{"id":853596,"date":"2026-03-08T23:03:15","date_gmt":"2026-03-08T23:03:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/853596\/"},"modified":"2026-03-08T23:03:15","modified_gmt":"2026-03-08T23:03:15","slug":"landtagswahl-im-rems-murr-kreis-cdu-siegt-in-allen-wahlkreisen-dennochder-stachel-sitzt-tief","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/853596\/","title":{"rendered":"Landtagswahl im Rems-Murr-Kreis: CDU siegt in allen Wahlkreisen \u2013 Dennoch:\u201eDer Stachel sitzt tief\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Der Vorsprung der Gr\u00fcnen bei der Landtagswahl schl\u00e4gt sich bei den Erststimmen im Rems-Murr-Kreis nicht nieder. Alle drei Gr\u00fcnen-Abgeordnete verlieren ihre Mandate wieder an die CDU.<\/p>\n<p>Trotz einer relativ klaren Prognose pro Gr\u00fcne ist die <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Landtagswahl\" title=\"Landtagswahl\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Landtagswahl<\/a> f\u00fcr die Kandidaten im <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Rems-Murr-Kreis\" title=\"Rems-Murr-Kreis\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rems-Murr-Kreis<\/a> am Ende nicht zufriedenstellend ausgegangen. <\/p>\n<p>Mit knappem Vorsprung haben die Gr\u00fcnen im <b>Wahlkreis <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Waiblingen\" title=\"Waiblingen\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Waiblingen<\/a><\/b> die Nase vorn \u2013 und liegen bei der Landtagswahl am Sonntag erneut vor der CDU. 32,5 Prozent der Stimmen erh\u00e4lt die Partei nach einer bemerkenswerten Aufholjagd in den vergangenen Monaten, die CDU muss sich mit 30,2 Prozent zufrieden geben. <\/p>\n<p>Anders als beim Zweitstimmen-Ergebnis sieht es allerdings im Rennen ums Direktmandat aus. Nach Ausz\u00e4hlung der 142 Wahlbezirke hat sich CDU-Mann Siegfried Lorek mit 35 Prozent der Erststimmen den Einzug als gew\u00e4hlter Wahlkreisabgeordneter gesichert haben. Seiner Kontrahentin Swantje Sperling bleibt mit einem Stimmenanteil von 28,1 Prozent nur der Weg \u00fcber die Landesliste.<\/p>\n<p>Sperling: \u201eIch bin froh und dankbar, aber ganz sch\u00f6n durch\u201c <\/p>\n<p> Der immerhin darf als sicher gelten \u2013 im parteiinternen Ranking liegt die Politikwissenschaftlerin auf dem 19. Platz. Allzu euphorisch \u00fcber den erneut gegl\u00fcckten Sprung ins Parlament zeigt sich die in Leutenbach lebende 42-J\u00e4hrige allerdings nicht: \u201eIch bin froh und dankbar, wenn es geklappt hat \u2013 aber jetzt ehrlich gesagt ganz sch\u00f6n durch\u201c, gibt Swantje Sperling in einer ersten Reaktion zu Protokoll. <\/p>\n<p>Noch in den letzten Tagen vor der Wahl h\u00e4tten die Gr\u00fcnen rund um Waiblingen einen Haust\u00fcr-Wahlkampf gemacht und alle Kr\u00e4fte mobilisiert. \u201eWir alle haben eine krasse Aufholjagd gestemmt und als gr\u00fcne Familie noch mal alles gegeben\u201c, berichtet die in Ludwigsburg geborene Polit-Frau vom Versuch, den im Herbst noch uneinholbar scheinenden Vorsprung der CDU auf den letzten Metern noch wett zu machen.