{"id":853727,"date":"2026-03-09T00:15:14","date_gmt":"2026-03-09T00:15:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/853727\/"},"modified":"2026-03-09T00:15:14","modified_gmt":"2026-03-09T00:15:14","slug":"herz-kreislauf-erkrankungen-todesursache-nummer-1-fuer-bremer-frauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/853727\/","title":{"rendered":"Herz-Kreislauf-Erkrankungen Todesursache Nummer 1 f\u00fcr Bremer Frauen"},"content":{"rendered":"<p class=\"article-toplinewrapper\">\n<p>Standdatum: 8. M\u00e4rz 2026.<\/p>\n<p>Autorinnen und Autoren:<br \/>\nVerena Patel<\/p>\n<p>Audio<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image -image-with-fallback -image-rounded  lazyload\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhEAAJAIAAAP\/\/\/\/\/\/\/yH5BAEKAAEALAAAAAAQAAkAAAIKjI+py+0Po5yUFQA7\"   alt=\"Eine Frau h\u00e4lt ein Herzmodell vor ihren Brustkorb\" data-image-owner=\"dpa | Zoonar\/Ben Schonewille\" data-image-title=\"Eine Frau h\u00e4lt ein Herzmodell vor ihren Brustkorb\" data-image-src=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/bilder\/herzkrankheiten-frauen-100~_v-800x450_c-1772802059384.jpg\" data-image-rights-src=\"\/bilder\/herzkrankheiten-frauen-100~_v-640x360_c-1772802059384.jpg\"\/><\/p>\n<p>Bei Frauen im Land Bremen waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Jahr 2024 die h\u00e4ufigste Todesursache.<\/p>\n<p>Bild: dpa | Zoonar\/Ben Schonewille<\/p>\n<p>Audio-Ende<\/p>\n<p class=\"article-intro\">Herzinfarkte und andere Krankheiten werden bei Frauen oft sp\u00e4ter erkannt. Schon im Medizinstudium muss sich einiges \u00e4ndern, fordert eine Expertin.<\/p>\n<p>Bei Frauen im Land Bremen waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Jahr 2024 die h\u00e4ufigste Todesursache, wie das Statistische Landesamt auf Anfrage von buten un binnen mitteilt. Mehr als ein Drittel der Sterbef\u00e4lle (34,4 Prozent) wurde diesem Bereich zugeordnet. Damit best\u00e4tigt sich auch in Bremen ein Bundestrend. Zu den Herz-Kreislauf-Erkrankungen geh\u00f6ren neben dem Herzinfarkt unter anderem auch Schlaganfall und Koronare Herzkrankheit.<\/p>\n<p>Gleichzeitig gibt es Kritik an der Statistik. Denn sie basiert auf den Angaben von \u00c4rzten auf den sogenannten Totenscheinen. Dort wird aber nur eine Ursache f\u00fcr den Tod abgefragt. Das hei\u00dft: Dahinter stehende Krankheiten der Verstorbenen tauchen m\u00f6glicherweise nicht auf. <\/p>\n<p>Medizin muss Unterschiede der Geschlechter ber\u00fccksichtigen<\/p>\n<p>Mo Urban, Referentin f\u00fcr Frauengesundheit bei der Bremischen Zentralstelle f\u00fcr die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau (ZGF) sieht \u00c4nderungen in der medizinischen Forschung und im Medizinstudium angebracht: Gendermedizin m\u00fcsse verpflichtend in den Lehrplan aufgenommen werden, die Forschung zumindest m\u00f6gliche Unterschiede der Geschlechter in den Blick nehmen.<\/p>\n<p>&#8222;F\u00fcr Herz-Kreislauf-Erkrankungen hei\u00dft das, nicht nur die klassischen m\u00e4nnlichen Symptome wie Armschmerzen und Druck auf der Brust zu lehren, sondern den Blick f\u00fcr die Symptome bei Frauen zu sch\u00e4rfen&#8220;, teilt sie auf Anfrage von buten un binnen schriftlich mit. <\/p>\n<p>Ungleiche Symptome bei Herzinfarkten<\/p>\n<p>Auch das Bremer Gesundheitsressort spricht sich f\u00fcr eine gendersensible Medizin aus. Zum Thema traf die Gesundheitsministerkonferenz 2025 einen entsprechenden Beschluss. Gerade beim Thema Herzinfarkt komme es zu Fehlinterpretationen von Beschwerden.<\/p>\n<p>&#8222;W\u00e4hrend die klassischen &#8218;m\u00e4nnlichen&#8216; Herzinfarktsymptome, zum Beispiel stechender Brustschmerz, Schmerzen im linken Arm oder Kiefer, kalter Schwei\u00df, oftmals gel\u00e4ufig sind, werden die &#8218;weiblichen&#8216; Symptome, zum Beispiel \u00dcbelkeit, Erbrechen, Oberbauchschmerzen, R\u00fcckenschmerzen oft zun\u00e4chst Magenverstimmungen, Muskelverspannungen oder Stress zugeordnet&#8220;, schreibt eine Sprecherin der Gesundheitsbeh\u00f6rde auf Anfrage. <\/p>\n<blockquote class=\"citation -citation-type-with-authorimage\">\n<p class=\"citation-text\">Klar ist: Eine an M\u00e4nnern ausgerichtete medizinische Forschung benachteiligt Frauen. Denn das schnelle Erkennen und Zuordnen von unterschiedlichen Symptomen bei gleichem Krankheitsbild oder die richtige Dosierung von Medikamenten sind entscheidend, und das muss auch f\u00fcr Frauen passgenau m\u00f6glich sein. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image -image-with-fallback -image-circled  lazyload\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAP\/\/\/wAAACH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAICRAEAOw==\"   alt=\"Senatorin Bernhard steht im Studio von buten un binnen.\" data-image-owner=\"Radio Bremen\" data-image-title=\"Senatorin Bernhard steht im Studio von buten un binnen.\" data-image-src=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/bilder\/claudia-bernhard-196~_v-160x160_c-1732563185830.jpg\" data-image-rights-src=\"\/bilder\/claudia-bernhard-196~_v-640x360_c-1732563185830.jpg\"\/><\/p>\n<p>Claudia Bernhard (Linke), Bremer Gesundheits- und Frauensenatorin<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Ersthelfende scheuen sich bei Frauen eher vor Druckmassage<\/p>\n<p>Frauen suchten au\u00dferdem sp\u00e4ter \u00e4rztliche Hilfe und ihre Beschwerden w\u00fcrden oft weniger ernst genommen, hei\u00dft es in einer Mitteilung der Deutschen Herzstiftung. Und noch ein Aspekt macht Notfallsituationen f\u00fcr Frauen schwierig: &#8222;Frauen haben schlechtere Chancen, im Rahmen von Erster Hilfe gerettet zu werden, da sich Ersthelfende eher scheuen, eine weibliche Brust f\u00fcr Druckmassage freizulegen&#8220;, teilt Urban mit. &#8222;Entsprechend muss auch an weiblichen Puppen mit Brust geschult werden, um H\u00fcrden abzubauen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"article-legal-agencies\"><strong>Quelle<\/strong>:<br \/>\nbuten un binnen.\n<\/p>\n<p class=\"article-legal-broadcast-reference\"><strong>Dieses Thema im Programm:<\/strong><br \/>\nbutenunbinnen.de, Dein Audio-Update, 6. M\u00e4rz 2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Standdatum: 8. M\u00e4rz 2026. 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