{"id":855043,"date":"2026-03-09T12:37:16","date_gmt":"2026-03-09T12:37:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/855043\/"},"modified":"2026-03-09T12:37:16","modified_gmt":"2026-03-09T12:37:16","slug":"union-berlin-verliert-gegen-werder-bremen-aufwachen-aufwachen-sport","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/855043\/","title":{"rendered":"Union Berlin verliert gegen Werder Bremen: \u201eAufwachen, aufwachen!\u201c &#8211; Sport"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Vor kaum mehr als zwei Jahren sah Jorge Valdano das Champions-League-Spiel des 1. FC Union gegen Real Madrid, und der argentinische <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Fu%C3%9Fball\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fu\u00dfball<\/a>-Philosoph gab sich ergriffen. Die K\u00f6penicker spielten damals aus Kapazit\u00e4tsgr\u00fcnden im Exil, im Olympiastadion, und nicht im Stadion An der Alten F\u00f6rsterei. Aber auch dort wollte Valdano \u201eein Gemeinschaftsgef\u00fchl\u201c gesp\u00fcrt haben, \u201edas \u00fcber allem steht \u2013 sogar \u00fcber dem Resultat\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">So schrieb er es wenige Tage sp\u00e4ter in einer Kolumne f\u00fcr die Zeitung El Pa\u00eds auf, in der er \u00fcberdies\u00a0von einer \u201eVibration des Kollektiven\u201c schw\u00e4rmte, \u201edie \u00fcber wirtschaftlichen Str\u00f6mungen erhaben ist, die den Fu\u00dfball unaufhaltsam vergiften\u201c. In der Alten F\u00f6rsterei kann man das nachvollziehen, insbesondere nach Niederlagen, denen im Regelfall Aufmunterungen folgen, keine Schelten. Am Sonntag aber war das anders. Denn die 1:4 (1:2)-Niederlage gegen den <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/SV_Werder_Bremen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">SV Werder Bremen<\/a> provozierte ein unmissverst\u00e4ndliches Echo: \u201eAufwachen, aufwachen\u201c, hallte es von den R\u00e4ngen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/sport\/bundesliga-koeln-bvb-brandt-kovac-li.3449086\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;der_verlierer_hadert_der_sieger_grantelt&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;bundesliga&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;li.3449086&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;metered&quot;,&quot;section&quot;:&quot;sport&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedesportbundesliga-koeln-bvb-brandt-kovac-li3449086\" class=\"css-14tg8sh\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/8d581125-a4a5-4d50-b1ea-3ac75df2e0aa.jpg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Borussia Dortmund<\/p>\n<p>:Der Verlierer hadert, der Sieger grantelt<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Ein redseliger Stadionsprecher, ein nicht gegebener Elfer und ein angek\u00fcndigter Abschied beim BVB: Das Duell K\u00f6ln gegen Dortmund liefert gleich mehrere Geschichten \u2013 Niko Kovac \u00fcbt trotz des Erfolges Kritik.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Derartige Rufe stellen in K\u00f6penick das Maximum an Abstrafung dar; diese war insofern nachvollziehbar, als die Niederlage, die Union hinnehmen musste, alles andere als profan war. Dass Werder durch den Sieg in K\u00f6penick vom Relegationsplatz 16 auf Rang 13 springen konnte, war das eine. Das andere, dass die Bremer ihre Distanz zu den K\u00f6penickern auf drei Punkte verk\u00fcrzten, ihnen mithin vor Augen f\u00fchrten, dass sie doch wieder im Abstiegskampf sind. \u201eWir h\u00e4tten heute einen Satz nach vorn machen k\u00f6nnen. Das ist uns nicht gelungen, jetzt sind wir mittendrin\u201c, sagte Horst Heldt, bei Union Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Profifu\u00dfball. Dies sei \u201eunfassbar \u00e4rgerlich\u201c. Und Produkt einer schwachen Phase: Union hat aus den letzten zehn Spielen nur sieben von 30 m\u00f6glichen Punkten geholt.