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/media.media.807120db-744b-411c-8365-01df8708e57b.original1024.media\"\/>     Siegfried Lorek holt sich das Direktmandat im Wahlkreis Waiblingen zur\u00fcck    Foto: Gottfried Stoppel    <\/p>\n<p>Stimmen gewonnen hat auch die CDU: Bei 25,1 Prozent war die Partei vor f\u00fcnf Jahren gelandet, jetzt sind es 30,2 Prozent \u2013 und das zur\u00fcckeroberte Direktmandat. <\/p>\n<p>Katzenjammer herrscht hingegen bei der FDP: Ausgerechnet im liberalen Stammland scheitern die Gelben an der F\u00fcnf-Prozent-H\u00fcrde. Mit 5,5 Prozent h\u00e4tten die Liberalen im Wahlkreis Waiblingen den Einzug in den Landtag zwar knapp geschafft. Beim Landesergebnis allerdings fehlen die entscheidenden Stimmen f\u00fcr den Sprung \u00fcber die magische Marke.<\/p>\n<p> Julia Goll verliert Mandat: Frust \u00fcber Wahlergebnis sitzt tief <\/p>\n<p>F\u00fcr den Wahlkreis Waiblingen hei\u00dft das, dass Julia Goll nicht mehr im Landtag vertreten sein wird \u2013 trotz anerkannt guter Arbeit und hoher Pr\u00e4senz vor Ort. Die Bitte um eine Stellungnahme bleibt am Sonntagabend unbeantwortet \u2013 ein Zeichen, wie tief der Frust sitzen muss. <\/p>\n<p>Bitter auch das Ergebnis f\u00fcr die SPD: 5,5 Prozent erh\u00e4lt die einstige Volkspartei am Sonntag sowohl im Land als auch im Wahlkreis \u2013 eine Halbierung des bisherigen Stimmenanteils. Die AfD erh\u00e4lt im Wahlkreis Waiblingen 16,4 Prozent der Stimmen, die Links-Partei landet bei 3,6 Prozent. <\/p>\n<p> In <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Schorndorf\" title=\"Schorndorf\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Schorndorf<\/a> holt Gehring das Direktmandat, Hau\u00dfmann droht das Aus  <\/p>\n<p> \ufeffAuch im <b>Wahlkreis Schorndorf <\/b>erobert die CDU das Direktmandat von den Gr\u00fcnen zur\u00fcck. Kandidat und amtierender Landtagsabgeordneter Christian Gehring kommt auf 34,1 Prozent der Erststimmen und liegt damit deutlich vor dem Gr\u00fcnen-Kandidaten Florian Ha\u00dfler, der 23,9 Prozent erreicht. Dahinter folgen Stephan Schwarz (AfD) mit 17,3 Prozent, Jochen Hau\u00dfmann (FDP) mit 8,1 Prozent, Peter Hutzel (SPD) mit 8,0 Prozent sowie Avra Emin (Die Linke) mit 4,0 Prozent. Die Wahlbeteiligung liegt bei 74,3 Prozent.<\/p>\n<p>Bei den Zweitstimmen zeigt sich dagegen ein deutlich engeres Bild zwischen den gro\u00dfen Parteien. B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen erreichen 30,9 Prozent und liegen damit knapp vor der CDU mit 30,4 Prozent. Dahinter folgen AfD (18,0 Prozent), FDP (6,3 Prozent), SPD (5,0 Prozent) und Die Linke (3,3 Prozent).<\/p>\n<p>CDU-Landtagsabgeordneter und -kandidat Christian Gehring zeigte sich am Wahlabend entt\u00e4uscht \u00fcber das Ergebnis seiner Partei im Land und kritisierte den Ton im Wahlkampf: \u201eDer Stachel sitzt tief.\u201c<\/p>\n<p> Ha\u00dflers Hoffnung auf Einzug in den Landtag <\/p>\n<p>Gr\u00fcnen-Kandidat Florian Ha\u00dfler dagegen zeigte sich zufrieden mit dem Abschneiden seiner Partei: \u201eIch freue mich riesig \u00fcber das Ergebnis \u2013 wir haben auf den letzten Metern einen \u00fcberragenden Wahlkampf gef\u00fchrt.\u201c Gr\u00fcnen-Kandidat Florian Ha\u00dfler k\u00f6nnte trotz der Niederlage beim Direktmandat noch \u00fcber die Landesliste in den Landtag einziehen: Er steht auf Platz 14.