{"id":871739,"date":"2026-03-16T00:51:32","date_gmt":"2026-03-16T00:51:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/871739\/"},"modified":"2026-03-16T00:51:32","modified_gmt":"2026-03-16T00:51:32","slug":"eu-entscheidung-zu-veggie-produkten-sorgt-in-bremen-fuer-kritik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/871739\/","title":{"rendered":"EU-Entscheidung zu Veggie-Produkten sorgt in Bremen f\u00fcr Kritik"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li>Die EU erlaubt k\u00fcnftig Bezeichnungen wie Veggie-Wurst, verbietet jedoch Namen mit direktem Bezug zu Fleischarten wie &#8222;Typ H\u00e4hnchen&#8220; oder &#8222;Wie Rind&#8220;.<\/li>\n<li>Foodwatch-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Chris Methmann kritisiert die EU-Entscheidung als &#8222;riesengro\u00dfen Unsinn&#8220;, da sie mehr Verwirrung stifte und Veggie-Produzenten erschwere.<\/li>\n<li>Lo-Ping Tu von Vegefarm betont, ihre Bezeichnungen stammen aus buddhistischer Tradition; Sonja Pannenbecker (Verbraucherzentrale) h\u00e4lt deutsche Bezeichnungen f\u00fcr klar geregelt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>            Mehr anzeigen<br \/>\n            Weniger anzeigen<\/p>\n<p>Verbrauchersch\u00fctzer haben die EU-Entscheidung zur Benennung von Fleischersatzprodukten als &#8222;riesengro\u00dfen Unsinn&#8220; kritisiert. &#8222;Die \u201aL\u00f6sung\u2018 der EU f\u00fcr ein vermeintliches Problem, das in der Realit\u00e4t gar nicht existiert, schafft im Supermarkt nicht mehr Klarheit, sondern mehr Verwirrung \u2013 und macht Veggie-Produzenten unn\u00f6tig das Leben schwer&#8220;, erkl\u00e4rte Foodwatch-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Chris Methmann. Lo-Ping Tu, Inhaberin der Vegefarm an der Hamburger Stra\u00dfe 45 in Bremen, schildert dem WESER-KURIER ihre Perspektive auf das EU-Vorhaben und erkl\u00e4rt, was aus ihrer Sicht die gr\u00f6\u00dferen Probleme sind.<\/p>\n<p>Worum geht es in der Debatte?<\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr forderten mehrere Abgeordnete im EU-Parlament, Begriffe wie &#8222;Tofu-Wurst&#8220; oder &#8222;Veggie-Burger&#8220; zu verbieten \u2013 nach eigener Aussage, um Landwirte zu sch\u00fctzen und Verbraucher vor Irref\u00fchrung zu bewahren. Vorangetrieben wurde die Initiative von der konservativen Franz\u00f6sin C\u00e9line Imart, die darin eine notwendige Klarstellung im Lebensmittelrecht sah. Doch der Vorsto\u00df st\u00f6\u00dft auf scharfe Kritik: Gr\u00fcnen-Abgeordneter und Biolandwirt Martin H\u00e4usling spricht von einem &#8222;Kulturkampf um Ern\u00e4hrungspolitik&#8220;. Das Verbot f\u00fchre nicht zu mehr Klarheit, sondern zu zus\u00e4tzlicher B\u00fcrokratie und verunsichere die Verbraucher noch weiter.<\/p>\n<p>In der vergangenen Woche hatte die EU im sogenannten Trilogverfahren einen Kompromiss im Benennungsstreit um vegetarische und vegane Fleischersatzprodukte erzielt. Verhandler vom Europ\u00e4ischen Parlament und dem Rat der EU einigten sich darauf, dass Bezeichnungen mit Verweis auf Fleischprodukte wie Veggie-Wurst, -Schnitzel oder -Gyros zul\u00e4ssig bleiben. Verboten sind k\u00fcnftig allerdings Produktbezeichnungen, die sich direkt auf eine Fleischart beziehen, etwa &#8222;Typ H\u00e4hnchen&#8220; oder &#8222;Wie Rind&#8220;.<\/p>\n<p>Wie ist die Perspektive der Vegefarm?<\/p>\n<p>&#8222;Ich glaube, wir haben momentan gr\u00f6\u00dfere Sorgen&#8220;, sagt Lo-Ping Tu von der Vegefarm. Seit 2008 betreibt sie ihr Restaurant in Bremen und gilt als erfahrene Expertin f\u00fcr vegetarische und vegane K\u00fcche. Schon zuvor war sie im Onlinehandel aktiv und brachte fleischfreie Ersatzprodukte nach Deutschland. Die Bezeichnungen der Fleischalternativen auf ihrer Karte stammen aus dem Buddhismus und blicken dort auf eine jahrhundertealte Tradition zur\u00fcck. Ziel sei es nicht, Verbraucher zu t\u00e4uschen, sondern bewusst die gleichen Tiernamen zu verwenden, um deutlich zu machen, welches tierische Produkt dort jeweils als Alternative angeboten wird. Eine \u00c4nderung dieser Bezeichnungen h\u00e4lt sie daher weder f\u00fcr n\u00f6tig noch f\u00fcr sinnvoll.