{"id":865855,"date":"2026-03-13T17:18:14","date_gmt":"2026-03-13T17:18:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/865855\/"},"modified":"2026-03-13T17:18:14","modified_gmt":"2026-03-13T17:18:14","slug":"oepnv-in-muenchen-infokampagne-soll-sicherheitsgefuehl-staerken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/865855\/","title":{"rendered":"\u00d6PNV in M\u00fcnchen: Infokampagne soll Sicherheitsgef\u00fchl st\u00e4rken"},"content":{"rendered":"<p>Die bayerische Landeshauptstadt geh\u00f6rt zu den sichersten Gro\u00dfst\u00e4dten in ganz Deutschland. Das betont die M\u00fcnchner Polizei immer wieder. Egal ob Hamburg, Berlin oder Frankfurt \u2013 \u00fcberall sei das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, rund zweimal h\u00f6her, so Polizeipr\u00e4sident Thomas Hampel.<\/p>\n<p>Unterwegs mit den \u00d6ffis: Subjektives Sicherheitsgef\u00fchl soll gest\u00e4rkt werden<\/p>\n<p>Trotz der positiven Zahlen aus der Kriminalstatistik f\u00fchlen sich aber einer Studie des M\u00fcnchner Kreisjugendrings zufolge junge Frauen besonders im \u00d6ffentlichen Nahverkehr (\u00d6PNV) unsicher. Nun hat die M\u00fcnchner Verkehrsgesellschaft (MVG) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn (DB) und der M\u00fcnchner Polizei eine neue Informationskampagne entwickelt. Deren Ziel ist es, das subjektive Sicherheitsgef\u00fchl der Fahrg\u00e4ste in U-Bahn, Bus, Tram- und S-Bahn zu st\u00e4rken. <\/p>\n<p>&#8222;Sicher unterwegs&#8220; mit Infos zu Notrufm\u00f6glichkeiten<\/p>\n<p>Kern der neuen Infokampagne &#8222;Sicher unterwegs&#8220; sind kurze Filme, die auf den Bildschirmen des Fahrgastfernsehens gezeigt werden. Darin wird den Fahrg\u00e4sten erkl\u00e4rt, wie sie mit den Fahrern Kontakt aufnehmen k\u00f6nnen, wo \u00fcberall Kameras montiert sind oder wo es in den Bahnh\u00f6fen Notrufs\u00e4ulen gibt.<\/p>\n<p>Was banal klinge, sei ziemlich wichtig, sagt MVG-Chef Ingo Wortmann. Denn die Marktforschung habe gezeigt, dass Fahrg\u00e4ste, die in M\u00fcnchen mit dem \u00d6PNV unterwegs sind, diese Sicherheitseinrichtungen gar nicht so gut kennen w\u00fcrden. Deswegen die Aufkl\u00e4rung.<\/p>\n<p>Kritik kommt vom KJR<\/p>\n<p>Die neue Informationskampagne sei ein guter und richtiger Schritt, greife aber zu kurz, findet Theresa Baum vom M\u00fcnchner Kreisjugendring. Ihrer Ansicht nach fehlen in den Filmen der Infokampagne konkrete Beispielsituationen, in denen gezeigt wird, ab wann Frauen beispielsweise den Notrufknopf in U-Bahnen oder Bahnh\u00f6fen dr\u00fccken und damit auf Hilfe hoffen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Auf die Kritik angesprochen versichert MVG-Chef Ingo Wortmann, dass solche konkreten beispielhaften Notsituationen in einem n\u00e4chsten Schritt ebenfalls Teil der neuen Infokampagne werden sollen. Man d\u00fcrfe immer sofort die 110 w\u00e4hlen, sobald man sich bedroht f\u00fchle, versichert M\u00fcnchens Polizeipr\u00e4sident Thomas Hampel. Im Ernstfall seien durchschnittlich innerhalb von vier Minuten entweder die Polizei, die U-Bahnwache oder die DB-Sicherheit vor Ort.<\/p>\n<p>Weniger Straftaten, aber mehr Respektlosigkeit<\/p>\n<p>Obwohl laut Polizeipr\u00e4sident Hampel die Zahl der Straftaten in M\u00fcnchen seit 30 Jahren r\u00fcckl\u00e4ufig ist, bemerkt man nach Angaben von MVG-Chef Wortmann eine starke Zunahme von Egoismus und Respektlosigkeit unter manchen Fahrg\u00e4sten. Das mache teilweise auch den eigenen Mitarbeitenden zu schaffen. <\/p>\n<p>Schlagzeilen machte hier zuletzt <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/bundesweites-entsetzen-ueber-toedliche-attacke-auf-zugbegleiter,VAGSayQ\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">der Fall eines DB-Zugbegleiters<\/a>, der im Februar bei Kaiserslautern von einem Fahrgast angegriffen und t\u00f6dlich verletzt wurde.<\/p>\n<p>S-Bahn M\u00fcnchen: Bodycams f\u00fcr Fahrscheinkontrolleure<\/p>\n<p>Aus diesem Grund wird derzeit <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/bespuckt-beschimpft-getreten-der-alltag-von-bahnpersonal,VBaLJSi\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">der Einsatz von Bodycams f\u00fcr Fahrscheinkontrolleure in der M\u00fcnchner S-Bahn gepr\u00fcft<\/a>, berichtet S-Bahn-Chef Heiko B\u00fcttner. Bereits im vergangenen Jahr habe man die Bodycams getestet. In einem n\u00e4chsten Schritt sollen dann Fahrscheinkontrolleure damit ausgestattet werden, wenn sie das wollen. <\/p>\n<p>Einen Zeitrahmen nannte B\u00fcttner jedoch nicht. Auch die MVG hatte vor mehreren Jahren den Einsatz von Bodycams erprobt, dann aber wieder verworfen. Bislang, so der MVG-Chef, habe sich daran nichts ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Forderung nach l\u00e4ngerer Datenspeicherung<\/p>\n<p>Bei der Vorstellung der neuen Infokampagne forderten sowohl Polizei als auch MVG eine l\u00e4ngere <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/meldung\/bayerische-polizei-setzt-staerker-auf-videoueberwachung%2C3007b4dea\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Speicherung der Videos von \u00dcberwachungskameras<\/a> an Bahnh\u00f6fen oder Z\u00fcgen. Bisher sei das nur 48 Stunden m\u00f6glich, viele Straftaten w\u00fcrden aber erst im Nachhinein bekannt. Deswegen w\u00fcrde eine l\u00e4ngere Speicherung von bis zu einem Monat mehr Sinn machen, findet MVG-Chef Wortmann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die bayerische Landeshauptstadt geh\u00f6rt zu den sichersten Gro\u00dfst\u00e4dten in ganz Deutschland. 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