<\/p>\n<p>F\u00fcr den langj\u00e4hrigen FDP-Abgeordneten Jochen Hau\u00dfmann hingegen droht das Aus im Landtag: Obwohl er auf Platz 2 der FDP-Landesliste kandidiert, h\u00e4ngt sein Wiedereinzug davon ab, ob die Partei landesweit die F\u00fcnf-Prozent-H\u00fcrde \u00fcberspringt. \ufeff <\/p>\n<p> CDU holt Wahlkreis <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Backnang\" title=\"Backnang\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Backnang<\/a> zur\u00fcck \u2013 D\u00e4mpfer f\u00fcr Nentwich <\/p>\n<p>Auch der Wahlkreis Backnang hat wieder einen CDU-Direktabgeordneten. Der Weissacher Hausarzt Jens Steinat gewinnt das Direktmandat und beendet damit das kurze gr\u00fcne Intermezzo im traditionell schwarzen Wahlkreis. F\u00fcr Amtsinhaber Ralf Nentwich wird der Wahlabend dagegen zur bitteren Niederlage \u2013 auch wenn er politisch noch im Spiel bleiben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Dabei begann der Abend zun\u00e4chst offen. Nach den ersten ausgez\u00e4hlten Gemeinden lagen CDU und Gr\u00fcne noch dicht beieinander. Doch mit jeder weiteren Meldung wuchs der Vorsprung Steinats. Am Ende setzte sich der CDU-Kandidat mit 34,5 Prozent der Stimmen deutlich vor Nentwich (22,2 Prozent)durch \u2013 und holt damit den Wahlkreis zur\u00fcck, der jahrzehntelang als sichere Bastion der Christdemokraten galt.<\/p>\n<p>F\u00fcr Steinat ist der Sieg mehr als nur ein pers\u00f6nlicher Erfolg. Der Allgemeinmediziner war ohne aussichtsreichen Listenplatz ins Rennen gegangen \u2013 f\u00fcr ihn galt deshalb: Direktmandat oder kein Landtag. Im Wahlkampf setzte er auf das Bild des pragmatischen Praktikers. Als Arzt wolle er sich vor allem f\u00fcr eine bessere haus\u00e4rztliche Versorgung im l\u00e4ndlichen Raum einsetzen, hatte er im Vorfeld betont.<\/p>\n<p>F\u00fcr Ralf Nentwich endet der Abend dagegen ern\u00fcchternd. Der Gr\u00fcnen-Politiker, der 2021 erstmals das Direktmandat f\u00fcr seine Partei gewann, musste sich diesmal klar geschlagen geben. Selbst AfD-Kandidat Daniel Lindenschmid (25 Prozent) lag bei den Erststimmen vor ihm. Nentwich k\u00f6nnte dennoch im Landtag bleiben: Sein Listenplatz wird wohl ausreichen, um das Mandat abzusichern. <\/p>\n<p> AfD dominiert in Spiegelberg mit 35,4 Prozent der Zweitstimmen <\/p>\n<p>Auff\u00e4llig stark pr\u00e4sentierte sich die AfD im Wahlkreis. Lindenschmid gilt \u00fcber die Landesliste ohnehin als gesetzt. In einzelnen Gemeinden zeigte sich die St\u00e4rke der Partei besonders deutlich. In Spiegelberg, der ersten vollst\u00e4ndig ausgez\u00e4hlten Kommune im Rems-Murr-Kreis, lag die AfD mit 35,4 Prozent der Zweitstimmen klar vorn, gefolgt von der CDU mit 24,7 Prozent.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr die SPD k\u00f6nnte der Wahlabend ein Mandat bringen. Die Backnanger Abgeordnete Simone Kirschbaum d\u00fcrfte \u00fcber ihren guten Listenplatz erneut in den Landtag einziehen \u2013 obwohl ihre Partei landesweit das historisch schw\u00e4chste Ergebnis hinnehmen muss und zeitweise sogar um die F\u00fcnf-Prozent-H\u00fcrde zittern musste. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Vorsprung der Gr\u00fcnen bei der Landtagswahl schl\u00e4gt sich bei den Erststimmen im Rems-Murr-Kreis nicht nieder. 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