{"id":856764,"date":"2026-03-10T04:37:13","date_gmt":"2026-03-10T04:37:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/856764\/"},"modified":"2026-03-10T04:37:13","modified_gmt":"2026-03-10T04:37:13","slug":"vereinte-nationen-usa-stimmen-gegen-un-erklaerung-zu-frauenrechten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/856764\/","title":{"rendered":"Vereinte Nationen: USA stimmen gegen UN-Erkl\u00e4rung zu Frauenrechten"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Bei den Vereinten Nationen sind die <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/usa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a> mit dem Versuch gescheitert, eine gemeinsame Erkl\u00e4rung zu Frauenrechten zu stoppen. Letztlich votierten 37 der 44 abstimmenden Staaten in der UN-Frauenrechtskommission f\u00fcr einen als Kompromiss ausgehandelten Text \u2013 nur die Vereinigten Staaten stimmten dagegen, sechs Staaten enthielten sich.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">In der Erkl\u00e4rung geht es um die Sicherung von Frauenrechten durch die Justiz und den Abbau diskriminierender Gesetze. Der US-Vertreter hatte Einw\u00e4nde erhoben, weil der Entwurf &#8222;missverst\u00e4ndliche Sprache zur F\u00f6rderung von Genderideologie&#8220; enthalte. Zudem seien dort zu vage Verpflichtungen zu sexueller und reproduktiver Gesundheit enthalten sowie Passagen, die aus Sicht der USA auf Zensur hinauslaufen k\u00f6nnten. Gemeint waren m\u00f6gliche Ma\u00dfnahmen gegen Hassrede.\n<\/p>\n<p>                        Bruch mit 80-j\u00e4hriger UN-Tradition        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die USA versuchten zun\u00e4chst, eine Annahme des Texts zu verhindern oder zu verz\u00f6gern. Als dies keine Zustimmung fand, formulierte der US-Vertreter \u00c4nderungsvorschl\u00e4ge. Die Mehrheit in der Kommission lehnte es jedoch ab, den in wochenlangen Verhandlungen vereinbarten Text noch einmal zu \u00fcberarbeiten.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Dass \u00fcberhaupt abgestimmt werden musste, war ein Novum in der <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2025\/41\/vereinte-nationen-krise-finanzierung-debatte\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">80-j\u00e4hrigen Geschichte der Kommission<\/a>. In der Regel werden solche Erkl\u00e4rungen im Konsens per Akklamation angenommen, auch wenn einzelne Staaten nicht mit jeder Passage zu 100 Prozent \u00fcbereinstimmen. Dieses Mal gelang dies nicht.\n<\/p>\n<p>        Karin Prien kritisiert Vorgehen der USA        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\"><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2026-03\/frauentag-karin-prien-baerbel-bas-frauenrechte-nachholbedarf-gxe\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Bundesfrauenministerin Karin Prien<\/a> (CDU) unterst\u00fctzte die Erkl\u00e4rung. &#8222;Ich bedaure, dass nicht mehr alle unsere kollektiven Verpflichtungen teilen, die wir 1995 in Peking vereinbart haben&#8220;, sagte Prien mit Blick auf die USA. &#8222;Aber zum Gl\u00fcck tut dies die gro\u00dfe Mehrheit immer noch. Das wiederum ist ein ermutigendes Zeichen.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Frauen und M\u00e4dchen m\u00fcssten \u00fcberall auf der Welt die M\u00f6glichkeit haben, ihre Rechte einzufordern und vor Gericht durchzusetzen, sagte Prien. Noch immer verf\u00fcgten Frauen weltweit nicht \u00fcber die gleichen Rechte wie M\u00e4nner. Und sie f\u00fcgte hinzu: &#8222;Auch in Deutschland wollen wir weiter daran arbeiten, dass Gleichberechtigung im Alltag f\u00fcr alle Frauen Realit\u00e4t wird.&#8220; Obwohl Frauen wie M\u00e4nner in Deutschland Zugang zu Recht und Gesetz h\u00e4tten, w\u00fcrden nur f\u00fcnf Prozent der Gewalttaten in Partnerschaften zur Anzeige gebracht.\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Was jetzt? \u2013 Der t\u00e4gliche Morgen\u00fcberblick<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Starten Sie mit unserem kurzen Nachrichten-Newsletter in den Tag. 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Kritik gibt es in vielen L\u00e4ndern an Einschnitten bei F\u00f6rderprogrammen, an Restriktionen f\u00fcr Sexualkunde an Schulen oder Einschr\u00e4nkungen beim Zugang zu Schwangerschaftsabbr\u00fcchen.\n<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>            Frauenrechte        <\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2026-02\/schwangerschaftsabbrueche-eu-kommision-entscheidung-abtreibung-fonds\" data-ct-label=\"Schwangerschaftsabbr\u00fcche: Auch in Europa sind Frauenleben gef\u00e4hrdet\" data-uuid=\"9945cfd2-7251-403d-be09-31bb6c13d514\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Schwangerschaftsabbr\u00fcche:<br \/>\n                        Auch in Europa sind Frauenleben gef\u00e4hrdet<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2023-08\/digitaler-feminismus-ueberwachung-kapitalimsus-daten-10nach8\" data-ct-label=\"Digitaler Feminismus: Der Mensch als Datensatz\" data-uuid=\"f81bba07-f1d1-4ef0-9f8a-3975567d6f01\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Digitaler Feminismus:<br \/>\n                        Der Mensch als Datensatz<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/2024-05\/frauenrechte-koerper-frauen-schwangerschaftsabbruch-rechtsextremismus\" data-ct-label=\"Frauenrechte: Der K\u00f6rper als Wahlkampfzone\" data-uuid=\"ce1cc424-6aa6-48da-8f25-02624dd0c141\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Frauenrechte:<br \/>\n                        Der K\u00f6rper als Wahlkampfzone<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bei den Vereinten Nationen sind die USA mit dem Versuch gescheitert, eine gemeinsame Erkl\u00e4rung zu Frauenrechten zu stoppen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":856765,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,139239,26305,30,13,30492,1980,14,15,16,12,17284,64,12018,37750],"class_list":["post-856764","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-de","tag-deutschland","tag-gegenstimme","tag-gender","tag-germany","tag-headlines","tag-karin-prien","tag-mann","tag-nachrichten","tag-news","tag-politik","tag-schlagzeilen","tag-tradition","tag-usa","tag-vereinte-nationen","tag-versuch"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116203031381756825","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/856764","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=856764"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/856764\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/856765"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=856764"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=856764"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=856764"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}