{"id":864978,"date":"2026-03-13T09:13:15","date_gmt":"2026-03-13T09:13:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/864978\/"},"modified":"2026-03-13T09:13:15","modified_gmt":"2026-03-13T09:13:15","slug":"1860-muenchen-markus-kauczinski-laesst-die-loewen-vom-aufstieg-traeumen-sport","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/864978\/","title":{"rendered":"1860 M\u00fcnchen: Markus Kauczinski l\u00e4sst die L\u00f6wen vom Aufstieg tr\u00e4umen | Sport"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"skip-content skip-content--link\" href=\"#in-content-skip-link-target-v-0-0\">TTS-Player \u00fcberspringen\u21b5<\/a><a id=\"in-content-skip-link-target-v-0-0\" class=\"skip-content--target-link-hidden skip-content skip-content--target-link\" href=\"#in-content-skip-link-target-v-0-0\">Artikel weiterlesen<\/a><\/p>\n<p><b>Die <\/b><a href=\"https:\/\/www.bild.de\/sport\/fussball\/3-liga\/home-15770732.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><b>Drittliga-L\u00f6wen<\/b><\/a><b> sind wieder dran an den Aufstiegspl\u00e4tzen zur 2. Liga! Auch, weil Trainer Markus Kauczinski (56) \u00fcberzeugt \u2013 auf und neben dem Platz.<\/b><\/p>\n<p><b>BILD: Sie haben mit f\u00fcnf Siegen in Folge einen L\u00f6wen-Rekord eingestellt &#8230;<\/b><\/p>\n<p><b>Kauczinski (unterbricht):<\/b> Interessiert mich nicht. Glauben Sie mir: Das ist alles nicht wichtig. Wichtig ist nur das n\u00e4chste Spiel. Und auch nur das. Und auch Druck und Nervosit\u00e4t \u2013 h\u00f6ren Sie damit auf. Ich ticke da anders.<\/p>\n<p><b>Wie denn?<\/b><\/p>\n<p>Ich bin so cool, ich pinkle Eisw\u00fcrfel (lacht). Im Ernst: Je hei\u00dfer es wird, desto mehr kann ich alles ausblenden. Ich habe schon so viel erlebt. Mir kommt es nur darauf an, dass die Spieler zuh\u00f6ren, mir vertrauen und mutig sind. Jeder hat St\u00e4rken, jeder Schw\u00e4chen. Und die Schw\u00e4chen muss man in den Griff bekommen. Immer nur die St\u00e4rken trainieren, das ist mir zu einfach.<\/p>\n<p><b>Seit ihrem Amtsantritt am 11. Spieltag stehen die L\u00f6wen in der Kauczinski-Tabelle auf Platz 1. Was konkret haben Sie denn ver\u00e4ndert?<\/b><\/p>\n<p>Ich bin nahbar. Kein Kumpel, denn ich muss ja auch weh tun und Entscheidungen treffen, die den Jungs nicht passen. Aber jeder hat seine Chance, auch wenn er mal drau\u00dfen sitzen muss. Ich kann gut zuh\u00f6ren, egal um welches Thema es geht. Die Mannschaft kann immer zu mir kommen. Und ganz wichtig: Es muss Freude machen. Denn damit haben wir ja alle angefangen: Fu\u00dfball zu spielen, weil es Spa\u00df macht. Und nun haben wir das gro\u00dfe Privileg, dass es unser Job geworden ist, und wir gutes Geld damit verdienen. Das muss jedem klar sein. <\/p>\n<p><b>Kritiker sagen, Sie trainieren viel zu wenig&#8230;<\/b><\/p>\n<p>Jeder darf sich seine eigene Meinung bilden. Wenn es kurz und intensiv ist, habe ich mir was dabei gedacht. Bei mir passiert nichts ohne Hintergedanken. Da bin ich auch selbstbewusst genug und sage: Leute, ich bin der Fachmann. Genauso lasse ich meine Co-, Fitness-Trainer und Physios ihre Bereiche verantworten. Ich rede niemanden rein, wenn ich es nicht besser wei\u00df.<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p><b>Was w\u00e4re aus Ihnen eigentlich geworden, wenn Sie nicht Fu\u00dfballtrainer geworden w\u00e4ren?<\/b><\/p>\n<p>Lehrer. Ich habe Sport studiert. Aber ich h\u00e4tte noch ein zweites Fach gebraucht, um damals an eine Schule gehen zu k\u00f6nnen. Daran ist es gescheitert (lacht). Ich bringe nur etwas zu Ende, wenn es mich auch wirklich interessiert. Mittlerweile w\u00e4ren das Sprachen, Englisch oder Franz\u00f6sisch.<\/p>\n<p><b>Sie waren bei Karlsruhe, Ingolstadt, St. Pauli, Dresden, Wiesbaden &#8211; wieso hat es eigentlich so lange mit dem Job hier gedauert?