{"id":86712,"date":"2025-05-05T16:04:09","date_gmt":"2025-05-05T16:04:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/86712\/"},"modified":"2025-05-05T16:04:09","modified_gmt":"2025-05-05T16:04:09","slug":"immer-mehr-wissenschaftliche-studien-ueber-15-000-behandelte-patientinnen-und-patie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/86712\/","title":{"rendered":"Immer mehr wissenschaftliche Studien, \u00fcber 15.000 behandelte Patientinnen und Patie"},"content":{"rendered":"<p>Transkranielle Pulsstimulation (TPS): Hirnstimulation auf dem Weg zur Evidenz \u2013 Studien machen Hoffnung bei Alzheimer. Dabei handelt es sich um ein modernes, nicht-invasives Hirnstimulationsverfahren, das weltweit inzwischen zu den am intensivsten erforschten seiner Art geh\u00f6rt. Entwickelt und erforscht wurde die Methode, die auf niedrigenergetischen Sto\u00dfwellen basiert, in den vergangenen 30 Jahren urspr\u00fcnglich f\u00fcr Menschen mit Alzheimer-Demenz \u2013 inzwischen zeigen jedoch auch erste Studien und Praxiserfahrungen bei Parkinson, Depressionen, Autismus und ADHS vielversprechende Ergebnisse.<\/p>\n<p>Wien\/Salzburg &#8211; Immer mehr wissenschaftliche Studien, \u00fcber 15.000 behandelte Patientinnen und Patienten, fast 80 spezialisierte Kliniken, Praxen und Zentren im deutschsprachigen Raum \u2013 und doch ist sie vielen noch unbekannt: die Transkranielle Pulsstimulation , kurz TPS . Dabei handelt es sich um ein modernes, nicht-invasives Hirnstimulationsverfahren , das weltweit inzwischen zu den am intensivsten erforschten seiner Art geh\u00f6rt. Entwickelt und erforscht wurde die Methode, die auf niedrigenergetischen Sto\u00dfwellen basiert, in den vergangenen 30 Jahren urspr\u00fcnglich f\u00fcr Menschen mit Alzheimer-Demenz \u2013 inzwischen zeigen jedoch auch erste Studien und Praxiserfahrungen bei Parkinson , Depressionen , Autismus und ADHS vielversprechende Ergebnisse.<\/p>\n<p>Mit der j\u00fcngst ver\u00f6ffentlichten Studie der Medizinischen Universit\u00e4t Wien ist die wissenschaftliche Datenlage zur Transkraniellen Pulsstimulation (TPS) erneut gewachsen \u2013 und sie zeigt einmal mehr, was \u00c4rztinnen und \u00c4rzte aus der t\u00e4glichen Praxis schon lange berichten: Die TPS kann das Fortschreiten neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer bremsen, Symptome verbessern und vor allem eines bewahren \u2013 ein gutes St\u00fcck weiterer Selbstst\u00e4ndigkeit und Lebensqualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Was ist die Transkranielle Pulsstimulation (TPS) \u2013 und warum ist sie so besonders?<\/p>\n<p>Die Transkranielle Pulsstimulation (TPS) ist ein physikalisches Verfahren, das gezielte Sto\u00dfwellenimpulse von au\u00dfen durch den Sch\u00e4del zielgenau in das Gehirn leitet. Diese Impulse regen die Durchblutung an, f\u00f6rdern die Aussch\u00fcttung wachstumsf\u00f6rdernder Botenstoffe, aktivieren Nervenzellen (Neuronen) und die Synapsenbildung (Verbindungsstellen zwischen den Neuronen) und k\u00f6nnen degenerative Prozesse im Gehirn verlangsamen. Dabei ist die Behandlung schmerzfrei, dauert pro Sitzung nur etwa 30 Minuten, wird ambulant durchgef\u00fchrt und ist nahezu nebenwirkungsfrei.<\/p>\n<p>Mit der TPS behandelt und an ihr geforscht wird unter anderem in renommierten Einrichtungen wie dem Universit\u00e4tsklinikum Bonn , Deutsches Zentrum f\u00fcr Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), oder dem Klinikum Wahrendorff bei Hannover, Europas gr\u00f6\u00dfter psychiatrischer Fachklinik in privater Tr\u00e4gerschaft.<\/p>\n<p>Mittlerweile gibt es \u00fcber 50 wissenschaftliche Studien und Fachver\u00f6ffentlichungen zur TPS, die sich mit den zahlreichen Wirkmechanismen, der Patienten-Sicherheit und der nahezu vollst\u00e4ndigen Nebenwirkungslosigkeit dieser innovativen Sto\u00dfwellen-Methode befassen. Dabei steht im Zentrum die Alzheimer-Demenz, aber auch zu anderen Indikationen wie Parkinson, Depression, Autismus und ADHS sowie im Bereich der Grundlagenwissenschaft wird intensiv geforscht \u2013 mit klaren, ermutigenden Ergebnissen. Alle Forschenden, \u00fcbrigens weltweit aktiv, eint die Suche nach besseren, vertr\u00e4glicheren und vor allem wirksamen Optionen f\u00fcr Betroffene.