{"id":87499,"date":"2025-05-05T23:12:12","date_gmt":"2025-05-05T23:12:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/87499\/"},"modified":"2025-05-05T23:12:12","modified_gmt":"2025-05-05T23:12:12","slug":"talgesichter-zusammenkommen-mit-marvin-link-blickfeld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/87499\/","title":{"rendered":"Talgesichter: &#8222;Zusammenkommen mit Marvin Link&#8220; &#8211; blickfeld"},"content":{"rendered":"<p>Schon mal von Arrenbattle, Wir laufen rund oder People Pong geh\u00f6rt? Diese Projekte sind nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was der 29-j\u00e4hrige <strong>Marvin Link<\/strong> im Rahmen seines Studiums realisiert hat. Aktuell steht er kurz vor seinem Master-Abschluss in <a href=\"https:\/\/mr.uni-wuppertal.de\/pid\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Public Interest Design<\/a> und arbeitet bei der <a href=\"https:\/\/neue-effizienz.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Neuen Effizienz<\/a>, einem An-Institut der <a href=\"https:\/\/www.uni-wuppertal.de\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal<\/a>. Doch bevor er 2015 sein Mediendesign-Studium in Wuppertal begann und von Mannheim nach Nordrhein-Westfalen zog, hatte Marvin die Stadt kaum auf dem Schirm: \u201eWuppertal war ein unbeschriebenes Blatt f\u00fcr mich, ich glaube, ich habe davor auch noch nie davon geh\u00f6rt.\u201c Nach einigen Jahren in Essen entschied er sich 2019 f\u00fcr Wuppertal \u2013 und blieb. \u201eR\u00fcckblickend schade, dass ich so lange gewartet habe\u201c, meint Marvin.<\/p>\n<p>ZUSAMMENKOMMEN der besonderen Art<\/p>\n<p>Marvins Arbeit mag nicht direkt zur klassischen Stadtentwicklung geh\u00f6ren, doch f\u00fcr ihn beginnt Stadtentwicklung bei den Menschen. \u201eDie Stadt besteht aus Menschen und ich arbeite mit Menschen\u201c, erkl\u00e4rt er. Seine Projekte schaffen Begegnungen, f\u00f6rdern den Austausch und sorgen daf\u00fcr, dass in Wuppertal etwas passiert. Dabei verfolgt er einen dynamischen Ansatz: <strong>\u201eEs geht zwei Schritte vor, einen zur\u00fcck\u201c.<\/strong><\/p>\n<p>Alle Initiativen von Marvin entstanden im universit\u00e4ren Kontext. Den Anfang machte <a href=\"https:\/\/mr.uni-wuppertal.de\/dim\/projekte\/easyantrag\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">easyAntrag<\/a> \u2013 ein Projekt im Rahmen seiner Bachelorarbeit und zugleich ein App-Konzept, mit dem sich B\u00fcrgergeldantr\u00e4ge \u201ebesser, einfacher, effizienter und sicherer\u201c stellen lassen sollten. Kurz darauf entwickelte er gemeinsam mit Pia Michnik den <a href=\"https:\/\/www.blickfeld-wuppertal.de\/imtal\/oberbuergermeisterwahl-in-wuppertal-wen-soll-ich-waehlen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Talomat<\/a>, ein Online-Tool, das W\u00e4hler:innen half, ihre politischen Pr\u00e4ferenzen zu bestimmen.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich ging Marvin \u00fcber digitale Projekte hinaus und es folgten Projekte im Rahmen seines Public Interest Design-Studiums. W\u00e4hrend der Coronazeit brachte er gemeinsam mit seinem Kommilitonen Yannic H\u00fcttebr\u00e4ucker das Projekt <a href=\"https:\/\/mr.uni-wuppertal.de\/pid\/projekte\/arrenbattle\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Arrenbattle<\/a> in den Stadtteil <strong>Arrenberg<\/strong>. Die Idee: Der Stadtteil wurde in zwei H\u00e4lften geteilt, und die Bewohner:innen konnten durch das Scannen von QR-Codes digital in \u201eSchere, Stein, Papier\u201c gegeneinander antreten.