{"id":872726,"date":"2026-03-16T10:27:15","date_gmt":"2026-03-16T10:27:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/872726\/"},"modified":"2026-03-16T10:27:15","modified_gmt":"2026-03-16T10:27:15","slug":"trump-droht-nato-im-streit-um-strasse-von-hormus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/872726\/","title":{"rendered":"Trump droht NATO im Streit um Stra\u00dfe von Hormus"},"content":{"rendered":"<p>Die <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/nato\/t-17339192\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">NATO<\/a> werde vor einer d\u00fcsteren Zukunft stehen, sollten die Partner den\u00a0<a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/usa-vereinigte-staaten-amerika\/t-17286012\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a> nicht helfen, sagte Pr\u00e4sident <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/donald-trump\/t-18901598\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Donald Trump<\/a> in einem kurzen Interview der Zeitung\u00a0&#8222;Financial Times&#8220;. Sollte es &#8222;keine Reaktion geben oder sollte die Reaktion negativ ausfallen, wird dies, denke ich, sehr schlecht f\u00fcr die Zukunft der NATO sein&#8220;, wird\u00a0Trump zitiert.<\/p>\n<p>Die Meerenge zwischen dem\u00a0<a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/iran\/t-17281594\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Iran<\/a> und der Arabischen Halbinsel ist seit Beginn des <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/iran-krieg\/t-76236616\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Iran-Kriegs<\/a> Ende Februar weitgehend blockiert. Normalerweise wird etwa ein F\u00fcnftel des weltweiten \u00d6l- und Fl\u00fcssiggastransports durch die Stra\u00dfe von Hormus abgewickelt. Angriffe auf Tanker und \u00d6lanlagen in mehreren Golfstaaten haben zuletzt die Energiepreise stark steigen lassen.<\/p>\n<p>Trump kritisiert mangelnde Unterst\u00fctzung der Verb\u00fcndeten<\/p>\n<p><a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/donald-trump-usa-iran-stra\u00dfe-von-hormus-krieg-israel-iran-krieg-libanon\/a-76364932\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Trump dr\u00e4ngt auf eine internationale Marinekoalition<\/a>, die Handelsschiffe durch die Passage eskortieren soll. Es sei &#8222;nur angemessen, dass diejenigen, die von der Meerenge profitieren, dazu beitragen, dass dort nichts Schlimmes passiert&#8220;, sagte der Pr\u00e4sident. Auf die Frage, welche Unterst\u00fctzung er erwarte, antwortete er: &#8222;Was auch immer n\u00f6tig ist.&#8220;\u00a0Er nannte unter anderem Minensuchboote sowie Kr\u00e4fte, die &#8222;einige der b\u00f6swilligen Akteure ausschalten werden, die sich entlang der K\u00fcste befinden&#8220;.<\/p>\n<p>Trump verband seine Forderungen auch mit Kritik an den Verb\u00fcndeten. Mit Blick auf fr\u00fchere US-Unterst\u00fctzung f\u00fcr Europa und den <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/ukraine-krieg\/t-60978725\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">russischen Angriffskrieg<\/a> sagte er: &#8222;Wir h\u00e4tten ihnen in der Ukraine nicht helfen m\u00fcssen. Die Ukraine ist Tausende von Kilometern von uns entfernt. Aber wir haben ihnen geholfen.&#8220;\u00a0Nun werde sich zeigen, ob die NATO-Partner den USA ebenfalls beistehen w\u00fcrden. &#8222;Denn ich habe schon lange gesagt, dass wir f\u00fcr sie da sein werden, sie aber nicht f\u00fcr uns. Und ich bin mir nicht sicher, ob sie da sein werden.&#8220;<\/p>\n<p>Deutschland und andere Partner lehnen Einsatz ab<\/p>\n<p>Mehrere Verb\u00fcndete reagierten jedoch zur\u00fcckhaltend. Der deutsche Au\u00dfenminister <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/johann-wadephul\/t-72499400\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Johann Wadephul<\/a> erkl\u00e4rte in der TV-Sendung\u00a0&#8222;Bericht aus Berlin&#8220;, hierzu habe die Bundesregierung eine ganz klare Auffassung. F\u00fcr einen solchen Einsatz sehe er keine &#8222;unmittelbare Notwendigkeit &#8211; vor allen Dingen auch nicht, dass Deutschland sich beteiligt&#8220;, erkl\u00e4rte der Minister weiter.