<\/p>\n<p>Die &#8222;\u00c4rztliche Interessensgemeinschaft TPS&#8220; \u2013 ein Zusammenschluss engagierter Fach\u00e4rztinnen und Fach\u00e4rzte \u2013 spricht angesichts dieser Datenlage bereits von einer modernen, hochrelevanten Therapieform, die auf dem besten Weg zur evidenzbasierten Zusatztherapie bei Alzheimer-Demenz ist.<\/p>\n<p>Aktuelle Studie der Medizinischen Universit\u00e4t Wien liefert weitere valide Daten zur Wirksamkeit der TPS<\/p>\n<p>In einer doppelblinden, placebokontrollierten Studie mit 60 Alzheimer-Patient:innen untersuchte die Medizinische Universit\u00e4t Wien nun erneut die Wirkung der TPS. Die aktuellen Ergebnisse sprechen f\u00fcr sich: Vor allem bei Menschen unter 70 Jahren verbesserten sich das Ged\u00e4chtnis und andere kognitive F\u00e4higkeiten signifikant. Auch Depressionen, die h\u00e4ufig eine die Lebensqualit\u00e4t der Patienten weiter einschr\u00e4nkende Symptomatik bei Alzheimer-Erkrankten darstellen, nahmen ab. Begleitende MRT-Aufnahmen zeigten, dass die TPS zentrale Hirnregionen aktivieren kann, die f\u00fcr Ged\u00e4chtnis und Aufmerksamkeit verantwortlich sind.<\/p>\n<p>Verwendet wurden dabei international anerkannte Erhebungsinstrumente wie der CERAD-Plus und der BDI-II \u2013 auch das ist ein wichtiges Signal an die wissenschaftliche Community: Die Studien zur TPS folgen den methodischen Standards der klinischen Forschung. Und: Auch die Langzeitdaten werden stetig aussagekr\u00e4ftiger. Denn immer mehr \u00c4rzt:innen dokumentieren inzwischen positive Effekte, die Monate \u00fcber die Behandlung hinaus anhalten.<\/p>\n<p>Nicht-invasiv, ambulant und hocheffektiv: Transkranielle Pulsstimulation (TPS) als Teil einer neuen \u00c4ra in der Medizin<\/p>\n<p>Die TPS geh\u00f6rt zu einer wachsenden Gruppe von Verfahren der sogenannten nicht-invasiven Hirnstimulation (NIBS). Anders als medikament\u00f6se Therapien basieren NIBS auf physikalischen Prinzipien \u2013 sie nutzen gezielte Reize, um neurobiologische Prozesse im Gehirn anzusto\u00dfen. Zu dieser Gruppe z\u00e4hlt zum Beispiel auch die transkranielle Magnetstimulation (TMS), die vor allem bei Depressionen eingesetzt wird und mittlerweile sogar in die offiziellen Leitlinien aufgenommen wurde. W\u00e4hrend die TMS mit elektrischen Str\u00f6men \u00fcber Magnetfelder arbeitet, setzt die TPS auf niedrigenergetische Sto\u00dfwellenimpulse, die tiefere Hirnareale \u00fcber eine Software-gest\u00fctzte Applikation \u00e4u\u00dferst zielgenau erreichen k\u00f6nnen und so f\u00fcr die Behandlung von Alzheimer oder auch Parkinson ideal geeignet ist.<\/p>\n<p>Der gro\u00dfe Vorteil: Die NIBS-Verfahren wirken dort, wo Medikamente oft an Grenzen sto\u00dfen \u2013 n\u00e4mlich direkt im Gehirn, ohne den Organismus fl\u00e4chendeckend zu belasten. Nebenwirkungen sind bei der TPS extrem selten und mild \u2013 Kopfschmerzen, Unruhe oder M\u00fcdigkeit vergehen meist schnell. Und: Die Behandlung ist f\u00fcr Patienten schmerzfrei und mit keinerlei Einschr\u00e4nkungen im Alltag verbunden.<\/p>\n<p>NIBS: Und die Kosten? Gering \u2013 verglichen mit Medikamenten wie Lecanemab<\/p>\n<p>Obwohl die TPS bereits in zahlreichen Fachzentren verf\u00fcgbar ist, \u00fcbernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten bislang noch nicht. Dies gilt auch f\u00fcr die TMS trotz ihrer Aufnahme in die offiziellen Leitlinien. Der Grund: Der Bereich der Hirnstimulationsverfahren ist relativ jung und bisher nicht in den Leistungskatalogen verankert. Hier m\u00fcssen zun\u00e4chst b\u00fcrokratische H\u00fcrden \u00fcberwunden werden, was bekannterma\u00dfen sehr viel Zeit (Jahre) in Anspruch nimmt.