{"id":85346,"date":"2025-05-05T03:34:27","date_gmt":"2025-05-05T03:34:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/85346\/"},"modified":"2025-05-05T03:34:27","modified_gmt":"2025-05-05T03:34:27","slug":"nachbarin-berichtet-von-angstzustand-der-verstorbenen-jessica-s-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/85346\/","title":{"rendered":"Nachbarin berichtet von Angstzustand der verstorbenen Jessica S. \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Hat Marcus K. (41) seine Partnerin Jessica S. (30) vor gut einem Jahr in der gemeinsamen Paunsdorfer Wohnung erstochen, weil sie sich von ihm trennen wollte? So nimmt es zumindest die Staatsanwaltschaft an, die den Verd\u00e4chtigen wegen Mordes an der zweifachen Mutter angeklagt hat. Eine befreundete Nachbarin erz\u00e4hlte am Freitag im Zeugenstand, wie sie Jessica S. in der letzten Zeit vor ihrem gewaltsamen Tod erlebte.<\/p>\n<p>Anke B. (Name ge\u00e4ndert) zeigte sich \u00e4u\u00dferlich gefasst \u2013 doch auch f\u00fcr die 48-J\u00e4hrige d\u00fcrfte es ein schwerer Gang gewesen sein. Sie geh\u00f6rte zu den Zeugen, die am Freitag im <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/leben\/faelle-unfaelle\/2025\/02\/prozessauftakt-gegen-mutmasslichen-frauenmoerder-von-paunsdorf-angeklagter-schweigt-vorerst-617478\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Mordprozess am Leipziger Landgericht<\/a> aussagten, wie sie die verstorbene Jessica S. in der letzten Zeit vor ihrem gewaltsamen Ableben im Mai 2024 erlebt hatte. Eine Frage, zu der Anke B. einiges beitrug, denn sie lebte nicht nur im gleichen Paunsdorfer Mehrfamilienhaus wie Jessica S., sondern war mit ihr auch gut befreundet.<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/9d661f1a4f22415a85e124052ff50b84.gif\" alt=\"\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/leben\/faelle-unfaelle\/2025\/05\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/leben\/faelle-unfaelle\/2025\/05\/1\"\/><\/p>\n<p>Beziehung laut Zeugen v\u00f6llig zerr\u00fcttet<\/p>\n<p>Ihren Eindruck fasste Anke B. so zusammen: \u201eSie konnte nicht mehr, wollte nicht mehr, hatte Angst vor ihm\u201c, meinte die Zeugin mit Blick auf das Verh\u00e4ltnis von Jessica zu ihrem Partner. Bereits Anfang 2024, Monate vor ihrem Tod, habe die 30-j\u00e4hrige Jessica S. ihr im diskreten Gespr\u00e4ch anvertraut, dass sie den Druck nicht mehr aushalte, sagte die Zeugin.<\/p>\n<p>Auch andere Personen aus dem Umfeld der Get\u00f6teten <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/leben\/faelle-unfaelle\/2025\/04\/prozess-gegen-mutmasslichen-frauenmorder-aus-paunsdorf-freundinnen-getotete-jessica-s-gericht-622800\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">hatten im Prozess erkl\u00e4rt<\/a>, dass die Beziehung Jessicas zu Marcus K. schon l\u00e4ngst kaputt gewesen sei. Doch habe die Verstorbene trotz erloschener Gef\u00fchle Skrupel gehabt, die Trennung durchzuziehen, auch wegen der Kinder. Sie hatte eine Tochter (10) in die Beziehung mit Marcus K. mitgebracht und zudem gemeinsam mit ihm einen Sohn (5).<\/p>\n<p>Zum Sex gezwungen?<\/p>\n<p>Zeugin Anke B. wusste gar zu berichten, dass die befreundete Nachbarin laut eigener Aussage durch Marcus K. zum Sex gezwungen worden sei. Deswegen habe sie ihr zur Flucht in ein Frauenhaus geraten, was Jessica aber ihrer Kinder wegen nicht gewollt habe. Auch soll Marcus K. es abgelehnt haben, dass seine Partnerin ausgeht, sich mit anderen trifft. Selbst dass sie arbeitet, habe er nicht gern gesehen. Trotz aller Probleme sei Jessica ein Mensch gewesen, der nach au\u00dfen den Schein der heilen Familie wahren und St\u00e4rke zeigen wollte.