{"id":877162,"date":"2026-03-18T04:15:48","date_gmt":"2026-03-18T04:15:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/877162\/"},"modified":"2026-03-18T04:15:48","modified_gmt":"2026-03-18T04:15:48","slug":"inhalatives-medikament-gegen-lungenfibrose","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/877162\/","title":{"rendered":"Inhalatives Medikament gegen Lungenfibrose"},"content":{"rendered":"<p>    <a href=\"http:\/\/www.lmu-klinikum.de\" target=\"_new\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" class=\"EmbeddedImage\" style=\"max-height:200px; max-width: 200px;\" src=\"https:\/\/idw-online.de\/de\/institutionlogo40459\" border=\"0\" alt=\"institution logo\"\/><\/a><\/p>\n<p>        <a title=\"LinkedIn\" href=\"#\" onclick=\"window.open('https:\/\/www.linkedin.com\/shareArticle?mini=true&amp;url=http:\/\/www.idw-online.de\/-DT1.AA','Share on LinkedIn', 'status=1, width=800, height=600, resizable=0, top=100, left=100')\"><img decoding=\"async\" style=\"width:20px;height:20px;visibility:hidden;\" src=\"https:\/\/idw-online.de\/images\/bluesky_mbsw.svg\"\/><\/a><\/p>\n<p>        <a title=\"Twitter\" href=\"#\" onclick=\"window.open('https:\/\/twitter.com\/share?url=http:\/\/www.idw-online.de\/-DT1.AA&amp;text=Inhalatives+Medikament+gegen+Lungenfibrose','Share on Twitter', 'status=1, width=800, height=600, resizable=0, top=100, left=100')\"><img decoding=\"async\" style=\"width:20px;height:20px;visibility:hidden;\" src=\"https:\/\/idw-online.de\/images\/x_mbsw.svg\"\/><\/a><\/p>\n<p>        <a title=\"Bluesky\" href=\"#\" onclick=\"window.open('https:\/\/bsky.app\/intent\/compose?text=Inhalatives+Medikament+gegen+Lungenfibrose%20http:\/\/www.idw-online.de\/-DT1.AA','Share on Bluesky', 'status=1, width=800, height=600, resizable=0, top=100, left=100')\"><img decoding=\"async\" style=\"width:20px;height:20px;visibility:hidden;\" src=\"https:\/\/idw-online.de\/images\/bluesky_mbsw.svg\"\/><\/a><\/p>\n<p>\n            Teilen:\u00a0\n        <\/p>\n<p>    17.03.2026 14:05<\/p>\n<p>    Inhalatives Medikament gegen Lungenfibrose <\/p>\n<p>\n    Forschende des LMU Klinikums M\u00fcnchen haben in einer internationalen Studie erstmals gezeigt, dass ein zu inhalierendes Medikament den Verlauf der schweren Lungenerkrankung deutlich bremsen und zugleich die Lebensqualit\u00e4t verbessern kann. Das bereits bekannte Mittel Treprostinil, bislang bei Lungenhochdruck eingesetzt, erwies sich als wirksam und gut vertr\u00e4glich. Die Ergebnisse, die im New England Journal of Medicine ver\u00f6ffentlicht worden sind, markieren einen wichtigen Fortschritt in der Behandlung der idiopathischen Lungenfibrose \u2013 einer bislang nur schwer therapierbaren Erkrankung. Ob das neue Therapiekonzept bald zugelassen wird, sollen nun weitere Studien kl\u00e4ren.<\/p>\n<p>\n    Die \u201eidiopathische Lungenfibrose\u201c ist eine schwere Erkrankung der Lungen, deren genaue Ursachen nicht vollst\u00e4ndig aufgekl\u00e4rt sind. Bisher gibt es nur zwei zugelassene Medikamente in der EU, die eine Verlangsamung des Krankheitsverlauf bewirken, allerdings auf Kosten von teils erheblichen Nebenwirkungen. \u201eEs besteht deshalb gro\u00dfer Bedarf an neuen Therapien\u201c, sagt Prof. J\u00fcrgen Behr, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik V f\u00fcr Innere Medizin und Pneumologie am LMU Klinikum M\u00fcnchen. Diese war nun federf\u00fchrend beteiligt an einer Studie, in der inhalativ verabreichtes Treprostinil f\u00fcr Patienten mit idiopathischer Lungenfibrose gepr\u00fcft wurde. \u201eWir haben in dieser Studie nicht nur einen deutlichen positiven Effekt auf den Lungenfunktionsverlust, sondern erstmals auch auf die Lebensqualit\u00e4t festgestellt\u201c, sagt Behr, \u201eein wesentlicher Fortschritt f\u00fcr die Patienten.