{"id":86564,"date":"2025-05-05T14:47:11","date_gmt":"2025-05-05T14:47:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/86564\/"},"modified":"2025-05-05T14:47:11","modified_gmt":"2025-05-05T14:47:11","slug":"drohne-als-blitzableiter-erfolgreicher-versuch-in-japan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/86564\/","title":{"rendered":"Drohne als Blitzableiter: Erfolgreicher Versuch in Japan"},"content":{"rendered":"<ol class=\"a-toc__list\">\n<li class=\"a-toc__item&#10;          &#10;            a-toc__item--counter&#10;          &#10;            a-toc__item--current\">\n<p>              Drohne als Blitzableiter: Erfolgreicher Versuch in Japan<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Forschern in Japan ist es erstmals gelungen, Blitze mit einer Drohne auszul\u00f6sen und umzuleiten. Das erfolgreiche Experiment k\u00f6nnte in eine neue Art des Blitzschutzes m\u00fcnden und im besten Falle sogar elektrische Energie aus Blitzen nutzbar zu machen, <a href=\"https:\/\/group.ntt\/en\/newsrelease\/2025\/04\/18\/250418a.html\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">teilte das japanische Telekommunikationsunternehmen NTT mit<\/a>, dessen Forschungsabteilung den Versuch unternommen hat.<\/p>\n<p>Bei dem Experiment in der bergigen Region von Hamada City in der Pr\u00e4fektur Shimane im Westen Japans gelang es den Forschern, die speziell entwickelte Drohne in eine Gewitterwolke zu fliegen und gezielt einen Blitzeinschlag auszul\u00f6sen. Herzst\u00fcck ist dabei ein speziell entwickelter Blitzschutzk\u00e4fig, der die Drohne vor den Auswirkungen eines direkten Blitzeinschlags bewahrt. Dieser metallische K\u00e4fig leitet den Strom um die empfindlichen Elektronikkomponenten der Drohne herum und verteilt den Blitzstrom radial, wodurch die entstehenden starken Magnetfelder neutralisiert werden.<\/p>\n<p>Teil des K\u00e4figs geschmolzen<\/p>\n<p>Allerdings schmolz ein Teil des K\u00e4figs bei dem Einschlag. Verst\u00e4rkungen sollen daf\u00fcr sorgen, dass er nunmehr Blitze von 150.000 Ampere aush\u00e4lt \u2013 dies sei deutlich mehr, als von einem nat\u00fcrlichen Blitz ausgehe. Dank des K\u00e4figs k\u00f6nnten auch handels\u00fcbliche Drohnen eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Drohnen als Blitzableiter k\u00f6nnten k\u00fcnftig unter anderem bei Veranstaltungen im Freien, in St\u00e4dten sowie zum Schutz von Telekommunikationsanlagen und Windparks eine Rolle spielen. Bisherige Schutzma\u00dfnahmen basieren haupts\u00e4chlich auf passiven Blitzableitern, deren Schutzbereich begrenzt ist und die nicht \u00fcberall installiert werden k\u00f6nnen. Allein in Japan verursachen Blitzsch\u00e4den j\u00e4hrlich Kosten zwischen 100 und 200 Milliarden Yen (etwa 610 Millionen bis 1,22 Milliarden Euro).<\/p>\n<p>Per Draht mit dem Boden verbunden<\/p>\n<p>Um Blitze aktiv auszul\u00f6sen, entwickelten die Forscher eine Methode, bei der ein leitf\u00e4higer Draht die Drohne mit dem Boden verbindet. Ein am Boden installierter Hochspannungsschalter erzeugt beim Schlie\u00dfen eine rapide \u00c4nderung des elektrischen Feldes um die Drohne herum, was den Blitzeinschlag beg\u00fcnstigt.<\/p>\n<p>Die praktische Erprobung erfolgte am 13. Dezember 2024. Als sich eine Gewitterwolke n\u00e4herte und die gemessene elektrische Feldst\u00e4rke am Boden zunahm, startete das Team eine mit dem Schutzk\u00e4fig ausgestattete Drohne auf eine H\u00f6he von 300 Metern. Nach Aktivierung des Schalters wurde eine Spannung von \u00fcber 2000 Volt zwischen Draht und Boden gemessen, kurz bevor der Blitz einschlug.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/4\/8\/4\/8\/0\/0\/4\/250418aa-741e7b40b1a7c0d0.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Foto der Blitzschutzdrohne\" height=\"487\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 600 \/ 487; object-fit: cover;\" width=\"600\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Diese Drohne wurde f\u00fcr den Blitzversuch verwendet<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0NTT)\n    <\/p>\n<p>Pl\u00e4ne f\u00fcr die Zukunft<\/p>\n<p>NTT plant, die Technologie weiterzuentwickeln, um die Erfolgsrate der drohnenbasierten Blitzausl\u00f6sung zu verbessern. Zuk\u00fcnftige Forschungsschwerpunkte liegen auf der pr\u00e4zisen Vorhersage von Blitzpositionen und einem tieferen Verst\u00e4ndnis der Blitzmechanismen. Langfristig zielt das Unternehmen darauf ab, nicht nur Blitze auszul\u00f6sen und zu kontrollieren, sondern auch deren Energie nutzbar zu machen.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mki@heise.de\" title=\"Malte Kirchner\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mki<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Drohne als Blitzableiter: Erfolgreicher Versuch in Japan Forschern in Japan ist es erstmals gelungen, Blitze mit einer Drohne&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":86565,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[135],"tags":[36060,29,10068,30,19634,372,190,189,194,191,591,193,192],"class_list":{"0":"post-86564","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wissenschaft-technik","8":"tag-blitzschutz","9":"tag-deutschland","10":"tag-drohnen","11":"tag-germany","12":"tag-gewitter","13":"tag-japan","14":"tag-science","15":"tag-science-technology","16":"tag-technik","17":"tag-technology","18":"tag-wissen","19":"tag-wissenschaft","20":"tag-wissenschaft-technik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114455776233569195","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86564","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=86564"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86564\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/86565"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=86564"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=86564"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=86564"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}