{"id":872267,"date":"2026-03-16T06:07:13","date_gmt":"2026-03-16T06:07:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/872267\/"},"modified":"2026-03-16T06:07:13","modified_gmt":"2026-03-16T06:07:13","slug":"wiesbaden-das-sagt-ein-datenschuetzer-zu-social-media-alterskontrollen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/872267\/","title":{"rendered":"Wiesbaden | Das sagt ein Datensch\u00fctzer zu Social-Media-Alterskontrollen"},"content":{"rendered":"<p>Wiesbaden (dpa) &#8211; Sollte in Deutschland eine Altersgrenze f\u00fcr Social Media kommen, stellt sich die Frage nach einer datenschutzkonformen Kontrolle. Schlie\u00dflich sind der Geburtstag und das Geburtsjahr sehr pers\u00f6nliche Daten. \u00abWichtig ist, dass die Systeme effektiv das Alter erfassen k\u00f6nnen und sie m\u00f6glichst wenig in die Grundrechte der \u00dcberpr\u00fcften eingreifen\u00bb, sagt der hessische Datenschutzbeauftragte Alexander Ro\u00dfnagel der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden.\u00a0<\/p>\n<p>Die Daten d\u00fcrften zudem nicht f\u00fcr andere Zwecke wie etwa Werbung verwendet werden, mahnt er. \u00abNotwendig ist eigentlich nur die Information, ob eine Person \u00fcber oder unter einer Altersgrenze ist. Nicht einmal das Geburtsdatum ist relevant\u00bb, erg\u00e4nzt der Experte.\u00a0<\/p>\n<p>Daher seien L\u00f6sungen zu bevorzugen, die mit einem verifizierten Alter arbeiten. Dies sei etwa mit dem elektronischen Personalausweis oder der k\u00fcnftigen EU-ID-Wallet der Fall, so Ro\u00dfnagel. Dabei \u00fcberpr\u00fcft eine dritte Stelle das Alter und gibt nur die n\u00f6tigen Informationen an die Plattform. Dies k\u00f6nnte etwa die Auskunft sein: \u00ab\u00dcber 16 Jahre alt\u00bb.<\/p>\n<p>In Australien gilt Altersgrenze seit Dezember\u00a0<\/p>\n<p>Die Debatte \u00fcber Beschr\u00e4nkungen nimmt in Deutschland zu. Australien f\u00fchrte im Dezember ein Social-Media-Verbot f\u00fcr unter 16-J\u00e4hrige ein. Die Bundes-CDU hatte im Februar beschlossen, ein Mindestalter von 14 f\u00fcr soziale Medien wie Tiktok und Instagram zum Schutz von Kindern und Jugendlichen einf\u00fchren zu wollen. Hessens Kultusminister Armin Schwarz (CDU) macht sich f\u00fcr eine \u00absinnvolle Altersbegrenzung\u00bb stark.\u00a0<\/p>\n<p>Einer Alters\u00fcberpr\u00fcfung per Ausweis-Upload oder Video-Ident steht Ro\u00dfnagel kritisch gegen\u00fcber. \u00abDiese Verfahren erheben mehr Daten als erforderlich\u00bb, sagt er. Auch bei einer KI-gest\u00fctzten Alterssch\u00e4tzung anhand von Fotos oder Verhaltensmustern hat der Experte Bedenken. Denn die KI muss mit entsprechenden Fotos auf die Aufgabe vorbereitet werden. \u00abProblematisch k\u00f6nnten insofern die Herkunft sowie der Verbleib dieser Trainingsdaten im System sein, zumal es sich hierbei auch um Daten von Kindern handeln wird.\u00bb<\/p>\n<p>Anforderungen sollten sich an Social-Media-Anbieter richten<\/p>\n<p>In der Diskussion um die Einschr\u00e4nkungen bei der Social-Media-Nutzung gibt der Datenschutzexperte grunds\u00e4tzlich zu bedenken, dass auch Kinder und Jugendliche &#8211; vorbehaltlich des elterlichen Erziehungsrechts &#8211; laut Grundgesetz das Recht haben, sich aus allgemein zug\u00e4nglichen Quellen zu informieren. \u00abHier w\u00e4re abzuw\u00e4gen, ob ein Verbot gegen\u00fcber einer p\u00e4dagogischen Begleitung vorzugsw\u00fcrdig ist\u00bb, sagt Ro\u00dfnagel. \u00abAnforderungen sollten sich vor allem an die Anbieter von Social Media richten.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wiesbaden (dpa) &#8211; Sollte in Deutschland eine Altersgrenze f\u00fcr Social Media kommen, stellt sich die Frage nach einer&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":872268,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1847],"tags":[1743,3364,29,548,663,3934,30,13,2052,198,14,15,12,4544],"class_list":["post-872267","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-wiesbaden","tag-datenschutz","tag-de","tag-deutschland","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-germany","tag-headlines","tag-hessen","tag-internet","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-wiesbaden"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116237359299218718","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/872267","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=872267"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/872267\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/872268"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=872267"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=872267"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=872267"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}