<\/p>\n<p>Gelungen sei das der eigentlich lebenslustigen Frau in letzter Zeit aber nicht mehr: Sie habe zuletzt einen gestressten Eindruck gemacht und unter Strom gestanden, berichtete die Nachbarin, die Jessica S. nahezu t\u00e4glich sah. Mit dem Angeklagten Marcus K. hatte sie weniger zu tun, sagte sie, beschrieb ihn als ruhig. Gegen\u00fcber der Polizei war sie deutlicher geworden: \u201eAuf Deutsch gesagt, war der f\u00fcr mich ein Arsch\u201c, hei\u00dft es lapidar in der Zeugenvernehmung. Weder sie noch ihr Mann seien mit ihm je richtig warmgeworden.<\/p>\n<p>\u201eDa war nichts, da war Totenstille\u201c<\/p>\n<p>Nach Kenntnissen der Ermittler verk\u00fcndete Jessica S. gegen\u00fcber Marcus K. am 22. April 2024 nach l\u00e4ngerem Z\u00f6gern das endg\u00fcltige Aus der Beziehung, plante f\u00fcr August den Umzug in eine eigene Wohnung ganz in der N\u00e4he. Doch zwischen dem Abend des 20. Mai und dem Morgen des 21. Mai 2024 soll Marcus K. seine auf dem Sofa schlafende Lebensgef\u00e4hrtin mit einem Messerstich in den Hals get\u00f6tet haben.<\/p>\n<p>Er selbst <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/leben\/faelle-unfaelle\/2025\/03\/prozess-um-brutalen-mord-an-jessica-s-in-paunsdorf-angeklagter-vollig-abweichende-tatversion-618942\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">hat diesen Ablauf bestritten<\/a> und von einem Unfall gesprochen, als er ihr ein Messer, mit dem sie ihn bedroht haben soll, abnehmen wollte. Anke B. und andere Nachbarn gaben an, in der fraglichen Nacht ein ungew\u00f6hnliches, dumpfes Ger\u00e4usch aus der Wohnung geh\u00f6rt zu haben.<\/p>\n<p>Am Morgen danach aber habe es weder das \u00fcbliche Hundegebell des Familiendackels gegeben noch das Fu\u00dftrappeln der Kinder, so Anke B., deren Wohnung direkt unterhalb liegt: \u201eWas uns irritiert hat, dass es mucksm\u00e4uschenstill war. Da war nichts, da war Totenstille.\u201c<\/p>\n<p>Als sie den Einsatz von Polizei und Rettungswagen mitbekam, schickte sie Jessica S. am 21. Mai eine Nachricht, dass im Haus etwas passiert sein m\u00fcsse: \u201eDa wusste ich ja noch nicht, dass es sie getroffen hat\u201c, sagte die Zeugin im Gerichtssaal mit leiser Stimme.<\/p>\n<p>Der Prozess wird fortgesetzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hat Marcus K. (41) seine Partnerin Jessica S. (30) vor gut einem Jahr in der gemeinsamen Paunsdorfer Wohnung&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":85347,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[3364,29,25626,30,4933,71,2183,5598,25628,25627,859],"class_list":{"0":"post-85346","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-femizide","11":"tag-germany","12":"tag-landgericht","13":"tag-leipzig","14":"tag-mord","15":"tag-mordprozess","16":"tag-paunsdorf","17":"tag-prozessbericht","18":"tag-sachsen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114453129735062058","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85346","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=85346"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85346\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/85347"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=85346"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=85346"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=85346"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}