{"id":8571,"date":"2025-04-04T21:27:25","date_gmt":"2025-04-04T21:27:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/8571\/"},"modified":"2025-04-04T21:27:25","modified_gmt":"2025-04-04T21:27:25","slug":"sprachfoerderinitiative-der-region-hannover-region-hannover-story","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/8571\/","title":{"rendered":"Sprachf\u00f6rderinitiative der Region Hannover, Region Hannover, Story"},"content":{"rendered":"<p>Vor rund einem Jahr hat die Region Hannover die Sprachf\u00f6rderinitiative auf den Weg gebracht, um die gestiegenen Sprachf\u00f6rderbedarfen von Kindern aufzufangen. \u200bRegionspr\u00e4sident Steffen Krach zieht Zwischenbilanz: \u201eDie ersten Erfolge best\u00e4tigen, dass unsere Initiative die dringend ben\u00f6tigten Impulse zur Sprachf\u00f6rderung in den Kitas gesetzt hat und akuten Bedarfen der Kitas gerecht wird. Wir stehen aber auch weiterhin vor der gro\u00dfen Aufgabe, den Fachkr\u00e4ftemangel nachhaltig zu bek\u00e4mpfen und die F\u00f6rderangebote weiterzuentwickeln \u2013 im engen Austausch mit allen Partner*innen in der Region.\u201c<\/p>\n<p>Die Sprachf\u00f6rderinitiative\u00a0verfolgt mehrere Ziele:\u00a0zus\u00e4tzliche Sprachf\u00f6rderkr\u00e4fte\u00a0f\u00f6rdern, die sogenannten Sprach-Kitas\u00a0stabilisieren,\u00a0dem Fachkr\u00e4ftemangel entgegenwirken sowie die Kitas bei der Ausstattung und Digitalisierung unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzliche Sprachf\u00f6rderkr\u00e4fte f\u00f6rdern<br \/>Immer mehr Kinder in Kitas ben\u00f6tigen zus\u00e4tzliche Sprachf\u00f6rderung. Die Region Hannover erg\u00e4nzt die alltagsintegrierte Sprachbildung der Kitas durch zus\u00e4tzliche Angebote der individuellen Sprachf\u00f6rderung sowohl mit eigenen Sprachf\u00f6rderkr\u00e4ften als auch durch die F\u00f6rderung zus\u00e4tzlicher Sprachf\u00f6rderkr\u00e4fte, die dezentral direkt bei den Kita-Tr\u00e4gern und Kommunen angestellt werden. Dadurch erhalten rund 500 Kinder in 30 Kitas derzeit zus\u00e4tzliche Sprachf\u00f6rderangebote. Allerdings sind noch nicht alle Stellen, die bei Tr\u00e4gern und Kommunen mit Hilfe der Regionsf\u00f6rderung eingerichtet wurden, besetzt. Zum Sommer 2025 ist dar\u00fcber hinaus eine weitere Ausbaustufe geplant. Wenn diese umgesetzt ist, k\u00f6nnten weitere 390 Kinder versorgt werden. Um Tr\u00e4gern und Kommunen die Personalgewinnung zu erleichtern, hat die Region sehr flexible Zugangsvoraussetzungen geschaffen, sodass auch Berufsgruppen wie Logop\u00e4d*innen oder Sprachheiltherapeutische Kr\u00e4fte angesprochen werden k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus unterst\u00fctzt die Region Hannover die Fachkr\u00e4fte, die als Sprachf\u00f6rderkraft t\u00e4tig werden, mit der Finanzierung von Fort- und Weiterbildung und begleitender Fachberatung.<\/p>\n<p>Sprach-Kitas\u00a0stabilisieren<br \/>Das Bundesprogramm der Sprach-Kitas ist zur Jahresmitte 2023 ausgelaufen.\u00a0Die aktuelle Landesrichtlinie ist befristet und l\u00e4uft noch bis zum 1. August 2025. Auch wenn das Land die F\u00f6rderung fortf\u00fchren will, bedeuten die befristeten F\u00f6rderungen f\u00fcr Tr\u00e4ger und die Sprachf\u00f6rderkr\u00e4fte eine erhebliche Planungsunsicherheit. Ein gro\u00dfes Problem ist auch hier die Personalgewinnung. 14 Stellen f\u00fcr Sprachf\u00f6rderkr\u00e4fte in Sprachkitas sind bislang besetzt, w\u00e4hrend weitere sechs Stellen vakant sind.\u00a0Die Region hat als Baustein der Sprachf\u00f6rderinitiative\u00a0f\u00fcr die Kommunen mit Sprachkitas zus\u00e4tzliche F\u00f6rdermittel zur Verf\u00fcgung gestellt, um l\u00e4ngerfristige Planung zu erm\u00f6glichen. Zum einen k\u00f6nnen die Tr\u00e4ger und Kommunen mit diesen Mitteln \u00fcber die aktuellen Laufzeiten der Landesrichtlinien hinaus planen und so zum Beispiel l\u00e4ngerfristige Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse f\u00fcr Sprachf\u00f6rderkr\u00e4fte anbieten. Zum anderen k\u00f6nnen die Mittel genutzt werden, um vorhandene Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse dort aufzustocken, wo es nicht gelingt, Personal im Rahmen der Landesrichtlinie Sprachkitas zu gewinnen. Oder sich Berufsgruppen finden, wie zum Beispiel Logop\u00e4d*innen, die nicht im Rahmen der Landesf\u00f6rderung neu eingestellt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dem Fachkr\u00e4ftemangel entgegenwirken<br \/>Die\u00a0Sprachf\u00f6rderinitiative\u00a0f\u00f6rdert\u00a0gemeinsam mit\u00a0Bildungstr\u00e4gern Fort- und\u00a0Weiterbildungen\u00a0f\u00fcr p\u00e4dagogische Fachkr\u00e4fte.