{"id":853976,"date":"2026-03-09T02:36:27","date_gmt":"2026-03-09T02:36:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/853976\/"},"modified":"2026-03-09T02:36:27","modified_gmt":"2026-03-09T02:36:27","slug":"wie-koennen-mehr-frauen-leitungsfunktionen-uebernehmen-antworten-von-wuppertaler-chefinnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/853976\/","title":{"rendered":"Wie k\u00f6nnen mehr Frauen Leitungsfunktionen \u00fcbernehmen \u2013 Antworten von Wuppertaler Chefinnen"},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ob wir noch mehr Frauen in F\u00fchrungspositionen brauchen und was daf\u00fcr getan werden sollte, hat die WZ anl\u00e4sslich des Internationalen Frauentags am Sonntag einige Chefinnen gefragt.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Vera B\u00f6kenbrink, <\/strong>Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Werkzeugunternehmens Stahlwille<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Um mehr Frauen zu gewinnen, m\u00fcssen wir ihnen Mut machen. Das tue ich zum Beispiel beim Mentoring des Kompetenzzentrums Frau und Beruf im Bergischen St\u00e4dtedreieck. Auch ich hatte einen sehr guten Mentor. Ein Mentor oder einfach Austauschpartner hilft, die Menschen besser zu verstehen. Denn gute F\u00fchrung \u2013 wenn ich andere zu etwas motivieren will \u2013 hat viel damit zu tun. Frauen muss man eher ermutigen, dass sie Dinge k\u00f6nnen, eine Aufgabe auch mit Familie und Kindern m\u00f6glich ist. Sie sind eher \u00fcberkritisch mit sich, wo junge M\u00e4nner manchmal zu forsch sind. Da muss man eine gute Mitte finden.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Suna Lenz, <\/strong>Leiterin des st\u00e4dtischen Ressorts Zuwanderung und Integration<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Mehr Frauen in F\u00fchrungspositionen brauchen wir, um strukturelle Ungleichheit abzubauen. Frauen sind nicht besser als M\u00e4nner, aber Frauen sollten die gleichen Chancen wie M\u00e4nner haben. Um mehr Frauen in F\u00fchrungspositionen zu bringen, kommt es nicht nur auf die Entscheidung bei der Auswahl an, sondern auch auf die weitere Gestaltung der Arbeit. Sie muss angepasst werden an Lebensphasen, R\u00fccksicht nehmen auf Kinderbetreuung, indem man etwa flexibles Arbeiten erm\u00f6glicht. Das gilt auch f\u00fcr M\u00e4nner. Und F\u00fchrungskr\u00e4fte m\u00fcssen nach Unterbrechungen wieder auf Leitungsfunktionen zur\u00fcckk\u00f6nnen und d\u00fcrfen nicht gezwungen sein, von vorn zu beginnen.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Petra Riesenberg, <\/strong>Leiterin der Grundschule Friedhofstra\u00dfe<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Mehr Frauen in F\u00fchrungspositionen? Ja, nat\u00fcrlich! Wir sind mehr als die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung. Wir sind hervorragend ausgebildet, kommunikativ, resilient und wir wissen, was wir wollen und was wir k\u00f6nnen. Wir entwickeln kreative Ideen und kommen damit zu besonders erfolgreichen Ergebnissen in den Systemen, in denen wir t\u00e4tig sind.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Heide Koch, <\/strong>Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Wuppertaler B\u00fchnen und Sinfonieorchester<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ungeduldig bleiben, Mut haben, Vorbild sein: Jede Frau in einer F\u00fchrungsposition beschleunigt die Ver\u00e4nderung, die mit dem Weltfrauentag vor \u00fcber 100 Jahren begann. Manche Bereiche entwickeln sich schnell, andere erstaunlich langsam. 