{"id":867008,"date":"2026-03-14T03:59:16","date_gmt":"2026-03-14T03:59:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/867008\/"},"modified":"2026-03-14T03:59:16","modified_gmt":"2026-03-14T03:59:16","slug":"krise-bei-porsche-immer-noch-stolz-hier-zu-arbeiten-so-blicken-mitarbeiter-auf-die-lage-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/867008\/","title":{"rendered":"Krise bei Porsche: \u201eImmer noch stolz, hier zu arbeiten\u201c \u2013 So blicken Mitarbeiter auf die Lage &#8211; Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t   \t\t\t\t\t \t\t\t\t   \t      \t\t\t\t   <img decoding=\"async\" id=\"article-image\" fetchpriority=\"high\" alt=\"Krise bei Porsche: \u201eImmer noch stolz, hier zu arbeiten\u201c \u2013 So blicken Mitarbeiter auf die Lage\" title=\"Krise bei Porsche: \u201eImmer noch stolz, hier zu arbeiten\u201c \u2013 So blicken Mitarbeiter auf die Lage\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/media.media.28d7add2-23cc-4c0b-a532-51c898f8f19d.original700.jpg\" data-linkto=\"https:\/\/www.krzbb.de\/javascript:void(0);\"\/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tPorsche steckt in der Krise: Die operative Umsatzrendite sank 2025 auf 0,3 Prozent.\u00a0Foto: Rouven Spindler\t\t\t<\/p>\n<p>Der Gewinn des Stuttgarter Sportwagenherstellers Porsche ist um 91,4 Prozent eingebrochen. Wie \u00e4u\u00dfern sich Mitarbeiter zur Lage? Ein Stimmungsbild am Werkstor.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Mitarbeiter von <a href=\"https:\/\/www.krzbb.de\/thema\/Porsche\" title=\"Porsche\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Porsche<\/a> geht eine Woche zu Ende, in der ihr Unternehmen bundesweit in den Schlagzeilen war. Denn der Sportwagenhersteller aus <a href=\"https:\/\/www.krzbb.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stuttgart<\/a> hat seine Bilanz f\u00fcr 2025 vorgestellt \u2013 und in diesem Zuge <a href=\"https:\/\/www.krzbb.de\/inhalt.stuttgarter-autobauer-porsche-meldet-gewinneinbruch-von-91-4-prozent.ec116271-239b-448d-8a24-7edfe0f71c17.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">einen Gewinneinbruch um 91,4 Prozent<\/a> im Vergleich zum Vorjahr gemeldet.<\/p>\n<p>Das schlechte China-Gesch\u00e4ft, die US-Z\u00f6lle, der Strategiewechsel wegen des offenbar zu optimistisch eingesch\u00e4tzten Markts f\u00fcr Elektro-Modelle: Verschiedene Gr\u00fcnde f\u00fchrten dazu, dass die Sportwagen-Tochter <a href=\"https:\/\/www.krzbb.de\/inhalt.stuttgarter-autobauer-milliardenkosten-und-verfehlte-e-strategie-porsche-wird-zur-last-fuer-volkswagen.10154ab8-1628-4beb-a854-ad74ae0a8bc2.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">vom Zugpferd zum Problemfall ihres Mutterkonzerns Volkswagen<\/a> wurde, der selbst einen Gewinneinbruch um 44 Prozent verzeichnete. Wie blicken Porsche-Mitarbeiter an der Konzernzentrale in Stuttgart-Zuffenhausen auf die Lage?