{"id":869568,"date":"2026-03-15T04:12:23","date_gmt":"2026-03-15T04:12:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/869568\/"},"modified":"2026-03-15T04:12:23","modified_gmt":"2026-03-15T04:12:23","slug":"ex-euroleague-ceo-paulius-motiejunas-exklusiv-daran-scheiterten-die-nba-gespraeche-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/869568\/","title":{"rendered":"Ex-EuroLeague-CEO Paulius Motiejunas exklusiv: Daran scheiterten die NBA-Gespr\u00e4che"},"content":{"rendered":"<p class=\"font-ringside-narrow text-sub-title-small text-right text-grey3 dark:text-grey7\">vor 1 Tag<\/p>\n<p class=\"text-brand2 dark:text-brand1 font-knockout29 text-sub-title\">Anderthalb Monate nach Entlassung im Interview<\/p>\n<p>Ex-EuroLeague-Boss exklusiv \u00fcber NBA Europe: &#8222;Kann ja keine Anteilseigner rausschmei\u00dfen&#8220;<\/p>\n<p class=\"font-tiempos-semi text-flow-text\">Als CEO der EuroLeague war Paulius Motiejunas f\u00fcr die umstrittene \u00d6ffnung in den Nahen Osten sowie die Erweiterung auf 20 Teams verantwortlich. Letztlich scheiterte der Litauer jedoch an den stockenden Gespr\u00e4chen mit der NBA. Im exklusiven Interview verr\u00e4t er, weshalb eine Einigung bislang ausblieb.<\/p>\n<p class=\"font-tiempos text-flow-text\"><strong>Herr Motiejunas, rund anderthalb Monate nach Ihrem Abschied aus der <a href=\"https:\/\/www.basketball-world.news\/euroleague\/spieltag\" class=\"hover:text-brand1 font-semibold underline underline-offset-2\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">EuroLeague<\/a>: Wie blicken Sie heute auf Ihre Zeit als CEO zur\u00fcck?<\/strong><\/p>\n<p class=\"font-tiempos text-flow-text\"><strong>Motiejunas<\/strong>: Es war eine gute Zeit. Ich hatte Spa\u00df &#8211; und wir haben als Team viel erreicht. Ich bin mit dem, was wir in diesen knapp drei Jahren umgesetzt haben, zufrieden und blicke optimistisch auf die Zukunft der Liga und meine eigene.<\/p>\n<p class=\"font-tiempos text-flow-text\"><strong>Von au\u00dfen wirkte Ihr Abschied wie ein Signal, dass die Klubs eine Einigung mit der <a href=\"https:\/\/www.basketball-world.news\/nba\/spieltag\" class=\"hover:text-brand1 font-semibold underline underline-offset-2\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">NBA<\/a> forcieren wollen&#8230;<\/strong><\/p>\n<p class=\"font-tiempos text-flow-text\"><strong>Motiejunas<\/strong>: Das ist schwer zu kommentieren. Ich habe die Entscheidung akzeptiert. Der neue CEO ist ein sehr guter Kandidat, kennt die NBA-Seite und die europ\u00e4ische Seite. Wenn es der Liga hilft, freue ich mich. Ich w\u00fcnsche ihm nur das Beste.<\/p>\n<p>Motiejunas \u00fcber Scheitern der NBA-Gespr\u00e4che: &#8222;Kannst keine Anteilseigner rausschmei\u00dfen&#8220;<\/p>\n<p class=\"font-tiempos text-flow-text\"><strong>Zu ihren Verhandlungen: K\u00f6nnen Sie best\u00e4tigen, dass es Angebote der NBA gab &#8211; und dass die Klubs sie abgelehnt haben?<\/strong><\/p>\n<p class=\"font-tiempos text-flow-text\"><strong>Motiejunas<\/strong>: Ja. Wir hatten gute Gespr\u00e4che mit dem damaligen NBA-Europe-Management. Es gab ein konkretes Angebot, das wir den Klubs pr\u00e4sentiert haben &#8211; und die Anteilseigner fanden es nicht attraktiv genug. Danach haben die Klubs Gegenangebote gemacht, um einen Weg nach vorne zu finden. Es gab Treffen nach dem Final Four und sp\u00e4ter im Oktober noch einmal zwei weitere Vorschl\u00e4ge. Bis zu meinem letzten Tag kam es aber nicht zu Fortschritten; es blieb stecken. Die T\u00fcr war aus unserer Sicht immer offen, und <a href=\"https:\/\/www.basketball-world.news\/fiba-europe-cup\/spieltag\" class=\"hover:text-brand1 font-semibold underline underline-offset-2\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">FIBA<\/a> hat h\u00e4ufig vermittelt &#8211; Andreas Zagklis [Generalsekret\u00e4r der FIBA, Anm. d. Red.] hat wirklich versucht, beide Seiten zusammenzubringen.<\/p>\n<p class=\"font-tiempos text-flow-text\"><strong>Woran hakten die Gespr\u00e4che konkret?<\/strong><\/p>\n<p class=\"font-tiempos text-flow-text\"><strong>Motiejunas<\/strong>: Ein Kernpunkt war die Frage, dass alle 13 A-Lizenzinhaber respektiert werden m\u00fcssen. Die NBA plant aber eher mit einem kleineren Setup plant. F\u00fcr uns war klar: Du kannst nicht einfach Anteilseigner rausschmei\u00dfen. Das ist die Grundlage der Liga. Wenn ein Angebot gut genug ist, sagt niemand Nein &#8211; aber dieser Punkt war ein wesentliches Hindernis.