{"id":877782,"date":"2026-03-18T10:06:15","date_gmt":"2026-03-18T10:06:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/877782\/"},"modified":"2026-03-18T10:06:15","modified_gmt":"2026-03-18T10:06:15","slug":"atomkraft-verstaerkt-abhaengigkeit-von-russland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/877782\/","title":{"rendered":"Atomkraft verst\u00e4rkt Abh\u00e4ngigkeit von Russland"},"content":{"rendered":"<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1e2fq64cq0\">Die Mullahs beteuern, dass sie lediglich neue AKW bauen wollen. Israel vermutet, dass sie nach der Bombe greifen. Ungeachtet dieser offensichtlichen Tatsachen wollen Frankreichs Staatspr\u00e4sident Emmanuel Macron und Ursula von der Leyen, Pr\u00e4sidentin der Europ\u00e4ischen Kommission, die Atomkraft in Europa neu beleben.<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjghi5g50\">200 Millionen Euro sollen in sogenannte Mini-Atommeiler flie\u00dfen, weil sich private Investoren zur\u00fcckhalten. Zugleich fordert Macron mehr nukleare Abschreckung gegen Russland. Sekundiert werden sie von Manfred Weber (CDU), der im Europaparlament eine rechte Mehrheit f\u00fcr den Wiedereinstieg in die Atomkraft zimmern will.<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjghi5gj0\"><a href=\"https:\/\/www.photovoltaik.eu\/blog\/carsten-koernig-solarer-eigenverbrauch-subventionsfrei-vor-ort-erzeugt-und-verbraucht\" data-entity-uuid=\"a76f8583-e014-4326-8a8b-fbfca02f8e5f\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Carsten K\u00f6rnig: Solarer Eigenverbrauch \u2013 subventionsfrei vor Ort erzeugt und verbraucht<\/a>\u00a0<\/p>\n<p>Tschernobyl und Fukushima \u2013 schon vergessen?<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjghi5h50\">Anl\u00e4sslich des 15. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Fukushima im M\u00e4rz und des 40. Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl im April warnen die Herausgeberinnen und Herausgeber des Uranatlas 2026 vor neuem nuklearem Wettr\u00fcsten: Denn nicht nur modernisieren alle Atomwaffenstaaten ihre Arsenale und Tr\u00e4gersysteme. Es besteht die gro\u00dfe Gefahr, dass weitere Staaten Atomwaffen herstellen.<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjghi5hb0\">Der Uranatlas wird gemeinsam von der Nuclear Free Future Foundation (NFFF), dem Bund f\u00fcr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Rosa-Luxemburg-Stiftung, der Umweltstiftung Greenpeace und Ausgestrahlt herausgegeben. Sie appellieren an die Bundesregierung, sich f\u00fcr nukleare R\u00fcstungskontrolle, einen erneuten New-Start-Vertrag und Abr\u00fcstung einzusetzen.<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjghi5hv0\"><a href=\"https:\/\/www.photovoltaik.eu\/blog\/markus-soeder-letzter-taliban-der-atomkraft\" data-entity-uuid=\"29f4b15d-c0bd-43c3-bf7c-0a8cf2d5104d\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Markus S\u00f6der \u2013 letzter Taliban der Atomkraft<\/a>\u00a0<\/p>\n<p>65 AKW derzeit im Bau<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjghi5jg0\">Der Atlas zeigt: Die zivile Atomkraft ist eng mit der nuklearen Aufr\u00fcstung verkn\u00fcpft. Von den derzeit 65 im Bau befindlichen AKW werden 63 in oder von Atomwaffenstaaten gebaut. \u201eWir sind \u00fcberzeugt, dass zu einer langfristig effektiven nuklearen Abr\u00fcstung auch der Ausstieg aus der Atomenergie geh\u00f6rt\u201c, erg\u00e4nzt Angelika Clau\u00dfen. \u201eIn Deutschland m\u00fcssen wir diesen Ausstieg noch vollenden, indem wir die Urananreicherung und die Produktion von Brennelementen beenden.