{"id":858862,"date":"2026-03-11T00:07:13","date_gmt":"2026-03-11T00:07:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/858862\/"},"modified":"2026-03-11T00:07:13","modified_gmt":"2026-03-11T00:07:13","slug":"hamburg-berlin-resident-evil-requiem-zauberformel-fuers-horror-genre-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/858862\/","title":{"rendered":"Hamburg\/Berlin | \u00abResident Evil: Requiem\u00bb: Zauberformel f\u00fcrs Horror-Genre"},"content":{"rendered":"<p>Hamburg\/Berlin (dpa\/tmn) &#8211; Seit ihren Anf\u00e4ngen im Jahr 1996 ist die \u00abResident Evil\u00bb-Reihe fester Bestandteil des Horror-Game-Genres. Die Serie erlebte mit dem actionlastigen und genrepr\u00e4genden vierten Teil 2005 ihr Hoch, Tiefpunkt war der unter Fans umstrittene sechste Teil 2012. Nun hat Entwickler Capcom die Reihe durch eine R\u00fcckkehr zu ihren Survival-Horror-Wurzeln quasi wieder verj\u00fcngt.<\/p>\n<p>Das aktuelle \u00abResident Evil: Requiem\u00bb greift zwei erfolgreiche Elemente aus vergangenen Spielen auf:<\/p>\n<ol>\n<li>Den charismatischen Protagonisten Leon S. Kennedy, der sich im gefeierten \u00abResident Evil 4\u00bb mit der Kettens\u00e4ge seinen blutigen Weg ins Ged\u00e4chtnis eines jeden Spielenden bahnte.<\/li>\n<li>Die Ego-Perspektive aus \u00abResident Evil 7: Biohazard\u00bb (2017) und \u00abResident Evil: Village\u00bb (2021), die Spielenden das schaurige Kribbeln zur\u00fcckbrachte, das den eher blassen Vorg\u00e4ngern fehlte, nach dem jeder Survival-Horror-Fan aber definitiv d\u00fcrstet.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Eine neue Heldin f\u00fcr eine neue \u00c4ra<\/p>\n<p>Doch damit nicht genug. Capcom gew\u00e4hrt Leon zudem Unterst\u00fctzung durch eine neue Heldin: Grace Ashcroft, eine junge FBI-Analytikerin, die mysteri\u00f6se Todesf\u00e4lle unter \u00dcberlebenden des T-Virus-Ausbruchs in Raccoon City untersucht &#8211; eine Zombie-Apokalpyse, die seit dem zweiten Teil einen der wichtigsten Grundpfeiler der Serie bildet.<\/p>\n<p>Parallel zu diesen T-Virus-Sp\u00e4tinfektionen muss Ashcroft mit ihrem eigenen Trauma umgehen, dem Tod ihrer Mutter Alyssa, der investigativen Journalistin aus \u00abResident Evil: Outbreak\u00bb (1998).<\/p>\n<p>Der Plot beginnt wieder im Wrenwood Hotel&#8230;<\/p>\n<p>Um herauszufinden, was vor sich geht, kehrt sie in das Wrenwood Hotel zur\u00fcck, in dem ihre Mutter vor acht Jahren starb. Dort trifft sie auf den Wissenschaftler Victor Gideon, der einst f\u00fcr den r\u00fccksichtslosen Pharma-Riesen Umbrella arbeitete, sie als \u00abAuserw\u00e4hlte\u00bb bezeichnet und entf\u00fchrt.<\/p>\n<p>Zeitgleich trifft Leon Kennedy mit Sherry Birkin im Hotel ein. Beide arbeiten als Agenten f\u00fcr die US-Anti-Bioterror-Beh\u00f6rde Division of Security Operations (DSO) &#8211; und zeigen selbst Symptome einer T-Virus-Infektion.<\/p>\n<p>&#8230; und weiter geht`s in einer alten Pflegeeinrichtung<\/p>\n<p>Als Leon Victor mit Grace fl\u00fcchten sieht, versucht er den Wissenschaftler aufzuhalten. Doch Victor kann entkommen, weil er auf der Stra\u00dfe einen kleinen T-Virus-Ausbruch ausl\u00f6st.<\/p>\n<p>Damit sind die Weichen gestellt, um das Geschehen ins Rhodes Hill Chronic Care Centre zu verlagern &#8211; ein eindringliches, vielschichtiges Labyrinth, in dem hinter jeder Ecke Gefahr lauert.<\/p>\n<p>Third-Person- oder Ego-Perspektive: Spielende haben die Wahl<\/p>\n<p>Die Spielenden \u00fcbernehmen die Rolle der Grace, wobei sie die Wahl haben, in der klassischen Third-Person- oder der furchterregenderen und lebensechteren Ego-Perspektive durch die weitl\u00e4ufige, unheimliche Pflegeeinrichtung zu navigieren.<\/p>\n<p>Empfehlenswert ist in jedem Fall die Ich-Perspektive. Verst\u00e4rkt durch Graces schwerf\u00e4llige Bewegungen erh\u00f6ht sie den \u00dcberlebensdruck beim L\u00f6sen von R\u00e4tseln. Die Ressourcen sind knapp, jeder Kampf ist ein Risiko f\u00fcr die eigene Gesundheit. Das zwingt dazu, direkte Konfrontationen gut abzuw\u00e4gen und stattdessen im Zweifel durch die Abschnitte zu huschen.\u00a0<\/p>\n<p>Der Sound l\u00e4sst das Blut in den Adern gefrieren<\/p>\n<p>Untermalt wird das Ganze von tollen Soundkompositionen, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen, w\u00e4hrend Infizierte an W\u00e4nden und Decken entlang krabbeln.