<\/p>\n<p>blickfeld-Reihe \u201eTalgesichter\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/gathe-bunte-treppe_xedel.jpg\" data-slb-active=\"1\" data-slb-asset=\"1477833563\" data-slb-internal=\"0\" data-slb-group=\"44296\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"1000\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/gathe-bunte-treppe_xedel.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-37697\" style=\"width:250px\"  \/><\/a>Holsteiner Treppe \u2013 Foto: xedel<\/p>\n<p>In unserer Reihe \u201eTalgesichter\u201c interviewt die blickfeld-Redaktion Wuppertaler Pers\u00f6nlichkeiten, die kulturell, sozial oder auf anderer Ebene zum gesellschaftlichen Miteinander in unserer Stadt beitragen. In den Beitr\u00e4gen sprechen wir mit ihnen \u00fcber ihr Engagement und \u00fcber die Zukunft der Stadt.<\/p>\n<p>Die bunte \u201eHolsteiner Treppe\u201c in Elberfeld dient als verbindendes Element der Reihe. Ihre 112 Stufen verbalisieren Emotionen, die an der Stirnseite in Versalien des Schrifttyps \u201eHumanist\u201c montiert sind. Geschaffen wurde das Kunstwerk mit dem Namen \u201eSCALA \u2013 Der Gef\u00fchle\u201c vom D\u00fcsseldorfer K\u00fcnstler Horst Gl\u00e4sker. Die Gespr\u00e4chspartner:innen der Reihe w\u00e4hlen vorab einen der dort abgebildeten Begriffe, der im Beitrag vertieft wird.<\/p>\n<p>Die Reihe wird im gesamten Jahr 2025 fortgesetzt. Die blickfeld-Redaktion freut sich \u00fcber Vorschl\u00e4ge f\u00fcr Wuppertaler Pers\u00f6nlichkeiten sowie auf Initiativen von B\u00fcrger:innen, die selbst Portr\u00e4ts im Rahmen der Reihe \u201eTalgesichter\u201c ver\u00f6ffentlichen m\u00f6chten. Interessierte k\u00f6nnen sich hierzu unter <a href=\"mailto:redaktion@blickfeld-wuppertal.de\">redaktion (at) blickfeld-wuppertal.de<\/a> melden.<\/p>\n<p>Das nachfolgende Projekt hie\u00df <a href=\"https:\/\/www.blickfeld-wuppertal.de\/imtal\/wirlaufenrund-mit-tischtennis-die-nachbarschaft-kennenlernen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Wir laufen rund<\/a>. Im Februar 2023 brachte Marvin eine modifizierte Tischtennisplatte auf den <strong>Schusterplatz am \u00d6lberg<\/strong> und lud die Nachbarschaft zum gemeinsamen Spielen ein. \u201eDer Hintergedanke war ein Pull-Faktor, der auf einer emotionalen oder spielerischen Ebene funktioniert.\u201c Doch es ging nicht nur ums Spiel: Die Schl\u00e4ger waren mit Fragen wie <strong>\u201eWof\u00fcr ist dein Teambuddy dankbar?\u201c<\/strong> bedruckt, um Gespr\u00e4che zwischen den Teilnehmenden anzuregen. Eine Spielerin zeigte sich im Nachhinein begeistert und berichtete: \u201eEs wurden Handy-Nummern ausgetauscht! Danke f\u00fcr das coole Projekt\u201c.<\/p>\n<p>Seine j\u00fcngste Aktion, <a href=\"https:\/\/www.blickfeld-wuppertal.de\/imtal\/mit-people-pong-spielend-die-nachbarschaft-kennenlernen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">People Pong<\/a>, setzte Marvin in Kooperation mit den <a href=\"https:\/\/www.wiesenwerke.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Wiesenwerken<\/a> im <strong>Mirker Quartier<\/strong> um. Hier diente eine Reihe leuchtender W\u00fcrfel als interaktives Spielelement. Ihre Bewegungen wurden auf eine Hauswand projiziert, und das Ziel war es, durch die Zusammenarbeit einen digitalen Ball im Spiel zu halten. Trotz technischer Herausforderungen war auch dieses Projekt ein Erfolg und die W\u00fcrfel waren meistens besetzt.<\/p>\n<p>Besonders wichtig ist f\u00fcr Marvin, dass die Begegnungen in seinen Projekten <strong>zwanglos <\/strong>bleiben. \u201eEs kann angenehm sein, nicht in allem eine starke Meinung zu haben\u201c. Er m\u00f6chte R\u00e4ume schaffen, in denen Begegnungen ohne Druck oder Erwartungshaltung stattfinden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/marvin-link_002.webp.webp\" data-slb-active=\"1\" data-slb-asset=\"842833439\" data-slb-internal=\"0\" data-slb-group=\"44296\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"800\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/marvin-link_002.webp.