1997 stellten die Wiener Philharmoniker erstmals \u00fcberhaupt eine Frau ein, w\u00e4hrend in Wuppertal im selben Jahr bereits eine Konzertmeisterin ans erste Pult berufen wurde. Heute k\u00f6nnen wir uns nicht mehr vorstellen, dass Frauen und M\u00e4nner im Konzert nicht gleichberechtigt auf dem Podium sa\u00dfen. Noch immer sind Dirigenten allerdings meistens m\u00e4nnlich. Fehlt es Frauen hier an Ungeduld, Mut oder Vorbildern? Es darf keine weiteren 100 Jahre dauern, bis Kompetenz selbstverst\u00e4ndlich wichtiger ist als Geschlecht \u2013 in jedem Lebensbereich.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Sabine Schnake, <\/strong>Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin bei WSW Mobil<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Gleichstellung ist kein Zustand, den man einmal erreicht \u2013 es ist ein Prozess, der sich st\u00e4ndig weiterentwickelt. Wir arbeiten beispielsweise an einer neuen Betriebsvereinbarung zur Gleichstellung, die klare Prozesse schafft. Frauen brauchen keine Sonderbehandlung, aber faire und transparente Rahmenbedingungen. Dazu geh\u00f6ren klare Karrierewege, sichtbare Entwicklungschancen und gezielte F\u00f6rderung. Bei uns leisten Mentoring\u2011Programme, Coachings und Weiterbildungen einen wichtigen Beitrag. Mein Tipp: Trauen Sie sich. Man w\u00e4chst so oft in die Rolle hinein. Und vernetzen Sie sich! <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Annette Berg<\/strong>, Dezernentin f\u00fcr Soziales, Jugend, Schule, Integration<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nach mehr als 25 Jahren als weibliche F\u00fchrungskraft ist es mir wichtig, Frauen in meinem Bereich dahingehend zu f\u00f6rdern, dass sie ihren Weg gehen und sie ihre Vorstellungen und Ziele selbstbewusst verfolgen, vertreten und umsetzen. Ich ermutige sie, sich zu zeigen und allen Widrigkeiten zum Trotz sich treu zu bleiben. Ich unterst\u00fctze sie, sich nicht entmutigen zu lassen, auf ihre Leistung stolz zu sein und dies auch deutlich zu machen. <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Anja Vesper<\/strong>, Vorsitzende der CDU Wuppertal und der CDU-Fraktion im Stadtrat<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Frauen zu f\u00f6rdern hei\u00dft, T\u00fcren nicht nur zu \u00f6ffnen, sondern auch den Weg dahinter begehbar zu machen. In der CDU Wuppertal zeigt sich das ganz konkret: Drei Frauen stehen an der Parteispitze, zwei junge Frauen sind neu \u00fcber einen Listenplatz in die Ratsfraktion eingezogen. Wenn der Weg einmal sichtbar ist, hoffe ich, dass auch andere ganz selbstverst\u00e4ndlich nachfolgen.\u201c<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Karin van der Most,<\/strong> Vorsitzende der Wuppertaler FDP\/WfW-Fraktion<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die FDP in Wuppertal m\u00f6chte mehr Frauen f\u00fcr kommunalpolitisches Engagement gewinnen: Wir ermutigen Frauen, sich politisch einzubringen, und erm\u00f6glichen ihnen den Einstieg etwa als sachkundige B\u00fcrgerinnen in Aussch\u00fcssen. Zudem \u00f6ffnen wir bewusst Listenpl\u00e4tze f\u00fcr Frauen und begleiten sie bei Kandidaturen f\u00fcr Rat und Bezirksvertretungen. Frauen, die Verantwortung \u00fcbernehmen m\u00f6chten, werden von uns auf ihrem politischen Weg unterst\u00fctzt und vernetzt. Dabei gilt f\u00fcr uns: Engagement geschieht freiwillig und ohne starre Quoten.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Miriam Scherff, <\/strong>Oberb\u00fcrgermeisterin<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Gleichstellung der Geschlechter in allen Lebensbereichen sollte eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit sein \u2013 ist es aber nicht immer. Beruflich sto\u00dfen Frauen immer wieder an die \u201egl\u00e4serne Decke\u201c. Daher unterst\u00fctze ich die Arbeit unserer Gleichstellungsstelle ausdr\u00fccklich, gezielt nach geeigneten Frauen f\u00fcr herausgehobene Stellen zu suchen und Stellenausschreibungen so zu gestalten, dass sie attraktiv f\u00fcr Frauen sind. In meinem direkten Arbeitsumfeld sind die Stellen parit\u00e4tisch besetzt \u2013 das ist f\u00fcr mich pers\u00f6nlich die ideale Arbeitsatmosph\u00e4re.