<\/p>\n<p>Werder-Trainer Thioune nimmt die richtigen Umstellungen vor<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Es gab ein gar nicht mal so leises Klagen \u00fcber einen Faktor, der die Niederlage vermutlich beg\u00fcnstigte. Kurz nach der Union-F\u00fchrung durch einen von Derrick K\u00f6hn verwandelten Elfmeter (18.) handelte sich Andras Sch\u00e4fer nach einem Foul an Jens Stage einen Platzverweis ein (19.). Bei Werder l\u00f6sten die harte, aber gerade noch vertretbare rote Karte und das damit einhergehende \u00dcberzahlspiel allerdings keine Begeisterungsst\u00fcrme aus: \u201eWir kennen das aus der Vergangenheit, dass uns das nicht unbedingt gutgetan hat\u201c, sagte Daniel Thioune. Auch vor diesem Hintergrund r\u00fchmte Werders noch immer neuer Coach, dass seine Mannschaft \u201ecool geblieben\u201c sei, \u201eeine Top-Leistung\u201c sowie einen \u201esehr reifen Vortrag\u201c an den Tag gelegt \u2013 und sich schlie\u00dflich \u201ebelohnt\u201c habe.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Zur Wahrheit geh\u00f6rte, dass die Bremer auch deshalb zum ersten Mal in dieser Saison zwei Siege aneinanderreihten, weil sie den Berlinern fu\u00dfballerisch \u00fcberlegen waren. Das manifestierte sich unter anderem in der \u00c4sthetik des Ausgleichstreffers, der belgische Linksverteidiger Olivier Deman schoss den Ball aus halbrechter Position vom Strafraumrand in den linken oberen Knick (31.). Nur vier Minuten sp\u00e4ter hatte Werder das Spiel gedreht und die Unioner in ihrem Stolz verletzt. Denn die beiden besten Bremer, Cameron Puertas und Jens Stage, fanden f\u00fcr einen Treffer nach K\u00f6penicker Muster zusammen: Ecke, Kopfball, Tor.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Dass Werder die F\u00fchrung nach der Pause ausbaute, lag nicht nur an der numerischen \u00dcberlegenheit auf dem Platz. Sondern vor allem daran, dass Thioune zur Halbzeit die richtigen Umstellungen vornahm. Er nahm Innenverteidiger Niklas Stark vom Platz, ebenso den indisponierten Mittelst\u00fcrmer Keke Topp. F\u00fcr Stark kam \u2013 positionsgetreu \u2013 der Argentinier Juli\u00e1n Malatini. Anstelle von Topp kam kein St\u00fcrmer, sondern der ballsichere Leonardo Bittencourt. Werder lie\u00df den Ball kreisen und die Unioner laufen \u2013 und trat den Beweis an, dass man nicht aufs Fu\u00dfballspielen verzichten muss, wenn man in der Liga ums \u00dcberleben k\u00e4mpft.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Dem steht nicht entgegen, dass das 3:1 aus Unioner Sicht \u201eSlapstick\u201c-Elemente beinhaltete, wie Heldt klagte. Danilho Doekhi k\u00f6pfelte den Ball im Unioner Strafraum an den Allerwertesten von Einwechselspieler Woo-yeong Jeong; Romano Schmid wiederum legte den Abpraller f\u00fcr Marco Gr\u00fcll auf (66.). In der Nachspielzeit traf dann auch noch der 18-j\u00e4hrige Patrice Covic, ein Absolvent der Hertha-Akademie, zum 4:1-Endstand. Die Freude \u00fcber den Treffer des kroatischen U19-Nationalspielers war so immens, dass sogar Werder-Torwart Mio Backhaus quer \u00fcber den Platz gelaufen kam \u2013 und vor den Werder-Fans mitfeierte.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Auch sie hatten im Laufe des Spiels auf sich aufmerksam gemacht, durch Choreos und gr\u00fcne-wei\u00dfe Raucht\u00f6pfe, vor allem aber durch Transparente wider das Patriarchat (\u201efeministischer Widerstand hei\u00dft Leben!\u201c) und gegen den j\u00fcngsten Einfall\u00a0von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, die Gesinnungspr\u00fcfung von Buchhandlungen, die ihm, weil links, politisch nicht genehm sind: \u201eLinke Kulturr\u00e4ume sch\u00fctzen, Solidarit\u00e4t mit dem (Bremer Buchladen, d. Red.) \u201aGolden Shop&#8217;\u201c, hie\u00df es auf einem Transparent.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Wie hatte Valdano im eingangs erw\u00e4hnten Artikel betont? Es kann sogar wirtschaftlich lohnenswert sein, wenn sich Klubs in gesellschaftspolitische Zentren verwandeln, die \u00fcber gewonnene oder verlorene Spiele hinausdenken. Das, so viel ist sicher, wird nicht nur in der Bremer Kurve, sondern auch bei Union Berlin so bleiben. Egal, wie der Abstiegskampf ausgeht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Vor kaum mehr als zwei Jahren sah Jorge Valdano das Champions-League-Spiel des 1. 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