{"id":8659,"date":"2025-04-04T22:13:12","date_gmt":"2025-04-04T22:13:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/8659\/"},"modified":"2025-04-04T22:13:12","modified_gmt":"2025-04-04T22:13:12","slug":"kiew-setzt-auf-tochka-u-raketen-aus-sowjetzeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/8659\/","title":{"rendered":"Kiew setzt auf Tochka-U-Raketen aus Sowjetzeiten"},"content":{"rendered":"<p>Sowjetwaffen sehen aus wie neu <\/p>\n<p>Das unverhoffte Raketenarsenal der Ukraine<\/p>\n<p>Aktualisiert am 04.04.2025 &#8211; 07:22 UhrLesedauer: 3 Min.<\/p>\n<p><a href=\"#focus-0\" class=\"transition-colors duration-200 focus-within:text-magenta block text-current relative\" data-sctrack=\"FocusGalleryImage.Reference\"><img fetchpriority=\"high\" data-testid=\"Opener.Image\" style=\"--lqipURL:url('https:\/\/images.t-online.de\/2025\/04\/81eGOgO22uFC\/0x213:3504x1971\/fit-in\/150x0\/filters:blur(25)\/mobile-abschussrampen-fuer-tochka-u-raketen-bei-einer-parade-in-kiew-2016-etwa-500-stueck-davon-blieben-nach-dem-ende-der-sowjetunion-im-arsenal-der-ukraine.jpg')\"   loading=\"eager\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/mobile-abschussrampen-fuer-tochka-u-raketen-bei-einer-parade-in-kiew-2016-etwa-500-stueck-davon-blie.jpeg\" alt=\"imago 73004935\" title=\"imago 73004935\" width=\"3504\" height=\"1971\" class=\"bg-[url:var(--lqipURL)] bg-cover bg-center flex w-full max-w-full h-full\" decoding=\"async\"\/><img style=\"--width:32;--height:32\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/zoom-in.f7dae02f.svg.svg+xml\" alt=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" title=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" class=\"&#10;        block&#10;        h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)]&#10;        w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)]&#10;        max-w-none&#10;        absolute bottom-8 right-8 rounded-4 bg-snow p-8\" decoding=\"async\"\/><\/a><\/p>\n<p>Mobile Abschussrampen f\u00fcr Tochka-U-Raketen bei einer Parade in Kiew 2016 (Archivbild): Etwa 500 St\u00fcck davon blieben nach dem Ende der Sowjetunion im Arsenal der Ukraine. (Quelle: imago stock&amp;people)<\/p>\n<p class=\"font-bold text-18 leading-17\">Die meisten Tochka-U-Raketen der Ukraine galten als nicht mehr einsetzbar. Doch in ihrer Not setzen Kiews Ingenieure die alten Sowjetwaffen wohl wieder instand.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Sie sind ein Relikt der Sowjetzeit und eigentlich Sonderm\u00fcll: die Kurzstreckenraketen vom Typ Tochka-U. Etwa 500 Exemplare verblieben nach der Unabh\u00e4ngigkeit 1991 im Arsenal der <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/ukraine\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ukraine<\/a>, doch zu Beginn des russischen \u00dcberfalls 2022 hie\u00df es, die meisten davon sein nicht wiederherzustellen. In ihrer Not scheint den ukrainischen Ingenieuren nun aber genau das zu gelingen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Darauf deuten Aufnahmen der 19. ukrainischen Raketenbrigade hin, die neben der Tochka-U auch \u00fcber US-Raketenwerfer vom Typ Himars verf\u00fcgt. Immer wieder berichtet die Einheit von Angriffen auf russische Stellungen, zuletzt im Januar und im M\u00e4rz. Die Angriffe erfolgen meistens in der Region Donezk oder in der russischen Region Belgorod. Auffallend an den Bildern der Brigade: Die Tochka-U-Raketen sehen fabrikneu aus, obwohl sie eigentlich vor langer Zeit in <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/russland\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Russland<\/a> gefertigt wurden. Dieses Video soll die j\u00fcngsten Eins\u00e4tze der Waffe zeigen:<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Es ist zwar nicht ausgeschlossen, dass die Ukraine eine eigene Produktionslinie f\u00fcr die Tochka-U eingerichtet hat, dies gilt aber als unwahrscheinlich. Die Priorit\u00e4t der ukrainischen Regierung liegt auf der Neu- und Weiterentwicklung anderer Raketen wie der Neptun, <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ausland\/internationale-politik\/id_100637758\/ukraine-krieg-kiew-schlaegt-mit-selbst-entwickelter-rakete-offenbar-zu.html\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">deren neueste Version k\u00fcrzlich zum ersten Mal gegen eine russische \u00d6lraffinerie eingesetzt wurde<\/a>. Wahrscheinlicher ist, dass die Ukraine ihre alten Tochka-U in einem aufwendigen Prozess zerlegt, mit neuem Brennstoff ausstattet und wieder zusammensetzt.