<\/p>\n<p class=\"font-tiempos text-flow-text\"><strong>Das Problem ist auch weiterhin ungel\u00f6st. Trotzdem spricht die EuroLeague von &#8222;konstruktiven Gespr\u00e4chen&#8220;. Wie kann das zusammenpassen?<\/strong><\/p>\n<p class=\"font-tiempos text-flow-text\"><strong>Motiejunas<\/strong>: Eine L\u00f6sung ist m\u00f6glich, aber sie ist kompliziert und braucht Arbeit. Die NBA spricht mit vielen Parteien, sie hat einen Businessplan und muss pr\u00fcfen, ob er tr\u00e4gt. Als CEO konnte ich aber nicht sagen: &#8222;Ich arbeite k\u00fcnftig nur f\u00fcr acht von 13 Teams.&#8220; Zus\u00e4tzlich reden Klubs teils individuell mit der NBA &#8211; und jeder Funktion\u00e4r hat zwei H\u00fcte: Er vertritt seinen Klub und gleichzeitig die Liga. Das macht es nicht einfacher. Aber: Ich glaube, dass eine L\u00f6sung gefunden werden kann.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/9fff4183-b9a7-4d8d-b0fd-d146743bb09d.jpeg\" alt=\"Die NBA um Pr\u00e4sident Adam Silver dr\u00e4ngt nach Europa. Die neue Liga soll bereits 2027 an den Start gehen.\" class=\"w-full aspect-video\"\/>Die NBA um Pr\u00e4sident Adam Silver dr\u00e4ngt nach Europa. Die neue Liga soll bereits 2027 an den Start gehen. IMAGO\/ABACAPRESS<\/p>\n<p>Motiejunas betont: &#8222;Brauchen keine weitere Liga&#8220;<\/p>\n<p class=\"font-tiempos text-flow-text\"><strong>Das hei\u00dft auch, dass alle Klubs, die keine A-Lizenz besitzen (z.B. Partizan und Roter Stern Belgrad) in den Gespr\u00e4chen au\u00dfen vor waren?<\/strong><\/p>\n<p class=\"font-tiempos text-flow-text\"><strong>Motiejunas<\/strong>: Genau. Die 13 Teams waren der erste Schritt &#8211; und schon der ist schwierig. Historisch sind das die Eckpfeiler der EuroLeague, die so seit 26 Jahren funktioniert. Diese Klubs haben den europ\u00e4ischen Spitzenbasketball aufgebaut und \u00fcber Jahre enorme Summen investiert. Erst wenn der erste Schritt sitzt, kann man \u00fcber den n\u00e4chsten sprechen.<\/p>\n<p class=\"font-tiempos text-flow-text\"><strong>Die NBA argumentiert oft mit &#8222;Revenue per Fan&#8220;. Der europ\u00e4ische Basketball lebt aber von Kultur und Atmosph\u00e4re. Widerspricht sich das nicht?<\/strong><\/p>\n<p class=\"font-tiempos text-flow-text\"><strong>Motiejunas<\/strong>: Es muss zusammenpassen. Die NBA bringt Know-how, wie man Business entwickelt &#8211; das kann europ\u00e4ischen Klubs helfen. Was die NBA aber nicht zerst\u00f6ren darf, ist unser Kern: die Fanbasis, die verr\u00fcckte Atmosph\u00e4re, die gewachsene Identit\u00e4t. Man sieht ja auch in den USA, dass versucht wird, europ\u00e4ische Stimmung zu kopieren. Deshalb braucht es Balance &#8211; nicht entweder oder, sondern beides.<\/p>\n<p class=\"font-tiempos text-flow-text\"><strong>Zum Abschluss: Wie sieht die europ\u00e4ische Basketballlandschaft in f\u00fcnf Jahren Ihrer Meinung nach aus?<\/strong><\/p>\n<p class=\"font-tiempos text-flow-text\"><strong>Motiejunas<\/strong>: Aus Basketball-Sicht brauchen wir keine weitere Liga. Wir m\u00fcssen eine L\u00f6sung finden und zusammenarbeiten &#8211; wie beim Kalender, bei TV, Sponsoring. Der Fokus sollte auf Basketball und Fans liegen. Eine neue NBA-Liga w\u00fcrde Aufmerksamkeit bringen &#8211; das kann helfen, kann aber auch schaden. F\u00fcnf Parallel-Ligen w\u00e4ren aus meiner Sicht ein Problem. Das beste Szenario ist eine gemeinsame L\u00f6sung, eine klare Pyramide, abgestimmt mit Kalender und genug Spielen, damit der Sport und das Business wachsen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"vor 1 Tag Anderthalb Monate nach Entlassung im Interview Ex-EuroLeague-Boss exklusiv \u00fcber NBA Europe: &#8222;Kann ja keine Anteilseigner&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":866088,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":["post-869568","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-eu","tag-europa","tag-europaeische-union","tag-europe","tag-european-union","tag-headlines","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116231244812548787","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/869568","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=869568"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/869568\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/866088"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=869568"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=869568"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=869568"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}