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"76316855\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/76316855_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Der deutsche Au\u00dfenminister Johann Wadephul\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Der deutsche Au\u00dfenminister Johann WadephulBild: Felix Zahn\/photothek.de\/AA\/picture alliance<\/p>\n<p>Wadephul forderte von den USA und <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/israel\/t-17284250\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Israel<\/a> mehr Informationen \u00fcber die Ziele und die weiteren Planungen im Krieg gegen den Iran. Sicherheit f\u00fcr die Stra\u00dfe von Hormus werde man nur bekommen, wenn es eine Verhandlungsl\u00f6sung gebe und man dann auch mit den Iranern dar\u00fcber spreche.<\/p>\n<p>Auch <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/japan\/t-17412625\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Japan<\/a> und <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/australien\/t-17532618\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Australien<\/a> lehnten eine Beteiligung ab. Japans Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi sagte, ein maritimer Sicherheitseinsatz werde derzeit nicht erwogen. Regierungschefin Sanae Takaichi bezeichnete einen solchen Einsatz als &#8222;rechtlich au\u00dferordentlich schwierig&#8220;. Australiens Verkehrsministerin Catherine King erkl\u00e4rte: &#8222;Wir wissen, wie unglaublich wichtig das ist, aber das ist nichts, worum wir gebeten wurden oder zu dem wir beitragen.&#8220;<\/p>\n<p>Die <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/europ\u00e4ische-union\/t-17281096\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europ\u00e4ische Union<\/a> ber\u00e4t unterdessen \u00fcber eine europ\u00e4ische Position. Es liege im europ\u00e4ischen Interesse, die wichtige Handelsroute offen zu halten, sagte die EU-Au\u00dfenbeauftragte <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/kaja-kallas\/t-71177049\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kaja Kallas<\/a> vor einem Treffen der EU-Au\u00dfenminister in Br\u00fcssel.<\/p>\n<p>Angriffe und schwierige Informationslage im Iran<\/p>\n<p>Der Krieg in der Region geht derweil in die dritte Woche. In der iranischen Hauptstadt Teheran meldeten Medien eine neue Angriffswelle. Im Stadtzentrum nahe der Revolutionsstra\u00dfe sei die Flugabwehr im Einsatz gewesen, berichtete das Onlineportal &#8222;Hammihan&#8220;. In sozialen Netzwerken berichteten Beobachter \u00fcber mehrere Explosionen in verschiedenen Stadtteilen der Millionenmetropole.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"76367269\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/76367269_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Rettungskr\u00e4fte nach einem Angriff auf Irans Hauptstadt Teheran\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Rettungskr\u00e4fte nach einem Angriff auf Irans Hauptstadt TeheranBild: Iranian Red Crescent Society\/Handout\/REUTERS<\/p>\n<p>Die Informationslage aus dem Iran bleibt schwierig. Die Bev\u00f6lkerung in Teheran ist seit mehr als zwei Wochen weitgehend vom Internet abgeschnitten. Die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks meldete zuletzt zudem Einbr\u00fcche bei einem der letzten funktionierenden Telekommunikationsnetzwerke.<\/p>\n<p>Iranische Milit\u00e4rs erkl\u00e4rten, seit Kriegsbeginn habe man rund 700 Raketen auf Ziele in Israel sowie auf US-St\u00fctzpunkte in der Golfregion abgefeuert. Zudem seien etwa 3600 mit Sprengstoff beladene Kamikazedrohnen eingesetzt worden. Viele der verwendeten Raketen stammten aus \u00e4lteren Best\u00e4nden, sagte General Ali Mohammed Naini, Sprecher der Revolutionsgarden, dem iranischen Staatsfernsehen. Neu produzierte Raketen seien zum Teil noch nicht eingesetzt worden. Diese Aussagen lassen sich nicht unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Angriffe des Irans in der Golfregion gehen weiter<\/p>\n<p>Nach einem erneuten Drohnenangriff auf das \u00d6lindustriegebiet in Fudschaira in den <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/vereinigte-arabische-emirate\/t-18456843\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Vereinigten Arabischen Emiraten<\/a> ist dort am Montag laut \u00f6rtlichen Beh\u00f6rden ein Feuer ausgebrochen. Demnach handelte es sich um einen &#8222;gro\u00dfen Brand&#8220;. Einsatzkr\u00e4fte waren damit besch\u00e4ftigt, die Flammen zu l\u00f6schen. Verletzte wurden nach bisherigen Angaben nicht gemeldet.