\u201c<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjghi5jm0\">Sie fordert: \u201eGerade jetzt, da \u00f6ffentlich \u00fcber europ\u00e4ische Atomwaffen mit deutscher Beteiligung spekuliert wird, w\u00e4re dies ein wichtiges Zeichen f\u00fcr Abr\u00fcstung und eine friedliche Zukunft mit erneuerbaren Energien.\u201d<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjghi5k20\"><a href=\"https:\/\/www.photovoltaik.eu\/blog\/akw-das-aus-ist-erst-der-anfang\" data-entity-uuid=\"40d8d88a-4743-487f-83e5-f058b5902690\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">AKW: Das Aus ist erst der Anfang<\/a>\u00a0<\/p>\n<p>Mini-Reaktoren ohne Aussicht auf Erfolg<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjghi5kk0\">Ungeachtet dessen fordern Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) und Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) den Bau von sogenannten Small Modular Reaktoren (SMR) und den Wiedereinstieg in die Atomkraft. \u201eEinen Wiedereinstieg in die Atomkraft darf es in Deutschland nicht geben\u201c, fordert Susanne Gerstner, stellvertretende Vorsitzende des BUND.<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjghi5ks0\">Die Expertin schlussfolgert: \u201eDie vermeintlich kleinen Reaktoren sind teuer, gef\u00e4hrlich und unwirtschaftlich. Zudem scheitern weltweit immer mehr Projekte an den horrenden Kosten und fehlender Wirtschaftlichkeit.\u201c Der Medienhype um die SMR ist eine Nebelkerze, die Steuergelder verbrennt. \u201eDeutschland ist aus gutem Grund, mit Zustimmung der Union, aus der Atomkraft ausgestiegen, daran gibt es nichts zu r\u00fctteln.\u201c<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjghi5l80\"><a href=\"https:\/\/www.photovoltaik.eu\/solarspeicher\/vattenfall-plant-grossbatterie-am-ehemaligen-akw-standort-brunsbuettel\" data-entity-uuid=\"97cc3dc9-a1c6-4e24-aa80-6e97f2868bda\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Vattenfall plant Gro\u00dfbatterie am ehemaligen AKW-Standort Brunsb\u00fcttel<\/a>\u00a0<\/p>\n<p>Russen wollen Brennelemente in Lingen fertigen<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjghi5lt0\">Die Abh\u00e4ngigkeit Europas und der Welt von der global vernetzten Uranindustrie, insbesondere von Russland, ist trotz des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine gewachsen. Gleichzeitig soll der russische Staatskonzern Rosatom an der Fertigung von Brennelementen f\u00fcr osteurop\u00e4ische AKW russischer Bauart beteiligt werden. <\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjghi5m40\">Der Deal versteckt sich hinter einer Kooperation mit der franz\u00f6sischen Orano-Tochter Framatome, die im deutschen Lingen eine Fabrik f\u00fcr Brennelemente betreibt. \u201eDie Bundesregierung muss die Kapazit\u00e4tserweiterung untersagen und die Atomgesch\u00e4fte mit dem Kreml in Lingen beenden\u201c, fordert Bettina Ackermann von Ausgestrahlt. \u201eDie Abh\u00e4ngigkeit Europas von Uran und Brennelementen aus Russland ist ohnehin schon so gro\u00df, dass trotz des Ukrainekriegs der gesamte Atomsektor Russlands bislang nicht sanktioniert wurde.