{"id":875988,"date":"2026-03-17T17:14:17","date_gmt":"2026-03-17T17:14:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/875988\/"},"modified":"2026-03-17T17:14:17","modified_gmt":"2026-03-17T17:14:17","slug":"nrw-kabinett-beschliesst-antidiskriminierungsgesetz-berlin-story-news","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/875988\/","title":{"rendered":"NRW-Kabinett beschlie\u00dft Antidiskriminierungsgesetz &#8211; Berlin Story News"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/dts_image_73598_tgpqcjtjbc_348_800_600.jpg\" alt=\"Sitzung des NRW-Landtages (Archiv), via dts Nachrichtenagentur\" width=\"100%\" align=\"LEFT\"\/><br \/>Foto: Sitzung des NRW-Landtages (Archiv), via dts Nachrichtenagentur<\/p>\n<p>D\u00fcsseldorf (dts Nachrichtenagentur) \u2013 Das NRW-Landeskabinett hat das erste Antidiskriminierungsgesetz eines deutschen Fl\u00e4chenlandes beschlossen. Es werde in dieser Woche in den Landtag eingebracht, sagte NRW-Gleichstellungsministerin Verena Sch\u00e4ffer (Gr\u00fcne) am Dienstag der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung.<\/p>\n<p>Bisher existiert ein Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) nur im Stadtstaat Berlin. \u201eDas ist ein Meilenstein f\u00fcr den Schutz vor Diskriminierung\u201c, sagte Sch\u00e4ffer der WAZ. Sie erinnerte an das k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichte Sozio-\u00d6konomische Panel der Bundesbeauftragten f\u00fcr Antidiskriminierung. Demnach haben etwa 13 Prozent der Menschen in Deutschland, darunter besonders viele mit Migrationshintergrund, schon Alltagsdiskriminierung erlebt.<\/p>\n<p>Laut der Ministerin werde mit dem LADG eine Schutzl\u00fccke des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) geschlossen. Das AGG sch\u00fctzt bei privatrechtlichen Fragen, zum Beispiel bei Streit mit einem Arbeitgeber, Vermieter oder einem Fitness-Studio \u00fcber Diskriminierung. Wenn ein B\u00fcrger im Kontakt mit staatlichen Beh\u00f6rden diskriminiert werde, helfe ihm das AGG aber nicht, so Sch\u00e4ffer. Sie betonte, dass mit diesem Gesetz nicht einzelne Lehrkr\u00e4fte oder Polizisten an den Pranger gestellt werden sollten. Klagen gegen Diskriminierung richteten sich gegen die staatliche Institution, also zum Beispiel eine Schule oder eine Polizeibeh\u00f6rde.<\/p>\n<p>Der Deutsche Beamtenbund (DBB) in NRW und die Opposition im Landtag kritisieren das Landesantidiskriminierungsgesetz scharf. Sie warnen vor einem Generalverdacht gegen\u00fcber Besch\u00e4ftigten in Beh\u00f6rden und vor einer unn\u00f6tigen B\u00fcrokratie. Die Zahl der Diskriminierungs-F\u00e4lle in Beh\u00f6rden sei zudem so gering, dass ein solches Gesetz unn\u00f6tig sei.<\/p>\n<p>Besonders heftig kritisiert wird, dass k\u00fcnftig schon Indizien, die auf eine Diskriminierung hindeuten, ausreichen sollten, um die Beschuldigten zur Beweisf\u00fchrung zu zwingen, dass es keine Diskriminierung gegeben habe. Dies kehre die Beweislast um. Verena Sch\u00e4ffer bestreitet das: \u201eWie das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz sieht das Gesetz eine Beweislasterleichterung vor. Indizien m\u00fcssen eine Diskriminierung plausibel erscheinen lassen.\u201c Blo\u00dfe Vermutungen oder pauschale Vorw\u00fcrfe reichten definitiv nicht aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Foto: Sitzung des NRW-Landtages (Archiv), via dts Nachrichtenagentur D\u00fcsseldorf (dts Nachrichtenagentur) \u2013 Das NRW-Landeskabinett hat das erste Antidiskriminierungsgesetz&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":868493,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,147,296,1937,29,30,1940,1938,16,55],"class_list":{"0":"post-875988","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-ausland","11":"tag-berlin","12":"tag-berlin-news","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-nachrichten-aus-berlin","16":"tag-news-aus-berlin","17":"tag-politik","18":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116245644347076722","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/875988","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=875988"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/875988\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/868493"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=875988"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=875988"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=875988"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}