{"id":86567,"date":"2025-05-05T14:49:09","date_gmt":"2025-05-05T14:49:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/86567\/"},"modified":"2025-05-05T14:49:09","modified_gmt":"2025-05-05T14:49:09","slug":"laendervergleich-zur-gerechtigkeit-deutschland-auf-rang-zehn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/86567\/","title":{"rendered":"L\u00e4ndervergleich zur Gerechtigkeit: Deutschland auf Rang zehn"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 05.05.2025 10:30 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Im neuen Gerechtigkeitsindex des IW K\u00f6ln landet Deutschland unter 34 L\u00e4ndern im vorderen Mittelfeld. Am gerechtesten gehe es in Nordeuropa zu, so die Forscher.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWie l\u00e4sst sich messen, ob es in einem Land gerecht zugeht? Das IW K\u00f6ln n\u00e4hert sich der Frage mit einer Reihe von Indikatoren. In seiner aktuellen Ausgabe des <a href=\"https:\/\/www.familienunternehmen.de\/de\/publikationen\/internationaler-gerechtigkeitsindex?id=Qhes3mhBh2vW3kH8\" title=\"Internationaler Gerechtigkeitsindex\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Gerechtigkeitsindex<\/a>, der 34 entwickelte Staaten untersucht, schneidet Nordeuropa am besten ab.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDabei belegen Norwegen, Schweden und D\u00e4nemark die ersten drei Pl\u00e4tze, gefolgt von Island und Finnland. Deutschland liegt auf Platz zehn, hinter \u00d6sterreich und vor der Schweiz, womit die deutschsprachigen L\u00e4nder sehr nah beieinander im vorderen Mittelfeld rangieren. Auf dem letzten Platz landete die T\u00fcrkei, auch Japan und die USA sind auf den Pl\u00e4tzen 29 und 30 in der Schlussgruppe.<\/p>\n<p>    Sechs Kategorien der Gerechtigkeit<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Studienautoren verweisen ausdr\u00fccklich darauf, dass das Gerechtigkeitsempfinden in vielerlei Hinsicht von pers\u00f6nlichen Pr\u00e4ferenzen abh\u00e4ngt. Um dennoch einen m\u00f6glichst objektiven Index aufzustellen, verglichen der federf\u00fchrende \u00d6konom Dominik Enste und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 43 einzelne Indikatoren in sechs Kategorien: Bedarfsgerechtigkeit, Regelgerechtigkeit, Leistungsgerechtigkeit, Chancengerechtigkeit, Einkommensgerechtigkeit und Generationengerechtigkeit.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnter das Stichwort Bedarfsgerechtigkeit etwa f\u00e4llt die Deckung der menschlichen Grundbed\u00fcrfnisse unabh\u00e4ngig vom Einkommen, unter Einkommensgerechtigkeit die Frage nach gleichm\u00e4\u00dfiger Verteilung von Einkommen und Lasten. Grundlage der Vergleiche waren Daten der EU-Statistikbeh\u00f6rde Eurostat, der Weltbank, der OECD und anderer Organisationen zu Einkommen, Sozialf\u00fcrsorge, Renten- und Bildungssystemen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas IW K\u00f6ln wird haupts\u00e4chlich getragen von Wirtschafts- und Arbeitsgeberverb\u00e4nden. Auftraggeber des Gerechtigkeitsindex war die Stiftung Familienunternehmen in M\u00fcnchen, die die Untersuchung ver\u00f6ffentlichte.<\/p>\n<p>    Unterschiedliche Vorstellungen \u00fcber Gerechtigkeit<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWie eine begleitende Umfrage zeigte, gehen die Vorstellungen zur Gerechtigkeit in der deutschen Bev\u00f6lkerung auseinander. Knapp 87 Prozent der 3.267 Befragten war die Regelgerechtigkeit am wichtigsten, also der Gedanke, dass f\u00fcr alle Mitglieder einer Gesellschaft gleiches Recht gelten soll. Knapp 49 Prozent halten eine m\u00f6glichst gleiche Verteilung von Einkommen und Verm\u00f6gen f\u00fcr gerecht. Doch stimmten knapp drei Viertel &#8211; gut 74 Prozent &#8211; auch dem Satz zu: &#8222;Eine Gesellschaft ist gerecht, wenn Personen, die im Beruf viel leisten, mehr verdienen als andere.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie auftraggebende Stiftung Familienunternehmen zog den Schluss, dass es in Deutschland kein grundlegendes Gerechtigkeitsproblem gebe. &#8222;Es ist gut, von Wissenschaftlern zu h\u00f6ren, dass es in Deutschland im Kern gerecht zugeht. Dies ist auch f\u00fcr den gesellschaftlichen Frieden essenziell. Daf\u00fcr stehen unsere soziale Marktwirtschaft und der Rechtsstaat&#8220;, sagte Vorstand Rainer Kirchd\u00f6rfer.<\/p>\n<p>    Nicht auf dem Erreichten ausruhen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDennoch sollte die Politik sich nicht zur\u00fccklehnen, erkl\u00e4rte das Forscherteam des IW: Bildung sei der Schl\u00fcssel zu beruflichem Erfolg und gerechter Einkommensverteilung, weshalb das Angebot verbessert werden m\u00fcsse. Der Ausgleich der kalten Progression im Steuersystem sowie Anreize f\u00fcr Mehrarbeit und privaten Verm\u00f6gensaufbau k\u00f6nnten die Gerechtigkeit bei Einkommen und Verm\u00f6gen verbessern. F\u00fcr Transferleistungen m\u00fcsse stets das Lohnabstandsgebot gelten. \u00dcberschie\u00dfende verteilungspolitische Ma\u00dfnahmen l\u00e4hmten das Wirtschaftswachstum und erzeugten Widerspr\u00fcche zu anderen gleichwertigen Gerechtigkeitsnormen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 05.05.2025 10:30 Uhr Im neuen Gerechtigkeitsindex des IW K\u00f6ln landet Deutschland unter 34 L\u00e4ndern im vorderen Mittelfeld.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":86568,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[3078,32720,13,22353,14,15,12,11748,10,8,9,11,103,104],"class_list":{"0":"post-86567","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-familienunternehmen","9":"tag-gerechtigkeit","10":"tag-headlines","11":"tag-iw-koeln","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-studie","16":"tag-top-news","17":"tag-top-meldungen","18":"tag-topmeldungen","19":"tag-topnews","20":"tag-welt","21":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114455784012284625","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86567","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=86567"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86567\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/86568"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=86567"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=86567"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=86567"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}