{"id":870422,"date":"2026-03-15T12:21:22","date_gmt":"2026-03-15T12:21:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/870422\/"},"modified":"2026-03-15T12:21:22","modified_gmt":"2026-03-15T12:21:22","slug":"alle-reden-vom-irankrieg-und-der-ukraine-krieg-geht-einfach-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/870422\/","title":{"rendered":"Alle reden vom Irankrieg \u2013 und der Ukraine-Krieg geht einfach weiter"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Es ist noch immer bitterkalt. Kahles Gestr\u00fcpp auf flachem Wiesenland ragt in den grauen Himmel. Nahe einer Stra\u00dfe steht eine verlassene H\u00fctte. So einfach sie auch aussieht: Im Innern ist eine kleine Hightech-Zentrale untergebracht. Silberne Folien sind an die W\u00e4nde genagelt, um die W\u00e4rme des Holzofens f\u00fcr die drei Soldaten zu halten. Abwehr-Drohnen, knapp 40 Zentimeter gro\u00df, stehen in Reih und Glied bereit. Sie sind aus schwarzem Kunststoff und sehen aus wie \u00fcbergro\u00dfe Gewehrkugeln mit vier Rotoren am Fu\u00df. Daneben ist das Funkger\u00e4t aufgebaut, und auch die Ausstattung der Drohnen-Piloten liegt griffbereit.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Oleg ist hier der Chef der kleinen ukrainischen Truppe. <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/politik\/die-ukraine-im-wettlauf-um-innovative-drohnen-technologien-die-ueber-leben-und-tod-entscheiden-koennen-109195665\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Mit den Abwehr-Drohnen jagen seine M\u00e4nner Shaheds<\/a>, die Langstrecken-Drohnen der russischen Armee, die in Richtung der Stadt Dnipro fliegen. Tausende hat Russland schon in sein Nachbarland geschickt. Sie zerst\u00f6ren Schulen, Krankenh\u00e4user und im Winter gezielt die Energieinfrastruktur. \u201eIm Schnitt brauchen wir zwei bis drei Drohnen, um eine russische Shahed zu treffen. Jede Drohne, die wir treffen, rettet Leben. Aber eine verlorene Drohne von uns kostet 2000 Euro\u201c, sagt der 27-J\u00e4hrige.\n  <\/p>\n<p>            Oleg sagt: \u201eNichts funktioniert, wenn die Logistik nicht effektiv ist. Da haben wir unsere Anna\u201c<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Dann geht es um die Logistik. Und schnell f\u00e4llt ein Name: Anna. \u201eNichts funktioniert, wenn die Logistik nicht effektiv ist. Da haben wir unsere Anna. Die nebenbei eine Meisterin im Sammeln von Spenden f\u00fcr unsere Drohnen und Ausr\u00fcstung ist. <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/politik\/kommt-der-krieg-der-roboter-wie-bewaffnete-bodendrohnen-in-der-ukraine-eingesetzt-werden-112874295\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Dass wir hier gut mit Abwehr-Drohnen ausgestattet sind<\/a>, verdanken wir auch ihr\u201c, f\u00fcgt Oleg hinzu. Zustimmendes Murmeln bei seinen zwei Kameraden in der H\u00fctte. Anna hat sich offensichtlich den Ruf als Mutter der Kompanie redlich verdient.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Man f\u00e4hrt etwa 20 Minuten \u00fcber holprige Stra\u00dfen, dann ist man bei ihr. Eine kleine Kate, in sicherer Entfernung von der Front, knapp au\u00dferhalb der Reichweite russischer Kamikaze-Drohnen. Hier ist Annas \u201eDienststelle\u201c, ein einst\u00f6ckiges H\u00e4uschen mit vier Zimmern. Auf dem Boden liegen grobe Dielenbretter, mit Farbe daumendick bestrichen. Ein Ofen bullert, doch richtig warm wird es nicht.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/drohnen.jpg\" alt=\"Anna sorgt daf\u00fcr, dass den Kameraden in ihrer Einheit die Drohnen nicht ausgehen.\" title=\"Anna sorgt daf\u00fcr, dass den Kameraden in ihrer Einheit die Drohnen nicht ausgehen.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Anna sorgt daf\u00fcr, dass den Kameraden in ihrer Einheit die Drohnen nicht ausgehen.