\u201c<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjghi5mg0\"><a href=\"https:\/\/www.photovoltaik.eu\/solarspeicher\/rwe-baut-grossspeicher-gundremmingen\" data-entity-uuid=\"74b6d8ed-8611-4d11-9da1-2b72ffcdd641\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">RWE baut Gro\u00dfspeicher in Gundremmingen<\/a>\u00a0<\/p>\n<p>Geopolitische Abh\u00e4ngigkeit Europas<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjghi5n50\">19 Atomreaktoren in Finnland, Tschechien, Ungarn, der Slowakei und in Bulgarien laufen nur mit Brennelementen russischer Bauart. Inzwischen ist zwar nicht nur Rosatom, sondern auch der US-amerikanische Atomkonzern Westinghouse in der Lage, diese Brennelemente herzustellen. Weil die USA selbst aber nur wenige Tonnen Uran im eigenen Land f\u00f6rdern, ist auch der US-amerikanische Hersteller auf Uranlieferungen von au\u00dferhalb angewiesen.<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjghi5nc0\">Rosatom baut derzeit in \u00c4gypten das erste AKW mit vier Meilern. Mit 18 weiteren Staaten hat Moskau Abkommen zum Bau von Atomkraftwerken geschlossen, obwohl sie kaum die Netze besitzen, um den Strom nutzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjghi5np0\"><a href=\"https:\/\/www.photovoltaik.eu\/blog\/eeg-die-ersten-25-jahre\" data-entity-uuid=\"b76ed413-fc4f-4b3e-9cf3-8bd95c6cef18\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">EEG \u2013 die ersten 25 Jahre<\/a>\u00a0<\/p>\n<p>Abbau des Urans zerst\u00f6rt Lebensr\u00e4ume<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjghi5oc0\">Uran spielt in geopolitischen Strategien eine zentrale Rolle. Wie der Uranatlas zeigt, teilen die f\u00fcnf gr\u00f6\u00dften Firmen fast 80 Prozent des weltweiten Uranabbaus unter sich auf. \u201eDie USA betreiben aktuell 94 Atomkraftwerke\u201c, rechnet Heinz Smital von Greenpeace vor. \u201ePr\u00e4sident Trump will die Atomstromproduktion bis 2050 vervierfachen. Damit das in Gang kommt, werden in den USA die Sicherheitsvorschriften f\u00fcr Atomkraftwerke zusammengek\u00fcrzt, was das Katastrophenrisiko enorm erh\u00f6ht.\u201c<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjghi5oj0\">Der Versuch von US-Pr\u00e4sident Donald Trump, den Uranbergbau im eigenen Land zu beleben und mehr Uran aus Kanada zu beziehen, geht zu Lasten der First Nations. Sie leiden unter den gesundheitlichen Folgen des Uranbergbaus. Denn das radioaktive Schwermetall wurde und wird zumeist vom Land Indigener in Kanada, Australien, Niger und den USA oder in autorit\u00e4ren Staaten wie Kasachstan und Russland abgebaut. Der Bergbau sch\u00e4digt die Lebensgrundlagen in den Regionen massiv und verst\u00f6\u00dft gegen die Menschenrechte.<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjghi5p10\"><a href=\"https:\/\/www.photovoltaik.eu\/newsletter-anmeldung\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Unser Newsletter: Top informiert f\u00fcr Ihr Tagesgesch\u00e4ft \u2013 jeden Dienstag und Donnerstag!<\/a>\u00a0<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjghi5p80\">Der Uranatlas 2026 erkl\u00e4rt auf 64 Seiten mit Grafiken und Karten den Weg des Urans. Neue Kapitel zum Atomeinstieg der T\u00fcrkei und zum russischen Staatskonzern Rosatom zeigen die geopolitischen Abh\u00e4ngigkeiten und den Zusammenhang von friedlicher und milit\u00e4rischer Nutzung der Atomkraft. Mit dem Atlas verdeutlichen die Herausgeber, warum Uran im Boden bleiben muss. (HS)<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjghi5pn0\"><b><a href=\"https:\/\/www.photovoltaik.eu\/foerderung\/mailto:bestellung@rosalux.de\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung k\u00f6nnen Sie den Uranatlas bestellen.<\/a><\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Mullahs beteuern, dass sie lediglich neue AKW bauen wollen. 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