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-44303\"  \/><\/a>Tischtennisrundlauf auf dem Schusterplatz \u2013 Foto: Celine de Groot<br \/>\n\u201eEs ist nicht alles schwarz und wei\u00df\u201c<\/p>\n<p>Marvin meint, dass \u201eZusammenkommen\u201c auf verschiedene Arten interpretiert werden kann. Ein privates Treffen ist oft intimer, w\u00e4hrend das Zusammenkommen, wie er es in seinen Projekten organisiert, eher lockerer und unverbindlicher ist. Trotzdem sieht er darin eine gro\u00dfe Chance: <strong>\u201eDas Zusammenkommen ist ein Ausgangspunkt f\u00fcr Weiteres.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Dabei verfolgt er eine klare Idee: \u201eOhne das eine kann es das andere nicht geben, und deswegen ist das Ziel erst mal: das lockere Begegnen, damit da vielleicht etwas entstehen kann.\u201c Der <strong>Austausch <\/strong>ist f\u00fcr ihn die Qualit\u00e4t des Zusammenkommens. Dabei r\u00fcckt er auch die Frage nach Eigen- und Au\u00dfenwahrnehmung in den Fokus, die selten \u00fcbereinstimmen. Genau hier setzt der Austausch an \u2013 als M\u00f6glichkeit, Verst\u00e4ndnis aufzubauen und Vorurteile zu hinterfragen. \u201eH\u00e4ufig reden Menschen aneinander vorbei, weil sie oft direkt emotional aufgeladen in eine Diskussion gehen\u201c, stellt er fest. <strong>Marvins Ziel ist es, diesem Missverst\u00e4ndnis mit einem offenen und lockeren Ansatz entgegenzuwirken.<\/strong> Der spielerische Aspekt ist daf\u00fcr ideal. Marvin ist \u00fcberzeugt, dass jeder einen nat\u00fcrlichen Spieltrieb hat. Und selbst wenn Meinungsverschiedenheiten auftreten, sollte man versuchen, gelassen zu bleiben, findet Marvin \u2013 auch wenn das nicht immer leichtf\u00e4llt: \u201eNat\u00fcrlich nervt mich, wenn etwas gegen meine \u00dcberzeugung ist, aber das geh\u00f6rt dazu und damit muss man umgehen k\u00f6nnen. Ich w\u00fcrde mir w\u00fcnschen, dass mehr Menschen das so wahrnehmen w\u00fcrden\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/marvin-link_003.webp.webp\" data-slb-active=\"1\" data-slb-asset=\"157060814\" data-slb-internal=\"0\" data-slb-group=\"44296\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"800\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/marvin-link_003.webp.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-44304\"  \/><\/a>Nahaufnahme des Begriffs Zusammenkommen \u2013 Foto: Rebecca Hoven<br \/>\n\u201eWuppertal ist irgendwie so ein Sweet-Spot\u201c<\/p>\n<p>Nicht nur f\u00fcr seine Projekte, sondern auch pers\u00f6nlich f\u00fchlt sich Marvin in Wuppertal wohl und sch\u00e4tzt die Stadt. Besonders gefallen ihm die gr\u00fcne Umgebung, sch\u00f6ne Altbauten, g\u00fcnstige Mieten und das Luisenviertel: \u201eEs ist eine Gro\u00dfstadt, aber irgendwie auch eine Kleinstadt\u201c. Ein weiterer Pluspunkt ist die Anbindung an andere St\u00e4dte und die Niederlande: \u201eDas kenne ich so auch gar nicht aus Mannheim, weil da war halt nur Mannheim\u201c.<\/p>\n<p>Auch sein soziales Umfeld, das er sich durch das Studium aufgebaut hat, bindet ihn an Wuppertal. Marvin findet es sch\u00f6n, spontan bekannte Gesichter zu treffen, w\u00e4hrend man in der Stadt unterwegs ist. Seitdem Marvin in Wuppertal lebt, hat sich die Stadt sp\u00fcrbar ver\u00e4ndert \u2013 besonders in den Bereichen <strong>Kultur <\/strong>und <strong>Gemeinwohl<\/strong>: \u201eDas tut der Stadt gut.\u201c Es beeindruckt ihn, wie sein Studiengang Public Interest Design die Stadt mitgestaltet: \u201eDurch den Studiengang passiert noch mehr in der Stadt.