<br \/>\n    Foto: Till Mayer<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Anna sorgt daf\u00fcr, dass den Kameraden in ihrer Einheit die Drohnen nicht ausgehen.<br \/>\n    Foto: Till Mayer<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    In den Stuben stehen Stockbetten f\u00fcr die Mannschaft. Daran h\u00e4ngen Uniformjacken. So k\u00f6nnte eine Soldatenunterkunft schon im Zweiten Weltkrieg ausgesehen haben. Nur, da lagen keine Drohnen auf dem Tisch, die f\u00fcr den Weitertransport zu Olegs M\u00e4nnern und andere Einheiten zusammengebaut werden. In der Ecke stand kein 3D-Drucker, der Drohnenteile ausspuckt.\n  <\/p>\n<p>            Anna ist Prothesentr\u00e4gerin, bei ihrer Geburt fehlte der Gro\u00dfteil eines Beines<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Anna, 34 Jahre alt, steht zur Begr\u00fc\u00dfung in der T\u00fcr. Zwei blaue Augen blitzen hell dem Besucher entgegen. Unter der Camouflage-M\u00fctze lugen blonde Haarstr\u00e4hnen hervor. Anna wirkt ein wenig m\u00fcde. \u201eEs waren anstrengende Tage\u201c, sagt die junge Frau. Dann gie\u00dft sie einen Tee in der engen K\u00fcche auf. Ihr Gang ist ein wenig eckig. Anna ist Prothesentr\u00e4gerin, bei ihrer Geburt fehlte der Gro\u00dfteil eines Beines.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Soldatin tr\u00e4gt eine ukrainische Uniform. Doch ihr Pass ist ein belgischer. In Westeuropa ist sie aufgewachsen, geboren wurde sie in Polen. Ihre Eltern gaben sie als Kleinkind zur Adoption frei. \u201eSchon als Kind wollte ich immer helfen\u201c, sagt sie. Ihr Taschengeld schickte sie nach Guatemala, um einen gleichaltrigen Jungen zu unterst\u00fctzen. Dann, als Erwachsene, war sie eine Zeit lang Sozialarbeiterin. Sie half Obdachlosen, als sie selbst keine feste Bleibe hatte. \u201eAber ich blieb immer auf der Suche, meine Lebensaufgabe zu finden.\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/panorama\/vier-jahre-vollinvasion-in-der-ukraine-was-der-krieg-mit-unserem-reporter-macht-113557832\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Dann, am 22. Februar 2022, begann die Vollinvasion.<\/a> Russland weitete seinen Krieg gegen die <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/schlagworte\/aa-ukraine-konflikt\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Ukraine<\/a> fl\u00e4chendeckend aus. \u201eEin Krieg mitten in Europa. Mein Gott, ich bin eine Europ\u00e4erin. Ich konnte da doch nicht einfach beiseite stehen, bei diesem gewaltigen Unrecht\u201c, sagt Anna.\n  <\/p>\n<p>            Auf dem Tisch dampft der Tee in der Tasse. Es geht Anna ans Herz, was sie \u00fcber den Ukraine-Krieg erz\u00e4hlt<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Als sie den Tee in die Tassen gie\u00dft, berichtet sie gerade, wie sie als Helferin in den ersten Monaten der Invasion Gefl\u00fcchteten half, die sich vor den K\u00e4mpfen in Sicherheit gebracht hatten. Irgendwann \u00fcbernahm sie eine der gef\u00e4hrlichsten Aufgaben, die sie als Zivilistin in der Ukraine leisten kann: Menschen aus den Kampfgebieten zu holen. <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/kultur\/eindringliche-kriegsfotografien-till-mayers-ausstellung-in-augsburg-103094160\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Nju-Jork, New York \u00fcbersetzt, ist eine Kleinstadt, die Russland mittlerweile besetzt hat<\/a>. Zumindest das, was davon \u00fcbrig ist: ein Ruinenfeld.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eEs waren vor allem alte Menschen, die wir hier herausholten. Es wurde immer gef\u00e4hrlicher\u201c, erz\u00e4hlt Anna. \u201eAls wir bei der letzten Fahrt in die Stadt kamen, waren die russischen Truppen wenig mehr als 500 Meter entfernt. Es musste schnell gehen. Sehr schnell.\u201c Sie berichtet von den nahen Einschl\u00e4gen, die den Boden zittern lie\u00dfen. Wie das Auto mit hoher Geschwindigkeit zwischen Ruinen \u00fcber den Asphalt bretterte.