{"id":873554,"date":"2026-03-16T18:17:23","date_gmt":"2026-03-16T18:17:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/873554\/"},"modified":"2026-03-16T18:17:23","modified_gmt":"2026-03-16T18:17:23","slug":"messerangriffe-zahl-erreicht-hoechststand-in-niedersachsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/873554\/","title":{"rendered":"Messerangriffe: Zahl erreicht H\u00f6chststand in Niedersachsen"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/polizei-638.webp.webp\" alt=\"Einsatzkr\u00e4fte von Bundespolizei und Ordnungsdienst gehen durch den Hauptbahnhof Hannover.\" title=\"Einsatzkr\u00e4fte von Bundespolizei und Ordnungsdienst gehen durch den Hauptbahnhof Hannover. | picture alliance\/dpa, Moritz Frankenberg\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>AUDIO: Messerangriffe erreichen H\u00f6chststand in Niedersachsen (1 Min)<\/p>\n<p>\n                Stand: 16.03.2026 18:10 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Cannabis, Jugendkriminalit\u00e4t, Gewalt: Niedersachsens Innenministerin Behrens hat neue Zahlen zur Kriminalit\u00e4t in Niedersachsen ver\u00f6ffentlicht. Trotz Problemen in einigen Bereichen h\u00e4lt die Ministerin das Land f\u00fcr sicher.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/torben-hildebrandt,torbenhildebrandt100.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Torben Hildebrandt<\/a><\/p>\n<p class=\"\">Angriffe mit Messern bleiben in Niedersachsen ein Problem. Das geht aus der neuen <a href=\"https:\/\/www.mi.niedersachsen.de\/startseite\/aktuelles\/presseinformationen\/polizeiliche-kriminalstatistik-2025-erneut-weniger-taten-und-geringere-kriminalitatsbelastung-bei-weiterhin-hoher-aufklarungsquote-249477.html\" title=\"Polizeiliche Kriminalstatistik 2025: Erneut weniger Taten und geringere Kriminalit\u00e4tsbelastung\" class=\"extlink-preface\" data-type=\"external\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kriminalstatistik f\u00fcr das Jahr 2025<\/a> hervor, die Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) am Montag vorgestellt hat. Demnach registrierte die Polizei im vergangenen Jahr 3.185 Messerattacken. Das ist ein Plus von etwa vier Prozent. Nach Angaben des Innenministeriums hat die Zahl der Messerattacken damit einen H\u00f6chststand erreicht. &#8222;Die Konsequenz liegt f\u00fcr mich auf der Hand&#8220;, sagte Behrens. &#8222;Wir m\u00fcssen repressiv mit aller Konsequenz gegen Messerangriffe vorgehen und den Schutz der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger auch pr\u00e4ventiv weiter st\u00e4rken.&#8220; Behrens verwies auf Waffenverbotszonen und das geplante Messerverbot im \u00d6ffentlichen Personennahverkehr. Der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstitutd Niedersachsen, Thomas Bliesener, h\u00e4lt die Zahlen hingegen aus methodischen Gr\u00fcnden <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/kriminologe-messerverbotszonen-sind-symbolpolitik,kriminalstatistik-174.html\" title=\"Kriminologe: Messerverbotszonen sind Symbolpolitik\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">f\u00fcr nicht f\u00fcr sehr aussagekr\u00e4ftig.<\/a> Waffenverbotszonen seien &#8222;ein St\u00fcck weit Symbolpolitik&#8220;.<\/p>\n<p>    Kriminalit\u00e4t geht in Niedersachsen zur\u00fcck<\/p>\n<p class=\"\">W\u00e4hrend die Messerkriminalit\u00e4t zugenommen hat, sieht das Bild insgesamt etwas besser aus als im Vorjahr: Die Zahl aller Straftaten ist laut Innenministerium 2025 etwa um vier Prozent zur\u00fcckgegangen. Die Gesamtzahl liegt nun bei 506.600 F\u00e4llen. Runtergerechnet auf die Einwohnerzahl in Niedersachsen sei die Kriminalit\u00e4tsbelastung so niedrig wie seit den Corona-Jahren nicht mehr. &#8222;Niedersachsen ist im vergangenen Jahr noch sicherer geworden&#8220;, sagte Behrens. Da es in einigen Bereichen aber nach wie vor Auff\u00e4lligkeiten gebe, d\u00fcrfe man sich auf dem positiven Trend nicht ausruhen. Ein Grund f\u00fcr den R\u00fcckgang der erfassten Straftaten war die Teillegalisierung von Cannabis.