{"id":85458,"date":"2025-05-05T04:37:10","date_gmt":"2025-05-05T04:37:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/85458\/"},"modified":"2025-05-05T04:37:10","modified_gmt":"2025-05-05T04:37:10","slug":"wie-sich-deutschland-selbst-ein-bein-stellt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/85458\/","title":{"rendered":"wie sich Deutschland selbst ein Bein stellt"},"content":{"rendered":"<p>Die Diskussion um die Einf\u00fchrung von Strompreiszonen in Deutschland wird hitziger. Bef\u00fcrworter im Norden erwarten g\u00fcnstigere Preise, doch die Folgen f\u00fcr den industriestarken S\u00fcden w\u00e4ren verheerend. Strompreiszonen k\u00f6nnten eine massive Abw\u00e4rtsspirale ausl\u00f6sen \u2013 mit dramatischen Konsequenzen f\u00fcr Wirtschaft, Besch\u00e4ftigung und Wohlstand (<a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/sueden-blockiert-norden-zahlt-wie-deutschland-sich-beim-strom-selbst-sabotiert_e8faffce-013a-409d-8b98-b1e4f6b7ee51.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">focus: 28.04.25<\/a>).<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Strompreiszonen verteuern die Produktion im S\u00fcden<\/p>\n<p>Schon heute z\u00e4hlt Deutschland zu den teuersten Industriestandorten Europas. Strompreise von \u00fcber 25 Cent pro Kilowattstunde setzen die Industrie massiv unter Druck. Eine zus\u00e4tzliche Belastung von 2,6 Cent pro Kilowattstunde, wie bei einer Zonentrennung erwartet, w\u00fcrde die Wettbewerbsf\u00e4higkeit vieler Unternehmen endg\u00fcltig zerst\u00f6ren.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" data-pagespeed-lazy-src=\"https:\/\/blackout-news.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/xStromnetz-Pixabay-1024x682.jpg.pagespeed.ic.Iby0819tcj.jpg\" alt=\"Strompreiszonen spalten Deutschland - warum eine Aufteilung des Strommarkts der Industrie im S\u00fcden schadet\" class=\"wp-image-31651\" data-pagespeed-lazy-  src=\"\/pagespeed_static\/1.JiBnMqyl6S.gif\" onload=\"pagespeed.lazyLoadImages.loadIfVisibleAndMaybeBeacon(this);\" onerror=\"this.onerror=null;pagespeed.lazyLoadImages.loadIfVisibleAndMaybeBeacon(this);\"\/>Strompreiszonen spalten Deutschland \u2013 warum eine Aufteilung des Strommarkts der Industrie im S\u00fcden schadet<\/p>\n<p>Bayern und Baden-W\u00fcrttemberg beherbergen gro\u00dfe Teile der deutschen Maschinenbau-, Chemie- und Automobilindustrie. Diese Branchen ben\u00f6tigen enorme Mengen an Energie, deren Kosten \u00fcber internationale Konkurrenzf\u00e4higkeit entscheiden. Schon jetzt k\u00e4mpfen zahlreiche Betriebe mit Standortnachteilen. H\u00f6here Strompreise durch eine Aufspaltung der Preiszonen k\u00f6nnten das endg\u00fcltige Aus bedeuten.<\/p>\n<p>Windkraft im S\u00fcden bleibt ineffizient \u2013 Ausbau l\u00f6st das Problem nicht<\/p>\n<p>Ein weiterer Irrtum der Preiszonen-Bef\u00fcrworter liegt im Ausbauversprechen: Windkraftanlagen im S\u00fcden arbeiten aufgrund schw\u00e4cherer Winde deutlich ineffizienter. W\u00e4hrend norddeutsche Anlagen bis zu 3.200 Volllaststunden erreichen, liefern Anlagen in Bayern und Baden-W\u00fcrttemberg oft nicht einmal 1.800 Stunden pro Jahr.<\/p>\n<p>Baugleiche Anlagen produzieren im S\u00fcden somit rund 40\u202f% weniger Strom. Dadurch steigen die Stromgestehungskosten im S\u00fcden auf bis zu 8,29 Cent pro Kilowattstunde, w\u00e4hrend sie im windreichen Norden zwischen 3,94 und 5,01 Cent liegen. Ein forcierter Ausbau der Windenergie im S\u00fcden w\u00fcrde daher die Preise nicht senken, sondern im Gegenteil weiter erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Gefahr massiver Standortverluste<\/p>\n<p>Sollten Strompreiszonen eingef\u00fchrt werden, k\u00e4me es unweigerlich zu massiven Standortverlagerungen. Unternehmen w\u00fcrden dem S\u00fcden den R\u00fccken kehren und dorthin abwandern, wo der Strom g\u00fcnstiger ist. Gerade energieintensive Branchen k\u00f6nnten Bayern und Baden-W\u00fcrttemberg binnen weniger Jahre in Richtung Norddeutschland oder ins Ausland verlassen.<\/p>\n<p>Dieser Exodus h\u00e4tte fatale Folgen: Steigende Arbeitslosigkeit, sinkende Steuereinnahmen und der Verlust ganzer Industriezweige. Die Folgen einer solchen Entwicklung w\u00e4ren kaum umkehrbar und w\u00fcrden die wirtschaftliche Landkarte Deutschlands nachhaltig ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p><\/p>\n<p>EU-Druck darf nicht zu falschen Entscheidungen f\u00fchren<\/p>\n<p>Die EU fordert von Deutschland Ma\u00dfnahmen gegen Netzengp\u00e4sse. Doch Strompreiszonen w\u00e4ren eine \u00fcberst\u00fcrzte Antwort auf ein komplexes Problem. Die logische Folge w\u00e4re nicht eine bessere Nutzung erneuerbarer Energien, sondern eine Spaltung des Landes in Gewinner und Verlierer.<\/p>\n<p>Statt den S\u00fcden wirtschaftlich zu entkernen, braucht Deutschland ein intelligentes Gesamtkonzept: bessere Vernetzung, konsequente F\u00f6rderung effizienter Standorte und eine Reform der Marktregeln \u2013 ohne die Einheit des Strommarktes aufzugeben.<\/p>\n<p>Strompreiszonen gef\u00e4hrden Wohlstand und Arbeitspl\u00e4tze<\/p>\n<p>Die Einf\u00fchrung von Strompreiszonen mag kurzfristig einigen Regionen Vorteile verschaffen. Doch langfristig gef\u00e4hrden sie den Wohlstand ganzer Landesteile. Der S\u00fcden Deutschlands w\u00fcrde massiv an wirtschaftlicher Bedeutung verlieren. Investitionen, Arbeitspl\u00e4tze und Innovationen k\u00f6nnten abwandern \u2013 zum Schaden des ganzen Landes.<\/p>\n<p>Deutschlands St\u00e4rke liegt in seiner wirtschaftlichen Balance. Diese leichtfertig aufs Spiel zu setzen, w\u00e4re ein historischer Fehler.<\/p>\n<p>Lesen Sie auch:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Diskussion um die Einf\u00fchrung von Strompreiszonen in Deutschland wird hitziger. 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