\u201c Er erinnert sich an einen Sommer, in dem \u201egef\u00fchlt jedes Wochenende etwas aus dem Studiengang passiert ist\u201c \u2013 und das ganz ohne st\u00e4dtischen Einfluss.<\/p>\n<p>Eine Ver\u00e4nderung h\u00e4tte er jedoch gerne selbst mitbekommen: \u201eIch h\u00e4tte gerne den alten Hauptbahnhof miterlebt, auch wenn einige sagen w\u00fcrden: Gut, dass du es nicht miterlebt hast\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/marvin-link_004.webp.webp\" data-slb-active=\"1\" data-slb-asset=\"1750904615\" data-slb-internal=\"0\" data-slb-group=\"44296\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"1000\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/marvin-link_004.webp.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-44305\"  \/><\/a>Spielende Nachbarschaft bei People Pong \u2013 Foto: Celine de Groot<br \/>\nWuppertal im Wandel<\/p>\n<p>\u201eAn sich hat Wuppertal eine Historie und das Engagement wird gew\u00fcrdigt und gef\u00f6rdert\u201c, erkl\u00e4rt Marvin. Er lobt Orte wie den <a href=\"https:\/\/www.bob-campus.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">BOB-Campus<\/a>, die Wiesenwerke, das Kulturzentrum <a href=\"https:\/\/loch-wuppertal.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">LOCH<\/a>, den <a href=\"https:\/\/www.openground.club\/de\/willkommen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">OpenGround<\/a>, das <a href=\"https:\/\/www.blickfeld-wuppertal.de\/imtal\/cafe23-am-doeppersberg-kaffee-trinken-neben-der-schwebebahn\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Caf\u00e9 23<\/a>, den <a href=\"https:\/\/kunstkiez-wuppertal.weebly.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Kunstkiez<\/a> auf dem \u00d6lberg sowie die Viertelflohm\u00e4rkte und die <a href=\"https:\/\/kunsthallebarmen.de\/wp\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Kunsthalle Barmen<\/a>. Das sind vielversprechende Strukturen, die als Grundlage dienen und weiter ausgebaut werden k\u00f6nnen. Doch auch wenn sich in letzter Zeit viel in Wuppertal getan hat: Zu der viralen Schlagzeile <strong>\u201eDas neue Berlin hei\u00dft Wuppertal\u201c<\/strong>, die in der Zeit erschien, hat er eine klare Meinung: <strong>\u201eKann man so sehen, aber ich finde, Wuppertal hat einen Underdog-Charakter, was ganz cool ist\u201c.<\/strong><\/p>\n<p>Gleichzeitig sieht er noch ungenutztes Potenzial der Stadt, besonders wenn es um den <strong>Zusammenhalt der Stadtteile<\/strong> geht. Als positives Beispiel nennt er das Projekt <a href=\"https:\/\/www.wuppertal.de\/microsite\/unser-elberfeld\/projekte\/laufende-projekte\/innenbandstadt\/index.php\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">InnenBandStadt<\/a>, das Barmen und Elberfeld \u201emehr vers\u00f6hnen\u201c soll.<\/p>\n<p>Ein weiteres unausgesch\u00f6pftes Potenzial sieht er in der <strong>Wupper<\/strong>, die seiner Meinung nach kaum in das Stadtleben integriert ist. \u201eIch finde das schade, dass die Wupper so zugebaut ist. Eigentlich profitiert jede Stadt, die einen Fluss hat, davon. Das ist ein Aufenthaltsort, ein Entspannungsort, ein Kulturort. In Wuppertal ist das nicht der Fall.\u201c<\/p>\n<p>Auch die Weiterentwicklung des Studiengangs Public Interest Design sieht Marvin als wichtig f\u00fcr Wuppertal: \u201eMehr Projekte in der Stadt k\u00f6nnten dazu beitragen, ein gr\u00f6\u00dferes Standing zu erreichen.\u201c Gerade weil die Universit\u00e4t durch ihre Lage auf dem Berg nicht wirklich im Stadtbild pr\u00e4sent sei, k\u00f6nne genau das eine Chance sein, um ihre Verbindung zur Stadt sichtbarer zu machen.