{"id":872150,"date":"2026-03-16T05:00:21","date_gmt":"2026-03-16T05:00:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/872150\/"},"modified":"2026-03-16T05:00:21","modified_gmt":"2026-03-16T05:00:21","slug":"aus-der-ukraine-gefluechteter-sagt-wahlheimat-kuenstlerisch-danke-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/872150\/","title":{"rendered":"Aus der Ukraine Gefl\u00fcchteter sagt Wahlheimat k\u00fcnstlerisch \u201eDanke\u201c"},"content":{"rendered":"<ol class=\"id-DonaldBreadcrumb lp_west_breadcrumb id-DonaldBreadcrumb--default\" data-k5a-pos=\"west_breadcrumb\">\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"1_startseite\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Startseite<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/lokales\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"2_lokales\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Lokales<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/lokales\/schongau\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"3_schongau\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Schongau<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/lokales\/schongau\/schongau-ort29421\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"4_schongau\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Schongau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"id-Story-timestamp id-Story-timestamp--default\">Stand: 16.03.2026, 04:47 Uhr<\/p>\n<p class=\"id-Story-authors id-Story-authors--default\">Von: <a class=\"id-Story-authors-link lp_west_author\" href=\"https:\/\/www.merkur.de\/autor\/hans-helmut-herold-vc2f6p92.html\" title=\"Zur Autorenseite von Hans-Helmut Herold\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" author-link=\"\" herold=\"\" data-k5a-pos=\"west_author\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hans-Helmut Herold<\/a><\/p>\n<p class=\"id-Story-interactionBar id-Story-interactionBar--default\">DruckenTeilen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/41836962-kuenstler-serhii-poiatzi-und-mittelschul-leiter-frank-pfaffenberger-zeigen-eine-der-vorlage.jpeg\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\"   height=\"792\" width=\"1408\" alt=\"K&#xFC;nstler Serhii Poiatzi und Mittelschul-Leiter Frank Pfaffenberger zeigen eine der Vorlagen, die auf eine Stehle &#xFC;bertragen werden sollen. Im Hintergrund ist durch die Glasscheibe ein Teil des gro&#xDF;en bunten Reliefbildes von Poiatzi zu erkennen.\"\/>K\u00fcnstler Serhii Poiatzi und Mittelschul-Leiter Frank Pfaffenberger zeigen eine der Vorlagen, die auf eine Stele \u00fcbertragen werden sollen. Im Hintergrund ist durch die Glasscheibe ein Teil des bunten Reliefbildes von Poiatzi zu erkennen. \u00a9\u00a0Hans-Helmut Herold<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-leadText\">Der ukrainische K\u00fcnstler gestaltet ein monumentales Kunstwerk f\u00fcr die Mittelschule Schongau. Das Motiv zeigt seine tiefe Dankbarkeit gegen\u00fcber der Stadt.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Schongau \u2013 Es geht dem Ende entgegen: Vor allem im Au\u00dfenbereich der Mittelschule Schongau herrscht Hochbetrieb. Bis zu den Osterferien muss dieser Bereich fertig angelegt sein, nach den Ferien soll bekanntlich der Unterricht in den neu gestalteten R\u00e4umen beginnen. Auch dort werden noch die letzten Feinarbeiten verrichtet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/41836967-mit-einem-messer-zeichnet-serhii-poiatzi-die-konturen-in-den-noch-feuchten-beton-der-auf-di.jpeg\" loading=\"lazy\"   height=\"733\" width=\"1100\" alt=\"Mit einem Messer zeichnet Serhii Poiatzi die Konturen in den noch feuchten Beton, der auf die Stehle aufgetragen wurde.\"\/>Mit einem Messer zeichnet Serhii Poiatzi die Konturen in den noch feuchten Beton, der auf die Stele aufgetragen wurde. \u00a9\u00a0Herold<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">In der gro\u00dfen Aula f\u00e4llt ein Arbeiter auf, der dort an einem fast unf\u00f6rmigen Gebilde arbeitet. Der Mann r\u00fchrt verschiedene Materialien an, die er mischt und mit Spachtel und Kelle an dem Gebilde anbringt. Mit einem Messer ritzt er Linien ein, die er von einem bunten Gem\u00e4lde \u00fcbertr\u00e4gt. Das Ganze gibt R\u00e4tsel auf. Vor allem aber auch, wer sich hinter dem Arbeiter verbirgt.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Das Gesicht des Arbeiters kommt dem Betrachter bekannt vor. Des R\u00e4tsels L\u00f6sung kommt wie von selbst. Es ist Serhii Poiatzi, der nach Beginn des russischen \u00dcberfalls auf die Ukraine sein Land verlassen musste. Auf Umwegen ist er in Schongau gelandet und darf hier in einem Zimmer wohnen.<\/p>\n<p>Er m\u00f6chte sich erkenntlich zeigen<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Serhii Poitazi war in seiner ukrainischen Heimatstadt Enerhodar Ingenieur f\u00fcr Keramik-Produktion. Als er merkt, was man aus diesem Material f\u00fcr tolle Skulpturen schaffen kann, wechselt er in Richtung Kunst. Seit den 90er Jahren betrieb er eine eigene gro\u00dfe Werkstatt mit Atelier, wo er Gro\u00dfskulpturen aus Beton herstellte. Sein Herz aber schl\u00e4gt f\u00fcr Mosaiken, die er in den verschiedensten Variationen gestaltet.