<\/p>\n<p>Doch immer mehr private Krankenkassen (PKVs) erkennen das Potenzial der TPS und \u00fcbernehmen die Kosten nach individueller Pr\u00fcfung, denn: ein trotz Alzheimer-Krankheit selbst\u00e4ndig und aktiv lebender Mensch leidet weniger an Folge- und Begleiterkrankungen, muss nicht in ein Pflegeheim und kostet die Kassen so in der Gesamtheit deutlich weniger. F\u00fcr Betroffene bedeutet dies, dass sie vonseiten der PKVs schon jetzt gute Chancen auf Unterst\u00fctzung haben, bei vergleichsweise geringen Behandlungskosten.<\/p>\n<p>Zum Vergleich: Das nun auch in Europa zugelassene Alzheimer-Medikament Lecanemab kostet rund 26.500 US-Dollar pro Jahr und Patient, ist nur f\u00fcr eine sehr kleine Patientengruppe (Sch\u00e4tzungen gehen von 20.000 Personen aus) \u00fcberhaupt einsetzbar, muss intraven\u00f6s verabreicht werden und ist mit einer Reihe teils solch schwerwiegender Nebenwirkungen verbunden, dass regelm\u00e4\u00dfige MRT-Kontrollen stattfinden m\u00fcssen. Demgegen\u00fcber steht die TPS \u2013 ambulant, risikoarm und im Praxisalltag sowie in Studien zunehmend als wirksam und sicher belegt.<\/p>\n<p>Wenn das Verfahren so vielversprechend ist: Warum kennt trotzdem kaum jemand die TPS?<\/p>\n<p>Die Antwort ist so simpel wie ern\u00fcchternd: Medizinischer Fortschritt braucht in unserem System Zeit \u2013 oft Jahrzehnte. Neue Verfahren k\u00e4mpfen mit b\u00fcrokratischen H\u00fcrden, mangelnder Sichtbarkeit und Skepsis gegen\u00fcber allem, was nicht bereits Standard beziehungsweise nicht pharmakologisch ist. Daher ist die Transkranielle Pulsstimulation (TPS) zwar l\u00e4ngst in der Praxis und bei innovativ agierenden Neurologen und Psychiatern angekommen, aber noch nicht in der allgemeinen \u00f6ffentlichen Wahrnehmung, was leider auch mit dem Desinteresse der Medien zu tun hat \u2013 von einigen Ausnahmen dankenswerterweise abgesehen.<\/p>\n<p>Initiative &#8222;\u00c4rztliche Interessensgemeinschaft TPS&#8220; engagiert sich f\u00fcr mehr Aufkl\u00e4rung und Information<\/p>\n<p>Doch das \u00e4ndert sich \u2013 auch dank Initiativen wie der &#8222;\u00c4rztlichen Interessensgemeinschaft TPS&#8220; und deren unabh\u00e4ngigem Informationsportal &#8222;Alzheimer Deutschland&#8220;. Das Portal hat es sich zur Aufgabe gemacht, objektiv \u00fcber die TPS zu berichten, alle wissenschaftlichen Arbeiten \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich zu machen und Patient:innen sowie Angeh\u00f6rige auf dem Laufenden zu halten.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus informiert &#8222;Alzheimer Deutschland&#8220; umfassend \u00fcber alle Formen der Demenz, \u00fcber weitere innovative Therapien, neue Entwicklungen und Erkenntnisse in der Neurowissenschaft und der Alzheimer-Forschung \u2013 sowie mit praktischen Informationen \u00fcber die oft vernachl\u00e4ssigten, aber hochwirksamen M\u00f6glichkeiten der Pr\u00e4vention neurophysiologischer Erkrankungen. Interviews mit Expert:innen, Berichte von Patient:innen und Angeh\u00f6rigen sowie eine Mediathek mit Fernseh- und Presseberichten zeigen zudem die praktischen Erfahrungen mit der TPS aus dem Alltag.<\/p>\n<p>Eines ist jedenfalls klar: Die Zukunft der Medizin wird nicht mehr nur von chemischen Substanzen gepr\u00e4gt werden, sondern auch von physikalischen Prinzipien, die das Gehirn gezielt aktivieren k\u00f6nnen. Die TPS ist Teil dieser neuen \u00c4ra, die allen Menschen mit neurophysiologischen Erkrankungen schon jetzt zur Verf\u00fcgung steht.<\/p>\n<p>Weitere Informationen, Studien\u00fcbersichten, Interviews und TPS-Standortlisten in Europa sind hier zu finden:<\/p>\n<p>(Ende)<\/p>\n<p>Aussender: \u00c4rztliche Interessensgemeinschaft TPS &#8211; Alzheimer Deutschland Ansprechpartner: Katja C. Schmidt Tel.: 0049-(0)1579-24-54-388 E-Mail: info@alzheimer-deutschland.de Website: www.alzheimer-deutschland.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Transkranielle Pulsstimulation (TPS): Hirnstimulation auf dem Weg zur Evidenz \u2013 Studien machen Hoffnung bei Alzheimer. 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