{"id":861238,"date":"2026-03-11T22:10:17","date_gmt":"2026-03-11T22:10:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/861238\/"},"modified":"2026-03-11T22:10:17","modified_gmt":"2026-03-11T22:10:17","slug":"fukushima-jahrestag-ard-sender-verbreitet-atom-luege-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/861238\/","title":{"rendered":"Fukushima-Jahrestag: ARD-Sender verbreitet Atom-L\u00fcge | Politik"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"skip-content skip-content--link\" href=\"#in-content-skip-link-target-v-0-0\">TTS-Player \u00fcberspringen\u21b5<\/a><a id=\"in-content-skip-link-target-v-0-0\" class=\"skip-content--target-link-hidden skip-content skip-content--target-link\" href=\"#in-content-skip-link-target-v-0-0\">Artikel weiterlesen<\/a><\/p>\n<p>M\u00fcnchen \u2013\u00a0<b>Vor 15 Jahren kostete ein Tsunami in Japan das Leben von 20.000 Menschen \u2013  \u00f6ffentlich-rechtliche Medien lassen die Geb\u00fchrenzahler glauben, sie seien an einer Atomkatastrophe gestorben! Zum Jahrestag des gr\u00f6\u00dften Erdbebens in der Geschichte Japans sendet der ARD-Sender Bayerischer Rundfunk (BR) eine Meldung mit der \u00dcberschrift \u201eJahrestag: Japan erinnert an Atomkatastrophe von Fukushima vor 15 Jahren.\u201c<\/b><\/p>\n<p>\u201eJapan gedenkt Opfer der Atomkatastrophe von Fukushima: Landesweit legten die Menschen Blumen und Kr\u00e4nze f\u00fcr die rund 20.000 Toten nieder\u201c, lautet auch der erste Satz der Meldung des BR. Erst der weitere Text stellt korrekt fest: \u201eHeute vor 15 Jahren hatte ein Erdbeben der St\u00e4rke 9,0 den Nordosten Japans ersch\u00fcttert. Das l\u00f6ste einen Tsunami aus, die Flutwelle traf unter anderem das AKW in Fukushima. Dort kam es zu einer Kernschmelze.\u201c<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"298\" alt=\"Die falsche Fukushima-Meldung auf der Seite von BR24\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/de217fdb1e58ca1dfcbc4be7f4eebd61,845d01f6.jpeg\"   class=\"dynamic\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Die falsche Fukushima-Meldung auf der Seite von BR24<\/p>\n<p>Foto: br.de<\/p>\n<p>Es gab keine Toten durch Atom-Strahlen<\/p>\n<p>Unbestritten ist, dass die Ereignisse rund um das Kernkraftwerk Fukushima eine zus\u00e4tzliche Katastrophe zum Tsunami mit den 20.000 Toten darstellen. \u201eInsgesamt mussten rund 470.000 Menschen ihre H\u00e4user verlassen, davon etwa 160.000 aufgrund der Havarie\u201c, schreiben die Atomkraft-Experten Amardeo Sarma und Anna Vero Wendland in der <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/plus69ae8b0c10f264d559778e73\/15-jahre-fukushima-katastrophe-wer-auf-kernenergie-verzichtet-entscheidet-sich-nicht-fuer-sicherheit-sondern-fuer-andere-risiken.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" class=\"text-link--external text-link\">WELT<\/a> (geh\u00f6rt wie BILD zu Axel Springer). Aber: \u201eEs gab keine nachgewiesenen strahlenbedingten Todesf\u00e4lle, wohl aber zahlreiche zus\u00e4tzliche Todesf\u00e4lle infolge der Evakuierung, vor allem bei \u00e4lteren und kranken Menschen.\u201c<\/p>\n<p>Hei\u00dft: Durch direkte Strahlung aufgrund der Kernschmelze ist niemand gestorben. Allerdings hat es nach offiziellen japanischen Zahlen rund 2000 \u201edisaster-related deaths\u201c im Zusammenhang mit der Havarie gegeben \u2013 katastrophenbedingte Todesf\u00e4lle. Gemeint sind Menschen, die nicht durch Strahlung starben, sondern an den Folgen der Evakuierung, an Stress, Ersch\u00f6pfung, fehlender Versorgung oder Suizid.<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>Trotzdem l\u00f6sten die Ereignisse in Japan eine Katastrophenstimmung in Deutschland aus, die letztlich dazu f\u00fchrte, dass die von der Union gef\u00fchrte Regierung mit dem damaligen Koalitionspartner FDP unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (heute 71) den fr\u00fcheren Ausstieg aus der deutschen Atom-Industrie beschloss. Ein Fehler, finden viele \u2013 und nun auch EU-Kommissionspr\u00e4sidentin <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/ausland-und-internationales\/von-der-leyen-abkehr-von-atomkraft-war-strategischer-fehler-69aff0e38afa47b5b942bb30\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ursula von der Leyen (67, CDU)<\/a>. <\/p>\n<p>Eine deutsche Katastrophe 2011 forderte 53 Tote<\/p>\n<p>Grund f\u00fcr die verzerrte Wahrnehmung der Deutschen war auch die immer wieder falsch erz\u00e4hlte Geschichte der Fukushima-Katastrophe\u00a0\u2013\u00a0auch in \u00f6ffentlich-rechtlichen Sendern. Heute, 15 Jahre sp\u00e4ter, passiert das nur noch selten: Die \u201eTagesschau\u201c zum Beispiel sendete heute einen Beitrag zu den Gedenkfeiern in Japan, der die schrecklichen Ereignisse korrekt zusammenfasste.<\/p>\n<p>Der BR hat seine Meldung mittlerweile korrigiert. Nun hei\u00dft es: \u201eLandesweit legten die Menschen heute Blumen und Kr\u00e4nze f\u00fcr die Toten nieder. 20.000 Menschen waren infolge des Erdbebens gestorben.\u201c Auf BILD-Anfrage teilt der Sender mit: \u201eDie erste Zeile ist eine Schlagzeile, die aber tats\u00e4chlich missverst\u00e4ndlich wirkt, da die Zahl der Opfer direkt darauf folgt. Wir haben die Formulierung deshalb digital korrigiert und bitten den Fehler zu entschuldigen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"TTS-Player \u00fcberspringen\u21b5Artikel weiterlesen M\u00fcnchen \u2013\u00a0Vor 15 Jahren kostete ein Tsunami in Japan das Leben von 20.000 Menschen \u2013&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":861239,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[5],"tags":[1130,82745,190926,13,372,190925,14,15,12,138370,45,10,8,9,11],"class_list":["post-861238","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-atomkraftwerk","tag-fukushima","tag-gau","tag-headlines","tag-japan","tag-japan-katastrophe","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-team-first","tag-texttospeech","tag-top-news","tag-top-meldungen","tag-topmeldungen","tag-topnews"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116212834425270609","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/861238","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=861238"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/861238\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/861239"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=861238"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=861238"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=861238"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}