{"id":868248,"date":"2026-03-14T15:37:11","date_gmt":"2026-03-14T15:37:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/868248\/"},"modified":"2026-03-14T15:37:11","modified_gmt":"2026-03-14T15:37:11","slug":"a3kultur-position-es-braucht-weibliche-impulse-in-den-fuehrungsebenen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/868248\/","title":{"rendered":"a3kultur Position | \u00bbEs braucht weibliche Impulse in den F\u00fchrungsebenen\u00ab"},"content":{"rendered":"<p><strong>Haben Sie das Gef\u00fchl, dass sich Frauen noch immer schwer tun, sich zu vernetzen und zusammenzuschlie\u00dfen, um gemeinsam auf Missst\u00e4nde aufmerksam zu machen?<\/strong><br \/>Netzwerke entstehen oft informell: nach Dienstschluss, bei Abendveranstaltungen, auf Kongressen, in inoffiziellen Runden oder \u00fcber pers\u00f6nliche Empfehlungen. Diese Zeitr\u00e4ume liegen meist abends oder am Wochenende \u2013 Zeiten, in denen viele Frauen Care- und Sorgearbeit leisten. Gesch\u00fctzte Zeitfenster f\u00fcr Vernetzung w\u00e4hrend der Arbeitszeit fehlen im Klinikalltag weitgehend.<br \/>F\u00fcr diesen Kongress habe ich viele Frauen kontaktiert \u2013 und ausnahmslos offene, freundliche Zusagen erhalten. Das zeigt: Die Bereitschaft ist da. Wir m\u00fcssen sie nur b\u00fcndeln.<\/p>\n<p><strong>Wurden Sie in Ihrer beruflichen Laufbahn Opfer von genderbasierter Diskriminierung durch Kolleg*innen, aber auch durch Patient*innen?<\/strong><br \/>Ich kenne mehr Frauen, die Diskriminierung erlebt haben, als solche, die davon verschont geblieben sind. Auch ich habe fr\u00fch geschlechterspezifische Ungleichbehandlung erfahren.<br \/>Ein besonders absurder Moment in meiner Laufbahn war eine klare Grenz\u00fcberschreitung im beruflichen Kontext, bei der nicht das Verhalten selbst, sondern mein Widerstand dagegen infrage gestellt wurde.<br \/>Ich habe mich gewehrt. Und genau das muss selbstverst\u00e4ndlich sein. Bel\u00e4stigung und Respektlosigkeit d\u00fcrfen keinen Platz haben und m\u00fcssen Konsequenzen haben.<\/p>\n<p><strong>Ist die ber\u00fchmte \u00bbgl\u00e4serne Decke\u00ab in den \u00e4rztlichen Berufen besonders dick?<\/strong><br \/>Frauen stellen l\u00e4ngst einen Gro\u00dfteil der Medizinstudierenden und \u00c4rzt*innen \u2013 doch mit jeder Hierarchiestufe werden sie weniger. Nicht wegen fehlender Kompetenz, sondern wegen starrer Strukturen, intransparenter Machtwege und einer Kultur, in der Vereinbarkeit mit Care- und Sorgearbeit karrieresch\u00e4digend wirkt. Diese Decke ist nicht naturgegeben. Sie ist gemacht \u2013 und damit ver\u00e4nderbar.<\/p>\n<p><strong>Was w\u00fcrden Sie vor allem jungen, angehenden Mediziner*innen raten?<\/strong><br \/>Vernetzen, vernetzen, vernetzen. Baut euch Netzwerke, die tragen, fordern und st\u00e4rken. Holt euch Impulse, teilt Erfahrungen, sucht aktiv Unterst\u00fctzung, Mentorinnen und Vorbilder. Niemand muss diesen Weg allein gehen.<br \/>Habt den Mut, Dinge klar zu benennen. Schaut nicht weg, wenn Grenzen \u00fcberschritten werden oder Entscheidungen euren Werten widersprechen. Haltung ist kein Risiko \u2013 sie ist Zukunft.<\/p>\n<p><strong>Wo besteht besonders gro\u00dfer Aufholbedarf?<\/strong><br \/>\u00dcberall \u2013 aber vor allem im Denken \u2013 gibt es Nachholbedarf. Es fehlen Stillr\u00e4ume. Es fehlen Konzepte, wie sich Schwangerschaft mit Weiterbildung vereinbaren l\u00e4sst. Es fehlen Strukturen, die Frauen in der Care- und Sorgearbeit unterst\u00fctzen und sie gleichzeitig f\u00f6rdern, statt auszubremsen. Hier braucht es wachsame, mutige F\u00fchrungskr\u00e4fte, die Verantwortung \u00fcbernehmen und aktiv unterst\u00fctzen. Und es braucht weibliche Impulse in den F\u00fchrungsebenen \u2013 nicht als Ausnahme, sondern als selbstverst\u00e4ndlichen Teil von Macht, Entscheidung und Gestaltung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.feminmed.de\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">www.feminmed.de<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Haben Sie das Gef\u00fchl, dass sich Frauen noch immer schwer tun, sich zu vernetzen und zusammenzuschlie\u00dfen, um gemeinsam&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":868249,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1846],"tags":[680,772,3364,29,548,663,3934,30,13,14,15,34749,12],"class_list":{"0":"post-868248","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-augsburg","8":"tag-augsburg","9":"tag-bayern","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europe","15":"tag-germany","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-position","20":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116228275974949886","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/868248","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=868248"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/868248\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/868249"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=868248"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=868248"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=868248"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}