{"id":86476,"date":"2025-05-05T13:58:09","date_gmt":"2025-05-05T13:58:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/86476\/"},"modified":"2025-05-05T13:58:09","modified_gmt":"2025-05-05T13:58:09","slug":"high-tech-kriminalitaet-setzt-europa-unter-druck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/86476\/","title":{"rendered":"High-Tech-Kriminalit\u00e4t setzt Europa unter Druck"},"content":{"rendered":"<p>Computerhacker bei der Arbeit.<\/p>\n<p>Group-IB, ein f\u00fchrender Anbieter von Cybersicherheitstechnologien zur Untersuchung, Verhinderung und Bek\u00e4mpfung von digitaler Kriminalit\u00e4t, ver\u00f6ffentlicht seinen j\u00e4hrlichen Trendbericht zur High-Tech-Kriminalit\u00e4t 2025. Der Bericht basiert auf eigenen Forschungsergebnissen, tats\u00e4chlichen Ermittlungen zu Cyberkriminalit\u00e4t und Erkenntnissen aus dem globalen Netzwerk der Digital Crime Resistance Centers (DCRCs) von Group-IB. Fundierte Informationen lokaler Expertenteams sowie eine enge Zusammenarbeit mit globalen und regionalen Strafverfolgungsbeh\u00f6rden erm\u00f6glichen eine umfassende Analyse der globalen und regionalen Bedrohungslandschaft und ihrer Auswirkungen auf Organisationen und Einzelpersonen. <\/p>\n<p>Group-IB berichtet \u00fcber einen signifikanten Anstieg von APTs (Advanced Persistent Threats) im vergangenen Jahr (58 % mehr als 2023), wobei staatlich unterst\u00fctzte Bedrohungsakteure ihre Angriffe in Europa (+18,24 %) sowie im Nahen Osten und Afrika (+4,27 %) intensivierten. Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass sich die Cyber-Bedrohungslandschaft rasch ver\u00e4ndert und geopolitische Spannungen wie der Russland-Ukraine-Krieg und der Konflikt zwischen Israel und Pal\u00e4stina staatlich unterst\u00fctzte Cyber-Angriffe bef\u00f6rdert. Infolgedessen waren die weltweit am st\u00e4rksten betroffenen Bereiche staatliche und milit\u00e4rische Einrichtungen (15,50 %), gefolgt von der verarbeitenden Industrie (4,80 %), Finanzdienstleister (3,80 %) und IT (3,50 %). <\/p>\n<p>Geopolitische Spannungen f\u00fchrten auch zu einer Zunahme von Hacktivismus, d. h. des Einsatzes von Hacking-Techniken f\u00fcr politischen oder sozialen Aktivismus mit dem Ziel, St\u00f6rungen zu provozieren, Botschaften zu verbreiten oder Informationen zu ver\u00f6ffentlichen. Die Ukraine (16,9 % der Angriffe) erwies sich als das Hauptziel f\u00fcr Hacktivismus in Europa, wobei die Regierung und das Milit\u00e4r (22 %) sowie die Finanzdienstleister (14,4 %) des Landes in h\u00f6herem Ma\u00dfe als diese Instanzen weltweit mit Cyberangriffen konfrontiert waren. Den globalen Daten zufolge war Russland (5 %) noch h\u00e4ufiger das Ziel von Angriffen als die Ukraine (3,5 %), was die Intensit\u00e4t der Cyberangriffe auf beiden Seiten des Konflikts verdeutlicht.<\/p>\n<p>Mit einem Anstieg von 22 % gegen\u00fcber dem Vorjahr nahmen betr\u00fcgerische Machenschaften weltweit zu. Die europ\u00e4ischen Finanzdienstleister waren mit 34 % aller Betrugsf\u00e4lle am st\u00e4rksten betroffen, gefolgt von der Transportbranche (25 %) und dem Regierungs- und Milit\u00e4rsektor (17 %). Zu den am weitesten verbreiteten Betrugsmaschen geh\u00f6rten Anlagebetrug, Love Scamming, Lieferbetrug, Betrug beim technischen Support und Lotteriebetrug, die weltweit zu erheblichen finanziellen Verlusten f\u00fchrten. <\/p>\n<p>Auch bei Phishing-Angriffen setzte sich der Aufw\u00e4rtstrend fort: Mehr als 80.000 Phishing-Websites wurden enttarnt \u2013 ein Anstieg um 22 % gegen\u00fcber dem Vorjahr. Die Branchen Logistik, Tourismus und Internetdienste waren mit 25,3 %, 20,4 % bzw. 16,4 % der Phishing-Websites weltweit am st\u00e4rksten betroffen. In Europa war die Tourismusbranche das vorrangige Ziel (57,6 %), wobei die Kriminellen mit ausbeuterischen Aktivit\u00e4ten vor allem in den Hauptreisezeiten aktiv waren. Der Bericht weist auch darauf hin, dass sie zunehmend KI-generierte Deepfake-Technologie einsetzen, um durch realistische Impersonation Sicherheitsma\u00dfnahmen zu umgehen und auf sensible Daten zuzugreifen. Der CEO von Group-IB, Dmitry Volkov, warnt: \u201eCyberkriminelle nutzen nicht nur Schwachstellen aus, sondern setzen geopolitische Instabilit\u00e4t als Waffe ein, um kritische Unternehmen und Branchen weltweit lahmzulegen. APTs, Datenschutzverletzungen, Phishing und Ransomware treten nicht isoliert auf, sondern bef\u00f6rdern sich gegenseitig, um ein riesiges, zusammengeschaltetes Bedrohungsnetzwerk zu bilden.