<\/p>\n<p>Marvin kann sich gut vorstellen, langfristig in genau diesen Bereichen zu arbeiten, da sie eng mit seinen eigenen Ambitionen verkn\u00fcpft sind. Gleichzeitig sieht er aber auch die b\u00fcrokratischen H\u00fcrden, die oft mit neuen Projekten einhergehen. Die Legitimation und Finanzierung solcher Vorhaben sei h\u00e4ufig ein langwieriger Prozess.<\/p>\n<p>Und was steht als N\u00e4chstes an, Marvin?<\/p>\n<p>\u201eMein kommendes Projekt wird mein Masterprojekt sein und im Sommer dieses Jahres stattfinden\u201c erz\u00e4hlt er. Vom <strong>10. bis 13. Juni 2025<\/strong> l\u00e4dt Marvin zum <strong>T\u00fcr an T\u00fcr-Viertelfest<\/strong> ein \u2013 einem kostenlosen Nachbarschaftsfest mit B\u00fchne, Buffet, Spielen und viel Raum f\u00fcr Begegnung. T\u00e4glich von 16 bis 21 Uhr wird das Fest an der <a href=\"https:\/\/hebebuehne-ev.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Hebeb\u00fchne<\/a> (Mirker Str. 62, Wuppertal \u2013 <a href=\"https:\/\/maps.app.goo.gl\/AFCwiXUeEVPxPGmy8\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">GoogleMaps<\/a>) stattfinden. Die Idee dahinter: \u201eWir wohnen oft T\u00fcr an T\u00fcr \u2013 und kennen uns trotzdem kaum. Das Viertelfest soll ein Anlass sein, genau das zu \u00e4ndern \u2013 locker, spielerisch und offen f\u00fcr alle.\u201c<\/p>\n<p>Und auch dar\u00fcber hinaus hat Marvin gro\u00dfe Pl\u00e4ne f\u00fcr die\u00a0Zukunft.\u00a0Er m\u00f6chte sich auf zwei Schwerpunkte konzentrieren: <strong>das Politische<\/strong> und die <strong>mentale Gesundheit<\/strong>. Die politische Komponente versteht er dabei nicht im parteipolitischen Sinne, sondern als das gesellschaftliche Aushandeln von Fragen des Zusammenlebens und Miteinanders. Menschen sollen zusammenkommen und ins Gespr\u00e4ch kommen, ohne sofort eine feste Meinung zu vertreten oder das Gegen\u00fcber \u00fcberzeugen zu wollen.<\/p>\n<p>Unterst\u00fctze die CampusZeitung blickfeld<\/p>\n<p><strong>Schon ein kleiner Beitrag hilft uns, unseren Job noch besser zu machen!<\/strong> So kannst du uns unterst\u00fctzen:<\/p>\n<p>Abo per <a class=\"gofollow\" data-track=\"MTIsMCwxLDYw\" href=\"https:\/\/steadyhq.com\/de\/blickfeld-wuppertal\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\">Steady<\/a>, <a class=\"gofollow\" data-track=\"MTIsMCwxLDYw\" href=\"https:\/\/www.paypal.me\/blickfeldwtal\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\">Einmalzahlung<\/a> oder <a class=\"gofollow\" data-track=\"MTIsMCwxLDYw\" href=\"https:\/\/www.blickfeld-wuppertal.de\/anzeigen-abo\/werbeanzeige-schalten\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\">Anzeige<\/a><\/p>\n<p>Damit wir unser Engagement ausbauen k\u00f6nnen, ist eure Unterst\u00fctzung gefragt &#8211; f\u00fcr mehr Recherchen und Berichte.<\/p>\n<p><strong>Ihr k\u00f6nnt uns mit einem monatlichen oder einmaligen Beitrag unterst\u00fctzen oder eine Anzeige schalten.<\/strong><\/p>\n<p><a class=\"gofollow\" data-track=\"MTIsMCwxLDYw\" href=\"https:\/\/steadyhq.com\/de\/blickfeld-wuppertal\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\">Abo per Steady<\/a> | <a class=\"gofollow\" data-track=\"MTIsMCwxLDYw\" href=\"https:\/\/www.paypal.me\/blickfeldwtal\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\">Einmalzahlung mit PayPal<\/a> | <a class=\"gofollow\" data-track=\"MTIsMCwxLDYw\" href=\"https:\/\/www.blickfeld-wuppertal.de\/anzeigen-abo\/werbeanzeige-schalten\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\">Anzeige schalten<\/a><br \/>\nZur CampusZeitung blickfeld:<\/p>\n<p>Seit 2011 versorgen wir als <a class=\"gofollow\" data-track=\"MTIsMCwxLDYw\" href=\"https:\/\/www.blickfeld-wuppertal.de\/ueber-uns\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\">unabh\u00e4ngiges Medium an der Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal<\/a> die Studierenden, Mitarbeiter\/-innen und alle