<\/p>\n<p>\n            <strong>Video:<\/strong><br \/>\n            Leben wir in unsicheren Zeiten? Kriminalit\u00e4tsstatistik kurz erkl\u00e4rt (2 Min)\n        <\/p>\n<p>    H\u00e4usliche Gewalt bleibt ein Problem<\/p>\n<p class=\"\">Beim Thema der sogenannten h\u00e4uslichen Gewalt bleiben die Zahlen hingegen hoch. Im vergangenen Jahr registrierten die Ermittler rund 32.500 F\u00e4lle &#8211; fast genauso viele wie im Jahr davor. Darunter fielen auch vier Morde, 17 versuchte Morde sowie 38 versuchte oder vollendete Totschlagsdelikte. &#8222;Immer noch findet in Niedersachsen statistisch betrachtet jede Woche mindestens ein versuchtes oder gar vollendetes T\u00f6tungsdelikt im Kontext h\u00e4uslicher Gewalt statt&#8220;, teilte das Ministerium mit. Vor diesem Hintergrund habe die Landesregierung einen Gesetzentwurf in den Landtag eingebracht, wonach das Instrument der elektronischen Aufenthalts\u00fcberwachung auf F\u00e4lle h\u00e4uslicher Gewalt ausgeweitet werden soll. &#8222;Neben der \u00dcberwachung der T\u00e4ter sollen auch Betroffene &#8211; mit deren Einverst\u00e4ndnis &#8211; mit technischen Mitteln zur Vorwarnung ausgestattet werden k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p>    Mehr ausl\u00e4ndische Tatverd\u00e4chtige<\/p>\n<p class=\"\">Die Jugendkriminalit\u00e4t geht in Niedersachsen weiter zur\u00fcck. In der Altersgruppe 18 bis 21 Jahre sind die Zahlen auf einen Tiefststand gesunken. Dagegen ist die Zahl der nichtdeutschen Tatverd\u00e4chtigen leicht gestiegen. Etwa jeder dritte Tatverd\u00e4chtige hat der Statistik zufolge keinen deutschen Pass. &#8222;Damit ist diese Personengruppe im Vergleich zu ihrem Anteil an der Gesamtbev\u00f6lkerung in der Polizeilichen Kriminalstatistik \u00fcberrepr\u00e4sentiert&#8220;, erl\u00e4uterte das Innenministerium. Ministerin Behrens betonte, dass nicht die Herkunft, sondern sozio-\u00f6konomische Ursachen daf\u00fcr verantwortlich seien. Sie sagte aber auch: &#8222;Unter den nichtdeutschen Tatverd\u00e4chtigen sind auch solche, die als Gefl\u00fcchtete zu uns gekommen sind.&#8220; Wer in Deutschland schwere Straftaten ver\u00fcbt, d\u00fcrfe nicht l\u00e4nger erwarten, dass ihm hier Schutz gew\u00e4hrt werde &#8211; er &#8222;muss das Land wieder verlassen.&#8220;<\/p>\n<p>    SPD: Weiterhin Handlungsbedarf<\/p>\n<p class=\"\">Insgesamt bestehe insbesondere bei Messerangriffen und h\u00e4uslicher Gewalt Handlungsbedarf, teilte der polizeipolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Alexander Saade, schriftlich mit. &#8222;Jeder Fall ist einer zu viel.&#8220; Daher m\u00fcssten Betroffene besser gesch\u00fctzt werden und neue Instrumente wie die elektronische Aufenthalts\u00fcberwachung in Hochrisikof\u00e4llen geschaffen werden, so Saade. Insgesamt zeigte sich Saade jedoch \u00fcber die Ergebnisse erfreut: &#8222;Die Zahlen zeigen: Niedersachsen ist ein sicheres Bundesland.&#8220; Er lobte die Polizei: Weniger Straftaten und eine weiterhin hohe Aufkl\u00e4rungsquote sei ihr Verdienst. Auch die nieders\u00e4chsische Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht die r\u00fcckl\u00e4ufigen Fallzahlen als Beleg f\u00fcr die gute Arbeit der Polizei. Dennoch bedeute die teils hohe Gewaltbereitschaft eine Herausforderung.<\/p>\n<p>    CDU fordert, Kriminalit\u00e4t wirksam zu bek\u00e4mpfen<\/p>\n<p class=\"\">Die CDU fordert in einem Statement ebenfalls wirksame Instrumente zum Schutz von Betroffenen. Die elektronische Fu\u00dffessel sei l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig und m\u00fcsse z\u00fcgig rechtssicher umgesetzt werden, so der innenpolitische Sprecher Andr\u00e9 Bock. Wer Kriminalit\u00e4t wirksam bek\u00e4mpfen wolle, m\u00fcsse Straftaten mit moderner digitaler Polizeiarbeit und dem Einsatz intelligenter Video\u00fcberwachung fr\u00fchzeitig verhindern. Daf\u00fcr brauche es endlich praxistaugliche Gesetze, so Bock. Zudem m\u00fcsse die Landesregierung f\u00fcr ausreichend Personal und moderne Ausstattung bei der Polizei sorgen. Ute Gottschar, stellvertretende ver.di-Landesbezirksleiterin, forderte die Politik dar\u00fcber hinaus auf, mehr f\u00fcr den Schutz von Frauen vor gewaltsamen \u00dcbergriffen zu unternehmen.