{"id":85518,"date":"2025-05-05T05:10:20","date_gmt":"2025-05-05T05:10:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/85518\/"},"modified":"2025-05-05T05:10:20","modified_gmt":"2025-05-05T05:10:20","slug":"arbeitslosigkeit-kampftag-der-arbeitslosen-urlaub-fuer-alle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/85518\/","title":{"rendered":"Arbeitslosigkeit \u2013 Kampftag der Arbeitslosen: Urlaub f\u00fcr alle"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img305169\" src=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/img\/jpeg\/640\/305169\" alt=\"Am Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen w\u00fcnschen sich die Demonstrierenden die Freiheit, ihre Zeit selbst gestalten zu k\u00f6nnen, anstatt zur Arbeit gezwungen zu werden.\"\/><\/p>\n<p>Am Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen w\u00fcnschen sich die Demonstrierenden die Freiheit, ihre Zeit selbst gestalten zu k\u00f6nnen, anstatt zur Arbeit gezwungen zu werden.<\/p>\n<p>Foto: nd\/Lola Zeller<\/p>\n<p>\u00bbUrlaub f\u00fcr alle, und zwar sofort!\u00ab Die etwa 250 Demonstrierenden im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg sind sich einig: Niemand sollte arbeiten m\u00fcssen. Deshalb protestieren sie nicht am 1. Mai, sondern am 2. Mai, dem <a data-id=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1181961.arbeitslosigkeit-mai-in-berlin-nie-wieder-arbeit.html\" data-type=\"link\" href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1181961.arbeitslosigkeit-mai-in-berlin-nie-wieder-arbeit.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen<\/a>, gegen den Zwang zur Lohnarbeit. \u00bbUnsere Freunde sind die Roboter\u00ab, hei\u00dft es vom Lautsprecherwagen auf dem Weg der Demonstration von der Kneipe Baiz \u00fcber die Sch\u00f6nhauser Allee bis zum Einkaufszentrum Sch\u00f6nhauser-Allee-Arcaden. Schon zum 21. Mal findet die Demonstration der Arbeitsgegner in Berlin statt.<\/p>\n<p>\u00bbDas Wort Arbeit stammt vom mitteldeutschen Begriff f\u00fcr M\u00fchsal und auch Beschwernis und Leiden\u00ab, sagt ein Redner auf der Demonstration. Arbeit sei f\u00fcr die Mehrheit der Gesellschaft ein \u00bbschmerzlicher Zwang, der krank macht\u00ab. Pro Jahr w\u00fcrden in Deutschland zwei Millionen durch Arbeit erkranken, sagt der Redner. \u00bbWir verachten keine Arbeiterin und keine Angestellte, aber wir finden, niemand sollte gezwungen sein, Geld zu verdienen, um leben zu k\u00f6nnen.\u00ab Um diesen Zwang etwa durch ein bedingungsloses Grundeinkommen zu beenden, schl\u00e4gt der Demonstrant ein Sonderverm\u00f6gen vor \u2013 \u00bb<a data-id=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1190816.gewerkschaften-ig-metall-zur-zeitenwende-abruesten-ausruesten-aufruesten.html\" data-type=\"link\" href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1190816.gewerkschaften-ig-metall-zur-zeitenwende-abruesten-ausruesten-aufruesten.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">nicht f\u00fcr die R\u00fcstungsindustrie<\/a>, sondern f\u00fcr alle\u00ab.<\/p>\n<p>Muckefuck: morgens, ungefiltert, links<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/img\/jpeg\/640\/305170\" alt=\"\" title=\"\" width=\"170\"\/><\/p>\n<p>nd.Muckefuck ist unser Newsletter f\u00fcr Berlin am Morgen. Wir gehen wach durch die Stadt, sind vor Ort bei Entscheidungen zu Stadtpolitik \u2013 aber immer auch bei den Menschen, die diese betreffen. Muckefuck ist eine Kaffeel\u00e4nge Berlin \u2013 ungefiltert und links. Jetzt <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/muckefuck\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">anmelden<\/a> und immer wissen, worum gestritten werden muss.<\/p>\n<p>Ein bedingungsloses <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1190454.grundeinkommen-leider-in-der-realitaetsferne.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Grundeinkommen<\/a> fordert auch Demonstrationsteilnehmer Robert Ulmer. \u00bbEs ist eine brillante Idee, deswegen setze ich mich hier daf\u00fcr ein\u00ab, sagt er zu \u00bbnd\u00ab. Ulmer h\u00e4lt die \u00bbReligion der Arbeit\u00ab f\u00fcr gef\u00e4hrlich, denn es sei die Idee, dass man ein guter Mensch sei, blo\u00df weil man erwerbsarbeite. Dadurch entstehe eine Missgunst gegen\u00fcber anderen: \u00bbIch opfere meine Lebenszeit f\u00fcr einen miesen Job, und du weigerst dich.