Interessierten aus dem Bergischen St\u00e4dtedreieck und dar\u00fcber hinaus mit Nachrichten vom Campus und aus dem Tal. Unsere <strong>Unabh\u00e4ngigkeit<\/strong> ist unsere st\u00e4rkste Eigenschaft. Wir sind weder eine Zeitung des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) noch eine Publikation unter der Schirmherrschaft der Universit\u00e4t. Damit sind wir keinen fremden Interessen verpflichtet, k\u00f6nnen frei Themen w\u00e4hlen und dabei auch unbequem werden. <a class=\"gofollow\" data-track=\"MTIsMCwxLDYw\" href=\"https:\/\/www.blickfeld-wuppertal.de\/ueber-uns\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\">Mehr \u00fcber uns &#8230;<\/a><\/p>\n<p>Doch auch die mentale Gesundheit ist Marvin ein besonderes Anliegen. Er w\u00fcnscht sich <strong>mehr Sichtbarkeit<\/strong> und <strong>weniger Konkurrenzdenken<\/strong> in der Gesellschaft. \u201eWir sind doch alle einfach nur Menschen und haben alle unsere Probleme und Vorpr\u00e4gungen\u201c.<\/p>\n<p>Die Weiterentwicklung seines Studiengangs Public Interest Design liegt ihm ebenfalls am Herzen. Wenn Marvin in anderen St\u00e4dten unterwegs ist, l\u00e4sst er sich zudem gerne inspirieren. Eine Idee, die er spannend findet, ist die Umstrukturierung leerstehender Innenst\u00e4dte zum Gemeinwohl. Zudem w\u00fcnscht er sich mehr \u00f6ffentliche Orte, an denen man sich aufhalten kann, ohne etwas konsumieren zu m\u00fcssen. Als positives Beispiel nennt er die <strong><a href=\"https:\/\/www.utopiastadt.eu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Utopiastadt<\/a><\/strong> in Wuppertal.<\/p>\n<p>Stadtentwicklung, gesellschaftlicher Zusammenhalt und der Raum f\u00fcr Begegnungen: Marvins Projekte zeigen, dass St\u00e4dte nicht nur aus Geb\u00e4uden bestehen, sondern vor allem aus den Menschen, die sie beleben. Mit seinen Ideen m\u00f6chte Marvin weiter dazu beitragen, dass Wuppertal ein Ort bleibt, der Menschen zusammenbringt \u2013 auf offene, spielerische und ungezwungene Weise ohne Vorurteile. \u00bb<a href=\"https:\/\/www.blickfeld-wuppertal.de\/ueber-uns\/blickfeld-redaktion\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">bak<\/a>\u00ab<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Schon mal von Arrenbattle, Wir laufen rund oder People Pong geh\u00f6rt? Diese Projekte sind nur ein kleiner Ausschnitt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":87500,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1840],"tags":[23018,25195,36234,3364,17587,29,2314,20960,30,33857,36359,36360,1209,36361,36362,33951,36363,26157,36364,36365,36366,4418],"class_list":{"0":"post-87499","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wuppertal","8":"tag-arrenberg","9":"tag-bak","10":"tag-bob-campus","11":"tag-de","12":"tag-design","13":"tag-deutschland","14":"tag-featured","15":"tag-gemeinnuetzig","16":"tag-germany","17":"tag-kunsthalle-barmen","18":"tag-mirke","19":"tag-mirker-bahnhof","20":"tag-nordrhein-westfalen","21":"tag-oelberg","22":"tag-openground","23":"tag-public-interest-design","24":"tag-sommerloch","25":"tag-talgesichter","26":"tag-talomat","27":"tag-utopiastadt","28":"tag-wiesenwerke","29":"tag-wuppertal"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114457761869932840","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/87499","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=87499"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/87499\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/87500"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=87499"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=87499"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=87499"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}