\u201c<\/p>\n<p>Die idiopathische Lungenfibrose (IPF) ist die prototypische, fibrotische  Lungenger\u00fcsterkrankung (synonym: Interstitielle Lungenerkrankung, ILE), die mit einer hohen Sterblichkeit verbunden ist. Daneben gibt es \u00fcber 200 Ursachen f\u00fcr ILE, die in etwa einem Drittel der F\u00e4lle ebenfalls mit einer Vernarbung des Lungengewebes einhergehen, so dass der eingeatmete Sauerstoff nicht mehr ausreichend an den K\u00f6rper weitergegeben werden kann. <\/p>\n<p>Sobald ein vernarbender Verlauf (\u201eFibrose\u201c) eintritt, sind die Folgen mit der idiopathischen pulmonalen Fibrose vergleichbar: zunehmende Atemnot, trockener Reizhusten, abnehmende Leistungsf\u00e4higkeit und Notwendigkeit der Sauerstoffzufuhr durch Ger\u00e4te. \u201eViele der Patienten\u201c, sagt J\u00fcrgen Behr, \u201esterben binnen drei bis f\u00fcnf Jahren nach Ausbruch der Erkrankung.\u201c<\/p>\n<p>Bisher verf\u00fcgbare Medikamente k\u00f6nnen Verlauf nur verlangsamen<\/p>\n<p>Zwar ist die IPF mit 25 bis 30 Erkrankten pro 100000 Einwohner in Deutschland selten, aber vor allem im Alter ab 65 Jahren steigt die Erkrankungsh\u00e4ufigkeit stark an. Die bisher verf\u00fcgbaren Medikamente k\u00f6nnen das Fortschreiten nur verlangsamen und sind durch Nebenwirkungen belastet. <\/p>\n<p>Eine durchgreifende Verbesserung von Lebensqualit\u00e4t und \u00dcberleben l\u00e4sst sich allein durch eine Lungentransplantation erzielen, die aber nur f\u00fcr einen kleinen Teil der Betroffenen in Betracht kommt. Nicht nur angesichts des Mangels an Spenderorganen sind deshalb nicht nachlassende Anstrengungen in der Erforschung der Erkrankung essentiell.<\/p>\n<p>Internationale Studie zu Effekt von inhaliertem Treprostinil auf Lungenfibrose<\/p>\n<p>Nachdem das Medikament Treprostinil bereits bei Patienten mit Lungenhochdruck seit Jahren erfolgreich eingesetzt wird, wurde in einer Studie seine Wirksamkeit bei Patienten mit Lungenfibrose und zus\u00e4tzlichem Lungenhochdruck untersucht. In dieser Studie fiel erstmal auf, dass inhaliertes Treprostinil auch die Lungenfibrose positiv beeinflusst. Auf dieser Basis wurde von M\u00fcnchner \u00c4rzten zusammen mit Kollegen mehrerer internationaler Krankenh\u00e4user in einer gro\u00dfen Studie getestet, ob inhaliertes Treprostinil unabh\u00e4ngig vom Vorliegen eines Lungenhochdrucks die idiopathische Lungenfibrose positiv beeinflusst.<\/p>\n<p>Die Studie wurde in einem doppel-blinden, randomisierten und prospektiven Format durchgef\u00fchrt, wobei insgesamt 593 Patienten in einem durchschnittlichen Alter von 72 Jahren eingeschlossen wurden. Immer wieder wurde dabei die forcierte Vitalkapazit\u00e4t (FVC) \u00fcber ein Jahr gemessen. Die FVC ist ein Ma\u00df f\u00fcr das Lungenvolumen, das bei Lungenfibrose in Folge der Lungenschrumpfung rasch abnimmt. <\/p>\n<p>Lungenvolumen nahm in Treprostinil-Gruppe weniger ab als in Placebogruppe<\/p>\n<p>Ergebnis: Bei den Teilnehmenden in der Placebo-Gruppe nahm die FVC um gut 136 Milliliter ab, bei den Teilnehmenden in der Treprostinil-Gruppe nur um knapp 50 Milliliter. In dieser Gruppe verschlechterten sich etwa 80 Patienten (27 Prozent) im Untersuchungszeitraum klinisch von ihrer Symptomatik her, in der Kontrollgruppe dagegen 115 Patienten (39 Prozent). \u201eAuch das \u00dcberleben ohne Fortschreiten der Erkrankung war in der Treprostinil-Gruppe besser\u201c, betont J\u00fcrgen Behr.<\/p>\n<p>Die Vertr\u00e4glichkeit des Medikaments war insgesamt gut. Nicht unerwartet trat Husten im Rahmen der Inhalation bei knapp der H\u00e4lfte der Patienten in der Treprostinil-Gruppe und bei knapp einem Viertel der Patienten in der Placebo-Gruppe. Ein Drittel der Teilnehmenden in der Gruppe mit dem wahren Medikament hat die Therapie wegen Nebenwirkungen abgebrochen, in der Kontrollgruppe war es ein Viertel.<\/p>\n<p>Lebensqualit\u00e4t bei Treprostinil-Patienten entwickelte sich besser als in Kontrollgruppe<\/p>\n<p>\u201eIm Vergleich zu den bisherigen Substanzen\u201c, res\u00fcmiert J\u00fcrgen Behr, \u201everspricht dieses neue Medikament eine bessere Wirksamkeit bei einem vorteilhaften Nebenwirkungsprofil.\u201c Den Husten, sagt er weiter, \u201ek\u00f6nnen wir mit bestimmten Ma\u00dfnahmen bei den meisten Patienten in den Griff bekommen. <\/p>\n<p>Ihn hat vor allem beeindruckt, dass sich die Lebensqualit\u00e4t der Teilnehmer unter der Therapie klinisch-relevant besser entwickelte als in der Kontrollgruppe. Ob das Medikament in Deutschland zugelassen wird, entscheidet sich nach den Ergebnissen zweier weitere Studien, die noch nicht abgeschlossen sind.