{"id":870264,"date":"2026-03-15T10:55:13","date_gmt":"2026-03-15T10:55:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/870264\/"},"modified":"2026-03-15T10:55:13","modified_gmt":"2026-03-15T10:55:13","slug":"ein-schwieriges-schmutziges-thema-der-muell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/870264\/","title":{"rendered":"Ein schwieriges, schmutziges Thema &#8211; der M\u00fcll"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wuppertal hat ein M\u00fcllproblem. Aber es ist nicht der ordnungsgem\u00e4\u00df in die Tonnen geworfene Unrat \u2013 es ist der Abfall, den B\u00fcrger achtlos auf den Boden fallen lassen oder den sie planm\u00e4\u00dfig und illegal auf der Stra\u00dfe entsorgen. Nach Recherche der Rundschau landet seit Jahren immer mehr Abfall neben der Tonne. Die Zahl der illegalen M\u00fcllhalden klettert etwa seit Jahren stetig nach oben.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde der Stadt, das Umweltschutzressort, geht davon aus, dass die \u201ewilden\u201c Kippen sich dieses Jahr wieder vermehren werden. Auch die allgemeine Verschmutzung \u2013 etwa durch Verpackungen \u2013 auf den Stra\u00dfen oder in den Parks nimmt zu. Zwar gibt es dazu keine konkreten Zahlen, doch die f\u00fcr Abfall zust\u00e4ndigen Unternehmen AWG und ESW, das Gr\u00fcnfl\u00e4chenamt sowie das Umweltschutzressort best\u00e4tigen den Eindruck, den Leserinnen und Leser seit Jahren regelm\u00e4\u00dfig gegen\u00fcber der Rundschau \u00e4u\u00dfern. Das sogenannte \u201eLittering\u201c, sprich die Verm\u00fcllung, wird st\u00e4rker.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Deweerthscher Garten, Elberfeld: Am Abend eines warmen Samstags liegen Glasflaschen auf der Wiese, neben einem M\u00fclleimer viele Plastikverpackungen. Der \u00fcber 200 Jahre alte Park am Rand des Luisenviertels galt lange als eines der Sorgenkinder: Einst verm\u00fcllt und als Drogenumschlagplatz bekannt, hat sich die Situation im vergangenen Jahr zwar verbessert, doch noch immer sind es die zentrumsnahen Orte, die am meisten verschmutzt werden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Gr\u00fcnfl\u00e4chenamt nennt etwa ebenfalls den Elberfelder Schusterplatz, den Vohwinkeler Stationsgarten oder die Barmer Rosenau. Beim Aufr\u00e4umen kommt einiges zusammen: Etwa 1.200 Reifen hat die Beh\u00f6rde im Jahr 2024 aus den Gr\u00fcnanlagen gefischt. Seit der Covid-Pandemie h\u00e4tten sich die Mengen an Unrat in den Parks deutlich erh\u00f6ht, sagt Ressortleiterin Annette Berendes.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Um das Problem in den Griff zu bekommen, startete die Stadt vergangene Woche eine \u201eSauberkeitsoffensive\u201c f\u00fcr die kommenden drei Monate als Testlauf. Zw\u00f6lf Parks und Pl\u00e4tze sollen dabei h\u00e4ufiger gereinigt werden. W\u00e4hrend bis jetzt das Gr\u00fcnfl\u00e4chenamt f\u00fcr die Reinigung zust\u00e4ndig war, sollen sich nun ESW und AWG um die Sauberkeit k\u00fcmmern.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die G\u00e4rtner haben somit mehr Zeit, sich ihrer Kernaufgabe zuzuwenden: n\u00e4mlich die Pflanzen zu pflegen. Die Initiative kommt von Oberb\u00fcrgermeisterin Miriam Scherff, der es \u201eein Anliegen\u201c sei, dass sich die Besucher in der Stadt wohlf\u00fchlten: \u201eWenn es gut l\u00e4uft, soll die Ma\u00dfnahme ausgeweitet werden\u201c.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Otto-Hahn-Stra\u00dfe, Ronsdorf: Unbekannte haben zerst\u00f6rte M\u00f6belst\u00fccke auf einen Brombeerstrauch im Industriegebiet, nahe der Autobahn 1, geworfen. T\u00e4glich melden B\u00fcrger der M\u00fcllhalden. Die E-Mails an (<a href=\"http:\/\/www.wuppertaler-rundschau.de\/cdn-cgi\/l\/email-protection#92e5fbfef6f7f9fbe2e2f7fcd2e1e6f3f6e6bce5e7e2e2f7e0e6f3febcf6f7\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">[email\u00a0protected]<\/a>) landen bei der Technischen Umweltschutzbeh\u00f6rde, die dann \u00fcberpr\u00fcft, wem das Grundst\u00fcck geh\u00f6rt. Wenn es sich um ein st\u00e4dtisches handelt, wird die AWG beauftragt, den M\u00fcll fachgerecht zu entfernen. Bei privaten Anwesen ist der Eigent\u00fcmer selbst f\u00fcr die Entsorgung verantwortlich.