{"id":86929,"date":"2025-05-05T17:58:08","date_gmt":"2025-05-05T17:58:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/86929\/"},"modified":"2025-05-05T17:58:08","modified_gmt":"2025-05-05T17:58:08","slug":"erdbeben-in-istanbul-so-hoch-ist-die-gefahr-in-europa-leben-wissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/86929\/","title":{"rendered":"Erdbeben in Istanbul: So hoch ist die Gefahr in Europa | Leben &#038; Wissen"},"content":{"rendered":"<p> An dieser Stelle findest du den Text-to-Speech Player<\/p>\n<p> Um den TTS Player darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung. <\/p>\n<p> externen Inhalt aktivieren  Um eingebettete Inhalte anzuzeigen, ist Ihre jederzeit widerrufliche Einwilligung (\u00fcber den Schalter oder \u00fcber &#8220; <a class=\"embed-placeholder__text-link\" href=\"#\" rel=\"noopener noreferrer\" title=\"Tracking widerrufen\"> Widerruf Tracking und Cookies<\/a> &#8220; am Seitenende) zur Verarbeitung personenbezogener Daten n\u00f6tig.  Dabei k\u00f6nnen Daten in Drittl\u00e4nder wie die USA \u00fcbermittelt werden (Art. 49 Abs. 1 lit. a DSGVO). Mit dem Aktivieren des Inhalts stimmen Sie zu. Weitere Infos finden Sie <a class=\"embed-placeholder__text-link\" href=\"#\" rel=\"noopener noreferrer\" title=\"Zu den Privatsph\u00e4re Einstellungen\"> hier<\/a>. <\/p>\n<p><b>Das Beben der St\u00e4rke 6,2 in der T\u00fcrkei in der vergangenen Woche hat nicht nur Istanbul ersch\u00fcttert. Auch in Deutschland schaut man betroffen zum Bosporus. Mehr als 150 Verletzte mussten versorgt werden, zahlreiche Geb\u00e4ude wurden besch\u00e4digt. Gl\u00fccklicherweise gab es keine Toten. Jetzt besteht die Sorge, dass es zu einem noch verheerenderen Beben kommen k\u00f6nnte. <\/b><\/p>\n<p>Die Region rund um das Marmarameer ist eine der <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/news\/ausland\/news-ausland\/tausende-tote-und-verletzte-warum-bebt-die-erde-immer-wieder-in-der-tuerkei-82804234.bild.html\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">risikoreichsten geologischen Strukturen <\/a>weltweit. Die nordanatolische Verwerfung trennt die eurasische und die anatolische Platte auf einer L\u00e4nge von mehr als 1000 Kilometer. Diese Grenze geht von Ostanatolien entlang der t\u00fcrkischen Schwarzmeerk\u00fcste und durch das Marmarameer bis in die Nord\u00e4g\u00e4is. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts sind bei Starkbeben dort bereits mehr als 20.000 Menschen gestorben.<\/p>\n<p>Was bedeuten die aktuellen Beben? Es gibt zwei Szenarien<\/p>\n<p>Der Erdbeben-Experte Prof. Marco Bohnhoff aus Potsdam sagt dazu: \u201eBereits 2019 hatte sich an \u00e4hnlicher Stelle im Marmarameer ein starkes Beben ereignet. Das j\u00fcngste Beben mit der St\u00e4rke 6,2 ist das schwerste in der Region seit mehr als 25 Jahren. Es erweitert die damalige Bruchzone, und zwar auch in Richtung <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/themen\/orte\/istanbul\/nachrichten-news-fotos-videos-17250204.bild.html\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Istanbul<\/a>. Insgesamt ist auf dieser Verwerfung Energie f\u00fcr ein Erdbeben der Magnitude 7,4 gespeichert. <\/p>\n<p><b>Es gibt zwei Szenarien: Entweder ist die unmittelbare Region vorerst entspannt und die Seismizit\u00e4t klingt langsam ab, oder die durch das Beben erzeugten Spannungsumlagerungen erh\u00f6hen die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr ein gr\u00f6\u00dferes Erdbeben. Wir f\u00fchren dazu weitere Datenanalysen durch.\u201c <\/b><\/p>\n<p>Lesen Sie auch<\/p>\n<p>Leider sprechen die Tatsachen eher f\u00fcr das zweite, katastrophale Szenario:<b> <\/b>Dass es kurze Zeit nach dem 6,2er-Beben zu einem Erdbeben der St\u00e4rke 5,3 s\u00fcdlich von Istanbul gekommen ist, weise darauf hin, dass es Spannungsumlagerungen gegeben habe, die die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr weitere Beben dort eher erh\u00f6ht haben.<\/p>\n<p><b>Zudem l\u00e4sst sich aus historischen Aufzeichnungen erkennen, dass im Durchschnitt etwa alle 250 Jahre in der Region ein heftiges Beben mit einer Magnitude von 7 bis 7,4 auftritt. Das letzte Beben dieser St\u00e4rke war 1766. Rein statistisch ist ein so heftiges Beben also \u00fcberf\u00e4llig.