<\/p>\n<p>So \u00e4u\u00dfern sich Porsche-Besch\u00e4ftigte  <\/p>\n<p> \u201eWir haben letztes Jahr gearbeitet ohne Ende \u2013 an Samstagen, mit \u00dcberstunden und allem. Und dann kommt zum Ende raus, dass du eigentlich gar keinen Gewinn gemacht hast. Das frustriert\u201c, blickt ein 39-J\u00e4hriger auf die 310 Millionen im Porsche-Ergebnis \u2013 nach fast 3,6 Milliarden im Jahr 2024. <\/p>\n<p>Aus seiner Sicht \u2013 und auch aus der seiner Kollegen, wie er sagt \u2013 sei es eine Fehlentscheidung gewesen, \u201eVollgas in die Elektromobilit\u00e4t zu investieren und nicht zu versuchen, erstmal zweigleisig zu fahren\u201c. Das sei politikgetrieben passiert, aber auch durch Entscheidungen des Unternehmens. Porsche musste dadurch 2025 hohe Sonderausgaben verbuchen und nach dem Strategiewechsel massiv in neue Verbrennermodelle investieren.<\/p>\n<p>\u201eWir sind immer noch stolz darauf, hier zu arbeiten\u201c, sagt der 39-J\u00e4hrige, \u201edu gibst auch alles jeden Tag\u201c. Doch: \u201e2016 hat man sich noch ein bisschen mehr wertgesch\u00e4tzt gef\u00fchlt, jetzt geht das ein bisschen weg\u201c, findet er und mutma\u00dft: \u201eVielleicht sind wir auch zu schnell gewachsen, zu viele Leute.\u201c Wom\u00f6glich werde es nun wieder ein wenig besser. \u201eAber nat\u00fcrlich: Sorgen hat man\u201c, gesteht der zweifache Vater mit Blick auf den Arbeitsplatz. Er habe zwei Kinder und pendle t\u00e4glich \u00fcber 100 Kilometer, weil es in seiner Region keine Arbeit gebe.<\/p>\n<p>Porsche will Stellenabbau versch\u00e4rfen  <\/p>\n<p>Um die Wettbewerbsf\u00e4higkeit im erforderlichen Ausma\u00df zu verbessern, reicht das Anfang 2025 zwischen Vorstand und Betriebsrat vereinbarte Programm, das den Abbau von 1900 Stellen und das Auslaufen von 2000 befristeten Arbeitspl\u00e4tzen vorsieht, aus Sicht des Unternehmens nicht aus. Seit dem Vorjahr will Porsche mit dem Betriebsrat \u00fcber ein weiteres Paket verhandeln.<\/p>\n<p> \u00dcber die Sorge um den Arbeitsplatz spricht auch ein weiterer Besch\u00e4ftigter aus der Produktion. Man sehe, wie in anderen Unternehmen trotz Arbeitssicherung und Vertr\u00e4gen mit Gewerkschaften Stellen abgebaut werden, sagt er, meint aber: \u201eDen Kopf jetzt in den Sand zu stecken, w\u00e4re, glaube ich, die falsche L\u00f6sung.\u201c Stattdessen m\u00fcssen man weiter den Glauben aufrechterhalten, der bringe einen immer am weitesten. <\/p>\n<p> Mitarbeiter w\u00fcnscht sich transparentere Porsche-Kommunikation <\/p>\n<p>Von seinem Arbeitgeber erhoffe er sich etwas mehr Transparenz. Denn f\u00fcr einen operativen Mitarbeiter sei \u201egerade alles ein bisschen undurchsichtig. Es wird relativ wenig durchgegeben\u201c. Er k\u00f6nne wohl f\u00fcr einige sprechen, wenn er sage, dass er sehns\u00fcchtig auf die Betriebsversammlung in der kommende Woche blickt. \u201eDa hoffen wir, dass wir mal wieder etwas Handfestes bekommen beziehungsweise mal wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist\u201c, so der 33-J\u00e4hrige. \u201eMit den neuen Zahlen w\u00e4chst logischerweise die Sorge\u201c, erg\u00e4nzt er.<\/p>\n<p> Was er sich w\u00fcnscht? Mehr Informationen dar\u00fcber, wie es weitergeht, ob ein Plan B existiert und ob es etwas gibt, das Hoffnung macht. Dar\u00fcber k\u00f6nnte die Strategie des <a href=\"https:\/\/www.krzbb.de\/inhalt.porsche-in-der-krise-rendite-bei-0-3-prozent-so-will-leiters-den-sportwagenbauer-erneuern.e9077bb3-fd22-402a-b41d-3b1b135e6309.