{"id":874151,"date":"2026-03-16T23:53:14","date_gmt":"2026-03-16T23:53:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/874151\/"},"modified":"2026-03-16T23:53:14","modified_gmt":"2026-03-16T23:53:14","slug":"solling-augsburg-welches-oel-fuer-welchen-zweck-fuenf-sorten-im-vergleich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/874151\/","title":{"rendered":"Solling\/Augsburg | Welches \u00d6l f\u00fcr welchen Zweck? F\u00fcnf Sorten im Vergleich"},"content":{"rendered":"<p>Solling\/Augsburg (dpa\/tmn) &#8211; Die Pressen in der \u00d6lm\u00fchle Solling in Niedersachsen arbeiten Tag und Nacht. \u00dcber gro\u00dfe Trichter werden sie mit Samen, Kernen oder N\u00fcssen bef\u00fcllt, die Pressschnecke dreht sich und das \u00d6l flie\u00dft in einen lichtgesch\u00fctzten Beh\u00e4lter darunter. \u00dcbrig bleibt der br\u00f6cklige Presskuchen, der sich seitlich aus einer \u00d6ffnung windet. Kaltpressen nennt man dieses Verfahren.\u00a0<\/p>\n<p>Weil dabei auch W\u00e4rme entsteht, ist die Halle vom Brummen der Abluftventilatoren erf\u00fcllt. Die Temperatur solle nicht \u00fcber 40 Grad Celsius steigen, sagt Sarah Baensch, die das Familienunternehmen zusammen mit ihrem Bruder leitet. \u00abSo stellen wir sicher, dass empfindliche Fetts\u00e4uren, Vitamine und andere gesunde Pflanzenstoffe erhalten bleiben\u00bb, so die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin. \u00a0<\/p>\n<p>Naturbelassen und nicht ger\u00f6stet: Dann ist ein \u00d6l nativ\u00a0<\/p>\n<p>Nach dem Pressen l\u00e4uft das \u00d6l durch eine Art gro\u00dfen Kaffeefilter, der Sedimentstoffe auff\u00e4ngt und die Haltbarkeit verbessert. Kaltgepresste \u00d6le schmecken besonders intensiv nach dem, was in ihnen steckt: also Lein\u00f6l nach Leinsaat, Walnuss\u00f6l nach Walnuss, Oliven\u00f6l nach Olive. Nativ &#8211; also naturbelassen &#8211; hei\u00dfen \u00d6le, wenn die Fr\u00fcchte, Samen oder Kerne vor dem Pressen nicht ger\u00f6stet wurden.<\/p>\n<p>Erhitzt und verarbeitet: Dann ist ein \u00d6l raffiniert<\/p>\n<p>Kosteng\u00fcnstiger und geschmacklich neutral sind raffinierte \u00d6le. Daf\u00fcr werden die \u00d6lfr\u00fcchte erhitzt und zus\u00e4tzlich verarbeitet. Die fertigen \u00d6le eignen sich besonders gut zum Frittieren oder Braten bei hohen Temperaturen und sind l\u00e4nger haltbar, so die Verbraucherzentrale. Allerdings gehen laut der Experten beim Raffinieren auch Vitamine, bestimmte Pflanzenstoffe und besonders empfindliche Fetts\u00e4uren verloren.\u00a0<\/p>\n<p>Dennoch sind \u00d6le \u2013 ob raffiniert oder kaltgepresst \u2013 meistens ges\u00fcnder als tierische Fette. Sie enthalten in der Regel mehr unges\u00e4ttigte Fetts\u00e4uren. Dagegen haben Butter, Sahne oder Schmalz einen sehr hohen Anteil an ges\u00e4ttigten Fetts\u00e4uren, die man laut Empfehlung der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung (DGE) nur in Ma\u00dfen essen sollte.<\/p>\n<p>Welches \u00d6l passt wozu? 5 Sorten im CheckOliven\u00f6l\u00a0<\/p>\n<p>Es ist ein Multitalent und schmeckt zu fast allem: Blatt- oder Kartoffelsalat, geschmortem Gem\u00fcse, Fleisch oder Antipasti. Es ist reich an einfach unges\u00e4ttigten Fetts\u00e4uren und Vitamin E. \u00abJe nach Herkunft kann Oliven\u00f6l eher fruchtig schmecken oder eine kr\u00e4ftigere, leicht bittere Note haben\u00bb, sagt die K\u00f6chin und Buchautorin Susann Kreihe.\u00a0<\/p>\n<p>Nach Angaben des Bundeszentrums f\u00fcr Ern\u00e4hrung (BZfE) eignet sich kaltgepresstes natives Oliven\u00f6l auch zum Braten und Frittieren bis 175 Grad. Ein gutes Zeichen beim Erhitzen, egal ob kaltgepresst oder raffiniert: Das \u00d6l bleibt geruchsneutral und f\u00e4ngt nicht an zu rauchen.\u00a0<\/p>\n<p>Raps\u00f6l<\/p>\n<p>Es ist hierzulande ein Klassiker. Weil der gelbbl\u00fchende Raps praktisch um die Ecke w\u00e4chst, sind die Transportwege meistens kurz. Zudem punktet Raps\u00f6l mit besonders gesunden Inhaltsstoffen. Die kaltgepresste native Variante enth\u00e4lt laut BZfE viel unges\u00e4ttigte Omega-6- und Omega-3-Fetts\u00e4uren, die der menschliche K\u00f6rper nicht selbst bilden kann.\u00a0<\/p>\n<p>Der kr\u00e4ftig-frische Geschmack von nativem Raps\u00f6l erinnert ein bisschen an Kohl und passt gut zu Kartoffeln, M\u00f6hren, Spargel oder Kohlrabi. Susann Kreihe verwendet das \u00d6l gern f\u00fcr Blattsalate. Mit Wei\u00dfweinessig, mittelscharfem Senf, Salz und etwas Honig kreiert sie ein s\u00e4miges Dressing.