{"id":867431,"date":"2026-03-14T08:04:12","date_gmt":"2026-03-14T08:04:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/867431\/"},"modified":"2026-03-14T08:04:12","modified_gmt":"2026-03-14T08:04:12","slug":"nur-gucken-nicht-anfassen-putzige-biber-in-leipzig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/867431\/","title":{"rendered":"Nur gucken, nicht anfassen! Putzige Biber in Leipzig"},"content":{"rendered":"<p class=\"text\">\nDas Schlaraffenland f\u00fcr Nutrias entsteht auf leisen Sohlen: Eine \u00e4ltere Frau mit einer gro\u00dfen T\u00fcte steht am Ufer unterhalb der Leipziger Entenbr\u00fccke. Auf der erste Betonstufe au\u00dferhalb des Wassers hat sie etwas zur\u00fcckgelassen. Essenreste, Schalen von \u00c4pfeln und Kartoffeln sind auszumachen, auch M\u00f6hren. Die ersten Enten und Nutrias schwimmen heran.\n<\/p>\n<p>Nutrias lassen sich Essensreste schmecken<\/p>\n<p class=\"text\">\nEin Sumpfbiber oder eine Biberratte, wie die Nutrias auch genannt werden, hatte schon ein paar Minuten zuvor sein Gl\u00fcck versucht, wurde bei der Suche an den Stufen aber nicht f\u00fcndig &#8211; und zog wieder von dannen. Nun sieht die Sache anders aus. Es dauert nicht lange und die ersten Tiere entdecken den K\u00fcchenabfall f\u00fcr sich. Irgendwann schauen die Enten dann zu, wie sich ein halbes Dutzend Nutrias mit ihren Vorderpfoten sehr geschickt die offenbar leckere Nahrung einverleibt. Ein paar Spazierg\u00e4nger blicken von oben herab, vom Limburger Steig, wie die Entenbr\u00fccke \u00fcber der Wei\u00dfen Elster zwischen Schleu\u00dfig und Plagwitz, offiziell hei\u00dft.\n<\/p>\n<p>Die Biber als kleine Internet-Stars<\/p>\n<p class=\"text\">\nZwei Teenager steigen die Stufen herab und machen aus dem tierischen Fre\u00dfgelage eine kleine Social-Media-Show. Inklusive dem Versuch, die Nutrias zu ber\u00fchren. Was den Tieren nur so semi zu gefallen scheint. Familien steigen vorsichtig mit ihren h\u00f6chst interessierten Kindern herunter, bleiben aber auf Distanz. Viele Leipziger auf dem Weg in den Feierabend schauen von oben auf die Nutrias.\n<\/p>\n<p>Stadt warnt: &#8222;Bitte Wildtiere nicht f\u00fcttern&#8220;<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Tiere machen einen harmlosen Eindruck. Doch auf einem Schild auf der Br\u00fccke hei\u00dft es: &#8222;Bitte Wildtiere nicht f\u00fcttern&#8220;. Der erhobene Zeigefinger f\u00fchrt nach Angaben der Stadt weder zu Kontrollen noch zu einem F\u00fctterungsverbot. Allerdings schrieb die Stadt MDR SACHSEN: &#8222;Viele Menschen, die die Tiere aus falsch verstandener Tierliebe f\u00fcttern, sind sich \u00fcber die Folge ihres Handelns oft nicht im Klaren. Die Best\u00e4nde k\u00f6nnen sich nicht mehr nat\u00fcrlich regulieren, was \u00dcberpopulation f\u00f6rdert und Sch\u00e4den durch die hohe Zahl an Tieren provoziert.&#8220;\n<\/p>\n<p>Auch Ratten k\u00f6nnten vom F\u00fcttern profitieren<\/p>\n<p class=\"text\">\nNach Angaben des Amtes f\u00fcr Umweltschutz k\u00f6nnten so Ufer- und B\u00f6schungsbereiche in Mitleidenschaft gezogen werden. Und auch Ratten, die <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/leipzig\/leipzig-leipzig-land\/rattenplage-paunsdorf-stadtrat-100.html\" title=\"Leipzig: Rattenplage in Paunsdorf - Einwohner genervt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">in Leipzig schon an manchen Stellen ihr Unwesen treiben,<\/a> w\u00fcrden angef\u00fcttert und sich so vermehren. Ratten w\u00fcrden als Krankheitserreger gelten. Nutrias wiederum seien &#8222;echte Wildtiere und auf keinen Fall Streicheltiere&#8220;. Man sollte sie auf Abstand halten. In Sachen F\u00fctterung appelliert die Stadt an die B\u00fcrger.\n<\/p>\n<p>Nat\u00fcrliche Feinde selten<\/p>\n<p class=\"text\">\nWeder die genaue Anzahl der Nutrias an der Entenbr\u00fccke noch die Menge in ganz Leipzig lassen sich nach Angaben der Stadt bestimmen. Da nat\u00fcrliche Feinde wie Fischotter und Seeadler in Leipzig noch relativ selten seien, schwanke die Population vor allem wegen der Klimabedingungen im Winter. Vereinzelt auch wegen des F\u00fctterns. Seit Ende der 1990er-Jahre h\u00e4tten Nutrias in Leipzig praktisch alle m\u00f6glichen Lebensr\u00e4ume im Umfeld von stehenden und flie\u00dfenen Gew\u00e4ssern eingenommen.\n<\/p>\n<p>Nutrias nach Ende der DDR freigelassen<\/p>\n<p class=\"text\">\nIn der DDR gab es rings um Leipzig mehrere Farmen zur Pelzproduktion. Nach der Wende wurden diese unrentabel. Danach landete Tiere in der Freiheit, entweder durch die Farmen selbst oder durch &#8222;Tierbefreiungsaktionen&#8220; von Teirsch\u00fctzern. Diese Nutrias bildeten die Basis f\u00fcr die freilebenden Tiere iheute in Leipzig, erkl\u00e4rt die Stadt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Schlaraffenland f\u00fcr Nutrias entsteht auf leisen Sohlen: Eine \u00e4ltere Frau mit einer gro\u00dfen T\u00fcte steht am Ufer&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":867432,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1832],"tags":[3365,192052,4488,3364,29,192053,128696,30,71,81,14,188063,72725,14901,859,129052,9703,192051,23290,112848],"class_list":["post-867431","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-leipzig","tag-biber","tag-biberraten","tag-bund","tag-de","tag-deutschland","tag-entenbruecke","tag-fuettern","tag-germany","tag-leipzig","tag-mdr","tag-nachrichten","tag-nutrias","tag-plagwitz","tag-ratten","tag-sachsen","tag-schleussig","tag-stadt-leipzig","tag-sumpfbiber","tag-warnung","tag-weisse-elster"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116226494724944468","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/867431","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=867431"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/867431\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/867432"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=867431"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=867431"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=867431"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}