. Der BVB-Trainer verglich ihn mit Jamal Musiala und Florian Wirtz. Das war stark \u00fcbertrieben. Denn die beiden haben ihm in der Nationalmannschaft l\u00e4ngst den Rang abgelaufen. Dennoch half es dem im Mai 30 Jahre alt werdenden Offensivspieler, um wieder in die Spur zu finden.<\/p>\n<p>Doch die st\u00e4ndigen Zweifel d\u00fcrften Brandt, der seine eigene Leistung stets selbstkritisch beurteilt hat, frustriert haben. Es muss ihn getroffen haben, als er im vergangenen Fr\u00fchjahr \u2013 bevor sich die Mannschaft mit einem Schlussspurt doch noch <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/sport\/fussball\/champions-league\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/sport\/fussball\/champions-league\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">f\u00fcr die Champions League<\/a> qualifizierte \u2013 als S\u00fcndenbock diffamiert wurde. Das war extrem unfair. Denn bevor Kovac zum BVB kam, hatte es in Dortmund derartig viele Fehlentwicklungen gegeben, dass kaum ein Spieler allein daf\u00fcr verantwortlich gemacht werden konnte.<\/p>\n<p>Es d\u00fcrfte auch zu Brandts Entschluss beigetragen haben, dass er immer wieder als Symbolfigur herhalten musste \u2013 f\u00fcr all das, was beim BVB in den vergangenen Jahren schiefgelaufen ist. Denn die Entscheidung war keine einseitige. Es war die Einsicht von beiden Seiten, dass es besser ist, sich zu trennen. Einen sauberen Schnitt zu machen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Brandt, der im Mai 30 Jahre alt wird, bedeutet das, noch einmal einen neuen Anfang machen zu k\u00f6nnen \u2013 wo auch immer. Und f\u00fcr den BVB ist es eine Chance: Die Dortmunder haben sich zumindest in dieser Frage endlich mal dazu durchgerungen, einen neuen Weg einzuschlagen. In Bezug auf Emre Can, dessen ebenfalls auslaufender Vertrag verl\u00e4ngert werden soll, <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/sport\/fussball\/bundesliga\/borussia-dortmund\/article69aae3dbb9534a9bd25d8692\/borussia-dortmund-die-treue-zu-emre-can-stoesst-nicht-nur-auf-beifall.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/sport\/fussball\/bundesliga\/borussia-dortmund\/article69aae3dbb9534a9bd25d8692\/borussia-dortmund-die-treue-zu-emre-can-stoesst-nicht-nur-auf-beifall.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">haben sie es nicht getan.<\/a><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gehen Ricken und Sportdirektor Sebastian Kehl damit ein Wagnis ein. Ein Spieler, der Brandt ersetzen kann, muss erst einmal gefunden werden. Carney Chukwuemeka, der im vergangenen Sommer auch deshalb fest verpflichtet worden war, weil er in dessen Rolle hineinwachsen soll, ist dies bislang nicht gelungen.<\/p>\n<p>Der BVB geht ins Risiko \u2013 doch ohne dieses Wagnis kann es auch keine nachhaltige Weiterentwicklung geben. Es war an der Zeit, diese Entscheidung so zu treffen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Julian Brandt und Borussia Dortmund gehen nach sieben Jahren getrennte Wege. 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