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/steintor-112.webp.webp\" alt=\"Besucher am Steintor schauen in die Kamera. \" title=\"Besucher am Steintor schauen in die Kamera.  | NDR\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Die meisten Gewaltdelikte in Hannover passieren unter anderem hier. Partyg\u00e4ste, Kioskbesitzer und T\u00fcrsteher berichten.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/messer-122.webp.webp\" alt=\"Ein Mann h\u00e4lt ein Messer in der Hand. (Themenbild)\" title=\"Ein Mann h\u00e4lt ein Messer in der Hand. (Themenbild) | picture alliance\/dpa, Marijan Murat\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Die Zahl der Messerangriffe in Niedersachsen hat zugenommen. Woran das liegen k\u00f6nnte, erkl\u00e4rt der Kriminologe Thomas Bliesener. <\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/frauenhaus-140.webp.webp\" alt=\"Eine Frau verh\u00fcllt ihr Gesicht mit den H\u00e4nden. Sie ist gestresst.\" title=\"Eine Frau verh\u00fcllt ihr Gesicht mit den H\u00e4nden. Sie ist gestresst. | picture alliance \/ Westend61 | Arman Zhenikeyev\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Frauenh\u00e4user sch\u00fctzen Frauen und Kinder. Eine Auswertung zeigt jedoch: In vielen Regionen im Norden sind die Pl\u00e4tze rar.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/sorgerecht-106.webp.webp\" alt=\"Eine Skizze zum Thema h\u00e4usliche Gewalt und Sorgerecht\" title=\"Eine Skizze zum Thema h\u00e4usliche Gewalt und Sorgerecht | NDR\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Der Schutz von Frauen vor Gewalt erf\u00e4hrt offenbar gerade da seine Grenzen, wo sie Hilfe suchen. N\u00e4mlich vor Gericht.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/gewalt782.webp.webp\" alt=\"Eine Frau h\u00e4lt ihre H\u00e4nde vor das Gesicht.\" title=\"Eine Frau h\u00e4lt ihre H\u00e4nde vor das Gesicht. | picture alliance\/dpa, Fabian Sommer\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>32.545 Mal musste die Polizei 2024 in Niedersachsen ausr\u00fccken. T\u00e4terberatungsstellen wollen R\u00fcckf\u00e4lle verhindern.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/razzia1066.webp.webp\" alt=\"Mehrere Einsatzfahrzeuge der Polizei von Polizisten in Sturmhauben bewacht.\" title=\"Mehrere Einsatzfahrzeuge der Polizei von Polizisten in Sturmhauben bewacht. | aktuell24\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Das geht aus dem &#8222;Lagebild zur Clankriminalit\u00e4t&#8220; f\u00fcr 2023 hervor. An dem Begriff Clankriminalit\u00e4t entz\u00fcndet sich Kritik.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"AUDIO: Messerangriffe erreichen H\u00f6chststand in Niedersachsen (1 Min) Stand: 16.03.2026 18:10 Uhr Cannabis, Jugendkriminalit\u00e4t, Gewalt: Niedersachsens Innenministerin Behrens&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":873404,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[2],"tags":[29,30,1000,106400,13,7539,1584,15330,14,15,1411,12,924,1996,10,8,9,11],"class_list":["post-873554","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-deutschland","tag-deutschland","tag-germany","tag-gewalt","tag-haeusliche","tag-headlines","tag-innenministerium","tag-kriminalitaet","tag-messerangriffe","tag-nachrichten","tag-news","tag-niedersachsen","tag-schlagzeilen","tag-statistik","tag-straftaten","tag-top-news","tag-top-meldungen","tag-topmeldungen","tag-topnews"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116240230402436916","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/873554","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=873554"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/873554\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/873404"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=873554"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=873554"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=873554"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}