\u00a0Ein Schwerpunkt ist die Weiterbildung zur \u201eFachkraft Sprache\u201c, die das verdi-Bildungswerk umsetzt. Vermehrt bieten Tr\u00e4ger auch besondere, h\u00f6her dotierte Einsatzstellen an. Mit solchen \u201eFachkarrieren\u201c sollen Fachkr\u00e4fte in Kitas die M\u00f6glichkeiten erhalten, sich fachlich und beruflich weiterzuentwickeln. Au\u00dferdem soll dadurch das Berufsbild von Erzieher*innen attraktiver werden.<\/p>\n<p>\u201eDer Fachkr\u00e4ftemangel wird immer mehr zum Dreh- und Angelpunkt. Es reicht nicht, nur Geld anzubieten, es braucht Perspektiven und Konzepte, Personal zu gewinnen und vor allem langfristig zu binden\u201c, betont\u00a0Dr. Andrea Hanke, Dezernentin f\u00fcr Soziales, Teilhabe, Familie und Jugend. \u201eHier w\u00fcnschen wir uns, dass wir noch weitere Kooperationspartner*innen gewinnen k\u00f6nnen \u2013 denn sicher ist: Zus\u00e4tzliche Ma\u00dfnahmen sind dringend notwendig, um den gestiegenen Bedarf an Sprachf\u00f6rderung abzudecken und die Kommunen bei dieser gro\u00dfen Aufgabe zu unterst\u00fctzen!\u201c<\/p>\n<p>Ausstattung und Digitalisierung f\u00fcr Kitas<br \/>Die Richtlinien f\u00fcr die Qualit\u00e4ts- und Digitalisierungsf\u00f6rderung in Kitas f\u00f6rdern qualit\u00e4tsf\u00f6rderliche Bau- und Ausstattungsma\u00dfnahmen.\u00a0Dies k\u00f6nnen beispielsweise Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung der Raumakustik sein, um bessere Voraussetzungen f\u00fcr die Sprachf\u00f6rderung zu schaffen. Mit den Ma\u00dfnahmen werden auch die Arbeitsbedingungen f\u00fcr die Fachkr\u00e4fte in Kitas verbessert, was die Arbeitszufriedenheit in den Kitas f\u00f6rdert und ein weiterer Baustein ist, dem Fachkr\u00e4ftemangel entgegenzuwirken. Im Bereich der Digitalisierung wird etwa die Beschaffung von Hardware wie Tablets oder die Einf\u00fchrung von Fachsoftware gef\u00f6rdert, wenn diese f\u00fcr die Umsetzung sprachf\u00f6rderliche Konzepte eingesetzt wird. Dies betrifft den Einsatz in Sprachf\u00f6rderprojekten sowie die Sprachstands-Feststellungsverfahren und der Entwicklungs-Dokumentation. Im Jahr 2024 wurden erhebliche Mittel von den Tr\u00e4gern und Kommunen beantragt. F\u00fcr Ma\u00dfnahmen im Bereich der sprachf\u00f6rderlichen Ausstattung wurden 56.000 Euro beantragt, f\u00fcr sprachf\u00f6rderliche Digitalisierungskonzepte sogar 453.000 Euro. \u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Vor rund einem Jahr hat die Region Hannover die Sprachf\u00f6rderinitiative auf den Weg gebracht, um die gestiegenen Sprachf\u00f6rderbedarfen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6268,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1836],"tags":[6819,3364,29,1081,30,46,6821,1635,1114,3491,6822,1236,6820,6817,1411,5399,6818,6815,6816],"class_list":{"0":"post-8571","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hannover","8":"tag-bildungswerk","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-digitalisierung","12":"tag-germany","13":"tag-hannover","14":"tag-initiative","15":"tag-jugend","16":"tag-kinder","17":"tag-kita","18":"tag-kitas","19":"tag-kommunen","20":"tag-krach","21":"tag-logopaedinnen","22":"tag-niedersachsen","23":"tag-region","24":"tag-sprachfoerderinitiative","25":"tag-sprachfoerderkraefte","26":"tag-verdi"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114281817309584288","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8571","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8571"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8571\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6268"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8571"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8571"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8571"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}