\u00a0\u201eEin altes Gro\u00dfm\u00fctterchen stand da mit ihren gro\u00dfen Taschen neben sich. In der Hand hielt sie ein gerahmtes Familienbild. Das war alles, was sie von ihrem alten Leben mitnehmen konnte.\u201c\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/anna2.jpg\" alt=\"Annas \u201eDienststelle\u201c: In den Stuben stehen Stockbetten f\u00fcr die Mannschaft.\" title=\"Annas \u201eDienststelle\u201c: In den Stuben stehen Stockbetten f\u00fcr die Mannschaft.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Annas \u201eDienststelle\u201c: In den Stuben stehen Stockbetten f\u00fcr die Mannschaft.<br \/>\n    Foto: Till Mayer<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Annas \u201eDienststelle\u201c: In den Stuben stehen Stockbetten f\u00fcr die Mannschaft.<br \/>\n    Foto: Till Mayer<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Einer vom Team wollte zur\u00fcckbleiben, um zu sehen, ob sich noch weitere Zivilisten in der umk\u00e4mpften Stadt befinden. \u201eWir konnten ihn nicht davon abbringen. Russische Soldaten haben ihn get\u00f6tet\u201c, sagt Anna. Dann h\u00e4lt sie inne. Auf dem Tisch dampft der Tee in der Tasse. Es geht ihr ans Herz, was sie erz\u00e4hlt.\n  <\/p>\n<p>            Ausgerechnet an Wladimir Putins Geburtstag, am 7. Oktober, unterschrieb Anna 2024 ihren Vertrag als Zeitsoldatin<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eSchon als M\u00e4dchen wollte ich Soldatin werden. Andere zu besch\u00fctzen, ist doch etwas Sch\u00f6nes, dachte ich mir\u201c, wechselt Anna das Thema. Und erz\u00e4hlt, wie sie sich als Siebenj\u00e4hrige auf den Boden neben das Bett gelegt hat, um sich abzuh\u00e4rten. \u201eJetzt will ich die Matratze meines Stockbetts nicht missen\u201c, sagt sie mit einem L\u00e4cheln.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ein Bekannter, der in der ukrainischen Armee dient, half ihr bei der Rekrutierung. Ausgerechnet an Wladimir Putins Geburtstag, am 7. Oktober, unterschrieb sie 2024 ihren Vertrag als Zeitsoldatin. \u201eSie nahmen mich trotz meiner Prothese. Aber nat\u00fcrlich setzt mir die Behinderung auch Limits. Zuerst war ich nach der Ausbildung zur Drohnen-Pilotin in einer Stellung, die im Herbst schon v\u00f6llig im Schlamm lag. Da bleibt eine Prothese regelrecht stecken. Das funktionierte nicht\u201c, sagt sie.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/panorama\/kostjantyniwka-zerstoerung-und-ueberleben-in-einer-geisterstadt-im-donbas-110702746\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Im hart umk\u00e4mpften Pokrowsk<\/a> war sie trotzdem im Einsatz. \u201eEs war wie ein b\u00f6ser Traum. Die ganze Stadt lag in Tr\u00fcmmern und ununterbrochen schlugen Granaten ein. Im Himmel surrten die russischen Drohnen. So viele sind gestorben.\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Und dann: eine Reise in eine Stadt ohne Krieg. \u201eEs ist noch nicht so lange her, da erhielt ich Urlaub und durfte die Ukraine verlassen. Freunde hatten mich nach Paris eingeladen. Wir waren im Theater, als ich merkte, dass es nicht ging\u201c, sagt sie. \u201eIch habe die Grausamkeit des Kriegs gesehen, und dann bin ich an einem Ort, an dem das niemanden zu interessieren scheint. Manchmal f\u00fchlte ich regelrecht, es st\u00f6rt die Menschen sogar, wenn ich vom Krieg erz\u00e4hle. Ich drohte, in ihre Beschaulichkeit einzudringen. In der Metro h\u00f6rte ich die Menschen \u00fcber die kleinsten Nichtigkeiten klagen. Furchtbar.