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Auf dem Schlachtfeld d\u00fcrfte die Tochka-U den Ukrainern noch immer gute Dienste leisten. Die zwei Tonnen schwere Feststoffrakete hat eine Reichweite von mehr als 110 Kilometern und kann einen 1.000 Kilogramm schweren Sprengkopf ins Ziel bringen. Zum Vergleich: Mit ihren Himars-Systemen kann die Ukraine bis zu 150 Kilometer weit feuern. ATACMS-Raketen schaffen zwar bis zu 300 Kilometer, doch davon hat die US-Regierung unter <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/joe-biden\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Joe Biden<\/a> der Ukraine nur wenige Exemplare geliefert.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Doch die Wiederaufbereitung der alten Tochka-U-Raketen ist nicht ungef\u00e4hrlich. Raketen mit Fl\u00fcssigbrennstoff werden erst kurz vor dem Start betankt und sind daher einfacher zu transportieren und zu warten. Feststoffraketen wie die Tochka-U tragen ihren Brennstoff dagegen immer mit sich, um im Ernstfall schnell einsatzbereit zu sein. Der Nachteil ist, dass es schon im Normalbetrieb zu Ungl\u00fccken mit Feststoffraketen kommen kann. Je nach Lagerbedingungen w\u00e4chst diese Gefahr mit der Zeit noch, da sich die chemischen Eigenschaften des Brennstoffs ver\u00e4ndern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die Wiederaufbereitung der Tochka-U-Raketen erfolgt offenbar im Juschmasch-Industriekomplex in der Stadt Dnipro. An dem Standort werden seit 1944 Waffen produziert, auch die erste sowjetische Atomrakete wurde dort gefertigt. Wie &#8222;Forbes&#8220; berichtet, l\u00e4sst die ukrainische Regierung in Dnipro auch eine Nachfolgeversion der Tochka-U entwickeln, die Hrim-2. Sie soll das Land unabh\u00e4ngiger machen von westlichen Systemen wie ATACMS.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die Hrim-2 soll bis zu 700 Kilometer weit fliegen und fast 500 Kilo Sprengstoff tragen k\u00f6nnen. Nach Angaben des Milit\u00e4rexperten Fabian Hoffmann soll sie einen Sprengkopf bekommen, der eine \u00e4hnliche Durchschlagskraft h\u00e4tte wie der in Deutschland entwickelte Marschflugk\u00f6rper Taurus. Unklar ist, wie weit fortgeschritten die Entwicklung der Hrim-2 ist. Best\u00e4tigte Berichte \u00fcber Eins\u00e4tze der Rakete gibt es bislang nicht. Trotzdem ist es nicht verwunderlich, dass Russland wiederholt versucht hat, das Raketenwerk in Dnipro zu zerst\u00f6ren.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Schon im April 2023 behauptete der Kreml, die Tochka-U-Fabrik in Dnipro bei einem Raketenangriff zerst\u00f6rt zu haben. Im November desselben Jahres feuerte Russland eine Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik auf die Stadt ab. <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ukraine\/id_100536224\/wladimir-putin-neu-entwickelte-rakete-schlug-in-dnipro-ein.html\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Bilder vom Einschlag der einzelnen Gefechtsk\u00f6pfe l\u00f6sten auch im Westen Besorgnis aus<\/a>. Doch laut &#8222;Forbes&#8220; hat die Ukraine besch\u00e4digte Geb\u00e4ude auf dem Juschmasch-Komplex wieder aufgebaut und die Anlagen dort r\u00e4umlich weiter verteilt. Putins Truppen in der Ukraine d\u00fcrften also weiter von Waffen getroffen werden, die einst im eigenen Land produziert wurden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sowjetwaffen sehen aus wie neu Das unverhoffte Raketenarsenal der Ukraine Aktualisiert am 04.04.2025 &#8211; 07:22 UhrLesedauer: 3 Min.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":8660,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[326,6887,331,332,6010,6886,6077,13,5793,14,15,6885,307,12,4958,6884,317],"class_list":{"0":"post-8659","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-326","9":"tag-abschussrampe","10":"tag-aktuelle-nachrichten","11":"tag-aktuelle-news","12":"tag-belgorod","13":"tag-dnipro","14":"tag-donezk","15":"tag-headlines","16":"tag-kiew","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-raketenarsenal","20":"tag-russland","21":"tag-schlagzeilen","22":"tag-sowjetunion","23":"tag-sowjetwaffe","24":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114281998161668255","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8659","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8659"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8659\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8660"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8659"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8659"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8659"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}