{"id":861254,"date":"2026-03-11T22:19:18","date_gmt":"2026-03-11T22:19:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/861254\/"},"modified":"2026-03-11T22:19:18","modified_gmt":"2026-03-11T22:19:18","slug":"so-kaempfte-sich-ein-paar-aus-gersthofen-von-bahrain-nach-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/861254\/","title":{"rendered":"So k\u00e4mpfte sich ein Paar aus Gersthofen von Bahrain nach Deutschland"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Um f\u00fcnf Uhr morgens ging die Heimreise los. Klaus Kratzer und seine Frau Sabine <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/bayern\/gibt-es-nur-rueckfluege-aus-dubai-und-dem-oman-paar-aus-gersthofen-sitzt-in-bahrain-fest-07-03-113649255\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">hatten die vergangenen zehn Tage in Bahrain verbracht<\/a> und fast jede Nacht riss sie der Raketenalarm aus dem Schlaf. Nach Angriffen Israels und der USA auf den Iran begann dieser, mehrere L\u00e4nder zu attackieren \u2013 auch den Golfstaat Bahrain.<strong class=\"font-bold\"> <\/strong>Als sich die Angriffe dort zuspitzten, trafen die Kratzers eine Entscheidung: Sie reisten auf eigene Faust von Bahrain \u00fcber Saudi-Arabien und \u00c4gypten nach Hause, nach <a href=\"https:\/\/augsburger-allgemeine.de\/augsburg-land\/ort\/Gersthofen\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Gersthofen<\/a> bei <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Augsburg<\/a>. Was sie selbst nicht erwartet hatten: Der herausforderndste Teil kam erst in Deutschland auf sie zu.\n  <\/p>\n<p>            Vor ihrem Fenster konnten sie die Spuren abgeschossener Drohnen beobachten<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Urspr\u00fcnglich hatten die Kratzers eine Kreuzfahrt geplant, als sie am 26. Februar nach Bahrain flogen. Stattdessen verbrachten sie die Tage im Hotel. Viele G\u00e4ste reisten ab; sie blieben dort, auch auf Anraten des Reiseanbieters. Sie hofften auf den geplanten R\u00fcckflug am 9. M\u00e4rz. Doch einen Tag vor Abflug kam die Nachricht, auf die sie sich schon eingestellt hatten: <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/bayern\/wir-wurden-eines-besseren-belehrt-ehepaar-aus-gersthofen-wird-von-angriff-in-bahrain-geweckt-08-03-113657471\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Ihr Flug wurde wegen der anhaltenden Angriffe gestrichen<\/a>.<strong class=\"font-bold\"> <\/strong>\u201eDie haben abgewartet bis zum letzten Tag und uns ist es dann einfach zu gef\u00e4hrlich geworden\u201c, sagt der 66-J\u00e4hrige.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Vor ihrem Fenster<strong class=\"font-bold\"> <\/strong>konnten sie wei\u00dfe Streifen am Himmel beobachten \u2013 die Spuren abgeschossener Drohnen, die die nahe US-Milit\u00e4rbasis zum Ziel hatten. Mehrere Menschen waren in den vergangenen Tagen bei Angriffen in Bahrain verletzt worden. Kratzer sah im Fernsehen, <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/bayern\/man-weiss-nicht-wie-man-heimkommt-ein-augsburger-ueber-seinen-kampf-um-einen-rueckflug-aus-dubai-113688771\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">dass in Dubai ein Mann starb, nachdem er in seinem Auto von Tr\u00fcmmern getroffen worden war<\/a>. Der Reiseanbieter versicherte ihnen immer wieder, nach Ausreisealternativen zu suchen, doch es habe keine Fortschritte gegeben.\n  <\/p>\n<p>            Andere Reisende hatten berichtet, die Reise \u00fcber Saudi-Arabien sei \u201eunkritisch\u201c<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Deshalb beschlossen sie, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Mit einem anderen Paar aus ihrer Reisegruppe buchten sie einen Transporter, ein arabischsprachiger Fahrer sollte sie \u00fcber die Grenze nach Saudi-Arabien bringen. Die Route \u00fcber den Nachbarstaat h\u00e4tten auch schon andere Touristen aus ihrem Hotel gew\u00e4hlt. \u201eDie hatten berichtet, die Reise nach Saudi-Arabien sei eigentlich unkritisch\u201c, erz\u00e4hlt Kratzer.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Am 9. M\u00e4rz ging es dann also tats\u00e4chlich f\u00fcr sie nach Hause \u2013 wenn auch anders als urspr\u00fcnglich geplant. Schon fr\u00fchmorgens seien \u201eviele <a href=\"https:\/\/www.ka-news.de\/auto\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Autos<\/a> auf der Stra\u00dfe\u201c gewesen, ansonsten sei es ruhig gewesen. \u201eWir sind extra fr\u00fch losgefahren, weil wir dachten, dass es an der Grenze wom\u00f6glich Probleme gibt.\u201c Aber alles lief reibungslos. Nach etwa zweist\u00fcndiger Fahrt erreichten sie den Flughafen in Dammam, einer Hafenstadt nahe der Grenze zu Bahrain. \u201eIn Saudi-Arabien hat es ausgeschaut, als ob \u00fcberhaupt nichts w\u00e4re\u201c, berichtet Kratzer.\n  <\/p>\n<p>            Alle Fl\u00fcge waren p\u00fcnktlich \u2013 nur die Deutsche Bahn nicht<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    P\u00fcnktlich ging es mit dem Linienflug nach Kairo. Von dort aus erreichten sie nach insgesamt zehn Stunden Flug und eineinhalb Wochen Urlaubs-Odyssee den Flughafen Frankfurt am Main. \u201eEs lief wirklich eigentlich entspannt, alle Fl\u00fcge waren p\u00fcnktlich. Das einzige Problem, das wir hatten, war, von Frankfurt nach Augsburg zu kommen\u201c, sagt Kratzer. Denn die Deutsche Bahn war im Gegensatz zu den Fl\u00fcgen nicht so p\u00fcnktlich.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Direkt nach Augsburg oder M\u00fcnchen fuhren zur sp\u00e4ten Uhrzeit keine Z\u00fcge mehr, deshalb w\u00e4hlten sie eine Bahn nach Mannheim \u2013 wo sie aber den Anschluss nach Augsburg verpassten. Doch schlie\u00dflich kamen sie gegen 2 Uhr, fast 24 Stunden nach ihrer Abreise aus dem Hotel, wieder in Gersthofen an. \u201eWir sind froh, dass wir die Nacht durchschlafen k\u00f6nnen. Kein Alarm, kein Aufwecken, das ist das Wichtigste \u00fcberhaupt. Das Gef\u00fchl, in Sicherheit zu sein, ist sehr viel wert.\u201c Auch der Rest ihrer Reisegruppe konnte inzwischen wohl \u00fcber Saudi-Arabien ausreisen.\n  <\/p>\n<ul data-module-id=\"DragDropModule\" class=\"flex flex-wrap justify-start group-[.no-bookmarks]:hidden\">\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Sina-Lara Nachtrub<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Bahrain<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Klaus Kratzer<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Um f\u00fcnf Uhr morgens ging die Heimreise los. 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