\u201c<\/p>\n<p>Auch der Bereich Ransomware-as-a-Service (RaaS) entwickelt sich rasant, da cyberkriminelle Gruppen proaktiv ihre Reichweite vergr\u00f6\u00dfern. Die Analysten von Group-IB fanden 2024 44 % mehr Stellenangebote zur Suche nach RaaS-Partnern als im Vorjahr, was die steigende Nachfrage nach Personen zur Durchf\u00fchrung von Angriffen widerspiegelt. Der Erfolg solcher Partnerschaften zeigt sich in der Zunahme von Erpressungstaktiken, mit einem Anstieg der auf Data Leak Sites (DLS) ver\u00f6ffentlichten Angriffe um 10 %. LockBit und RansomHub wurden sowohl in Europa als auch weltweit zu den dominierenden Ransomware-Gruppen und nutzen diese ausgedehnten Netzwerke zur Maximierung ihres Gesch\u00e4ftsmodells. Der Bericht zeigt, dass die verarbeitende Industrie weltweit und in Europa nach wie vor am st\u00e4rksten im Visier von b\u00f6swilligen Gruppen steht. Sie wollen einen Dominoeffekt nutzen, indem sie Unterbrechungen der Lieferketten verursachen, um negative Auswirkungen auf die T\u00e4tigkeit der nachgelagerten Unternehmen auszul\u00f6sen. <\/p>\n<p>Das Darkweb hat sich zu einem florierenden Marktplatz f\u00fcr Cyberkriminelle entwickelt, da der Diebstahl des Zugangs zu den IT-Systemen von Unternehmen mittlerweile ein lukratives Gesch\u00e4ft ist. Group-IB identifizierte einen Anstieg um 15 % bei den Aktionen von Initial Access Brokers (IABs), was die wachsende Nachfrage nach Infiltration von Netzwerken zeigt. Dmitry Volkov fasst die Erkenntnisse zusammen: \u201eUnser Bericht verdeutlicht die unaufhaltsame Ausbreitung der Darkweb-Wirtschaft, die durch immer raffiniertere Taktiken der Cyberkriminalit\u00e4t angeheizt wird.\u201c<\/p>\n<p>Dieser Anstieg ist besonders deutlich in Europa, wo die F\u00e4lle um 32 % zunahmen, w\u00e4hrend in Nordamerika ein noch st\u00e4rkerer Anstieg um 43 % zu verzeichnen war. Das Vereinigte K\u00f6nigreich steht mit 19,50 % an der Spitze der Ziele in Europa, was seine Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr diese Art von Cyber-Bedrohungen verdeutlicht. Datenlecks treiben auch die Schattenwirtschaft weiter an: Allein im Jahr 2024 wurden weltweit mehr als 6,4 Milliarden Datens\u00e4tze, darunter E-Mail-Adressen, Passw\u00f6rter und Finanzdaten, geleakt, wodurch Cyberkriminelle die n\u00f6tigen Anmeldedaten erhielten, um in Unternehmen einzudringen. <\/p>\n<p>Volkov schlie\u00dft aus dem Bericht: \u201eDer Aufbau resilienter Cybersicherheits-Communities und die Umsetzung fortgeschrittener Sicherheitsstrategien waren noch nie so wichtig wie heute, um diese Bedrohungen zu bek\u00e4mpfen, bevor sie weiter um sich greifen. Wir haben keine Zeit zu verlieren! Die Unternehmen m\u00fcssen jetzt proaktive Schritte unternehmen, um b\u00f6sartigen Akteuren einen Schritt voraus zu sein.\u201c <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Computerhacker bei der Arbeit. Group-IB, ein f\u00fchrender Anbieter von Cybersicherheitstechnologien zur Untersuchung, Verhinderung und Bek\u00e4mpfung von digitaler Kriminalit\u00e4t,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":86477,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14774,14,15,12],"class_list":{"0":"post-86476","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-it-sicherheit","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114455583355889871","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86476","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=86476"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86476\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/86477"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=86476"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=86476"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=86476"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}