\n    <\/p>\n<p>    Wissenschaftliche Ansprechpartner:<\/p>\n<p>Prof. Dr. med. J\u00fcrgen Behr<br \/>Direktor Medizinische Klinik und Poliklinik V<br \/>LMU Klinikum M\u00fcnchen<br \/>Tel: +49 89 4400-75310<br \/>E-Mail: juergen.behr@med.uni-muenchen.de<\/p>\n<p>    Originalpublikation:<\/p>\n<p>Inhaled Treprostinil for Idiopathic Pulmonary Fibrosis<br \/>Steven D. Nathan, M.D., Peter Smith, Pharm.D., Chunqin Deng, M.D., Ph.D., Maria De Salvo, M.D., Wim Wuyts, M.D., Juana Pavie-Gallegos, M.D., Jin Woo Song, M.D., Ph.D., +11 , for the TETON-2 Trial Investigators*Author Info &amp; Affiliations<br \/>NEJM, Published March 11, 2026<br \/>DOI: 10.1056\/NEJMoa2512911; <a href=\"https:\/\/www.nejm.org\/doi\/full\/10.1056\/NEJMoa2512911?af=R\" target=\"_new\" rel=\"nofollow noopener\">https:\/\/www.nejm.org\/doi\/full\/10.1056\/NEJMoa2512911?af=R<\/a><\/p>\n<p>    Weitere Informationen:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lmu-klinikum.de\/newscenter\/pressemitteilungen\/inhalatives-medikament-gegen-lungenfibrose\/169968c5930dc6fe\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.lmu-klinikum.de\/newscenter\/pressemitteilungen\/inhalatives-medikament&#8230;<\/a><\/p>\n<p><b>Bilder<\/b><\/p>\n<p class=\"widescreenhide\"><a class=\"main\" data-reveal-id=\"imgModal1\" href=\"#\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/1773807344_303_newsimage.jpeg\" width=\"180\" height=\"120\" alt=\"Prof. Dr. med. J\u00fcrgen Behr, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik V f\u00fcr Innere Medizin und Pneumologie am LMU Klinikum M\u00fcnchen\" title=\"Prof. Dr. med. J\u00fcrgen Behr, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik V f\u00fcr Innere Medizin und Pneumologie am LMU Klinikum M\u00fcnchen\" border=\"0\" id=\"image_419437_thumb\"\/><\/a><br \/>\n<a class=\"main\" data-reveal-id=\"imgModal\"\/><a href=\"https:\/\/idw-online.de\/de\/image?id=419437&amp;size=screen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">&lt;<\/a><br \/>Prof. Dr. med. J\u00fcrgen Behr, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik V f\u00fcr Innere Medizin un <a class=\"main\" data-reveal-id=\"imgModal1\" href=\"#\">&#8230;<\/a><br \/>Quelle: Andreas Steeger<br \/>Copyright: LMU Klinikum<\/p>\n<p>    <b>Anhang<\/b><br \/><a href=\"https:\/\/idw-online.de\/de\/attachment122392\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" style=\"border:none;\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1748257212_82_pdf.png\" alt=\"attachment icon\"\/>   PM 11 &#8211; Neues Medikament gegen Lungenfibrose <\/a><\/p>\n<p>\n    <strong>Merkmale dieser Pressemitteilung: <br \/><\/strong><br \/>\n     Journalisten, Wissenschaftler<br \/>Medizin<br \/>\u00fcberregional<br \/>Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen<br \/>Deutsch\n    <\/p>\n<p>    \u00a0<\/p>\n<dl class=\"sub-nav green maincontent\">\n<dd class=\"active\">\n    <a href=\"https:\/\/idw-online.de\/de\/javascript:history.back()\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zur\u00fcck<\/a>\n    <\/dd>\n<\/dl>\n<p>    <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/loading.gif\" width=\"128\" height=\"128\"\/><\/p>\n<p>    <script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Teilen:\u00a0 17.03.2026 14:05 Inhalatives Medikament gegen Lungenfibrose Forschende des LMU Klinikums M\u00fcnchen haben in einer internationalen Studie erstmals&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":877163,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137],"tags":[29,30,141,232],"class_list":{"0":"post-877162","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-gesundheit","11":"tag-health"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116248243910083978","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/877162","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=877162"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/877162\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/877163"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=877162"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=877162"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=877162"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}