<\/b><\/p>\n<p>Ich war wohl immer zu teuer (lacht). Die L\u00f6wen waren immer mein Lieblingsgegner. Meistens habe ich gegen sie gewonnen. Ich komme so langsam in M\u00fcnchen an, habe jetzt auch eine kleine Wohnung, n\u00e4chste Woche bringe ich mein Fahrrad her. Ich habe ja noch ein paar Monate hier Vertrag (lacht). Ich spaziere viel, bin gerne an der Isar unterwegs. Und nein, ich trinke nach wie vor kein Bier. Damit habe ich aufgeh\u00f6rt. Es schmeckt mir einfach nicht mehr. An das letzte erinnere ich mich aber: Das war auf dem R\u00fcckweg von Bielefeld im Bus, als wir mit Wiesbaden die Relegation gewonnen hatten und den Aufstieg in die 2. Liga feierten. Ein Dosenbier. Eiskalt. Aber in dem Moment schmeckt einem sowieso alles.<\/p>\n<p>Sonderlob bekommt nur einer<\/p>\n<p><b>Den L\u00f6wen-Fans w\u00fcrde der Aufstieg schmecken &#8230;<\/b><\/p>\n<p>Zu Beginn hie\u00df es: Vermeintlich schwache Gegner bauen wir auf, gegen starke haben wir keine Chance. Es war ein negatives Selbstbild. Das wandelt sich jetzt. Die Leute sehen, dass die Mannschaft ihre M\u00e4ngel hat, aber k\u00e4mpft und Leidenschaft zeigt. Die Mischung aus erfahrenen und jungen Spieler passt. Ich werde hier aber niemandem mit einem Sonderlob hervorheben. Das gibt es bei mir nicht. Nur f\u00fcr einen, Raphael Schifferl: Der macht als Kabinen-DJ einen \u00fcberragenden Job. Sein Mix aus Rock, Pop und \u00d6si-Schlager, das ist das Beste, was ich in den letzten Jahren in einer Kabine geh\u00f6rt habe (lacht).<\/p>\n<p><b>Wann werden Sie laut?<\/b><\/p>\n<p>Bei Faulheit und Bequemlichkeit. Aber ich werde eigentlich nicht laut, weil anschreien bringt nichts, das ist wie bei der Kindererziehung.<\/p>\n<p><b>Sie k\u00f6nnen Aufstiege &#8230;<\/b><\/p>\n<p>Mich interessieren die Geschichten aus der Gruft nicht. Auch nicht die von 1860. Tradition alleine n\u00fctzt doch nichts. Mir geht es immer nur um das Jetzt. Ist wirklich so. Wie oft habe ich schon montags den vermeintlichen perfekten Trainings- und Matchplan fertig und dann knickt einer um, wird krank &#8211; irgendwas ist immer. Ich muss flexibel agieren k\u00f6nnen und dann die Situation annehmen.<b> <\/b><\/p>\n<p><b>Woher holen Sie sich Inspiration?<\/b><\/p>\n<p>Hier? Von Steges. (Norbert Stegmann, Zeugwart). Der ist 77 Jahre alt und was dieser Mann hier schleppt, tut und macht &#8211; das ist Inspiration. Und Huub Stevens. Bei ihm habe ich mir viel abgeschaut und versuche auch, zu kopieren. Strenge, H\u00e4rte gepaart mit Lachen und Nahbarkeit &#8211; das ist meine Philosophie und die habe ich von ihm.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Schaut dem Training genau hin: 1860-Coach Markus Kauczinski\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/4a92fda6b5f9fe007ab49f21562a1e56,4b36eae3.jpeg\"   class=\"landscape\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Schaut beim Training genau hin: 1860-Coach Markus Kauczinski (56)<\/p>\n<p>Foto: Dennis Brosda<\/p>\n<p><b>Und daheim?<\/b><\/p>\n<p>Meine Frau, mein Sohn (Gero, 27, d. Red.) leben in Karlsruhe, dort ist unser Lebens-Mittelpunkt. Das wird auch so bleiben. Ich bin furchtbar normal. Fr\u00fchst\u00fccken, Gartenarbeit, Rasen nachs\u00e4en, netflixen und gut essen. Dazu ein Rotwein, fertig. Mit meiner Frau rede ich nicht \u00fcber Fu\u00dfball. Sie hat eine Meinung, aber meistens kommt: \u201aAch, der Spieler ist aber h\u00fcbsch\u2018 (lacht schallend). Ich brauche die Pause und den Abstand &#8211; wobei, wenn ich ganz ehrlich bin, mir das gerade nicht gelingt.<\/p>\n<p><b>Ach, doch nerv\u00f6s?<\/b><\/p>\n<p>Positiv angespannt. Ich habe grad so ein Kribbeln. Wenn wir klar bleiben, dann spielen wir am Ende der Saison eine Rolle.<\/p>\n<p><b>Die Spieler sollten ihren Urlaub als nur mit Reiser\u00fccktrittsversicherung buchen? <\/b><\/p>\n<p>Wenn da jetzt gerade einer an der Urlaubsplanung f\u00fcr Ende Mai sitzt, wenn die Relegationsspiele anstehen, dann ist dem auch nicht mehr zu helfen.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"TTS-Player \u00fcberspringen\u21b5Artikel weiterlesen Die Drittliga-L\u00f6wen sind wieder dran an den Aufstiegspl\u00e4tzen zur 2. Liga! 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