{"id":862328,"date":"2026-03-12T08:47:19","date_gmt":"2026-03-12T08:47:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/862328\/"},"modified":"2026-03-12T08:47:19","modified_gmt":"2026-03-12T08:47:19","slug":"aktionsplan-in-frankfurt-unterstuetzung-der-queeren-community","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/862328\/","title":{"rendered":"Aktionsplan in Frankfurt &#8211; Unterst\u00fctzung der queeren Community"},"content":{"rendered":"<p>Die Stadt Frankfurt am Main will Schutz, Sichtbarkeit und Gleichberechtigung f\u00fcr queere Menschen weiter st\u00e4rken. Die Stadtverordnetenversammlung verabschiedete dazu jetzt den \u201eFrankfurter Aktionsplan: Schutz, Akzeptanz und Vielfalt f\u00fcr LSBTIQA*\u201c. Das Ma\u00dfnahmenpaket enth\u00e4lt insgesamt 172 Handlungsempfehlungen.<\/p>\n<p>Einsatz gegen Hass<\/p>\n<p>In der Mainmetropole gibt es zwar bereits ein Regenbogenviertel sowie den j\u00e4hrlichen CSD, trotzdem sind auch hier die F\u00e4lle von Hasskriminalit\u00e4t gegen\u00fcber der Community gerade im \u00f6ffentlichen Raum deutlich angestiegen. Zuletzt stiegen die Attacken auf LGBTIQ+-Menschen in Hessen binnen eines Jahres um rund 60 Prozent an, zumeist handelte es sich dabei um Beleidigungen, Drohungen, N\u00f6tigung und k\u00f6rperliche Gewalt. B\u00fcrgermeisterin Nargess Eskandari\u2011Gr\u00fcnberg (Gr\u00fcne) betonte zum neuen Projekt: \u201eDer Aktionsplan ist ein Auftrag f\u00fcr die gesamte Verwaltung!\u201c Alle Dezernate seien deswegen jetzt aufgefordert, die vorgeschlagenen Ma\u00dfnahmen zu pr\u00fcfen und m\u00f6glichst vollst\u00e4ndig umzusetzen. Ziel sei es, Schutz, Pr\u00e4vention, Sichtbarkeit und auch Empowerment zu verbessern.<\/p>\n<p>F\u00f6rderung von mehr Akzeptanz<\/p>\n<p>Ein Teil der vorgesehenen Ma\u00dfnahmen baut auf bereits bestehenden Initiativen auf. Dazu z\u00e4hlt etwa der Pride Monat im Juni, der k\u00fcnftig mit zus\u00e4tzlichen Veranstaltungen rund um queeres Leben begleitet werden soll. Diese Angebote sollen nach M\u00f6glichkeit verst\u00e4rkt auch au\u00dferhalb der Innenstadt stattfinden, um in den Stadtteilen mehr Aufmerksamkeit und Akzeptanz zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Ein Schwerpunkt liegt zudem auf Bildungsangeboten. Nach Auffassung der Stadt spielt fr\u00fche Aufkl\u00e4rung eine wichtige Rolle, um Vorurteile gegen\u00fcber Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen oder geschlechtlichen Identit\u00e4ten zu verhindern. F\u00fcr die Umsetzung des Aktionsplans ist zun\u00e4chst die Einrichtung eines Gremiums vorgesehen, das die einzelnen Ma\u00dfnahmen koordinieren soll. Die beteiligten Dezernate m\u00fcssen regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber Fortschritte berichten. Zudem ist geplant, einzelne Projekte wissenschaftlich begleiten zu lassen und regelm\u00e4\u00dfig zu \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Frankfurt als \u201equeere City\u201c<\/p>\n<p>Auch Safer Spaces f\u00fcr queere Menschen sollen weiter ausgebaut werden. Diese Orte sollen k\u00fcnftig st\u00e4rker in verschiedenen Stadtteilen pr\u00e4sent sein. Ein sichtbares Zeichen der Kampagne war im vergangenen Jahr bereits ein Banner mit der Aufschrift \u201eFrankfurt ist queer\u201c, das erstmals \u00fcber dem R\u00f6merberg hing. Nach Angaben der Stadt kam es daraufhin auch zu Anfeindungen und Kritik. Die Leiterin der st\u00e4dtischen Stabsstelle Antidiskriminierung, Harpreet Cholia, sieht Frankfurt dennoch auf einem klaren Kurs. \u201eWir sind auf dem Weg zur queeren City\u201c, sagte sie.\u00a0<\/p>\n<p>Der Aktionsplan sei in einem Koordinierungskreis entstanden, der in 20 Sitzungen unter Beteiligung von Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft insgesamt 172 Empfehlungen erarbeitet habe. Zu den vorgeschlagenen Projekten geh\u00f6rt unter anderem auch die Pr\u00fcfung eines Regenbogenfamilienzentrums nach dem Vorbild von Berlin. Au\u00dferdem wird diskutiert, queere K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler gezielt zu f\u00f6rdern oder Stra\u00dfen nach bekannten queeren Pers\u00f6nlichkeiten zu benennen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Stadt Frankfurt am Main will Schutz, Sichtbarkeit und Gleichberechtigung f\u00fcr queere Menschen weiter st\u00e4rken. 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