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">neuen Porsche-Chefs Michael Leiters<\/a> Aufschluss geben. Doch bis er die vorstellt, k\u00f6nnte es noch ein halbes Jahr dauern. <\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/1773460756_40_media.media.a09457f1-4d71-4b4d-85b4-ae8bd3fc2890.original1024.media.jpeg\"\/>     Seit Januar Chef der Porsche AG: Michael Leiters    Foto: Porsche AG\/dpa    <\/p>\n<p> Beim Blick nach vorn bezieht sich der 33-j\u00e4hrige Produktionsmitarbeiter auf die Elektromobilit\u00e4t \u2013 und hofft, \u201edass wir da weiter dranbleiben und nicht ganz abgedankt haben. Ich bin guter Dinge\u201c. <\/p>\n<p>Auch ein anderer Besch\u00e4ftigter, der sich zur Lage \u00e4u\u00dfert, ist \u201eoptimistisch, dass es auch wieder bergauf gehen wird\u201c. Er denke, dass Leiters den Job als Porsche-Chef vermutlich besser machen wird als sein Vorg\u00e4nger Oliver Blume, obwohl dieser den Autobauer einige Jahre erfolgreich geleitet hatte. Die nun ver\u00f6ffentlichten Zahlen zu Blumes letzten Jahren an der Porsche-Spitze kamen f\u00fcr den 29-j\u00e4hrigen Mitarbeiter \u201enicht wirklich \u00fcberraschend. Wir wussten eigentlich schon alle vorher, dass es so kommen wird\u201c. Wirkliche \u00c4ngste in Bezug auf den Stellenabbau h\u00e4tten die Zahlen bei ihm nicht gesch\u00fcrt, auch wenn nat\u00fcrlich Ger\u00fcchte herumgehen w\u00fcrden. <\/p>\n<p> Porsche-Mitarbeiter \u00e4u\u00dfern sich zum Bonus <\/p>\n<p>\u201eMich interessiert das nicht\u201c, sagt einer seiner Kollegen, der ebenfalls in der Produktion arbeitet, zu der Bilanz f\u00fcr 2025. Er erhalte sein Gehalt, sei schon lange im Unternehmen. \u201eEs kommt wie es kommt\u201c, blickt er voraus. \u201eManche haben Angst\u201c, wei\u00df der 32-J\u00e4hrige, \u201eaber im Endeffekt k\u00f6nnen wir eh nichts \u00e4ndern\u201c. <\/p>\n<p>Er h\u00e4lt es f\u00fcr m\u00f6glich, dass die Mitarbeiter-Pr\u00e4mie, die anders als etwa bei Mercedes-Benz nicht zeitgleich mit den Gesch\u00e4ftszahlen kommuniziert wird, in diesem Jahr ausbleibt \u2013 glaubt aber, dass es immerhin einen kleinen Bonus geben wird. Sein 39-j\u00e4hriger Kollege kann es nicht einsch\u00e4tzen, die beiden anderen rechnen mit keiner Gewinnbeteiligung. \u201eDas w\u00e4re f\u00fcr mich tats\u00e4chlich gar nicht so schlimm, wenn ich daf\u00fcr die Sicherheit h\u00e4tte, den Arbeitsplatz zu behalten\u201c, sagt der 33-J\u00e4hrige. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Porsche steckt in der Krise: Die operative Umsatzrendite sank 2025 auf 0,3 Prozent.\u00a0Foto: Rouven Spindler Der Gewinn des&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":866867,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1830],"tags":[513,4694,1634,3364,29,30,25436,669,14056,1441,92814,5329],"class_list":["post-867008","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-stuttgart","tag-auto","tag-automobile","tag-baden-wuerttemberg","tag-de","tag-deutschland","tag-germany","tag-gewinneinbruch","tag-krise","tag-porsche","tag-stuttgart","tag-topt","tag-video"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116225531423987304","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/867008","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=867008"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/867008\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/866867"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=867008"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=867008"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=867008"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}