<\/p>\n<p>Die Diskussion um die Bezeichnung pflanzlicher Alternativen sei allerdings nichts Neues. &#8222;Dar\u00fcber wurde schon vor Jahren gestritten.&#8220; Auf ihrer Speisekarte bestehe keine Verwechslungsgefahr: Alle Gerichte seien eindeutig gekennzeichnet \u2013 auch wenn dort Begriffe wie &#8222;Tintenfisch&#8220; oder &#8222;Ente&#8220; auftauchen. &#8222;Wenn man den G\u00e4sten erkl\u00e4rt, woher die Begriffe kommen, haben sie immer Verst\u00e4ndnis&#8220;, erkl\u00e4rt Tu.<\/p>\n<p>\n    &#8222;Die Gastronomie in Bremen hat ganz andere Sorgen&#8220;, klagt Tu. Schon seit L\u00e4ngerem belasten steigende Kosten die Branche \u2013 doch der Krieg im Iran versch\u00e4rft die Situation zus\u00e4tzlich. Viele Produkte f\u00fcr ihr Restaurant stammen aus Asien. <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/wirtschaft\/die-sperrung-um-hormus-treibt-deutschlands-oelpreise-nach-oben-doc84ta2o85hv4enbg1l3q\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Durch die Blockade der Stra\u00dfe von Hormus<\/a> kommen zahlreiche Waren nun versp\u00e4tet oder gar nicht mehr an. Auch die Preise bei den Zulieferern seien deutlich gestiegen, berichtet Tu.\n<\/p>\n<p>Was sagt die Verbraucherzentrale?<\/p>\n<p>&#8222;Wir warten erst mal ab, was dabei herauskommt&#8220;, sagt Sonja Pannenbecker von der Verbraucherzentrale Bremen. Denn formell muss die Einigung von Rat und Parlament noch gebilligt werden. Laut der Ern\u00e4hrungsreferentin ist in Deutschland die Bezeichnung bereits sehr klar geregelt. Die Wirtschaft habe sich darauf eingestellt und selbst Kritiker stimmten den bestehenden Regelungen im Wesentlichen zu. &#8222;Die Aufregung im Europ\u00e4ischen Parlament war nicht nachvollziehbar&#8220;, sagt Pannenbecker.<\/p>\n<p>In Deutschland sei der Fleischkonsum nach wie vor zu hoch. Deshalb w\u00e4re es wichtig, dass Fleischersatzprodukte gut angenommen werden. Die Bezeichnung nach Typen, also zum Beispiel &#8222;Typ Huhn&#8220;, ist laut Pannenbecker eine gute Idee, die so fortgef\u00fchrt werden sollte.<\/p>\n<p>                Diese Fragen und Antworten wurden mit KI basierend auf unseren Artikeln erstellt.<br \/>\n                <a class=\"more-btn\" href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/generative-ki\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                    \u2192 Mehr Infos<br \/>\n                <\/a><\/p>\n<p>                        <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/\" id=\"home\" class=\"button primary-primary font-size-15_1 m-0a customEvent\" data-layer-event-name=\"customEvent\" data-layer-trigger=\"click\" data-layer-category=\"artikelscoring\" data-layer-action=\"startseite_button\" data-layer-label=\"doc84uteslu3tsulc5gont\" data-layer-value=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/wirtschaft\/1\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die EU erlaubt k\u00fcnftig Bezeichnungen wie Veggie-Wurst, verbietet jedoch Namen mit direktem Bezug zu Fleischarten wie &#8222;Typ H\u00e4hnchen&#8220;&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":871740,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":["post-871739","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-eu","tag-europa","tag-europaeische-union","tag-europe","tag-european-union","tag-headlines","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116236116638833663","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/871739","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=871739"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/871739\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/871740"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=871739"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=871739"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=871739"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}