<\/p>\n<p>Zuvor hatte die iranische Armee am Samstag ausdr\u00fccklich vor Angriffen auf H\u00e4fen in den Vereinigten Arabischen Emiraten gewarnt. Am selben Tag waren \u00fcber Fudschaira Rauchwolken aufgestiegen. Nach Beh\u00f6rdenangaben l\u00f6sten Tr\u00fcmmerteile einer abgeschossenen Drohne einen Brand aus.<\/p>\n<p>Der Iran hatte bereits zuvor den Hafen von Fudschaira angegriffen und dabei \u00d6ltanks sowie ein Warenterminal ins Visier genommen. Im Hafen von Fudschaira befindet sich auch ein bedeutendes \u00d6lterminal.\u00a0<\/p>\n<p>Israel verk\u00fcndet offiziell Bodeneinsatz gegen Hisbollah<\/p>\n<p>Parallel dazu hat sich auch die Lage an Israels Nordgrenze weiter versch\u00e4rft. Die israelische Armee teilte mit, sie habe einen &#8222;begrenzten und gezielten Bodeneinsatz&#8220;\u00a0gegen Stellungen der <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/hisbollah\/t-67095838\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hisbollah<\/a>-Miliz im S\u00fcdlibanon begonnen. Demnach sind Truppen der 91. Division in den vergangenen Tagen gegen wichtige Positionen der vom Iran unterst\u00fctzten Miliz vorgegangen. Die Hisbollah wird von zahlreichen westlichen Staaten und einigen anderen L\u00e4ndern als Terrororganisation gelistet.<\/p>\n<p>Nach Angaben des Milit\u00e4rs richtet sich die Operation gegen Infrastruktur und K\u00e4mpfer der Hisbollah in der Grenzregion. Ziel sei es, den sogenannten Vorw\u00e4rtsverteidigungsbereich Israels zu st\u00e4rken und Bedrohungen f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung im Norden des Landes zu beseitigen. Vor dem Einsatz der Bodentruppen h\u00e4tten Luftwaffe und Artillerie zahlreiche Ziele im Einsatzgebiet angegriffen, um die Gefahren f\u00fcr die Soldaten zu verringern.<\/p>\n<p>Nach einem Bericht des US-Nachrichtenportals &#8222;Axios&#8220;\u00a0will Israel das gesamte Gebiet s\u00fcdlich des Litani-Flusses einnehmen, um die milit\u00e4rische Infrastruktur der Hisbollah zu zerschlagen.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"76369124\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/76369124_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Mann mit Hund in Tr\u00fcmmern nach Luftangriff\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Zerst\u00f6rung nach einem israelischen Angriff im S\u00fcden von Beirut im LibanonBild: AFP<\/p>\n<p>Die Hisbollah hatte nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar erneut den Norden Israels unter Beschuss genommen. Seitdem greift die israelische Armee verst\u00e4rkt Ziele im Libanon an, insbesondere in Gebieten, die als Hochburgen der Miliz gelten. Dazu z\u00e4hlen der S\u00fcden des Landes, die s\u00fcdlichen Vororte der Hauptstadt Beirut sowie die Bekaa-Ebene im Osten.<\/p>\n<p>Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden bei den Angriffen im <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/libanon\/t-17682008\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Libanon<\/a> bislang rund 850 Menschen get\u00f6tet und mehr als 2100 weitere verletzt. Mehr als 800.000 Menschen mussten aus ihren H\u00e4usern fl\u00fcchten.\u00a0<\/p>\n<p>pgr\/se (dpa, afp, rtr)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die NATO werde vor einer d\u00fcsteren Zukunft stehen, sollten die Partner den\u00a0USA nicht helfen, sagte Pr\u00e4sident Donald Trump&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":872727,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-872726","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-united-states","15":"tag-united-states-of-america","16":"tag-us","17":"tag-usa","18":"tag-vereinigte-staaten","19":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116238381765997995","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/872726","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=872726"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/872726\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/872727"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=872726"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=872726"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=872726"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}