\u201c\n  <\/p>\n<p>            Anna sagt: \u201eDie Ukraine muss bei einem aggressiven und imperialistischen Nachbarn wie Russland immer wehrhaft bleiben\u201c<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Eigentlich wollte sie nach dem Paris-Besuch noch ihre Adoptiveltern in Belgien besuchen. \u201eIch wollte ihnen noch so vieles sagen. Wenn man einen Krieg miterlebt, wei\u00df man nicht, ob es dann noch ein Sp\u00e4ter daf\u00fcr gibt. Der Tod ist oft nahe. Aber ich wollte so schnell wie m\u00f6glich wieder in die Ukraine\u201c, sagt Anna. \u201eIch kann hier viel bewirken. Was auch mit mir passieren wird, es ist gut.\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Dann erz\u00e4hlt sie noch, wie sie \u00fcberall herumtelefonierte, als es wieder einmal nicht ausreichend Feuerl\u00f6scher gab. \u201eEndlich hatte die letzte Stellung zwei St\u00fcck erhalten. Kurz darauf erhielten sie einen Einschlag. Die Soldaten haben mich angeschrieben: ,Danke. Ohne die L\u00f6scher w\u00e4ren wir verbrannt\u2019.\u201c\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/krieg.jpg\" alt=\"Russische Drohnenangriffe verwandeln Wohnst\u00e4tten in Ruinen. Anna will das verhindern.\" title=\"Russische Drohnenangriffe verwandeln Wohnst\u00e4tten in Ruinen. Anna will das verhindern.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Russische Drohnenangriffe verwandeln Wohnst\u00e4tten in Ruinen. Anna will das verhindern.<br \/>\n    Foto: Till Mayer<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Russische Drohnenangriffe verwandeln Wohnst\u00e4tten in Ruinen. Anna will das verhindern.<br \/>\n    Foto: Till Mayer<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Als sie schon als Helferin in der Ukraine arbeitete, erfuhr sie, dass ihr Urgro\u00dfvater Ukrainer war. Anna hatte zu diesem Zeitpunkt einige Tausend Euro gespart. Sie spendete das Geld f\u00fcr den Ankauf eines gebrauchten Rettungswagens. \u201eEr hei\u00dft nach meinem Gro\u00dfvater Josef und rettet seit fast drei Jahren Menschen\u201c, sagt sie stolz.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Anna will sich f\u00fcr zehn Jahre <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/panorama\/wenn-teenager-in-den-krieg-ziehen-wollen-in-der-ukraine-werden-junge-menschen-mit-praemien-an-die-front-gelockt-110580510\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">bei der ukrainischen Armee<\/a> verpflichten. \u201eIch hoffe nicht, dass der Krieg so lange dauert. Doch die Ukraine muss bei einem aggressiven und imperialistischen Nachbarn wie Russland immer wehrhaft bleiben. Das ist mein Ausblick auf die Zukunft\u201c, sagt die Soldatin.\n  <\/p>\n<p>            Der Schutzbunker ist ein umfunktionierter Gem\u00fcsekeller neben dem Haus<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Dann gibt es Alarm. \u201eVielleicht besser, wenn wir in den Bunker gehen\u201c, meint\u00a0sie. Dieser ist ein umfunktionierter Gem\u00fcsekeller neben dem Haus. Davor ist alles spiegelglatt gefroren. Ein Kamerad reicht ihr den Arm zum Geleit. So geht es mit vorsichtigen Schritten zum Keller. Die Entwarnung folgt noch auf dem Weg dorthin.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    F\u00fcr Anna ist jetzt Dienstbeginn. \u201eHeute werde ich wieder in den sozialen Medien versuchen, Spenden zu generieren. Nicht alles bekommen wir von der Armee. Doch wir brauchen Drohnen, Drohnen, Drohnen\u2026\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Zum Abschied erz\u00e4hlt sie ihren Traum vom Frieden: \u201eEin winziges kleines H\u00e4uschen in der Natur, mit Hund und H\u00fchnern, einem offenen Kamin f\u00fcr kalte Tage. Ein sch\u00f6nes und friedliches Fleckchen Land in der Ukraine.\u201c\n  <\/p>\n<ul data-module-id=\"DragDropModule\" class=\"flex flex-wrap justify-start group-[.no-bookmarks]:hidden\">\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Till Mayer<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Ukraine<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Drohne<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es ist noch immer bitterkalt. 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