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ermittlungen werden ebenfalls aufgenommen, falls es Hinweise gibt, wer der M\u00fclls\u00fcnder sein k\u00f6nnte. Wer erwischt wird, muss teils heftig blechen: Je nach Fall drohen Bu\u00dfgelder zwischen mindestens 100 Euro und 100.000 Euro. Die h\u00f6chste verh\u00e4ngte Strafgeb\u00fchr in den vergangenen Jahren betrug in Wuppertal 7.000 Euro.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Um T\u00e4ter aufzusp\u00fcren, setzt die AWG sogenannte M\u00fclldetektive ein, die die Container f\u00fcr Glas, Papier und Altkleider kontrollieren. An den rund 440 Standpl\u00e4tzen landet h\u00e4ufig Abfall neben den Beh\u00e4ltern und manchmal sind die Verursacher leicht gefunden: Auf den achtlos weggeworfenen Paketen steht manchmal noch die Anschrift der \u201eVerursacher-Person\u201c.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nicht nur Menschen leiden unter der Verm\u00fcllung: Tiere vergiften und verletzen sich am Unrat. Wenn sie etwa den M\u00fcll mit Nahrung verwechseln, kann dies den Darm so stark verstopfen, dass sie bei vollem Magen verhungern. Malerfarben und Batterien vergiften die umliegende Vegetation: Sie zerst\u00f6rten auf lange Sicht Lebensraum, schreibt die Umweltschutzbeh\u00f6rde. \u201eWilde\u201c Kippen h\u00e4tten einen \u201eimmensen und vielf\u00e4ltigen Einfluss auf Flora und Fauna\u201c.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">An der Bergbahn, Barmen: M\u00fclltonnen und B\u00fcrgersteig sind sauber. Der Anblick beweist, was die st\u00e4dtischen Fachressorts sowie die AWG und ESW ebenfalls best\u00e4tigen: Wuppertal ist fl\u00e4chendeckend sauber. \u00dcber 750 Mitarbeiter fegen die B\u00fcrgersteige, leeren Tausende von Papierk\u00f6rben und wuchten M\u00fclltonnen \u00fcber die Stra\u00dfe. Dabei ist der ESW, ein eigenst\u00e4ndiger Betrieb unter st\u00e4dtischer Kontrolle, f\u00fcr die Stra\u00dfenreinigung und den Winterdienst zust\u00e4ndig. Die mehrheitlich den Wuppertaler Stadtwerken geh\u00f6rende AWG \u00fcbernimmt als GmbH hingegen die Abfuhr des M\u00fclls sowie dessen Entsorgung.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im vorvergangenen Jahr produzierten die Menschen in Wuppertal rund 145.000 Tonnen regelkonform entsorgten Abfall, von dem fast die H\u00e4lfte im M\u00fcllheizkraftwerk auf Korzert verbrannt wurde. Obwohl das monatlich vom Gewicht her mehr als einen Eiffelturm ausmacht, geh\u00f6rt Wuppertal im NRW-Vergleich zu den St\u00e4dten mit relativ niedrigem Pro-Kopf-Abfallaufkommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wuppertal hat ein M\u00fcllproblem. Aber es ist nicht der ordnungsgem\u00e4\u00df in die Tonnen geworfene Unrat \u2013 es ist&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":870265,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1840],"tags":[3364,29,30,1209,4418],"class_list":["post-870264","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-wuppertal","tag-de","tag-deutschland","tag-germany","tag-nordrhein-westfalen","tag-wuppertal"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116232829511279608","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/870264","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=870264"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/870264\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/870265"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=870264"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=870264"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=870264"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}