<\/b><\/p>\n<p>Erdbeben in Europa<\/p>\n<p><b>Fatalerweise ist die Gefahr von Erdbeben gerade in den Regionen besonders gro\u00df, in denen viele am liebsten Urlaub machen. <\/b><\/p>\n<p>\u201eWeniger gef\u00e4hrdet sind Gebiete im Norden, Nordwesten und in der Mitte Europas. Etwa im Vereinigten K\u00f6nigreich, in Nordfrankreich, Deutschland und Skandinavien\u201c, sagt Dr. Marco Pilz vom Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ). Diese Regionen weisen eine geringe seismotektonische Aktivit\u00e4t auf. In der Vergangenheit waren sie viel seltener von schweren Erdbeben betroffen. <\/p>\n<p><b>Doch auch im Norden Europas kann es ungem\u00fctlich werden. In <\/b><a href=\"https:\/\/www.bild.de\/themen\/orte\/island\/nachrichten-news-fotos-videos-17266966.bild.html\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b>Island<\/b><\/a><b> sind Erdbeben Vorboten von Vulkanausbr\u00fcchen. Die bei Touristen beliebte Blaue Lagune muss deshalb h\u00e4ufig geschlossen oder gar evakuiert werden. Auf der Halbinsel Reykjanes \u2013 wurden seit August 2021 ganze elf Ausbr\u00fcche gez\u00e4hlt. Von den weit \u00fcber 100 Vulkanen auf der Atlantik-Insel sind 30 noch potenziell aktiv. <\/b><\/p>\n<p>Gefahren in Europa<\/p>\n<p><b>Aber: \u201eEntlang des Mittelmeerraums, der sich \u00fcber <\/b><a href=\"https:\/\/www.bild.de\/reise\/startseite\/aktivurlaub\/reise-15478744.bild.html\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b>Griechenland, Italien und Teile des Balkan<\/b><\/a><b> erstreckt, wird eine h\u00f6here Gef\u00e4hrdung beobachtet.\u201c Diese Regionen sind aufgrund der komplexen Wechselwirkungen zwischen der afrikanischen, eurasischen und anatolischen Platten tektonisch aktiv. <\/b><\/p>\n<p>\u00c4hnlich weisen die Iberische Halbinsel, S\u00fcdspanien und Portugal ein m\u00e4\u00dfiges bis hohes Erdbebenrisiko auf, wei\u00df der <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/ratgeber\/wissenschaft\/wissenschaft\/home-41377352.bild.html\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Seismologe<\/a>: \u201eDies steht im Einklang mit den geologischen Daten, da diese Regionen in der Vergangenheit von schweren Erdbeben heimgesucht wurden, wie das Lissabon-Erdbeben von 1755.\u201c<\/p>\n<p>In den tiefroten Gebieten ist die Wahrscheinlichkeit, dass dort in den n\u00e4chsten 50 Jahren die Erde richtig heftig bebt, eins zu 10. \u00dcber die n\u00e4chsten 50 Wochen oder gar nur f\u00fcnf, wenn Sie vielleicht in den Urlaub fahren, lassen sich keine seri\u00f6sen Prognosen erstellen.<\/p>\n<p><b>\u201eTrotzdem kann es dort jederzeit zu einem Beben kommen\u201c, sagt Experte Pilz. \u201eDas gilt \u00fcbrigens auch f\u00fcr Gebiete, in denen die Erdbebengef\u00e4hrdung nur klein ist. Wer \u201aerdbebensicher\u2018 Ferien machen will, sollte eher nicht in den S\u00fcden fahren. Und wenn, dann besser nach Spanien als \u00fcber die Alpen. Am sichersten w\u00e4re ein Urlaub in Norwegen.\u201c <\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"An dieser Stelle findest du den Text-to-Speech Player Um den TTS Player darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung. externen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":86930,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,22,548,663,158,3934,3935,36195,13,6597,145,355,12466,14,25,15,1079,36196,12,4026,58,45,143,631,36194],"class_list":{"0":"post-86929","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-erdbeben","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europaeische-union","14":"tag-europe","15":"tag-european-union","16":"tag-ferienhotel","17":"tag-headlines","18":"tag-infografik","19":"tag-istanbul","20":"tag-italien","21":"tag-leben-und-wissen","22":"tag-nachrichten","23":"tag-naturkatastrophe","24":"tag-news","25":"tag-reisen","26":"tag-reiseruecktrittsversicherung","27":"tag-schlagzeilen","28":"tag-spanien","29":"tag-syrien","30":"tag-texttospeech","31":"tag-tuerkei","32":"tag-urlaub","33":"tag-vulkanausbruch"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114456527078739006","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86929","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=86929"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86929\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/86930"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=86929"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=86929"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=86929"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}