\u201c<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Alexandra Szlagowski, <\/strong>Leiterin des Sport- und B\u00e4deramts<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die entscheidende Frage ist nicht mehr, ob Frauen f\u00fchren k\u00f6nnen \u2013 sondern ob Organisationen F\u00fchrung modern genug organisieren. Da, wo F\u00fchrung noch mit permanenter Verf\u00fcgbarkeit und klassischen Karriereverl\u00e4ufen verbunden wird, wird es Frauen erschwert. F\u00fchrung darf kein Lebensmodell f\u00fcr wenige sein, sondern muss mit unterschiedlichen Lebensrealit\u00e4ten vereinbar sein. F\u00fchrungsmodelle m\u00fcssen flexibler werden. Mein Rat: Ihr m\u00fcsst nicht schon alles k\u00f6nnen \u2013 aber Ihr m\u00fcsst bereit sein, Verantwortung zu tragen. Wichtig ist, den eigenen Anspruch klar zu formulieren und Chancen aktiv zu ergreifen.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Nathalie Sch\u00f6ndorf, <\/strong>Vorsitzende der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Agentur f\u00fcr Arbeit Solingen-Wuppertal<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">F\u00fcr Unternehmen bedeutet Gleichstellung nicht nur gleiche Chancen auf dem Papier, sondern auch strukturelle Rahmenbedingungen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf f\u00fcr beide Elternteile erm\u00f6glichen. Ein wichtiger Schritt ist, F\u00fchrung anders zu denken. F\u00fchrung muss nicht zwangsl\u00e4ufig mit sehr langen Arbeitszeiten oder permanenter Verf\u00fcgbarkeit verbunden sein. Modelle wie F\u00fchrung in Teilzeit oder im Tandem k\u00f6nnen neue M\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnen. Frauen brauchen sichtbare Vorbilder, gezielte F\u00f6rderung und Netzwerke. Gleichzeitig ist es wichtig, dass auch M\u00e4nner st\u00e4rker Verantwortung in der Familienarbeit \u00fcbernehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ob wir noch mehr Frauen in F\u00fchrungspositionen brauchen und was daf\u00fcr getan werden sollte, hat die WZ anl\u00e4sslich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":853977,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1840],"tags":[189571,81299,3364,29,189568,189579,189578,189576,189577,189570,30,189572,189574,4025,134218,189569,162853,189573,189575,35157,1209,4418],"class_list":["post-853976","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-wuppertal","tag-abernehmen","tag-chefinnen","tag-de","tag-deutschland","tag-fahrung","tag-fahrungskrafte","tag-fahrungskraft","tag-fahrungsmodelle","tag-fahrungsposition","tag-fahrungspositionen","tag-germany","tag-geschaftsfahrerin","tag-geschaftsfahrung","tag-gleichstellung","tag-gleichstellungsstelle","tag-manner","tag-mentor","tag-mentoring","tag-mentoringaeprogramme","tag-mut","tag-nordrhein-westfalen","tag-wuppertal"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116196893307748146","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/853976","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=853976"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/853976\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/853977"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=853976"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=853976"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=853976"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}