\u00ab<\/p>\n<p>Die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen sei innerhalb der vergangenen 20 Jahre deutlich bekannter geworden, und es gebe inzwischen auch <a data-id=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1190443.grundeinkommen-soziales-sprungbrett-grundeinkommen.html\" data-type=\"link\" href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1190443.grundeinkommen-soziales-sprungbrett-grundeinkommen.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Studien mit positiven Ergebnissen<\/a> zu dem Konzept. Doch allzu zuversichtlich stimmt das Ulmer nicht, denn in Zeiten von \u00bbFachkr\u00e4ftemangel und Kriegst\u00fcchtigkeit\u00ab wirke die Forderung aktuell dennoch \u00bbabwegig\u00ab.<\/p>\n<p>Auch die Erwerbsloseninitiative Basta nimmt an der Demonstration teil. \u00bbBasta ist jedes Jahr mit dabei, ist ja klar. Eine Erwerbsloseninitiative tritt immer f\u00fcr die freie Zeit und gegen den Zwang der Lohnarbeit ein\u00ab, sagt Gitta Schalk im Lautsprecherwagen. Basta unterst\u00fctzt Menschen vor allem in Auseinandersetzungen mit dem Jobcenter. In einem aktuellen Fall h\u00e4tte eine Familie fast ihre Wohnung aufgrund von Mietschulden verloren.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>&#13;<\/p>\n<p>\u00bbKeinen Fu\u00dfbreit der Arbeit! Wir sind die Brandmauer gegen die Lohnarbeit.\u00ab<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\nArno\u2003Arbeitslosengruppe ALG-Vorabendgammeln<\/p><\/blockquote>\n<p>\u00bbDie Eltern sind krank geworden von der Lohnarbeit und versuchen Erwerbsminderungsrente zu beantragen\u00ab, sagt Schalk. Das zust\u00e4ndige Jobcenter habe lange kein Darlehen zur \u00dcbernahme der Mietschulden gew\u00e4hrt. \u00bbEs ist unheimlich schwer im Moment, die Jobcenter zur Arbeit zu bringen\u00ab, sagt Schalk \u2013 obwohl diese Forderung gar nicht zum Tag der Arbeitslosen passe. \u00bbM\u00fc\u00dfiggang ist Menschenrecht, ich wei\u00df, ich wei\u00df. Aber Wohnen ist auch Menschenrecht.\u00ab<\/p>\n<p>Schon am Vorabend zum 2. Mai haben einige Arbeitsgegner eine kleine Aktion organisiert, sagt Arno von der Arbeitslosengruppe ALG-Vorabendgammeln zu \u00bbnd\u00ab. Auf dem Kollwitzplatz habe man sich getroffen, um zu zeigen: \u00bbKeinen Fu\u00dfbreit der Arbeit! Wir sind die Brandmauer gegen die Lohnarbeit.\u00ab Schon ab der ersten Minute des 2. Mais habe man sichtbar sein wollen, um Arbeitslosigkeit zu enttabuisieren. In Zukunft sollte es \u00bballen erm\u00f6glicht werden, selbst \u00fcber ihr Zeitkontingent zu bestimmen\u00ab, sagt Arno.<\/p>\n<p>\u00bbNie, nie, nie wieder Arbeit\u00ab und \u00bbWir haben Zeit\u00ab rufen die Arbeitsgegner w\u00e4hrend der Demonstration. Nachdem sie an den Sch\u00f6nhauser-Allee-Arcaden das \u00bbGebet gegen die Arbeit\u00ab von Michael Stein gemeinsam aufgesagt haben, laufen sie zur\u00fcck zur Kneipe Baiz. Dort h\u00f6ren sich die Demonstrierenden bei Sonnenschein und kalten Getr\u00e4nken noch einige Redebeitr\u00e4ge und Livekonzerte von Bernadette La Hengst, dem Chor der Statistik und der Bolschewistischen Kurkapelle Schwarz-Rot an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen w\u00fcnschen sich die Demonstrierenden die Freiheit, ihre Zeit selbst gestalten zu k\u00f6nnen,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":85519,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[25029,5401,296,29,30,25030],"class_list":{"0":"post-85518","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-arbeitsagentur","9":"tag-arbeitslosigkeit","10":"tag-berlin","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-hartz-iv"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114453507243345928","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85518","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=85518"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85518\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/85519"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=85518"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=85518"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=85518"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}