\u00a0<\/p>\n<p>Natives Raps\u00f6l eignet sich f\u00fcr kalte Speisen und zum sanften D\u00fcnsten oder Braten. Zum scharfen Anbraten oder Frittieren empfiehlt das Lebensmittelforum der Verbraucherzentralen raffiniertes Raps\u00f6l oder spezielle Raps-Brat\u00f6le. Letztere werden aus hitzestabileren Rapssorten gewonnen, enthalten aber weniger Omega-3-Fetts\u00e4uren. \u00a0<\/p>\n<p>Lein\u00f6l\u00a0<\/p>\n<p>Ber\u00fchmt ist es passend zum Gericht Pellkartoffeln mit Quark. Es galt fr\u00fcher als Arme-Leute-Essen. Heute wird das nussig-herbe \u00d6l als Superfood und regionale Spezialit\u00e4t vermarktet. Lein\u00f6l ist nicht nur lecker, sondern auch gesund. Mit seinem hohen Anteil an Omega-3-Fetts\u00e4uren l\u00e4uft es laut Stiftung Warentest sogar dem Raps\u00f6l den Rang ab.\u00a0<\/p>\n<p>Neben Quark schmeckt Lein\u00f6l auch ins M\u00fcsli oder zu kr\u00e4ftigen Salatsorten. Die empfindliche Prinzessin unter den Speise\u00f6len vertr\u00e4gt allerdings keine W\u00e4rme und verdirbt schnell. Am besten lagert man es im K\u00fchlschrank und verbraucht es z\u00fcgig. Auf einigen Wochenm\u00e4rkten oder direkt bei \u00d6lm\u00fchlen kann man es frisch gepresst in kleinen Mengen kaufen.\u00a0<\/p>\n<p>Walnuss\u00f6l\u00a0<\/p>\n<p>Seinem Namen entsprechend hat es ein nussiges, leicht fruchtiges Aroma. Besonders intensiv schmeckt es, wenn die N\u00fcsse vorher ger\u00f6stet wurden. Es ist reich an Vitamin E und enth\u00e4lt wertvolle Omega-6- und Omega-3-Fetts\u00e4uren, informiert das BZfE.\u00a0<\/p>\n<p>Walnuss\u00f6l eignet sich nur f\u00fcr die kalte K\u00fcche und passt zum Beispiel in Salatdressings oder Dips. Susann Kreihe kombiniert selbstgemachtes Walnuss-Pesto mit Spaghettini und Kirschtomaten zu einem nussigen Nudelsalat.<\/p>\n<p>Gem\u00fcsegerichte, zum Beispiel mit Rote Bete, K\u00fcrbis oder Karotte, lassen sich vor dem Servieren mit dem nussigen \u00d6l verfeinern. S\u00fc\u00dfspeisen erhalten schon durch ein paar Tropfen ein besonderes Aroma. Was viele nicht auf dem Schirm haben: Wegen seiner Empfindlichkeit gegen\u00fcber W\u00e4rme und Licht ist der K\u00fchlschrank der beste Lagerort.<\/p>\n<p>Kokos\u00f6l\u00a0<\/p>\n<p>Es schmeckt nach Urlaub unter Palmen. Bei Zimmertemperatur ist Kokos\u00f6l fest, verfl\u00fcssigt sich aber bei ungef\u00e4hr 24 Grad. Die kaltgepresste native Variante verleiht asiatischen Gerichten eine besondere Geschmacksnote. Das exotische \u00d6l eignet sich zum D\u00fcnsten von Gem\u00fcse und passt zu Currys.\u00a0<\/p>\n<p>Sein Gesundheitsimage ist laut Verbraucherzentrale allerdings etwas \u00fcbertrieben. Kokos\u00f6l enth\u00e4lt fast nur ges\u00e4ttigte Fetts\u00e4uren, auch die Vitaminmengen sind eher gering. Oft wird es zum hei\u00dfen Braten empfohlen. Das Max Rubner-Institut, Bundesforschungsinstitut f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Lebensmittel, r\u00e4t allerdings davon ab. Wegen des hohen Anteils mittelkettiger Fetts\u00e4uren k\u00f6nne beim Erhitzen leicht Rauch entstehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Solling\/Augsburg (dpa\/tmn) &#8211; Die Pressen in der \u00d6lm\u00fchle Solling in Niedersachsen arbeiten Tag und Nacht. \u00dcber gro\u00dfe Trichter&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":874152,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1846],"tags":[680,772,2632,3364,29,5763,4974,548,663,3934,30,13,193127,193126,14,15,1034,193125,624,12,193129,64562,193128],"class_list":["post-874151","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-augsburg","tag-augsburg","tag-bayern","tag-brcmj","tag-de","tag-deutschland","tag-ernaehrung","tag-essen-und-trinken","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-germany","tag-headlines","tag-kokosoel","tag-leinoel","tag-nachrichten","tag-news","tag-olivenoel","tag-rapsoel","tag-ratgeber","tag-schlagzeilen","tag-speiseoele","tag-tmn0051","tag-walnussoel"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116241551024277176","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/874151","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=874151"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/874151\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/874152"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=874151"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=874151"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=874151"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}