<\/p>\n<p>Die Spielmechanik erfordert viel Verstecken, das Abpassen des richtigen Moments zum Schleichen oder Werfen von Glasflaschen, um Feinde abzulenken. Die \u00abResidents\u00bb oder auch die \u00abInfizierten\u00bb, wie sie im Spiel hei\u00dfen, sind gro\u00df, gef\u00e4hrlich und nat\u00fcrlich b\u00f6se.<\/p>\n<p>Die unsagbare Erleichterung, entkommen zu sein<\/p>\n<p>Der Angstpegel wird durch Jump-Scare-Schreckmomente weiter in die H\u00f6he getrieben. Blutige Todesanimationen werden gepaart mit intensivem Licht- und Umgebungsdesign &#8211; hier spielen sich f\u00fcrchterliche Alptr\u00e4ume ab. Doch genau das erwarten die Fans des Survival-Horrors: grauenvoll sch\u00f6ne Momente, die Anspannung und die unsagbare Erleichterung, einem lauernden Infizierten entkommen zu sein.<\/p>\n<p>Um bei den Infizierten zu bleiben, die allesamt ehemalige Patienten der medizinischen Einrichtung sind: Diese haben sich weiterentwickelt und k\u00f6nnen nun ein wenig sprechen. Die meisten st\u00f6hnen und \u00e4chzen aber nur, wenn man das Licht einschaltet. Andere singen in ohrenbet\u00e4ubender Lautst\u00e4rke und wieder andere wollen die Spielenden schlicht und einfach fressen.<\/p>\n<p>Jetzt kommt der \u00abLeon-Faktor\u00bb ins Spiel<\/p>\n<p>Als Grace muss man ihnen allen entkommen. Und dabei kommt ihr Leon zur Hilfe. Seine Mission(en): Grace retten, Victor Gideon festnehmen, dessen Pl\u00e4ne durchkreuzen und ein Heilmittel gegen das T-Virus finden, mit dem er und Sherry infiziert sind.<\/p>\n<p>Wer sich als Grace allein ohnm\u00e4chtig f\u00fchlte, bekommt nun Sch\u00fctzenhilfe von Leon. Das Gef\u00fchl, gejagt zu werden, ist schlagartig Geschichte \u2013 mit Leon wird der Spie\u00df umgedreht. Mit seinen bew\u00e4hrten Nahkampff\u00e4higkeiten wandelt sich das Spiel vom Survival-Horror hin zum Action-Gameplay.<\/p>\n<p>Die neue, t\u00f6dliche Axt besteht sogar gegen Raketenwerfer<\/p>\n<p>Neu dabei: eine Axt als t\u00f6dliche Waffe und sogar dazu geeignet, einen Raketenwerfer-Angriff abzuwehren. Zudem kann Leon nun jede herumliegende Waffe einsammeln und sofort mit den vorhandenen<br \/>Ressourcen nutzen.<\/p>\n<p>Etwas kniffliger wird es, wenn diverse bekannte Gesichter aus der<br \/>Vergangenheit auftauchen \u2013 besonders im Police Department von Raccoon City und den umliegenden Ruinen. Da kommen nostalgische Gef\u00fchle sowohl bei Leon als auch bei Veteranen der Serie auf.<\/p>\n<p>Technisch und grafisch meisterlich<\/p>\n<p>Das Spiel wartet nicht nur mit einer fesselnden Geschichte und packendem Gameplay auf, auch der schiere Aufwand f\u00fcr Entwicklung und Design stechen ins Auge &#8211; etwa bei den atmosph\u00e4risch dichten Schaupl\u00e4tzen von den im Regen funkelnden Neonlichtern der Stadt bis zu den Ruinen von Racoon City.<\/p>\n<p>Die Grafik liegt auf h\u00f6chstem Niveau, dazu hat Capcom das Game sorgf\u00e4ltig an die einzelnen Plattformen angepasst:<\/p>\n<ul class=\"list-normal\">\n<li>Bei der PC-Version ist die simulierte globale Beleuchtung der Szenen (Path Tracing) optimal und liefert ein lebensnahes, immersives Spielerlebnis.<\/li>\n<li>Die PlayStation-5-Pro-Version setzt die neueste PSSR2-Rendering-Technologie ein.<\/li>\n<li>Bemerkenswert ist die Nintendo-Switch-2-Version. Sie h\u00e4lt problemlos mit der Xbox Series S mit, \u00fcbertrifft sie stellenweise sogar, l\u00e4uft fl\u00fcssig im Handheld- und TV-Modus.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Fazit: Spektakul\u00e4res Action-Survival-Erlebnis, das Ma\u00dfst\u00e4be setzt<\/p>\n<p>\u00abResident Evil: Requiem\u00bb ist eine Art Zauberformel. Das Game vereint die besten Elemente aus der Vergangenheit und Gegenwart der Serie. Im Ergebnis bekommen es Spielende mit einem 15 Stunden w\u00e4hrenden Spiel zu tun &#8211; voller Elemente, die selbst erfahrene Gamer ins Schwitzen bringen und vor Schreck nach Luft schnappen lassen d\u00fcrften.<\/p>\n<p>\u00abResident Evil: Requiem\u00bb ist f\u00fcr PC, Playstation 5, Xbox Series X\/S und Nintendo Switch 2 zum Preis von 70 Euro erh\u00e4ltlich. Das Spiel hat keine Jugendfreigabe (USK 18).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hamburg\/Berlin (dpa\/tmn) &#8211; Seit ihren Anf\u00e4ngen im Jahr 1996 ist die \u00abResident Evil\u00bb-Reihe fester Bestandteil des Horror-Game-Genres. 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