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">So hat er in seinem Heimatland viele gro\u00dfe Mosaiken geschaffen, die in der Technik an die der Antike erinnern. Eine Arbeit, die von ihm viel Feingef\u00fchl und Geduld abverlangt. Die Farbkombinationen sind bei Poiatzi nicht dezent und verwaschen, er bevorzugt leuchtende Farben. Einige seiner Mosaikbilder, die er in Schongau aus bunten Kartonschnipseln gestaltet hat, sind in der Schongauer W\u00e4rmestube zu bewundern. Poitazi hat sie dort als Dankesch\u00f6n \u00fcberlassen, um sich f\u00fcr sein t\u00e4gliches Fr\u00fchst\u00fcck zu bedanken.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Lange hat es gedauert, bis man in Schongau die k\u00fcnstlerische Schaffenskraft von Serhii Poitazi erkannt hat. Immer wieder hat er versucht, sich mit einem Kunstwerk der Stadt gegen\u00fcber erkenntlich zu zeigen. Aber die M\u00fchlen mahlen, wenn sie mahlen, langsam.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Der Umbau der Mittelschule ist dann wie ein Lichtblick: Dort sieht der K\u00fcnstler seine Chance, mit seiner Kunst in den \u00f6ffentlichen Raum zu treten. Es ist ein erneuter Versuch von ihm in Richtung Stadt, irgendwo im n\u00e4heren Bereich eine von ihm geschaffene Skulptur aufstellen zu d\u00fcrfen. Standortf\u00f6rderer J\u00fcrgen Erhard bringt den Stein ins Rollen. Ein Kuratorium wird gebildet, dem auch Erhard angeh\u00f6rt.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Der holt Frank Pfaffenberger, den Schulleiter der Mittelschule, mit ins Boot. Pfaffenberger ist sofort Feuer und Flamme. Mit einem wie aus der Pistole geschossenen \u201eja wunderbar\u201c \u00fcberspringt er die \u00fcblichen b\u00fcrokratischen H\u00fcrden, die oft viel verz\u00f6gern oder gar verhindern. Es wird beschlossen, die gro\u00dfe Wandfl\u00e4che im inneren Teil des Eingangsbereiches und einen kleinen Bereich davor f\u00fcr den K\u00fcnstler zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n<p>Kinder liegen ihm besonders am Herzen<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Das gro\u00dfe Wandreliefbild im Schulhausinneren ist mittlerweile fast fertig. Nur noch wenige Kleinigkeiten m\u00fcssen von Sergii Poiatzi erg\u00e4nzt werden. Der erste Eindruck ist verbl\u00fcffend: Farbenfroh in der Gestaltung, faszinierend in der Technik, vom Motiv ganz zu schweigen. Die Ma\u00dfe sind stattlich, gute zwei mal vier Meter gro\u00df ist das Kunstwerk geworden.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">F\u00fcr eine kurze Erkl\u00e4rung der Bildmotive legt Poiatzi sein Werkzeug zur Seite. Gleichzeitig bittet er, von dem Gesamtwerk noch kein Bild zu ver\u00f6ffentlichen. \u201eDas soll bei der Einweihung der neu gestalteten Schule eine \u00dcberraschung werden\u201c, hilft Schulleiter Frank Pfaffenberger sprachlich aus. Die beiden verstehen sich auch ohne Dolmetscher in einer gestenreichen Sprache.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Ganz klar, dass Poiatzi Ansichten der Stadt Schongau mit aufs Bild bringt. Darunter sind Motive mit Situationen von Bildung und Erziehung zu erkennen. Dabei sind Lehrer und Sch\u00fcler bei gemeinsamer Arbeit vom logischen Denken bis zur Kreativit\u00e4t dargestellt.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Die rechte H\u00e4lfte des Bildes beherrschen h\u00e4ndehaltend Kinder aus aller Welt, so wie sie in diesem Schulhaus zusammen den Unterricht besuchen. Dar\u00fcber sind Frieden und Freundschaft beeindruckend dargestellt. Selbst an die Urlaubszeit hat Poiatzi gedacht: In bunten Hei\u00dfluftballons l\u00e4sst er die Kinder in die Ferien entschweben.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Man kann unschwer erkennen, dass dem K\u00fcnstler besonders das Wohl von Kindern am Herzen liegt. Und mit diesem Kunstwerk, an dem er wochenlang gearbeitet hat, m\u00f6chte er sich bedanken, dass Kinder aus der Ukraine in diesem Schulhaus so willkommen sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Startseite Lokales Schongau Schongau Stand: 16.03.2026, 04:47 Uhr Von: Hans-Helmut Herold DruckenTeilen K\u00fcnstler Serhii Poiatzi und Mittelschul-Leiter Frank&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":866228,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,13,14,15,12,317],"class_list":{"0":"post-872150","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116237095825491824","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/872150","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=872150"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/872150\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/866228"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=872150"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=872150"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=872150"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}